Vom Dach des Hoggar zum Dünenmeer Admer
| II | 2.993 | 14x |
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Detailprogramm
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- Sechs Tage Trekking durchs einsame Hoggar-Gebirge - Ziel Assekrem (2.782 m)
- Gipfelmöglichkeit Tahat (2.993 m) - Panoramablick und Gipfelmeer
- Als Karawane unterwegs mit Tuareg in Begleitung von Kamelen
- Berühmte bis fünf Meter hohe Felsgravuren im Tassili N´Ajjer
- Großartige Schönheit der Dünen im Erg Tihodaine und Erg Admer
- Wunder der Wüste: Canyon Essendilène mit üppiger Pflanzenwelt
“Die Aussicht ist über alle Beschreibung erhaben … und ich vermag kaum die Augen von diesem Bild zu wenden." Pater Foucauld, der 1911 auf dem Assekrem in einer Einsiedelei lebte, war fasziniert vom Hoggar-Gebirge. Auf jeder Afrika-Karte sind zwei große, aus der Wüste aufragende Gebirge zu sehen: das Hoggar in Algerien und das Tibesti im Tschad. Das Herzstück des zweithöchsten Gebirges der Sahara durchqueren Sie auf Pfaden der Tuareg und wandern zu Algeriens höchstem Gipfel, dem Tahat (2.993 m).
Eine Wunderwelt tut sich auf: rosafarbene Granitberge und mächtige Felskugeln - wie von Riesenhand beim Ballspiel in die Landschaft gerollt. Durch Wadis mit Oleander wandern Sie zu kleinen Wasserstellen. Auf den Gipfeln von Tahat und Assekrem schweift Ihr Blick über ein Meer erloschener Vulkane und vertikaler Basaltdome.
Im Tassili N´Ajjer entdecken Sie permanente Wasserstellen und die blühende Pflanzenwelt in der Schlucht von Essendilène. Berühmt ist das Tassili für seine Felsbilder, z. B. die “Lockige Kuh", eine fünf Meter lange Felsgravur. War dies in prähistorischer Zeit ein Ort der Riten und Magie? Magisch jedenfalls wirken die Sandwüsten Erg Tihodaine und Erg Admer. Sanft geschwungene Dünen bauen sich in Ketten auf, leuchten in unterschiedlichen Farben und erscheinen bei Sonnenuntergang plastisch, als wären Sie von Künstlerhand modelliert.
Termine und Preise
| Reisedauer | 15 | Tage |
| Mindestteilnehmerzahl | 8 | Personen |
| Höchstteilnehmerzahl | 15 | Personen |
Weitere Informationen zur Mindestteilnehmerzahl und Durchführung
| Reisenr. | Von | Bis | Preis | o. Flug | Reiseleitung | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1DZK1103 | 16.10.11 | 30.10.11 | €2.290,- | Auf Anfr. | Rudolf Markus | |
| 1DZK1104 | 06.11.11 | 20.11.11 | €2.390,- | Auf Anfr. | Baika Sidi | |
| 1DZK1105 | 25.12.11 | 08.01.12 | €2.290,- | Auf Anfr. | Weimer Uwe | |
| 2DZK1101 | 04.03.12 | 18.03.12 | €2.290,- | Auf Anfr. | Hauser-Reiseleiter/in | |
| 2DZK1102 | 01.04.12 | 15.04.12 | €2.290,- | Auf Anfr. | Egenolf Gina | |
| 2DZK1103 | 14.10.12 | 28.10.12 | €2.290,- | Auf Anfr. | Reck Andrea | |
| 2DZK1104 | 11.11.12 | 25.11.12 | €2.290,- | Auf Anfr. | Strigl Egmont | |
| 2DZK1105 | 24.12.12 | 06.01.13 | €2.290,- | Auf Anfr. | Weimer Uwe | |
| 3DZK1101 | 24.02.13 | 10.03.13 | €2.290,- | Auf Anfr. | Hauser-Reiseleiter/in | |
| 3DZK1102 | 24.03.13 | 07.04.13 | €2.290,- | Auf Anfr. | Hauser-Reiseleiter/in | |
| Einzelzeltzuschlag: | €90,- | |||||
Leistungen
Hauser-Inklusivleistungen
• Hauser-Reiseleitung ab/bis Deutschland
• Flug mit Air Algérie ab/bis Frankfurt nach Tamanrasset und zurück von Djanet (geplante Direktflüge)
• derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
• Übernachtung 1 x in traditioneller Lehmbau-Unterkunft, sonst in Zelten
