Dogonland bis Djenné - Märkte, Dörfer & Moscheen
| II | 900 | 13x | 2x |
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- 4-tägiges Trekking an der Falaise de Bandiagara
- Begegnungen in den Dogon-Dörfern
- "Hand der Fatima" - Felsnadeln aus Sandstein ragen in den Himmel
- 2-tägige Fahrt mit der Pinasse auf dem Niger, der Lebensader Malis
- Mopti - die Stadt der Märkte und Montagsmarkt in Djenné
- Teriya Bugu - "Haus der Freundschaft"
- Sibi - Felsbogen mit Aussicht
In Ségou passen Sie sich der malischen Zeitrechnung an und legen die Uhr ab. Der Charme der Stadt ist dörflich und der langsam dahinfließende Fluss gibt den Takt vor. Die Gebäude aus der Kolonialzeit haben schon ereignisreichere Tage gesehen. Was hier an Farbe fehlt, bringt die bunte Kleidung der Menschen ins Bild. In alle Ruhe streifen Sie durch Djenné: in wunderschönen Gassen aus einer anderen Zeit spielen Kinder, kunstvoll verzierte Fensterläden schmücken die Häuser, es duftet nach frischgebackenem Brot. Am nächsten Morgen erobern die Händler und Besucher des Montagsmarktes die Stadt: die einen vollbepackt mit ihren Waren aus allen Landesteilen; die anderen haben sich extra fein herausgeputzt für dieses wöchentliche Ereignis. Von Djenné legen Sie in einem traditionellen Holzboot, einer Pinasse, zur Flussfahrt ab. Zwei Tage gleiten Sie den Niger entlang. Die Nächte verbringen Sie im Zelt am Ufer des mächtigsten Stromes Westafrikas.
Im Land der Dogon werden die Etappen anspruchsvoller: Vier Tage trekken Sie durch die Dörfer im Nordosten der Falaise de Bandiagara und lernen dabei ein Volk kennen, dessen Masken und Maskentänze ihr Weltbild widerspiegeln. Die in den Fels gebauten Tellem-Behausungen sind zum Greifen nah. An der Falaise, eine der schönsten Landschaften Malis, geht es bergauf und bergab durch die Dörfer. Wanderungen und Geschichten prägen die Tage. In Mopti hingegen bilden die Märkte die Hauptattraktion - ein Markt grenzt hier an den nächsten. Im Hafenbecken herrscht reger "Pinassen-Verkehr". Erleben Sie auch Teriya Bugu, ein Paradies aus 200.000 Bäumen direkt am Fluss . An diesem Ort der Ruhe sind nachhaltiger Tourismus und Sozialverträglichkeit nicht nur Worte. Eine kleine Wanderung zum Felsbogen in Sibi rundet diese Reise ab.
Termine und Preise
| Reisedauer | 17 | Tage |
| Mindestteilnehmerzahl | 4 | Personen |
| Höchstteilnehmerzahl | 5 | Personen |
Weitere Informationen zur Mindestteilnehmerzahl und Durchführung
| Reisenr. | Von | Bis | Preis | o. Flug | Reiseleitung | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1MLK0802 | 11.11.11 | 28.11.11 | €3.035,- | Auf Anfr. | örtliche Deutsch sprechende | |
| 1MLK0803 | 23.12.11 | 08.01.12 | €3.335,- | Auf Anfr. | örtliche Deutsch sprechende | |
| Einzelzimmerzuschlag inkl. Einzelzeltzuschlag: | €180,- | |||||
Leistungen
Weitere Informationen zum Hauser-Top-Schutz
Weitere Informationen zum Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket
Nicht enthaltene Leistungen
Visagebühren (34,- Euro, Stand 08/09); nicht enthaltene Mahlzeiten, Getränke, Trinkgelder (ca. 60,- Euro).
