Kenia: Riftvalley und der Norden mit Hartmut Fiebig
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Detailprogramm
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- Mit dem Rift Valley und Wildtieren per Du
- Fuß-Safari in Hells Gate; Nashörner und Flamingos am Lake Nakuru
- Samburu-Kultur und Suche nach dem Ursprung der Menschheit am Lake Turkana
- Chalbi Desert und Marsabit Mountain: aus der Wüste in den Urwald
- Samburu Reserve: Tierparadies am Ewaso Nyiro-Fluss
- Grün-weißer Riese Mt. Kenya: Wanderung durch den Regenwald
Seit über 20 Jahren besuche ich Kenia immer wieder, ein 1.000-seitiger Reiseführer und ein Bildband sind aus diesen Erfahrungen entstanden. Warum nimmt mich das ostafrikanische Land noch immer gefangen? Genau das zeige ich Ihnen während unserer Reise. Sie führt von der Millionenstadt Nairobi entlang des ostafrikanischen Grabens, auf den Spuren von Frühmenschen und Vulkanismus in das unbekannte Outback von Nordkenia. Imposante Vulkane, tierreiche Savannen, flamingogesäumte Seen, flirrende Wüsten, dampfende Urwälder und der schneegekrönte Mt. Kenya lassen uns eine grandiose Natur erleben. Unterwegs lernen wir die Vielfalt der kenianischen Völker kennen. Besonders im wilden Norden staunen wir über den aufwändigen Schmuck der Samburu und Turkana. Ich freue mich, Ihnen während dieser Reise als Ehrenbotschafter "mein" Kenia zu zeigen. Karibu sana - herzlich willkommen!
Termine und Preise
| Reisedauer | 17 | Tage |
| Mindestteilnehmerzahl | 6 | Personen |
| Höchstteilnehmerzahl | 10 | Personen |
Weitere Informationen zur Mindestteilnehmerzahl und Durchführung
| Reisenr. | Von | Bis | Preis | o. Flug | Reiseleitung | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2KEK2601 | 31.08.12 | 16.09.12 | €4.420,- | Auf Anfr. | Fiebig Hartmut | |
| 2KEK2602 | 30.11.12 | 16.12.12 | €4.320,- | Auf Anfr. | Fiebig Hartmut | |
| Einzelzimmerzuschlag inkl. Einzelzeltzuschlag: | €380,- | |||||
Leistungen
Hauser-Inklusivleistungen
• Hauser-Reiseleiter Hartmut Fiebig
• örtliche, Englisch sprechende Fahrer
• Flug mit Turkish Airlines Frankfurt - Istanbul - Nairobi - Istanbul - Frankfurt
• kostenlose Anschlussflüge ab anderen deutschen Städten nach Verfügbarkeit
• derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
• Übernachtung in Hotels, Lodges, Bungalows und Zelten
• meist Vollpension
• Camping- und Kochausrüstung
• Fahrten in den Straßenverhältnissen entsprechenden Fahrzeugen
• Nationalparkgebühren im Wert von € 293,-
• Hauser-Top-Schutz im Wert von € 216,-; Reiserücktritts-Versicherung, Reisehaftpflicht-Versicherung, Reisekranken-Versicherung mit medizinischer Notfall-Hilfe, Rundum-Sorglos-Service
Wunschleistungen
• Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket € 44: Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung
Weitere Informationen zum Hauser-Top-Schutz
Weitere Informationen zum Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket
Nicht enthaltene Leistungen
Kosten für das Visum (für Kenia USD 50,-) direkt bei Einreise; fehlende Mahlzeiten, Getränke; Trinkgelder (ca. USD 80,--); individuelle Ausflüge und Besichtigungen, Ausgaben persönlicher Art.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit Turkish Airlines von Frankfurt via Istanbul nach Nairobi.
2. Tag Ankunft in Nairobi
Wir kommen mitten in der Nacht in Nairobi an, werden abgeholt und fahren ins Hotel. Nach ein paar Stunden Schlaf und einem guten Frühstück besuchen wir das neue Nationalmuseum mit vielen Exponaten zur Frühzeit des Menschen und der Entstehung des Ostafrikanischen Grabens. Der Nachmittag ist frei, bestimmt fällt unserem Reiseleiter noch etwas besonderes ein, das wir uns anschauen können. Abends besteht die Möglichkeit, gemeinsam in einem der vielen hervorragenden Restaurants von Nairobi (auf eigene Kosten) Essen zu gehen und die anderen Mitreisenden besser kennen zu lernen.