• Vollpension
• Wüstenfahrten mit Geländefahrzeugen
• Tuareg-Begleitmannschaft mit Koch
• Camping- und Kochausrüstung incl. Zelt und Schaumstoffmatten
• Satellitentelefon
• Hauser-Top-Schutz im Wert von € 111,-: Reiserücktritts-Versicherung, Reisehaftpflicht-Versicherung, Reisekranken-Versicherung mit medizinischer Notfall-Hilfe, Rundum-Sorglos-Service
Wunschleistungen
• Hauser-Bahnfahrkarte ab/bis deutscher Grenze gegen Aufpreis
• Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket € 26,-: Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung
Weitere Informationen zum Hauser-Top-Schutz
Weitere Informationen zum Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket
Nicht enthaltene Leistungen
Visumgebühr für Algerien (60,- Euro, Stand 10/11) sowie Besorgungsgebühr durch Visum Centrale (ca. 17,- Euro), Trinkgelder (ca. 70,- - 80,- Euro), Ausgaben persönlicher Art, evtl. neu erhobene Zuschläge der Fluggesellschaften.
Tourverlauf
1. Tag Anreise in die Sahara
Linienflug (in der Regel Direktflug) mit der Air Algerie von Frankfurt nach Tamanrasset. Die Wüstenstadt liegt auf 1.400 m Höhe rund 2.000 km südlich von Algier im Herzen der Sahara. Wir fahren direkt vom Flughafen zu unserem ersten Camp in der Wüste. Dort, je nach Ankunftszeit, Abendessen. Die Begleitmannschaft hat schon die Zelte aufgebaut und alles vorbereitet.
Unsere Taschen sollten wir bereits bis heute Abend so gepackt haben, dass sie für die kommenden 6 Trekkingtage nur das nötige Gepäck enthalten. Es ist wichtig, das Gepäck, das auf die Kamele geladen wird, auf das Nötige zu beschränken. Das übrige Gepäck können wir den Fahrern übergeben, die es im Büro der Agentur deponieren und nach dem Trekking mitbringen, sodass es für den Rest der Reise wieder zur Verfügung steht.
Zelt [A]
2. Tag Beginn des Trekkings ins Herz des Hoggar-Gebirges
Unser erstes Frühstück in der Wüste! Die Mannschaft hat eine nette Sitzecke für uns hergerichtet und der Kaffee dampft bereits. Die Fahrer kehren nach Tamanrasset zurück und wir sind startklar für das Trekking.
Sobald die Kamele bepackt sind, wandern wir durch ein Tal mit sandigem Boden, in dem Oleander und Akazien wachsen. Wir steuern auf einen massiven Tafelberg zu, der aus unzähligen Basalt-Pfeilern besteht. Nomaden dient er als wichtiger Orientierungspunkt. Wir umrunden teilweise den Tin Nemrut und erreichen unseren Rastplatz für die Mittagspause. Nachmittags bewältigen wir einen kleinen Aufstieg auf ein großes, weites Hochplateau. (Tessa N´Adjena bedeutet in Tamaschek “Bauch des Himmels".) Es wirkt wie eine bizarre, ebene Mondlandschaft, aus der einzelne isolierte Vulkanberge aufragen. Unser Lager errichten wir auf 1.719 m Höhe unweit eines markanten Zweitausenders.
Dieser erste Tag ist etwas anstrengend und es ist wichtig, dass wir gerade heute keinesfalls zu schnell gehen!
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 250m; Abstieg: 50m; Zelt [FMA]
3. Tag Taessa - im Land der Moufflons und Gazellen
An den folgenden Tagen durchqueren wir das Atakor - Herzstück des Nationalparks Hoggar-Gebirge und interessantester Teil der sehr wilden, vulkanisch geprägten Berglandschaft. Fels ist hier nicht gleich Fels! Manche sprechen von einem geologischen Chaos, hier ist das aufgrund der großen landschaftlichen Vielfalt natürlich positiv gemeint.