Luftverkehrsabgabe (variiert je nach Flugroute)
Tourverlauf
1. Tag Abreise
Flug mit einer Linienmaschine von Frankfurt (Abflug frühmorgens) über Paris nach Bamako. Am Abend Ankunft in Bamako, der Hauptstadt Malis, und Transfer zum Hotel.
Termin zum "Festival du Niger": Statt Freitag morgen wird schon am Donnerstag morgen geflogen. Der zusätzliche Tag wird in Ségou verbracht.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel
2. Tag "
Nach dem Frühstück fahren wir durch malerische Sahellandschaft vorbei an Hirsefeldern und den für diese Gegend typischen Shea-Butter-Bäumen nach Ségou. Die charmante Stadt liegt am Ufer des Niger und besticht durch ihre schönen, von Bäumen gesäumten Alleen und vielen Gebäude aus der Kolonialzeit. Trotz ihrer Größe hat die Stadt ihren fast dörflichen, ruhigen Charakter bewahrt und ist somit ein idealer Ort, um in Mali "anzukommen". Natürlich besichtigen wir Ségou, die einstige Residenzstadt der Bambara-Könige, die im sudanesischen Stil gebaute Moschee und eine einheimische "Brauerei".
Termin zum "Festival du Niger": Wir verbringen einen zusätzlichen Tag in Ségou, sind somit am Freitag und Samstag hier und besuchen das Festival du Niger, das in diesem Jahr zum siebten Mal stattfindet. Da es Tageskarten gibt, kann das Festival entweder Freitag und Samstag besucht werden. Wir können tagsüber verschiedene workshops besuchen, einfach über das Festival bummeln, mit verschiedenen Leuten ins Gespräch kommen, Verkaufsstände als auch kleine Kunstausstellungen besuchen, die ersten Tänze sehen und uns aus dem Programm die Konzerte aussuchen, die wir besuchen möchten. Meist füllt sich das Festival im Laufe des späteren Nachmittags, wir haben ausreichend Zeit uns einen guten Platz zu suchen und auf weltbekannte und in unseren Breiten noch nicht so bekannte afrikanische Künstler freuen. Während des Festivals sind wir entweder im Hotel oder in einem extra für diesen Termin aufgebautes Zeltcamp untergebracht.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FA]
3. Tag Ségou - Djenné
Der Tag beginnt mit einem Spaziergang zum Hafen mit seinem bunten, lebenslustigen Treiben. Wir verlassen das sonntägliche Ségou und machen uns auf den Weg nach Djenné. Der Montagsmarkt zieht schon die ersten Besucher an, doch die meisten treffen erst morgen ein. So haben wir am frühen Abend noch die Möglichkeit, Djenné ganz gemütlich zu erkunden, die Moschee in Ruhe zu besichtigen und durch die vielen kleinen Gassen zu schlendern.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]
4. Tag Djenné - Pinasse
Im Lauf des Vormittags beginnt der legendäre Montagsmarkt. Grundsätzlich werden wir in Mali auf viele Märkte stoßen und manchmal sind die kleineren fast interessanter als die großen. Das Besondere am Montagsmarkt in Djenné ist seine 1000-jährige Tradition; er ist deutlich größer als andere Wochenmärkte und gilt als das Ereignis im Binnendelta zwischen Ségou und Mopti. Zum Bummeln legen die Menschen ihren Sonntagsstaat an. Hinter den Marktständen erhebt sich die berühmte Lehmbaumoschee der Stadt. Der 150 m lange und 20 m hohe Rechteckbau mit Spitzen und Portalaufgängen, Rundbögen und Innensäulen ist ein repräsentatives Beispiel neusudanischer Lehmbauarchitektur. "Ungläubige" - also wir - dürfen den Innenbereich allerdings nicht betreten. Réné Caillé hat 1828 als erster Europäer den Reichtum und die Betriebsamkeit von Djenné geschildert.