Fahrzeit: 2h; Hotel (Mayfair Hotel) [F]
3. Tag Hell's Gate-Nationalpark - Lake Naivasha
Obwohl Nairobi auf 1600 Metern Höhe liegt, fahren wir auf dem Weg nach Naivasha zunächst beständig weiter bergauf. Wir durchqueren fruchtbares Farmland und Nadelgehölz, unter Umständen werden wir sogar von Nebel überrascht! Landschaftseindrücke, die nicht an den Äquator zu gehören scheinen. Dann öffnet sich unvermittelt ein spektakulärer Blick auf den Ostafrikanischen Graben, der weite Strecken unserer Reise begleiten wird. Am Fuße des Steilabbruchs ist das Wetter mediterran, dazu passt eine kleine Kapelle italienischer Kriegsgefangener, die im 2. Weltkrieg die Straße in den Fels schlugen. Wir passieren die zerfurchte Gestalt des Longonot Vulkans, bis vor uns der Lake Naivasha auftaucht, einer der beiden Süßwasserseen im kenianischen Riftvalley. Beim Besuch einer Fairtrade-Blumenfarm erhalten wir einen Einblick in den Arbeitsalltag der Farmarbeiter und erfahren, wie die Schnittblumen von Kenia in die Floristenshops Europas gelangen. Doch das Highlight des Tages ist die Wanderung durch die Njorowa Schlucht des Hell's Gate- Nationalparks, per Du mit Giraffen, Zebras und Gazellen, vorbei an den imposanten Spuren einer vulkanischen Vergangenheit, bis wir auf heiße Quellen stoßen. Bei unserer Fahrt aus dem Nationalpark passieren wir das Aderwerk der Dampfrohre eines geothermischen Kraftwerks, welches die Glut im Bauch der Erde zur Energiegewinnung nutzt. Unsere Unterkunft Elsamere liegt direkt am See, in den ausladenden Fieberakazienbäumen turnen putzige Colobusaffen. Es handelt sich um den einstigen Wohnsitz der Künstlerin und Löwenforscherin Joy Adamson, die mit ihrem Mann durch die Aufzucht der Löwin Elsa weltberühmt wurde. Den Tag beschließen wir mit einer Bootsfahrt auf dem Naivasha See, vor dem Panorama des Riftvalleys erleben wir Seeadler, Wasservögel und Nilpferde.
Gehzeit: 2h; Fahrzeit: 3-4h; Fahrstrecke: 120km; Gästehaus (Elsamere) [FMA]
4. Tag Lake Nakuru-Nationalpark
Die Fahrt durch das morgendliche Riftvalley zum Nakuru-Nationapark liefert uns großartige Ausblicke auf verschiedene Vulkane und den kleinen Elmenteita See. Sein großer Bruder, der Lake Nakuru bietet über weite Teile des Jahres ein unfassbares Schauspiel: die Ansammlung von Millionen von Flamingos, die die Ufer des Sees in ein schnatterndes rosafarbenes Band verwandeln. Obwohl Nakuru eher zu den kleineren kenianischen Parks zählt, weist er doch eine riesige Tierdichte und -vielfalt auf. Die bedrohten Rothschildgiraffen und Nashörner, Wildbüffel, Wasserböcke, Löwen, Leoparden, Myriaden von Vögeln und mächtige Felspythons haben hier in unmittelbarer Nachbarschaft zu der Stadt Nakuru ihre Heimat. Aber auch landschaftlich ist das Gebiet überaus reizvoll, so dass der Tag mit seinen Pirschfahrten und dem Besuch in einem Nashornschutzprojekt wie im Flug vergeht. In unserer Unterkunft, einem charmanten Luxuszeltcamp, endet der Tag im Safari-Stil.