Heute wandern wir zwischen gigantischen Felskugeln aus rosafarbenem Granit, Felsnasen und bauchigen Gebilden mit fensterartigen Löchern - als wäre die Landschaft ein Skulpturen-Garten des berühmten Bildhauers Henry Moore. Wir steigen aus der Ebene stetig bergauf und die Aussicht reicht allmählich immer weiter. Vereinzelt kommen wir an wilden Olivenbäumen vorbei. Gazellen und Moufflons sind sehr scheu, aber sind doch manchmal an den Berghängen zu entdecken. Mit Sicherheit begegnen uns unterwegs des Öfteren kleine Herden von Wildeseln oder auch Klippschliefer.
Die Lastkamele müssen heute aufgrund der Wegbeschaffenheit eine andere Route als die Wanderer nehmen. Wir erreichen eine Weide, wo es sowohl für uns als auch für die Kamele einen idealen Lagerplatz gibt (Höhe ca 2.100 m). Unweit ist eine versteckte Schlucht zu entdecken: Zwischen rosa Granitgestein befinden sich formschöne, ausgewaschene Wasserbecken, sogenannte Gueltas - kleine Wunderwerke in der Sahara. Oft sind solche Wasserstellen im Schatten von Felswänden jahrelang mit Wasser gefüllt, manchmal umgeben von rosa blühenden Oleanderbüschen.
Gehzeit: 5-5,5h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 200m; Zelt [FMA]
4. Tag Kunstwerk aus Basalt: Aouknet
Beim Wandern sehen wir vor uns immer wieder einen auffällig geformten Berg, den Aouknet. Aus der Nähe entpuppt er sich als gigantischer Felsendom mit Basaltsäulen, an denen das vor zwei Millionen Jahren aus dem Erdinneren gepresste Magma noch gut erkennbar ist. Die Säulen wachsen aber nicht senkrecht in den Himmel, sondern sind im oberen Bereich in sich gedreht - ein schöner Anblick! Erdgeschichte zum Anfassen.
Unterwegs entdecken wir zwei größere Abris mit kleinen Felszeichnungen. Hier leben offensichtlich ab und zu noch Nomaden, wenn sie mit ihren Herden vorbeiziehen. In der Nähe können wir Felsgravuren mit Darstellungen von Tieren und des Tifinagh, der Schrift der Tuareg, finden. Nachmittags wandern wir auf guten Pfaden durch Täler und hügelige Landschaft. Nach einem Anstieg ändert sich die Landschaft wieder schlagartig, wirkt wieder vulkanisch. An abgelegenen Stellen findet sich Erde in verschiedenen Farben - von Tiefrot bis zu strahlendem Weiß. Welch einzigartig schöner Anblick, wenn die Kamel-Karawane mit unserem Gepäck vor uns in gemächlichem Tempo vorbeischreitet. Unser Lagerplatz liegt malerisch auf einem kleinen Plateau in 2.300 m Höhe und ist von bizarren Felsbergen umgeben. Je nach Standort kann man den heiligen Berg der Tuareg, den Ilamane, erkennen. Sowohl Aouknet als auch Ilamane erinnern an Impressionen aus den Dolomiten. Der Ilamane (2.760 m) wurde Ende der 60er Jahre in einer ALPINISMUS-Umfrage sogar als “schönster Berg der Welt" gekürt.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 500m; Abstieg: 300m; Zelt in einem Wadi bei Tazrouk [FMA]
5. Tag Gipfel des Tahat (3.003 m)
Wer heute den Tahat besteigen möchte, steht sehr früh auf. Wir wandern auf einem landschaftlich abwechslungsreichen Weg, immer mit Blick auf den majestätischen Felsendom Ilamane, der aus lauter Orgelpfeifen zu bestehen scheint.