Nach dem Besuch des Marktes erwartet uns eine Flussfahrt. Mit einer Pinasse, einem traditionellen Holzboot mit Außenbordmotor, gleiten wir mehrere Kilometer den Niger entlang. An Bord befindet sich auch eine Toilette. Unser Camp bauen wir im Ufersand auf.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]
5. Tag Niger
2 entspannende Tage auf dem Wasser liegen vor uns. Wir können die "Seele baumeln lassen" und den Ausblick genießen. Mit etwas Glück sehen wir Kormorane, Reiher oder Fischadler.
Im Rhythmus der Jahreszeiten ziehen die Bozo als Flussnomaden am Niger den Fischen hinterher, bewässern die Reisfelder und feiern ihre Feste. Wir besuchen ihre Dörfer und machen uns mit der Fischtechnik der Bozo vertraut. Auf unserem Weg liegen auch Dörfer der Sonomo und Peulh. Immer wieder halten wir an, besuchen Siedlungen und besichtigen kleine Moscheen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 230m; Zelt [FMA]
6. Tag Douentza - Homborri
Heute werden wir bei Konna das Boot verlassen und wieder auf ein Fahrzeug umsteigen. Wir erreichen Douentza. Die Felsmassive und Tafelberge des Gurma liegen vor uns. Manche nennen die Strecke zwischen Douentza und Homborri sogar "Monument Valley" - die Gesteinsformationen im Abendlicht sind in der Tat atemberaubend schön. Wir fahren zur Falaise de Bandiagara und beginnen unser Trekking im nördlichen, oberen Teil der Falaise beim Dorf Bongo. Die Sandstein-Steilstufe ist 200 km lang und bildet am Ende der lebensfeindlichen Gondo-Ebene eine 250 m hohe Barriere. Unbestritten zählt die Falaise im Land der Dogon zu den schönsten Gegenden Malis. Wir können die ehemaligen, in den Fels gebauten Behausungen der Tellem sehen. Die Höhlen dienen den Dogon heute als Grabstätten. Ihren vom Ahnenkult bestimmten Glauben haben sich die Dogon bis heute bewahrt. Die Einteilung der Felder, die Bauweise und die Standorte der Toguna-Hütten verdeutlichen, dass sich die Mythologie auch in ihrem Alltag und in den Gebrauchsgegenständen widerspiegelt.
Von Bongo aus werden wir die Falaise in ca. 10-15 km langen Tagesetappen begehen. Ein Tal öffnet sich vor uns; hier werden nach der Regenzeit Zwiebeln angebaut. Die Frauen balancieren Wasserkrüge auf ihren Köpfen, um mit dem Wasser die Felder zu bewässern. Wir folgen dem steinigen Pfad und genießen die Aussicht auf das Dünenmeer am Horizont. Bevor wir das erste, an einer Klippe liegende Ziel erreichen, müssen wir über die Felsen klettern und dabei unsere Hände zu Hilfe nehmen. Im Dorf bewundern wir die geschnitzten Türen und Fensterläden. Von Tiogou aus wandern wir weiter nach Yendouma, das durch seine Lage am Berghang besticht. Einzelne Dörfer ziehen sich immer weiter die Hänge hinauf. Meist wohnen die alten Menschen ganz oben, vielen jungen Dorfbewohnern ist der Aufstieg jedoch zu mühselig geworden. Vor allem das Hinauftragen des Wassers ist eine anstrengende Aufgabe. Wir können uns entscheiden, zu einem weiteren Dorf aufzusteigen - es lohnt sich. Die hiesigen Speicherhäuser für Lebensmittel sind nicht rund, sondern rechteckig und mit Stroh gedeckt. Es gibt getrennte Speicher für Frauen und Männer.