Fahrzeit: 1h; Tented Camp (Flamingo Hills) [FMA]
5. Tag Lake Bogoria - Lake Baringo
Den nächsten See, den wir auf unserem Weg nach Norden erkunden, ist der Lake Bogoria. Von einer Klippe des Grabenbruchs sehen wir ihn 600 Meter unter uns liegen. Zu Fuß steigen wir auf Wegen hinab, die auch von lokalen Wildhonigjägern benutzt werden. Ein erfrischender Bach und mächtige Würgefeigen markieren den Platz, wo wir das Ufer erreichen und die Autos auf uns warten. Auf unserer Fahrt durch das landschaftlich reizvolle Naturschutzgebiet haben wir die Chance, Wasserböcke und die mächtige Elenantilope zu erspähen. Unübersehbar sind schnäbelnde Flamingos; Schreiseeadler und andere Greifvögel stellen ihrer rosafarbenen Beute nach. Dann staunen wir über Geysire, ein Indiz für den landschaftsprägenden Vulkanismus. Wir können an den heißen Quellen ein Dampfbad nehmen und Eier kochen. Nach einem späten Lunch legen wir die verbleibende Strecke zum Lake Baringo, dem zweiten Süsswassersee im kenianischen Graben, zurück. Das Land wird zusehends trockener, der Dornbusch dichter. Auf einem malerischen Grundstück am See, das wir uns mit den örtlichen Krokodilen und Nilpferden teilen, kommen wir in gemütlichen Cottages unter. Wir genießen den Ausblick auf das Wasser, das die unterschiedlichsten Farben annehmen kann, aber auch den Komfort, wissen wir doch, dass morgen der Aufbruch ins kenianische Outback ansteht!
Gehzeit: 3h; Fahrzeit: 3-4h; Abstieg: 600m; Gästehaus Roberts Farm [FMA]
6. Tag Maralal und das Volk der Samburu
Mit dem Wagen erklimmen wir den östlichen Rand des ostafrikanischen Grabenbruchs, dabei werden wir mit atemberaubenden Blicken beschenkt. Dann vermittelt uns das Lorochi Plateau erstmals die endlose Weite und den unvergesslichen Himmel Nordkenias. Und wir begegnen den Bewohnern dieses eindrücklichen Landstrichs: dem rotgewandeten Samburu-Volk und seinen Viehherden ebenso wie Gazellen und Zebras. Nachdem wir uns in Maralal, der letzten Stadt auf dem Weg an den Turkanasee, mit einem Mittagessen gestärkt haben, ziehen wir mit Kamelen in ca. 2 Stunden zu einem Manyatta der seminomadischen Samburu, wo wir ihr Leben aus der Nähe erleben dürfen. Wir erfahren von der Bedeutung der Tiere für das Überleben in der harschen Umwelt, die im starken Kontrast zum reichen Körperschmuck, der Perlenkunst und den Tänzen der Samburu stehen. In einer einfachen, aber sauberen Unterkunft machen wir nach einem Tag voller Eindrücke Rast.
Gehzeit: 2h; Fahrzeit: 4h; Fahrstrecke: 140km; Gästehaus (Yare Cottages) [FMA]
7. Tag Fahrt zum Lake Turkana
Wir brechen heute früh auf, denn vor uns liegt eine lange Etappe auf abenteuerlichen Pisten durch das nordkenianische Outback, die Fahrzeuge, Fahrer und Passagiere fordert, die uns aber auch unvergessliche Landschaftseindrücke schenkt. Die Zivilisation in Form von Tankstellen, Stromversorgung und öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt endgültig zurück. Wir nehmen einen kleinen Abstecher in Kauf, um zum World's End Viewpoint zu gelangen und einen weiteren atemberaubenden Blick in den Ostafrikanischen Graben zu werfen. In den Bergen um Maralal bemerken wir flechtenbehangene Zedern und Steineiben, die später trockenem Busch weichen. Dann senkt sich der Weg in die Elbarta Ebene, die häufig von unzähligen Rindern und Wildtieren gesprenkelt wird. An ihren Rändern schälen sich die Ndoto Mountains und der imposante Ngiro Berg aus dem Dunst, der den Samburu heilig ist. Am Fuß seiner waldgekrönten Granitflanken geht es weiter nach Norden, bevor wir durch ein Feld steinerner Kanonenkugeln fahren - Lavabrocken, die der Mt. Kulal im Hinterland des Turkanasees bis hierher schleuderte! Wir bewegen uns durch ein glühendes, lebensfeindliches Land mit Mars-Charakter und wenn dann völlig unvermutet vor uns das türkisfarbene Jademeer auftaucht - der legendäre Lake Turkana, der größte permanente Wüstensee unseres Planeten! -, verschlägt es uns die Sprache. Müde, staubig, aber überglücklich rollen wir in Loyangalani ein und verstehen sofort, warum sich die Menschen hier niedergelassen haben: ein ausladender Palmenhain verrät die sichere Versorgung mit Trinkwasser. Wir wissen aber auch den Schatten und die Duschen zu schätzen, wenn wir auf einem malerischen Campingsite unsere traditionellen Turkana-Hütten beziehen.