Unser Ziel ist der höchste Berg Algeriens, zugleich der zweithöchste Gipfel der Sahara. Nach etwa 2,5 Stunden Gehzeit beginnt der eigentliche, etwas mühsame Aufstieg auf den Tahat. Teils weglos, aber meist über festes und gut griffiges Blockgestein geht es steil bergauf. Je nach Lichtverhältnissen schimmert die Landschaft in metallischen Farbtönen: in silbrigem Glanz, in Rostrot, Ocker und Gelb. Wenn wir nach weiteren etwa 2 Stunden auf dem Doppelgipfel des Tahat ankommen, gönnen wir uns viel Zeit für die fantastische Aussicht. Seit den Dreißigerjahren hat das Atakor (der eigentliche Name des Hoggar) mit seinen unzähligen Berggipfeln Entdecker angezogen. Es lohnt sich, diese weniger bekannte Seite der Sahara kennen zu lernen! Vor uns breiten sich mitten in der Wüste die erloschenen Vulkanhöcker, Basalt-Dome und Plateauberge des Atakor von West nach Ost aus. Unsere gesamte Trekkingstrecke durchs Herz des Hoggar-Gebirges liegt zu unseren Füßen. Nach rund 2 Stunden erreichen wir das Camp am Fuße des Tahat.
Wem die Besteigung des Tahat zu anstrengend ist, der kann es heute gemütlich angehen lassen. Nach einem späten Frühstück und dem Abbauen des Lagers können Sie gemeinsam mit den Kamelen den direkten Weg zu dem von Bergen umgebenen Camp am Fuße des Tahat wählen (ca. 1,5 Stunden) und dort auf die Bergsteiger warten.
Gehzeit: 6-6,5h; Aufstieg: 750m; Abstieg: 650m; Zelt [FMA]
6. Tag Wüstenberge im nördlichen Atakor
Vielleicht der schönste Frühstücksplatz: Wir verbringen den Morgen am Fuße des Tahat! Die Kamele grasen noch - vor der Bergkulisse ein sehr schönes Bild. Schließlich werden die stolzen Tiere bepackt und die Karawane zieht gemächlichen Schrittes weiter.
Wir gelangen heute zu einer Stelle mit Felsgravuren, die zwar schlicht gestaltet sind, aber trotzdem von künstlerischer Begabung zeugen. Es muss sich hier einmal um einen prähistorischen Siedlungsplatz handeln.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause können wir bereits losgehen oder das Bepacken der Kamele abwarten und mit der Karawane gemeinsam laufen. Der lässige Schritt der Kamele und die würdevolle Ausstrahlung inmitten der grandiosen Berglandschaft zeichnen ein einprägsames Bild. Diese bizarre Landschaft kann auch nur mit Kamelen bereist werden, und wir haben tatsächlich bereits seit Tagen Gegenden durchwandert, die mit dem Jeep nicht erreichbar sind.
Eine Bereicherung ist die Begegnung mit unseren herzlichen, fröhlichen und stolzen Tuareg-Begleitern. Bei der täglich gepflegten und zelebrierten Teezeremonie erfahren wir von ihnen einiges über ihre Lebensweise. Über viele Generationen haben sich die Tuareg der Wüste in idealer Weise angepasst.
Gehzeit: 4,5-5h; Aufstieg: 250m; Abstieg: 200m; Zelt [FMA]
7. Tag Feenkamine und Assekrem (2.782 m)
Wir wandern in eine Art Irrgarten aus rötlich-orangem Sandstein. Dicht beieinander stehen Feenkamine mit Tausenden von kleinen, von Wind und Wetter gefrästen Felsnischen und Löchern. Die Kräfte der Natur sind hier offensichtlich und einmal mehr zeigt sich: Wüstenlandschaften haben eine ganz eigene Intensität!
Dass das Herzstück des Gebirges mitten in der Zentralsahara auch schon in prähistorischer Zeit bewohnt war, belegen kleine Felsbilder an abgelegenen Stellen. Unser Tuareg-Führer kennt weit oben eine etwas mühsam zu erreichende Felsmalerei. Sie stammt aus der Rundkopf-Periode und ist schätzungsweise 7.000 bis 8.000 Jahre alt.
Am Nachmittag erreichen wir zeitig unseren Lagerplatz unterhalb des Assekrem-Plateaus.
