Planet Wüste - Tassili Hoggar und Tadrart
| I-II | 1.700 | 1x | 13x |
Reisespezialist kontaktieren![]()
Detailprogramm
Anzeigen / Herunterladen (428 kB)
- Sechs Tage Trekking durch das Tadrart - Sahara wie im Bilderbuch!
- Durchquerung des Tassili Hoggar: Felsenschlösser, Steintürme und viel Sand
- Erg Admer: Ozean aus Sand mit Blick auf das Tassili N´Ajjer
- Fast ein Freilichtmuseum: Höhlen und Wände voller Felsbilder im Tadrart
- Dünen, Dünen, Dünen - soweit die Blicke reichen!
- Mit Tuareg unterwegs durch die Wüste: gelebte Gastfreundschaft
Inmitten des kleinen Feuers zischt der Tee über der Glut. Behutsam gießt Al Bashir den starken Thé à la Menthe von einem Kännchen ins andere und zupft dabei seinen blauen Chèche zurecht. Er strahlt in jedem Moment Gelassenheit und Würde aus. Währenddessen flackert am Lagerplatz der Lichtschein auf die in den Himmel ragenden Felstürme. Sie zeichnen sich bizarr gegen den Himmel ab und wirken gespenstisch wie bei einer Filmkulisse. Millionen von Sternen funkeln stärker als man sich Funkeln überhaupt vorstellen kann. Es ist fast zu schön, um im kuscheligen Schlafsack die Augen zum Schlafen zu schließen. El Ghessour ist ein Platz zum Träumen … selbst beim Aufwachen!
Wüste ist nicht nur Sand, sondern eine Mischung aus Dünen und vom Zahn der Zeit zernagten Felsformationen. Das erleben Sie, wenn Sie mit Geländewagen und bei kleinen Wanderungen das Tassili Hoggar durchqueren. Fantasievolle Bezeichnungen spiegeln treffend wieder, welche Formen in welchen Größen aus dem Sand sprießen: Kathedralen, Felsenschlösser, Pilze oder gar Elefanten, bei denen der Rüssel zu erkennen ist - alles aus natürlichem Sandstein!
In der zweiten Woche wandern Sie gemeinsam mit Tuareg durch eine der wundersamsten Regionen der Sahara, das Tadrart: tiefrote Sandberge, von deren Gipfel aus Sie das Ende der Dünenfelder nicht sehen können, und im schillernden Sand stehende Felsbögen und hohe Felsnadeln. Viele Schätze liegen bekanntlich im Verborgenen. Wandern Sie zu prähistorischen Gravuren und versteckten Höhlen mit feinsten Malereien - fast ein Freilichtmuseum. Die einstigen Sahara-Bewohner hatten eine einzigartige Begabung, ihre Welt abzubilden. Erleben Sie den Planet Wüste in all seinen Facetten!
Termine und Preise
| Reisedauer | 15 | Tage |
| Mindestteilnehmerzahl | 8 | Personen |
| Höchstteilnehmerzahl | 15 | Personen |
Weitere Informationen zur Mindestteilnehmerzahl und Durchführung
| Reisenr. | Von | Bis | Preis | o. Flug | Reiseleitung | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1DZK1205 | 25.12.11 | 08.01.12 | €2.340,- | Auf Anfr. | Hauser-Reiseleiter/in | |
| 2DZK1201 | 12.02.12 | 26.02.12 | €2.290,- | Auf Anfr. | Hauser-Reiseleiter/in | |
| 2DZK1202 | 01.04.12 | 15.04.12 | €2.340,- | Auf Anfr. | Reck Andrea | |
| 2DZK1203 | 21.10.12 | 04.11.12 | €2.290,- | Auf Anfr. | Keller Roberto | |
| 2DZK1204 | 18.11.12 | 02.12.12 | €2.290,- | Auf Anfr. | Rudolf Markus | |
| 2DZK1205 | 23.12.12 | 06.01.13 | €2.340,- | Auf Anfr. | Därr Astrid | |
| 3DZK1201 | 03.02.13 | 17.02.13 | €2.290,- | Auf Anfr. | Hauser-Reiseleiter/in | |
| 3DZK1202 | 24.03.13 | 07.04.13 | €2.340,- | Auf Anfr. | Hauser-Reiseleiter/in | |
| Einzelzeltzuschlag: | €90,- | |||||
Leistungen
Hauser-Inklusivleistungen
• Hauser-Reiseleitung ab/bis Deutschland