Fahrzeit: 8h; Fahrstrecke: 235km; Hütten (Palmshade) [FMA]
8. Tag Lake Turkana
Die Gegend von Loyangalani wird von vier Völkern besiedelt: den Samburu, den Turkana und den Rendille. Am bemerkenswertesten aber sind die Elmolo. Nur noch 400 Menschen dieser Ethnie trotzen dem sturmumtosten See beim Fischfang auf archaischen Flössen ein mageres Auskommen ab. Man gestattet uns einen Besuch bei den Schreinen des Volkes und die Alten werden uns berichten, wie sie einstmals auf Krokodil- und Nilpferdjagd gingen. Die größte Ansammlung von Felsenkunst in Ostafrika verrät uns, dass dieser Landstrich seit dem Anbeginn der Menschheit besiedelt wurde, Darstellungen von Giraffen und anderem Wild zeugen von feuchteren Erdepochen. Ewig könnten wir am Seeufer sitzen und die gewaltige Naturlandschaft mit der Vulkaninsel Southern Island bestaunen. Während wir unseren Sundowner genießen, brennt sich das Bild der untergehenden Sonne unvergesslich auf unsere Netzhaut.
Fahrzeit: 2h; Fahrstrecke: 60km; Hütten (Palmshade) [FMA]
9. Tag Fahrt nach Sibiloi
Nur, wer wie wir mit dem Fahrzeug in das so selten besuchte Land am nordöstlichen Ufer des Turkana Sees vorstößt, wird seine ganze Einzigartigkeit, seine gewaltigen Ausmaße und Wildheit erfassen, wird verstehen, warum wir so ansehnliche Vorräte an Treibstoff und Wasser mitführen. Wir sind Mitglieder einer Expedition, einer Expedition, die uns in andere Erdzeitalter und zum Anbeginn der Menschheit führt. Die Entbehrungen - der Staub, die Hitze und das Gerüttel - stehen im starken Kontrast zu den Eindrücken, mit denen uns Kenias am seltensten besuchter Nationalpark Sibiloi beschenkt. Dem versteinerten Wald, den wir besichtigen, kann man nur mit Ehrfurcht vor den Jahrmillionen begegnen. Auch Wildtiere beobachten wir, Spezies, die an die Trockenheit und die Hitze Nordkenias angepasst sind, wie das seltene Grevy Zebra, die Giraffenantilope oder der blauschenklige Vogelstrauß, mit etwas Glück aber auch Giraffen und Geparden. Wir erleben nicht die überbordende Zahl an Wild und die große Nähe, die die Gewöhnung an Menschen in den berühmten Parks des Südens erlauben. Aber dafür müssen wir das Erlebnis mit keinem anderen Fahrzeug teilen und sind uns gewiss, dass bisher nur sehr wenig Menschen dieses Privileg vor uns genossen haben. Abends, wenn wir uns in unserem einfachen Guesthouse an der Alya Bucht einquartiert haben und den abendlichen Blick auf den See genießen, werden wir über die absolute Stille staunen, in der diese Empfindungen nachhallen.