Wir steigen auf den 2.782 m hohen Assekrem, - Endpunkt unseres Trekkings - um den Sonnenuntergang von dort zu erleben. Bei Abendlicht lassen wir den Blick über ein Meer von erloschenen Vulkanen schweifen. Wir besuchen die ehemalige Klause des Paters Charles de Foucauld, der hier seinen Glauben praktizieren und mitten unter den Tuareg leben wollte. Im täglichen Kontakt mit den Tuareg studierte und dokumentierte er ihre Sprache und Poesie. Zum Assekrem schrieb er selbst: "Die wunderschöne Aussicht hier oben kann man sich kaum vorstellen, noch sie beschreiben. Es gibt nichts Vergleichbares mit diesem Wald aus Felsnadeln und Bergspitzen, wie man sie hier vor sich hat. Ein Wunder der Natur."
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 450m; Zelt [FMA]
8. Tag Abschied vom Assekrem - Fahrt in die Weite der Wüste
Wer möchte, kann vom Camp aus in etwa 40 Minuten auf einen weiteren Aussichtsberg gegenüber dem Assekrem steigen, um den Sonnenaufgang am Berg zu erleben. Nach dem Frühstück laufen wir zur Passhöhe und sehen noch einmal die beiden schlanken Felstürme des Tezouiag. Diese Aussicht zählt zu den bekanntesten im Hoggar-Massiv. Nun heißt es Abschied nehmen von unseren zahlreichen Kamelen und ihren Besitzern, die uns über die Tage zu treuen Begleitern geworden sind. Sie treten nun ihren mehrere Tage dauernden Rückweg in ihr Nomaden-Camp an. Wir hingegen dürfen in die Jeeps steigen und die nächsten Tage in eine völlig andere Wüste eintauchen; es folgen große Dünengebiete, Tassili-Landschaften und Schluchten.
Über die Tuareg-Siedlung Hirafok verlassen wir die nördlichsten Ausläufer des Hoggar und fahren bis Wadi Telohat.
Zelt [FMA]
9. Tag Amadror-Ebene - Dünen von Erg Tihodaine
Wir durchqueren die Amadror-Ebene, eine Gegend, in der Nomaden früher Salz abgebaut, auf Kamele gepackt und in Karawanen weiter transportiert haben. Die Ebene ist eher monoton, doch plötzlich zeichnen sich vor uns die Dünen des Erg Tihodaine ab. Die Landschaft des Erg Tihodaine entspricht den bekannten klassischen Bildern von Wüste: Sand, Sand, Sand…..formschön und in warmen Farbtönen! Fast weißer, von Rillen gefurchter Sand baut sich zu immensen Dünenbergen auf. Hier richten wir unseren Schlafplatz ein. Unsere Begleiter haben bereits ein kleines Feuer für den traditionellen Tee entfacht und wenn es dann ganz dunkel ist, beobachten wir den funkelnden Sternenhimmel. Zu den ganz besonderen Sahara-Erlebnissen zählt eine Nacht in der Wüste inmitten von Dünen, über uns die "wandernden" Sternbilder und zahlreiche Sternschnuppen.
Zelt [FMA]
10. Tag Tassili N´Ajjer (Tasset)
Wenn wir heute Vormittag das Dünengebiet verlassen, erkennen wir bereits die Ausläufer des Tassili N´Ajjers, in das wir tiefer eintauchen. Das Tassili N´Ajjer zählt zum UNESCO Welkulturerbe, da hier zahlreiche prähistorische Felsbilder zu finden sind. Sie verdeutlichen eine ferne Vergangenheit, als die Sahara noch fruchtbar war, und gelten als Bilderbuch der Steinzeit. Wir fahren zu den bizarren Felstürmen von Affara, einer sehr schönen, von Sandstein geprägten Gegend. Hunderte von Metern hohe Felsnadeln scheinen aus dem Boden zu sprießen, sie sind das Ergebnis der Erosion in Millionen von Jahren. Wir erreichen Tasset, eine typische Tassili-Gegend mit erodierten Sandsteinformationen. Zu sehen sind Felsmalereien und auf Felsen verewigtes Tifinagh. Die Schrift der Tuareg wird auch Tifinar genannt und ist schwer zu entziffern, da sie in unterschiedliche Richtungen gelesen werden kann.