• Flug mit Air Algérie ab/bis Frankfurt nach Tamanrasset und zurück von Djanet (geplante Direktflüge)
• derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
• Übernachtung 1 x in traditioneller Lehmbau-Unterkunft, sonst in Zelten
• Vollpension
• Wüstenfahrten mit Geländefahrzeugen
• Tuareg-Begleitmannschaft mit Koch
• Camping- und Kochausrüstung incl. Zelt und Schaumstoffmatten
• Satellitentelefon
• Hauser-Top-Schutz im Wert von € 111,-: Reiserücktritts-Versicherung, Reisehaftpflicht-Versicherung, Reisekranken-Versicherung mit medizinischer Notfall-Hilfe, Rundum-Sorglos-Service
Wunschleistungen
• Hauser-Bahnfahrkarte ab/bis deutscher Grenze gegen Aufpreis
• Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket € 26,-: Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung
Weitere Informationen zum Hauser-Top-Schutz
Weitere Informationen zum Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket
Nicht enthaltene Leistungen
Visumgebühr für Algerien (60,- Euro, Stand 10/11) sowie Besorgungsgebühr durch Visum Centrale (ca. 17,- Euro); Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung; fehlende Mahlzeiten, Getränke; Trinkgelder (ca. 70,- - 80,- Euro).
Tourverlauf
1. Tag Anreise in die Sahara
Abflug mittags mit der Air Algerie von Frankfurt nach Tamanrasset (geplanter Direktflug). Ermäßigte Hauser Bahnanreise innerhalb Deutschlands möglich (ggf. bitte bei Anmeldung Abfahrtsbahnhof und Besitz einer Bahncard nennen!).
Die Wüstenstadt liegt auf 1.400 m Höhe rund 2.000 km südlich von Algier im Herzen der Sahara. Wir fahren zu einem einfachen aber sauberen Gasthaus (Meerbettzimmer mit Dusche/WC) und übernachten dort.
Gästehaus mit DU/WC (Mehrbettzimmer)
2. Tag Tamanrasset - El Ghessour
Wir verlassen Tamanrasset südlich, verlassen schon kurz hinter der Stadt die Piste ab und steuern auf markante Berge zu. Durch eine Öffnung in den Felsen, das sogenannte Tor zum Tassili Hoggar, dringen wir in eine zerklüftete Welt aus Fels und Sand ein. El Ghessour, unser erstes Lager in der Wüste, ist erreicht. Wir besichtigen die Felsbilder von El Ghessour: kleine Gravuren an meterhohen Felswänden und Überhängen. Faszinierend ist die Landschaft auf dem Plateau, aus dem die wildesten Felstürme sprießen. Canyons und versteckte Talkessel bergen bizarre Gruppen von erodierten Felsen. Wir schlafen zwischen Felstürmen, deren Umrisse sich nachts wie die Kulisse einer geschützten Burganlage vor dem Sternenhimmel abzeichnen, selbst wenn der Mond nur als kleine Sichel am Firmament erscheint.
Übernachtung im Zelt [FMA]
3. Tag El Ghessour - Tagrera - Tin Akachaker
Auf einem schmalen Pfad wandern wir durch einen sehr engen Canyon mit vom Wasser geschliffenen Felswänden. Am Ende befindet sich eine Guelta (Wasserbecken, abhängig von Regenphasen).
In Tagrera, einer riesigen Sandebene mit Dünen, muten die verstreut liegenden Felsformationen wie überdimensionale Pilze und Kathedralen an mit Säulen und einem Dach drauf. Die Tuareg geben ihnen Namen wie "La chambre de Tagrera" (Zimmer von Tagrera). Abends kommen wir in Tin-Akachaker an. Mächtige Felsen stehen wie Schlösser im weißen Sand. Sie zu erklimmen, kostet wegen des weichen Sandes teilweise etwas Mühe. Im Abendlicht bieten Dünen und Felsen ein einzigartiges Farben- und Formenspiel.