Fahrzeit: 8h; Fahrstrecke: 230km; Zelt und Hütte in Alya Bay [FMA]
10. Tag Sibiloi-Nationalpark
Wer sind wir? Woher kommen wir? Große Fragen, auf die Paläoanthropologen an der berühmten Fossilienstätte von Kobi Fora bei Ausgrabungen eine Antwort zu finden versuchen. Stand hier die Wiege der Menschheit? Zumindest wurden hier von der Archäologendynastie der Leakeys einige der wichtigsten Knochenfunde unserer Vorfahren gemacht. Wir besuchen die Ausgrabungsstätten und ein kleines Museum, dass den Funden gewidmet ist. Wir können inzwischen gut nachvollziehen, unter welchen Entbehrungen die Forscher hier oben nahe der äthiopischen Grenze über Monate ausharren, um unseren Stammbaum zu vervollständigen. Und plötzlich erleben wir die Natur und die Tierwelt mit den Augen unseren Vorfahren, die in kleinen Familienverbänden als Jäger und Sammler umherzogen und mit einfachem Steinwerkzeugen auf Jagd gingen und sich gegen Wildtiere, wie z.B. die mächtigen Krokodile des Sees, zur Wehr setzen mussten. Erleichtert empfinden wir die Rückkehr in unsere Unterkunft als ein Heimkommen.
Fahrzeit: 4h; Fahrstrecke: 80km; Zelt und Hütte in Alya Bay [FMA]
11. Tag Chalbi Desert
“Chalbi" bedeutet in der Sprache der Gabbra-Nomaden so viel wie "kahl und salzig" - ein treffender Name für die wohl heisseste und trockendste Gegend Kenias, eine 100.000 Quadratkilometer große Sand-, Lehm- und Salzpfanne. Fatamorganen lassen ihre Ränder zerfliessen und verwandeln die Silhouetten von Zebras, Oryxantilopen und Straußen in eigentümliche Fabelwesen. Wie fossile Fischknochen und Schneckenhäuser verraten, erstreckte sich hier vor 10.000 Jahren ein mächtiger See. Nach ergiebigen Regenfällen in den Randgebieten bildet sich auch heutzutage noch in der abflusslosen Senke ein flaches Gewässer. Wir steuern eine der wenigen permanenten Wasserquellen im großen Umkreis an, die palmengesäumte Oase Kalacha. Fasziniert beobachten wir, wie die Gabbra-Nomaden ihre Kamelherden tränken, bewundern die feingeschnittenen Gesichtszüge und die bunten Kleider der Frauen. Der Zeltplatz wird von der African Inland Church geführt, die mit der lokalen Gabrra-Bevölkerung zusammen arbeitet. So eröffnet sich uns auch ein Einblick in das traditionelle Dorfleben der Menschen. Mit einem Besuch der schön ausgemalten lokalen Kirche und Gabbra-Tänzen geht ein weiterer randvoller Safaritag in Nordkenia zuende …
Fahrzeit: 8h; Fahrstrecke: 200km; Camping [FMA]
12. Tag Marsabit-Nationalpark
Die Weiterfahrt verdeutlicht uns die extremen Gegensätze in diesem Landesteil. Streckenweise führt unser Weg über erkaltete Lava, welche der Marsabit Vulkan vor Äonen ausspie. Dieser mächtige Berg inmitten der nordkenianischen Ebenen ist der Magnet, der uns anzieht. Zum einen lockt uns die erste Stadt seit Tagen mit ihrem Komfort und einem leckeren Mittagessen. Aber werden wir dem unvermuteten Lärm und der Hektik standhalten? Und so flüchten wir so schnell wie möglich in die dichten Urwälder, die wir im Marsabit Nationalpark vorfinden. Wie wir bei unserer Pirschfahrt entdecken, bietet diese grüne Oase in Nordkenia einer reichen Fauna mit Wildbüffeln, Giraffen, Affen und vielen anderen Tieren ihren Lebensraum - umgeben von flirrenden Wüsten! Auch die zähen Viehirten der Borana, Rendille und Somali sind auf das Grün des Regen fangenden Berges für ihre Rinder angewiesen. Lake Paradise, der Name des waldgesäumten Kratersees, an dem unsere Lodge liegt, scheint in jedem Falle außerordentlich treffend. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass wir die berühmten Elefanten des Parks mit ihren langen Stoßzähnen beobachten können, wenn sie um einen der drei Kraterseen trotten.