Zelt [FMA]
11. Tag Tassili N´Ajjer - die einzigartigen Felsgravuren von Dider/Tinterhert
Unser Ziel ist das mitten im Tassili N´Ajjer liegende Tal von Dider. Hier befinden sich die einzigartigen, weltberühmten Felsgravuren von Tinterhert. Unter den Darstellungen von Giraffen, Antilopen und menschlichen Figuren gelten die “Lockige Kuh" und die “Schlafende Antilope" als hervorragende Gravuren. Man stelle sich eine fünf Meter große Gravur einer Kuh vor, deren Fell mit zahlreichen Ornamenten, den sogenannten Locken, geschmückt ist. In der Darstellung der schlafenden Antilope (oder Gazelle) ist die Körperhaltung so lebensnah und ausdrucksstark, dass die Gravur zu Recht als besonderes Kunstwerk gilt. Beide Gravuren zählen zu den bedeutendsten Felsgravuren der gesamten Sahara.
Zelt [FMA]
12. Tag Wadi Essendilène
Wir fahren zum Wadi Essendilène, das erst ein weites Tal ist und schließlich zur immer enger werdenden Schlucht mit über hundert Meter steil aufragenden Wänden wird. Das letzte Stück gehen wir zu Fuß und gelangen zu idyllisch liegenden, von bizarren Erosionsformen umgebenen Gueltas, die seit Urzeiten Wasser speichern. Hier, mitten im zerklüfteten Tassili N´Ajjer gibt es eine üppige Vegetation: Palmen, Oleander, Feigen und Duftpflanzen wie Fenchel, Lavendel und Armoise.
Zelt [FMA]
13. Tag Felsbogen Tikobaouine und Dünen im Erg Admer
Zwischen Sanddünen erheben sich Felsnadeln und der schön geformte Felsbogen Tikobaouine. Er entsprichte einer geologischen Besonderheit, die für das Tassili klassisch ist: Während Jahrmillionen haben Wind, Sand und Temperaturschwankungen aus einem Sandsteinmassiv einen filigranen Felsbogen geschaffen.
Auf unserer Wüstendurchquerung erwartet uns ein weiterer Höhepunkt im Dünengebiet Erg Admer. Wir erleben die Zentralsahara noch einmal von ihrer schönsten Seite erleben und zum Abschluss noch einmal mit sanftem Dünenschwung! Umgeben von hohen Dünen errichten wir unser Lager. Dies ist ein wunderbarer Platz, um sich eine einsame Düne auszusuchen und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Am Abend wirft die Sonne lange Schatten auf die gerillte Oberfläche des Sandes und hoch oben auf einem Dünenkamm fühlt man sich wie in einem Meer wogender Dünen.
Ein Mikrokosmos für sich: Feine Strukturen im Sand bilden geometrische Muster, die Farbpalette reicht von Goldgelb bis zu intensivem Orange, nach Sonnenuntergang beinahe Violett.
Zelt [FMA]
14. Tag Erg Admer - Djanet
Aufwachen mitten in den Dünen! Etwas wehmütig zu Mute kann einem am letzten Tag einer Wüstenreise schon sein. Bald werden wir die Wüste verlassen - sie zählt für viele zu den ergreifendsten und faszinierendsten Landschaften des Planeten Erde.
Durch die Dünen fahren wir Richtung Djanet, wo heute die Möglichkeit besteht, zu duschen. Djanet, die weiße Oasenstadt, liegt mitten im Palmengürtel. Tuareg mit kunstvoll gewickeltem Tagelmoust (oder Chèche) und blauen Gewändern gehen ihren Geschäften nach oder nutzen die Gelegenheit, Neuigkeiten auszutauschen. Je nachdem, wie viel Zeit wir haben, können wir einen Bummel in die Oasengärten oder zwischen den weiß gekalkten Häusern unternehmen. Im Zentrum befinden sich auch ein paar Geschäfte mit Kunsthandwerk, Silberschmuck oder Tuareg-Musik.