Übernachtung im Zelt [FMA]
4. Tag Youf Ahakit - Tahagart
Wir erreichen eine riesige schwarze Bodenplatte aus Stein, genannt "La Dalle" und entdecken auf ihr Felsgravuren. Sehr oft gibt es Gravuren an Felswänden oder Felsüberhängen, hier sind sie jedoch auf einer Bodenplatte dem Sand und dem Wetter ausgesetzt; trotzdem sind sie gut erhalten. Abgebildet sind vor allem Tiere, zu erkennen sind aber auch geometrische Zeichen .
Unser Ziel ist Youf Ahakit - heute Teil eines Nationalparks. Youf Ahakit bedeutet in der Sprache der Touareg "besser als ein Zelt". Wir entdecken sehr schöne Felsgravuren aus prähistorischer Zeit: Darstellungen von Giraffen, Elefanten und auch Tifinar-Zeichen, die Schrift der Tuareg. Über eine weite Ebene halten wir auf das Massiv von Tahagart zu - unser heutiger Lagerplatz in besonders schöner Wüstenlandschaft, wo sich höhere Dünen an Felsen schmiegen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
5.-6. Tag Tinagola - Tin Tarabine - Ténére de Tafassaset - Erg Admer
Während dieser zwei Tage durchqueren wir die algerische Wüste vom Tassili Hoggar in Richtung Tassili N´Ajjer. Wir kommen vorbei an langgezogenen Zeugenbergen und den typischen Formationen der Tassili-Landschaft. An ihnen wird sichtbar, wie Temperaturschwankungen und die Einwirkung von Wasser und Wind die Landschaft über Jahrmillionen gestaltet haben. Nachdem wir Tin Tarabine, eines der größten Wadis der Sahara, durchquert haben, erreichen wir Tadant, eine kleine Tuareg-Siedlung. Hier leben etwa 10 Familien und zum Brunnen der Gegend kommen immer wieder Nomaden mit ihren Herden. Während der Kolonialzeit haben die Franzosen versucht, die hier durchziehenden Karawanen zu kontrollieren.
Wir kommen zu den Ausläufern der Ténéré, der Königin der Wüsten. Die sogenannte Ténéré du Tafasset grenzt an den Niger, die riesigen Dimensionen der Ténéré lassen sich bereits erahnen. Schließlich erreichen wir Erg Admer, ein weitläufiges Dünengebiet. Vor uns liegen wunderschön geformte Dünenketten, eine nach der anderen, wie ein zu Sand erstarrtes Meer. Von den höchsten Kämmen kann man das lang gezogene Tassili N´Ajjer im Osten erkennen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Erg Admer - Djanet - Tadrart
Nach einem Morgenspaziergang durch die Dünen verlassen wir das Erg Admer und fahren durch ein Dünental zur Oasenstadt Djanet. Sie ist von ausgedehnten Palmgärten umgeben. Mittendrin liegen die weiß gekalkten, verschachtelten Häuser der Stadt und der kleine Bazar, der den Tuareg der Umgebung als Versorgungszentrum dient. Wir nutzen den Stopp für eine Dusche, während die Begleitmannschaft Vorräte für die nächste Etappe besorgt. Dann setzen wir die Fahrt in den südöstlichsten Zipfel der algerischen Sahara fort. Von der Teerstraße, die bis nach Libyen führt, - unterwegs sind immer wieder Verkehrsschilder mit der Warnung "Achtung Kamele!" zu sehen - zweigen wir ab und erreichen gegen Abend den Eingang des Tadrart.
Wir campen unweit einer großen Felsgravur, die an einer senkrechten Felswand verewigt ist. Große Giraffen befinden sich darauf. Ihre Füße versinken tatsächlich im angewehten Sand, als ob sie darin stehen würden.