Fahrzeit: 4h; Fahrstrecke: 100km; Lodge (Marsabit Lodge) [FMA]
13. Tag Samburu-Nationalreserve
Das Wunder geschieht nach etwa der Hälfte unserer Fahrt von Marsabit zu unserem Tagesziel, dem Samburu National Reserve: Plötzlich sind die Staub- und Rüttelpisten Nordkenias zuende, wir rollen über paradiesischen Asphalt. Im Westen begleiten uns die malerischen Gebirgszüge der Ndotos und der Mathews Range mit ihren Granitkuppen beständig auf der Fahrt nach Süden, wehmütig beginnen wir von der Einsamkeit Abschied zu nehmen. Nach der Trockenheit des Samburu-Landes erscheint auch der Dumpalmen gesäumte Ewaso Ngiro Fluss wie ein nasses Wunder! Die Wasserfülle zieht große Tierherden an. Nach dem Mittagessen und einer Siesta in unserem Safaricamp rücken wir aus, um das Reich der wilden Tiere zu erkunden, das vor allem für seine vielen Rüsselträger berühmt wurde. Vielleicht sehen wir sogar eine Elefantenfamilie beim Bad im Fluss? In jedem Fall werden wir unvergessliche Natur und zahlreiche Wildtiere beobachten können, bevor wir unseren Tag mit einem Sundowner am Fluß beenden.
Fahrzeit: 4-5h; Fahrstrecke: 260km; Lodge (Samburu Lodge) [FMA]
14. Tag Samburu-Nationalreserve
Wir dürfen uns auf einen weiteren Tag mit Pirschfahrten und spannenden Safari-Erlebnissen im traumhaft schönen Samburu-Nationalreserve am Ewaso Ngiro Fluss freuen!
Lodge (Samburu Lodge) [FMA]
15. Tag Mt. Kenya
Auch am heutigen Reisetag werden wir die schier unglaublichen Kontraste Kenias erleben: Nach dem Frühstück verlassen wir das wildreiche Samburu-Nationalreserve und fahren aus dem dünnbesiedelten, tierreichen, trockenen Norden auf guter Straße in die fruchtbaren Hochländer um den Mt. Kenya, der Heimat von Kikuyu-Bauern. Unterwegs passieren wir die lebendige Stadt Isiolo an der Grenze zwischen Nord- und Südkenia, die vor allem von Somalis geprägt wird. Uns fällt sofort die prächtige Jamia-Moschee auf, dem nahegelegenen katholischen Gegenstück, der St. Eubenius Kathedrale statten wir einen kurzen Besuch ab, um uns die Ausmalung eines italienischen Künstlers anzusehen. Hinter Isiolo führt die Straße über 30 Kilometer beständig bergauf, mit jedem Meter wird die Luft kühler. Bei klarem Wetter dominiert der Mt. Kenya, Afrikas zweithöchster Berg mit seinen zackigen, schneegekrönten Gipfeln das Panorama. Das Städtchen Nanyuki mit seinen malerischen Läden, das direkt am Äquator liegt, erinnert uns an die Zeit der White Highlands, als europäische Siedler die Hochländer für sich beanspruchten. Tatsächlich sind noch immer viele Farmen des Umlandes in ihrer Hand. Pünktlich zum Mittagessen gelangen wir zur gänzlich aus Holz gebauten Mountain Lodge in den Regenwäldern des Mt. Kenya. Wenn die Sicht klar ist, können wir von hier aus sogar das Gipfelmassiv des Berges sehen. Während des Nachmittags unternehmen wir unter fachkundiger Führung eine Naturwanderung durch den dichten Urwald. Wir erleben die Vielfalt pflanzlichen Lebens und einen unerschöpflichen Vogelreichtum. Gut möglich, dass wir sogar die Spuren von Büffeln und Elefanten entdecken, die wir dann neben der seltenen Bongo-Antilope und anderen Waldtieren abends an der beleuchteten Waldschneise der Mountain Lodge wiedersehen können.