Abends fahren wir hinaus in die Natur. Ein letztes Mal werden wir mit unserer Begleitmannschaft in der Wüste zu Abend essen und als Zeichen der Gastfreundschaft die drei sorgfältig zubereiteten, duftenden Gläser Pfefferminztee empfangen. Die Nacht verbringen wir im Zelt oder unter dem funkelnden Wüstenhimmel.
Zelt [FMA]
15. Tag Heimflug
Sehr früh am Morgen bringen uns unsere Begleiter zum Flughafen und verabschieden uns. Flug von Djanet nach Frankfurt. Mittags Ankunft in Frankfurt.
[F]
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Eine gute Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit sind Voraussetzung für das Trekking durch das Hoggar-Gebirge.
Wir wandern auf meist felsigen, selten auf sandigen Pfaden durch Täler und im Auf und Ab über Berge und Pässe. Einzelne Passagen können auch einmal weglos über Fels und Geröll verlaufen. Ein guter, stabiler Kreislauf ist wichtig für die Wanderungen im Wüstenklima (s.u.). Die reinen Gehzeiten betragen im Schnitt täglich zwischen 5 und 6,5 Stunden oder etwas mehr, je nach Tempo der Gruppe.
Der längere, steile Aufstieg zum Gipfel des Tahat führt meist weglos, aber über gut begehbares Blockgestein und erfordert Ausdauer. Die Besteigung des Tahat kann ausgelassen und alternativ direkt zum nächsten Camp gewandert werden. Den unschweren Aufstieg aufs Plateau des Assekrem sollte man sich, v.a. bei Sonnenuntergang keinesfalls entgehen lassen. Er zählt zu Recht zu den eindrucksvollsten Orten, um einen Sonnenuntergang in der Sahara zu erleben.
In der Mittagszeit wird, v.a. beim Trekking, eine ausgedehnte Pause im Schatten von Felsen oder Akazien eingelegt. Der Koch bereitet leichte, schmackhafte Salate (mit Reis, Hülsenfrüchten, Tomaten, Gurken, Oliven u.ä.) zu und dazu wird Käse oder Thunfisch gereicht. Abends gibt es ein warmes Essen mit Suppe und als Hauptspeise Couscous, ein Nudelgericht oder Reis. Fleisch wird eher selten zubereitet. Gemüse ist in den Saucen oder Gerichten fast immer enthalten. Unsere Trekkingköche geben sich im Rahmen des Möglichen große Mühe und zaubern unter einfachsten Umständen vielfältige, schmackhafte Gerichte für uns.
Das Gepäck wird während des Trekkings von Lastkamelen getragen (bitte Gepäck reduzieren!). Reiten wäre aufgrund der Gebirgslandschaft nicht ratsam. Tagsüber tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit viel Wasser (ca 2 Liter) und dem Allernötigsten. Mittags können Sie in der Regel Wasser aus den Kanistern auffüllen. Abends am Lager finden Sie Ihr Gepäck wieder vor. Sie schlafen in 2-Mann-Zelten oder unter freiem Sternenhimmel. Einfache Schaumstoffmatten werden gestellt. Von allen Teilnehmern wird aktive Mitarbeit, v.a. beim Auf- und Abbau der Zelte, erwartet. Trekking durch einsames, wildes Gebirge in der Wüste. Dünen-Feeling und Wüstenfahrt im zweiten Teil der Reise. Gute Kondition und Trittsicherheit erforderlich.
Hauser Shop
Zur Komplettierung Ihrer Ausrüstung und für spezielle Fragen steht Ihnen unser Hauser Shop gerne zur Verfügung. Einen Überblick über das Angebot finden Sie unter www.Hauser-Shop.de oder in der aktuellen Programmübersicht. Tel: 089 235006-21
Dankeschön
Als Dankeschön für die Teilnahme an dieser Reise erhalten Sie einen Gutschein im Wert von 25.- € für den Hauser Shop.
Einreisebestimmungen:
Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger benötigen ein Visum. Der Reisepass muss noch mind. 6 Monate über das Einreisedatum hinaus gültig sein. Hauser exkursionen besorgt das Einladungsschreiben in Algerien. Das Visum selbst wird über die Visum Centrale beantragt. Wir bitten um frühzeitige Anmeldung.