Übernachtung im Zelt [FMA]
8. Tag Trekking im Tadrart
Morgens starten wir unsere Wanderung durch die vielfältige Landschaft aus Sand und Sandstein. Wir nutzen die Morgenstunden für die erste Etappe und verbringen mittags eine ausgedehnte Pause unter Akazien oder im Schatten von Felsen. Nachmittags wandern wir weiter, im Schnitt beträgt die Tagesetappe etwa 5-6 Stunden ohne Pausen. Bei dieser Route hat es sich erwiesen, dass wir unabhängig von Kamelen die Route optimieren können. Großen Wert wird auch auf die Wahl der Lagerplätze gelegt.
Das Tadrart steht nicht nur für landschaftliche Vielfalt, sondern auch für eine Vielzahl prähistorischer Felsbilder. An Felsüberhängen (sogenannten Abris) und versteckten Felsen sehen wir wunderschöne Zeugnisse aus einer Zeit, als die Sahara noch fruchtbar und dichter besiedelt war. Mit roter Farbe fein gemalte Felsbilder verdeutlichen die Kunstfertigkeit der Bewohner von einst und sind, einem Bilderbuch gleich, Ausdruck damaliger Lebensweise.
Wir übernachten bei einem Wadi, das den Blick frei gibt auf eine riesige, natürliche Felsenkathedrale.
Gehzeit: 5-6h; Übernachtung im Zelt [FMA]
9. Tag Trekking im Tadrart
Hohe Felsberge umgeben und und die Erosion hat in die monumentalen Felsblöcke gigantische Fenster gefräst. Die in einem sandigen Tal nebeneinander liegenden drei Felsenbögen werden von den Einheimischen "Cathedrale" genannt.
Eine Besonderheit des Tadrart eröffnet sich dem, der sich Zeit lässt, um die Dünen genauer zu betrachten. Wir entdecken, dass die Dünen nicht "nur sandfarben" sind. Auch nicht etwa nur gelb oder rot. Das Überraschende ist, dass eine Düne oft zweifarbig leuchtet! So sind manchmal gelbe Sandberge von oben mit einem "Schleier" tief-roten Sandes überzogen. Der Wind trennt dann die teils unterschiedlich schweren Sandkörner und zeichnet so feine Muster auf die Dünen. In einer schönen, von Dünen und Felstürmen geprägten Landschaft werden wir die Nacht verbringen.
Unser Trekking führt uns durch die eindrucksvollen Dünen von Moul n`Aga, wo wir auch übernachten werden.
Gehzeit: 5-6h; Übernachtung im Zelt [FMA]
10. Tag Trekking im Tadrart
Wir wandern durch eine dünenreiche Gegend, aus der einzelne Felsfinger aufragen. Nachmittags zeigen unsere Begleiter uns unterwegs besonders fein gearbeitete Felsgravuren mit Darstellungen von Menschen, Giraffen und Elefanten. Im Tadrart finden sich unzählige Felsgravuren und Felsmalereien unterschiedlicher Stile. Darunter gibt es feine Felsmalereien, die die Menschen aus prähistorischer Zeit als wahre Künstler ausweisen.
Der Kontrast aus kolossalen Felsenschlössern und sanft geschwungenen Dünen bildet die Kulisse bis zu unserem Nachtlager. Wer mag, kann zum Sonnenuntergang die Dünen erklimmen.
Gehzeit: 5-6h; Übernachtung im Zelt [FMA]
11. Tag Trekking im Tadrart
Wir gelangen zu einer dunklen Bodenplatte mit Felsgravuren. Manchmal müssen unsere Führer erst den Sand etwas wegwischen, um die Platte freizulegen. Welche Bedeutung hatten wohl die Gravuren verschiedener Fußspuren von Tieren (Gazellen, Tiger, Löwen, Mufflons) sowie der Spuren von Sandalen? Haben Tiere und vielleicht auch ihre Jäger diese Gegend besonders oft durchstreift? An der Felswand selbst findet sich eine sehenswerte Darstellung von Löwen, unter Felsbildern ist das eher eine Seltenheit. Unser Lager errichten wir an einem hohen Dünenmassiv aus goldgelbem Sand. Traditionell werden unsere Tuareg-Begleiter erst einmal einen Tee zubereiten. Die Zubereitung entspricht eher einer Tee-Zeremonie, viele Schritte sind zu beachten! Für die Tuareg hat das Tee-Trinken nicht nur etwas mit Genuss oder Entspannung zu tun, es ist auch ein Symbol für Gemeinschaft und Gastfreundschaft. Wir können die wunderschöne Gegend am Lagerplatz bei einem Gläschen Tee auf uns wirken lassen oder auf einer der Dünen die Stille der Wüste genießen.