Gehzeit: 2-3h; Fahrzeit: 4h; Fahrstrecke: 175km; Lodge (Mountain Lodge) [FMA]
16. Tag Rückkehr nach Nairobi
Durch das fruchtbare Hochland um den Mt. Kenya mit seinen Teefarmen und kleinbäuerlichen Feldern führt unsere Fahrt zurück in Richtung Hauptstadt. Wir nutzen die Gelegenheit, um auf einer Kaffeeplantage mitzuerleben, wie das “schwarze Gold Kenias", einer der bestbezahltesten Hochland-Kaffees entsteht. Anschließend genießen wir im Kentmere Club mit seinem britischen Kolonialflair und überbordendem Garten ein leckeres Mittagessen. Derart gestärkt tauchen wir wieder in die Geschäftigkeit Nairobis ein. Im Stadtteil Karen, der seinen Namen von Karen Blixens Kaffeefarm entlehnt, statten wir Utumanduni einen Besuch ab. Die karitative Einrichtung offeriert ein einmaliges Angebot an Andenken und Kunsthandwerk. So können wir auf einen Schlag alle Mitbringsel besorgen und gleichzeitig etwas Gutes tun. Im Ole Sereni Hotel, das nahe des Flughafens direkt an der Grenze des Nairobi Nationalparks liegt, beziehen wir ein letztes Mal unsere Zimmer. So verbleibt uns bis zur Abreise etwas Zeit zum Packen und Ausruhen. Obwohl wir uns in der Millionenstadt Nairobi befinden, können wir im Nationalpark nebenan Wildtiere am Wasserloch beobachten und gleichzeitig den ganzen Komfort eines luxuriösen Hotels genießen - einschließlich Swimmingpools!
Fahrzeit: 4h; Fahrstrecke: 195km; Hotel [FA]
17. Tag Heimreise
Die Nacht ist kurz, denn gegen 5 Uhr ist der Abflug geplant. Via Istanbul, wo wir einen guten türkischen Kaffe genießen, fliegen wir zurück nach Deutschland.
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Diese Reise erfordert Abenteuergeist und Begeisterung für die unberührten Gebiete Ostafrikas. Der Norden Kenias erfordert die Bereitschaft, auf Komfort zu verzichten. Der besondere Reiz dieser Tour beruht auf der Einsamkeit einiger Landstriche und Nationalparks, die zum Teil kaum von Touristen besucht werden und auch kaum bewohnt sind. Es stehen nicht allein die Tierbeobachtungen im Vordergrund - Tiere werden Sie selbstverständlich auch sehen - in den entlegenen Nationalparks geht es vielmehr darum, die Natur zu erleben und die Lebensweise der in den besuchten Gebieten beheimateten Menschen kennen zu lernen. Sie besuchen aber auch Regionen, die eine gute Infrastruktur haben, bekannte Nationalparks und die grüne Berglandschaft des Mt. Kenya. Zum Teil werden sehr lange Fahrstrecken zurückgelegt. Die Tour ist sehr anspruchsvoll. Halten Sie vor Reiseantritt bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin und lassen Sie Herz und Kreislauf prüfen.
Die Überland- und Pirschfahrten führen meist über staubige und unbefestigte Pisten und erfordern deshalb gutes “Sitzfleisch", Geduld und Durchhaltevermögen. Für Personen mit Rückenbeschwerden (z.B. Bandscheibenleiden) ist die Tour nicht geeignet. Je nach Wetterverhältnissen bzw. Jahreszeit können die Straßen-/Pistenverhältnisse sehr schlecht sein (z.B. Schlaglöcher, viel Staub oder nach Regenfällen aufgeweichte Abschnitte). Sollte eines der Fahrzeuge einmal stecken bleiben, so ist tatkräftige Mithilfe beim Wiederflottmachen (Graben und Schieben) unbedingt erforderlich.
Als Unterkünfte dienen Hotels, angenehme Lodges, permanente Zeltcamps, einfache Hütten und Zelte. Kenia in Begleitung eines wahren Kenners, Blicke hinter die Kulissen. Neugier und gutes Sitzfleisch für längere Fahrten erforderlich.
Hauser Shop
Zur Komplettierung Ihrer Ausrüstung und für spezielle Fragen steht Ihnen unser Hauser Shop gerne zur Verfügung. Einen Überblick über das Angebot finden Sie unter www.Hauser-Shop.de oder in der aktuellen Programmübersicht. Tel: 089 235006-21
Dankeschön
Als Dankeschön für die Teilnahme an dieser Reise erhalten Sie einen Gutschein im Wert von 25.- € für den Hauser Shop.