Es sind keine Impfungen vorgeschrieben, empfohlen wird Impfschutz gegen: Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie und Polio. Bei Buchung einer Reise befindet sich in Ihren Unterlagen ein Coupon für ein kostenloses, reisemedizinisches Informationsgespräch. Nutzen Sie diesen und informieren Sie sich in einer der Reisepraxen des BCRT (Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin) über die Gesundheitsrisiken auf Ihrer Reise. Unter www.bctropen.de finden Sie die Adressen der Reisepraxen des BCRT. Dort werden Sie von erfahrenen Ärzten individuell beraten. Sollten Sie die Möglichkeit eines Besuches nicht haben, erhalten Sie auch ausführliche telefonische Informationen bei dem unabhängigen Auskunftsservice über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute aus dem dt. Festnetz, Stand: 26. Aug. 11) oder unter: www.gesundes-reisen.de.
Wichtige Hinweise: Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.
Algerien gehört dem muslimischen Kulturkreis an, gleichwohl leben die Tuareg eine sehr offene Form des Islam. Rücksichtnahme und Toleranz in Bezug auf die religiösen Gefühle der Bevölkerung sollten allen selbstverständlich sein. Shorts oder Bermudas (an Frauen und Männern) und ärmellose Kleidung sind ebenso wenig angebracht wie tiefe Ausschnitte! Nicht nur bei Nomaden unterwegs, sondern auch in den Städten beleidigt freizügige Kleidung das Anstandsgefühl der Menschen. Auch beim Fotografieren bitten wir um Zurückhaltung.
Klima
Im ersten Teil der Reise, dem Trekking im Gebirge, bewegen Sie sich überwiegend in Höhenlagen zwischen 1.600 m und 2.300 m. Im zweiten Teil der Wüstendurchquerung sind Sie durchweg in tieferen Lagen unterwegs.
Stellen Sie sich auf eine starke Sonneneinstrahlung sowie auf große Schwankungen zwischen den Tages- und den kühleren Nachttemperaturen ein. Da die großen Temperaturschwankungen Herz und Kreislauf belasten können, müssen Sie gesund und körperlich fit sein.
In den Monaten Oktober, November und Mitte Februar bis April ist im Hoggar-Gebirge aufgrund der Höhenlage tagsüber mit angenehmen Temperaturen von durchschnittlich 22° bis 29°C und nachts mit Temperaturen zwischen 5° und 15°C zu rechnen. Im Dezember bis Mitte Februar kann es beim Trekking nachts kalt werden (das Thermometer sinkt bis 0°C oder gar darunter). Tagsüber ist dafür mit klarem Wetter und Temperaturen um 15° bis 20°C zu rechnen.
An den Tagen der Wüstendurchquerung in der zweiten Reisewoche können Sie von Temperaturen ausgehen, die durchschnittlich 7° bis 10°C höher liegen als im Hoggar.
Ausrüstung
Den klimatischen Verhältnissen entsprechend brauchen Sie vor allem leichte Wanderbekleidung aus atmungsaktivem Material (für die Fahrtage sind Baumwolle und Leinen bei Hitze ideal!), warme Kleidung für die Abende und kühleren Morgenstunden (Pullover oder Fleece, Goretex-Jacke) sowie einen Schlafsack (Komfortbereich bis +/-0°C). Beim Dezember-Termin sollte Ihr Schlafsack in jedem Fall einen Komfortbereich von -10° bis -15° C aufweisen. In den Wintermonaten ist für das Bergtrekking auch eine Daunenjacke, Mütze und Handschuhe für die Abende eine sinnvolle Empfehlung.
Für das Gebirgstrekking benötigen Sie unbedingt knöchelhohe Wanderschuhe mit Profilsohle. Wichtig sind zudem Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine ausführliche Ausrüstungs-Checkliste mit weiteren Informationen.
Reiseveranstalter
Hauser exkursionen international GmbH
Spiegelstr. 9,
81241 München
Tel. 089 / 23 50 06-0, Fax 089 / 23 50 06-99
E-Mail: ![]()
In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Agentur
sowie den IATA-Luftverkehrsgesellschaften