Gehzeit: 5-6h; Übernachtung im Zelt [FMA]
12. Tag Trekking im Tadrart
Durch die Dünen von In Tehak wandern wir zu einem Plateau mit Ausblick auf die weite Landschaft des Tadrart.
Ähnlich wie im Tassili Hoggar finden sich auch im Tadrart die eigenartigsten Felsformationen. Als hätten Bildhauer aus dem Fels Skulpturen gehauen und sie in einem Skulpturenpark errichtet. Wir gelangen bei unserer Wanderung zum sogenannten Igel. Machen Sie sich selbst ein Bild!
Am Ende unserer heutigen Trekking-Etappe erreichen wir Tin Merzouga, die bis zu 250 m hohen Dünen, die gemeinsam ein Massiv bilden. Die Höhen zu erklimmen erfordert etwas Anstrengung, aber die Aussicht über das Sandmeer lohnt! Hat man die vermeintlich höchste Düne erklommen, erblickt man weitere dahinter. Dünen, Dünen, Dünen, soweit das Auge reicht! In der Ferne zeigt sich das Massiv des libyschen Akakus-Gebirges. Wer möchte kann statt dessen am Fuße der Dünen aus intensiv orange-, gelb- und rot- leuchtendem Sand die Landschaft genießen und dabei gemütlich den Nachmittagstee trinken.
Das Abendlicht taucht die Landschaft in dunstiges Violett und von oben schweift der Blick über endlose Dünenfelder. Jetzt werden die Konturen gestochen scharf, die Rillen jeder einzelnen Düne kommen plastisch zur Geltung. Inmitten dieser Traumlandschaft verbringen wir die Nacht. Schon ein wenig Mondlicht genügt um auch nachts die Umrisse der walfischförmigen Sandkolosse plastisch wirken zu lassen.
Gehzeit: 5-6h; Übernachtung im Zelt
13. Tag Trekking im Tadrart
Über die Westseite von Tin Merzouga wandern wir im Morgenlicht zum Tal "Le Cirque". An dessen Eingang steht wie ein Wächter ein riesiger Steinpfeiler, der die Form eines überdimensionalen, frei stehenden Sportpokales hat. Wir sehen Felsmalereien von Rindern und Menschen und wandern weiter zu einer immens großen Höhle. Sie liegt in einer Felswand verborgen und hat Ausmaße, die sogar eine kleine Kirche darin verschwinden lassen könnten.
Wir treffen die Fahrer, die uns ab heute wieder begleiten und starten nach dem Mittagessen auf eine Fahrt durch das weitere Tadrart. Die Malereien von Bouhadiane (u.a. Jagdszenen), der Felsbogen von In Tehak und die Dünen von Zaouatan sehen wir bevor wir das Labyrinth des Tadrart verlassen und am Ende des Tages bei den "Dunes Noires" übernachten. Sie werden schwarze Dünen genannt, da tatsächlich auf dem Sand ein schleier aus schwarzem Sand liegt, der interessante Rillenmuster bildet. Interessanterweise ist dieser Sand, vermutlich Graphit, magnetisch.
Gehzeit: 5-6h; Übernachtung im Zelt [FMA]
14. Tag Dunes Noires - Felsgravur "Weinende Kuh" und Djanet
Zum Sonnenaufgang besteht noch einmal die Möglichkeit, eine der Dünen zu erklimmen und über das zurückliegende Tadrart, das wir durchwandert haben, zu blicken.
Dann fahren wir Richtung Djanet zur berühmten Felsgravur der "Weinenden Kuh". In dieser Darstellung scheint das Tier tatsächlich Tränen zu vergießen. Laut Legende weint die Kuh, weil das Land unfruchtbar geworden ist. Die Darstellung mehrerer Rinderköpfe ist eines der am feinsten gearbeiteten Kunstwerke der Sahara und in ihrer Ausdruckskraft einzigartig. Der Künstler hat die natürliche Maserung und Struktur des Steines in sein Werk ideal mit einfließen lassen, sodass das Gesamtbild formvollendet wirkt.