Einreisebestimmungen:
Für Kenia ist für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ein Visum erforderlich (USD 50,-). Dieses Visum erhalten Sie direkt bei der Einreise am Flughafen in Nairobi. Ihr Reisepass muss bei Einreise noch 6 Monate gültig sein und noch 2 freie Doppelseiten haben.
Empfohlen werden: Gelbfieber, Malaria-Prophylaxe, Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A/B.
Bei Buchung einer Reise befindet sich in Ihren Unterlagen ein Coupon für ein kostenloses, reisemedizinisches Informationsgespräch. Nutzen Sie diesen und informieren Sie sich in einer der Reisepraxen des BCRT (Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin) über die Gesundheitsrisiken auf Ihrer Reise. Unter www.bctropen.de finden Sie die Adressen der Reisepraxen des BCRT. Dort werden Sie von erfahrenen Ärzten individuell beraten. Sollten Sie die Möglichkeit eines Besuches nicht haben, erhalten Sie auch ausführliche telefonische Informationen bei dem unabhängigen Auskunftsservice über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute aus dem dt. Festnetz, Stand: 26. Aug. 11) oder unter: www.gesundes-reisen.de.
Wichtige Hinweise: Bedingt durch ungünstige Witterungsverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es bei dieser Reise zu Programmumstellungen und/oder -änderungen kommen. Beachten Sie bitte, dass lokale Feiertage zu nicht vorhersehbaren Schließungen führen können.
Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Wir bitten, bei Ihren Aufenthalten in den Dörfern auf respektvollen Umgang mit den Dorfbewohnern zu achten. Bitte fotografieren Sie keine Personen, ohne deren ausdrückliche Stellungnahme. Eine freundliche und klare Geste reicht oft aus. Verteilen Sie bitte keine Geschenke wie Süßigkeiten, Luftballons oder gar Geld.
Die angegebenen Fahrzeiten sind reine Fahrzeiten von einem Ort zum nächsten; Zeiten für Pirschfahrten sind nicht angegeben.
Klima
Das Klima im Ostafrikanischen Hochland ist für Europäer außerordentlich gut verträglich und gehört zu den besten Weltklimata. In Nairobi (ca. 1.600 m) herrschen folgende Tagestemperaturen (langjährige Anhaltswerte): Frühtemperaturen 9°C bis 12°C, Mittagstemperaturen 23°C bis 28°C, Nachttemperaturen 9°C bis 14°C. Im Tsavo West-Nationalpark ist es ganzjährig heiß und feucht. Im kenianischen Sommer (Oktober bis April) zeigt das Thermometer 30° - 33° Grad, im Juli und August ist es mit durchschnittlich 28° Grad etwas kühler. Monsunregen fallen im April/Mai und Oktober. Im Hochland ist es ganzjährig gemäßigt warm bis heiß, dabei trocken; nachts ist es kühl. In den ariden Regionen Norkenias ist es sehr trocken, heiß (die Temperaturen steigen auf über 30°C) und windig.
Ausrüstung
Entsprechend den klimatischen Bedingungen brauchen Sie atmungsaktive, leichte Kleidung. Gedeckte Farben (beidge, khaki, grün, braun) sind hilfreich. Gegen Wind und Wetter empfehlen wir eine Softshell-Jacke oder eine Goretex-Jacke. Für die kühleren Abende oder die Frühpirsch nehmen Sie bitte einen Pullover oder eine Jacke aus Fleece. Festes Schuhwerk mit Profilsohle und Gummi-Sandalen dürfen nicht fehlen. Bezüglich des Schlafsackes und anderer Details beachten Sie bitte auch die ausführliche Ausrüstungs-Checkliste, die wir Ihnen mit der Buchungsbestätigung zusenden.
Gepäck
Bitte nehmen Sie unbedingt eine Reisetasche mit (gern auch mit Rollen). Ein Koffer ist absolut untauglich.
Reiseveranstalter
Hauser exkursionen international GmbH
Spiegelstr. 9,
81241 München
Tel. 089 / 23 50 06-0, Fax 089 / 23 50 06-99
E-Mail: info@hauser-exkursionen.de
In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Agentur
sowie den IATA-Luftverkehrsgesellschaften
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