Wir kehren nach Djanet zurück und haben Zeit, um zu duschen oder im Straßencafé einen Kaffee zu trinken. Dann werden unsere Fahrer und Begleiter uns ein letztes Mal zum Abendessen in die Wüste begleiten. Wir übernachten im Zelt oder unter dem herrlichen Sternenhimmel. (Abflug geplant morgen sehr früh.)
[FMA]
15. Tag Heimflug
Sehr früh morgens kurzer Transfer zum Flughafen für den Heimflug. Flug von Djanet nach Frankfurt. Mittags Ankunft in Frankfurt.
Verlängerungen
| Verlängerung 5 Tage Tassili N´Ajjer |
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Hauptteil der Reise ist das Trekking durch das Tadrart. Charakteristisch für diese Region ist eine faszinierende Mischung aus Sanddünenmassiven, Felsformationen und zahlreichen prehistorischen Felsbildern besteht. Sie liegt südöstlich des Tassili N´Ajjers. Hier werden Sie die Wüste 6 Tage aktiv und nur zu Fuß erleben. Sie wandern in überwiegend ebenem Gelände mit kleineren Auf- und Abstiegen. Die Wegführung ist meist über festen Sand oder Stein. Ab und zu wandern Sie über Dünen bzw. können abends vom Lagerplatz aus noch einmal in die Dünen ausschweifen.
Während dem Trekking wird Ihr Hauptgepäck mit einem Begleitfahrzeug transportiert, das tagsüber oft große Umwege fährt, während Sie über landschaftlich vielfältige Strecken zum nächsten Lagerplatz wandern. Sie tragen dabei nur Ihren Tagesrucksack. Sie wandern in der Regel täglich durchschnittlich etwa 6 Stunden. Zur Mittagszeit wird eine längere Pause gemacht, in der der Koch das Essen zubereitet und es wird später wieder weitergewandert bis zur Ankunft am nächsten Lagerplatz.
In der dem Trekking vorangehenden Woche durchqueren Sie mit Geländewagen die Wüste vom Tassili Hoggar über die Südroute zum Erg Admer. Unterwegs besuchen Sie viele landschaftlich interessante Gegenden und unternehmen kleine Ausflüge zu Fuß. Die Route führt über Pisten, pistenloses Gelände sowie, etwas abenteuerlicher, durch Dünengebiete. Es stehen wüstentaugliche Geländewagen (meist Toyota Landcruiser o.ä., Besetzung max. mit Fahrer plus 4 Teilnehmern) zur Verfügung.
Für das campen werden Ihnen 2-Mann-Zelte (Kuppelzelte), Schaumstoffmatten, sowie für jeden Teilnehmer einen eigenen Stoffbezug für die Schlafmatten gestellt. Bitte helfen Sie beim Auf- und Abbau der Zelte mit.
Mittags werden unterwegs leichte, schmackhafte Salate zubereitet (mit Reis, Hülsenfrüchten, Tomaten, Gurken, Kartoffeln, Oliven u.ä.) und dazu Käse oder Thunfisch gereicht. Abends gibt es ein warmes Essen, meist mit Suppe und Couscous als Hauptspeise, ein Nudelgericht oder Reis. Fleisch wird eher selten zubereitet. Gemüse ist in den Saucen oder Gerichten oft enthalten. Durchquerung der Sahara vom Tassili Hoggar zum Tadrart, dort Trekking in einer der schönsten Landschaften der Erde. Normale Kondition erforderlich.
Hauser Shop
Zur Komplettierung Ihrer Ausrüstung und für spezielle Fragen steht Ihnen unser Hauser Shop gerne zur Verfügung. Einen Überblick über das Angebot finden Sie unter www.Hauser-Shop.de oder in der aktuellen Programmübersicht. Tel: 089 235006-21
Dankeschön
Als Dankeschön für die Teilnahme an dieser Reise erhalten Sie einen Gutschein im Wert von 25.- € für den Hauser Shop.
Einreisebestimmungen:
Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger benötigen ein Visum. Der Reisepass muss noch mind. 6 Monate über das Einreisedatum hinaus gültig sein. Hauser exkursionen besorgt das Einladungsschreiben in Algerien. Das Visum selbst wird über die Visum Centrale beantragt. Wir bitten um frühzeitige Anmeldung.
Es sind keine Impfungen vorgeschrieben, empfohlen wird Impfschutz gegen: Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie und Polio. Bei Buchung einer Reise befindet sich in Ihren Unterlagen ein Coupon für ein kostenloses, reisemedizinisches Informationsgespräch. Nutzen Sie diesen und informieren Sie sich in einer der Reisepraxen des BCRT (Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin) über die Gesundheitsrisiken auf Ihrer Reise. Unter www.bctropen.de finden Sie die Adressen der Reisepraxen des BCRT. Dort werden Sie von erfahrenen Ärzten individuell beraten. Sollten Sie die Möglichkeit eines Besuches nicht haben, erhalten Sie auch ausführliche telefonische Informationen bei dem unabhängigen Auskunftsservice über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute aus dem dt. Festnetz, Stand: 26. Aug. 11) oder unter: www.gesundes-reisen.de.
Wichtige Hinweise: Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.
Algerien gehört dem muslimischen Kulturkreis an, gleichwohl leben die Tuareg eine sehr offene Form des Islam. Rücksichtnahme und Toleranz in Bezug auf die religiösen Gefühle der Bevölkerung sollten allen selbstverständlich sein. Shorts oder Bermudas (an Frauen und Männern) und ärmellose Kleidung sind ebenso wenig angebracht wie tiefe Ausschnitte! Nicht nur bei Nomaden unterwegs, sondern auch in den Städten beleidigt freizügige Kleidung das Anstandsgefühl der Menschen. Auch beim Fotografieren bitten wir um Zurückhaltung.
Klima
Stellen Sie sich auf hohe Tagestemperaturen, trockene Luft, eine starke Sonneneinstrahlung und starke nächtliche Abkühlung ein. Die Tagestemperaturen betragen von Oktober bis November und von März bis April durchschnittlich 27-32°C, können aber auch ohne Weiteres bis auf über 35°C ansteigen und nachts auf 10 bis 0°C sinken. So ist es möglich, dass Sie während der Reise - vor allem morgens und abends - eher warme Kleidung benötigen, obwohl - oder gerade weil - Sie in der Sahara sind. Da die großen Temperaturschwankungen Herz und Kreislauf belasten können, müssen Sie gesund und körperlich fit sein. Die Reisezeit mit den niedrigsten Temperaturen ist Dezember bis Januar/Februar; während dieser Monate können die Temperaturen nachts bis auf -+/- 0° oder in Einzelfällen tiefer sinken. Tagsüber ist es angenehm mild, das Wetter meist sehr klar und sonnig. Insgesamt sind die Wintermonate von Oktober bis April für eine Reise in die Sahara ideal geeignet.
Ausrüstung
Für tagsüber benötigen Sie leichte, atmungsaktive Kleidung (ideal sind Baumwolle oder Leinen, Kunstfasern weniger) sowie warme Kleidung für die kühlen Abende und die kalten Nächte in den Wintermonaten. Für das Kameltrekking empfehlen wir strapazierfähige, feste Sportschuhe mit Profilsohle; wichtig sind zudem Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Bedenken Sie bitte, dass Sie in einem islamischen Land unterwegs sind und vermeiden Sie im Hinblick auf die Landessitten freizügige Kleidung. (Tragen Sie bitte keine schulterfreie Kleidung, keine weiten Ausschnitte am T-Shirt, keine Bermudas). Eine Ausrüstungs-Checkliste für die Reise senden wir Ihnen nach der Anmeldung gerne zu.
Reiseveranstalter
Hauser exkursionen international GmbH
Spiegelstr. 9,
81241 München
Tel. 089 / 23 50 06-0, Fax 089 / 23 50 06-99
E-Mail: ![]()
In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Agentur
sowie den IATA-Luftverkehrsgesellschaften