Auf unserem Weg liegen auch drei Youga-Dörfer, verstreut über den hinteren Teil der Falaise. Ein anstrengender, aber schöner Aufstieg führt durch das erste Dorf. Am Wegrand werden Handarbeiten angeboten, wir begegnen den Bewohnern. Mit ihnen tauscht sich unser Guide immer wieder aus und erzählt uns Geschichten aus den verschiedenen Dörfern. Oben auf dem Plateau angekommen, pfeift uns der Wind um die Ohren. Hier spricht man im Scherz gern mal vom "Kilimanjaro Malis". Vom Plateau aus bietet sich ein faszinierender Ausblick auf die sich lang hinziehende Falaise. Wir steigen wieder ab und kommen direkt an den Behausungen der Tellem vorbei, die seit dem 13. Jh. jedoch nicht mehr zum Wohnen genutzt werden. Männer sitzen in Innenhöfen am Webstuhl und Kinder spielen in ihrer Nähe. Vielleicht wird uns ein Hirsebier angeboten.
Wir ziehen weiter, nun in der Ebene, und wandern durch verschiedene Dörfer - erst Richtung Koundou, dann Richtung Ibi. Unterwegs besuchen wir das Haus eines Hogon und erhalten auch hier einen Einblick in die Glaubenswelt der Dogon.
Das Dorf Banani, eine Art Zentrum, liegt am Fuß der Falaise; hier wimmelt es von Menschen, aber auch von Autos und Mopeds. Weiter geht es in Richtung Mitte der Falaise durch die Dörfer Ireli, Amani, Tireli. Jedes Dorf hat seine Besonderheit. Ob es sich dabei um heilige Fische oder eine Schildkrötengrotte handelt - es gibt immer etwas zu sehen und viel dazu zu erzählen. Mit Bedauern steigen wir die Falaise hinauf in dem Bewusstsein, eine besondere Welt wieder zu verlassen. Der Markt, vielmehr die Märkte von Mopti erwarten uns. Die Stadt wirkt wie ein großer Markt, überall herrscht geschäftiges Treiben. Am Obstmarkt, in der schattigen Halle, sieht man vor allem Frauen. Wir besuchen einen Kunstmarkt, auf dem es etwas ruhiger zugeht, und versuchen dann durchs Gedränge am quirligen Fischmarkt vorwärtszukommen, vorbei an den vielen Karren und Händlern. Von einer schönen Terrasse aus blicken wir schließlich entspannt auf das bunte Treiben am Hafen. Mopti wird auch das “Venedig des Soudan" genannt. (Mali gehörte während der Kolonialzeit zur französischen Kolonie Soudan.) Salzplatten aus Taoudenni, Trocken- und Räucherfisch der Bozo vom Debofluss, Körbe voller Zwiebeln aus dem Dogonland und Kolanüsse von der Elfenbeinküste lassen die überregionale Bedeutung Moptis erkennen. Im Hafen legen bis zu 60 Tonnen fassende Pinassen aus dem gesamten Binnendelta an.
Wir übernachten nicht weit von Mopti in Sévaré.
Einige Kilometer außerhalb von Homborri befindet sich die "Hand der Fatima" - der Legende nach die versteinerte Hand eines Mädchens. Ihre "Finger" ragen bis zu 600 m in die Luft. Ein El Dorado für Kletterer. Wir brechen zu Fuß zum “Sattel der Fatima" auf. Der Pfad führt über Geröll und mannshohe Felsbrocken und ist teilweise schwer erkennbar. Nach dem ca. 1- bis 2-stündigen Anstieg werden wir mit einer herrlichen Aussicht auf eine Savannenlandschaft belohnt.
Abstieg: 0m; Hotel [FMA]
7. Tag Sattel der Fatima
Einige Kilometer außerhalb von Homborri befindet sich die "Hand der Fatima" - der Legende nach die versteinerte Hand eines Mädchens. Ihre "Finger" ragen bis zu 600 m in die Luft. Ein El Dorado für Kletterer. Wir brechen zu Fuß zum “Sattel der Fatima" auf. Der Pfad führt über Geröll und mannshohe Felsbrocken und ist teilweise schwer erkennbar. Nach dem ca. 1- bis 2-stündigen Anstieg werden wir mit einer herrlichen Aussicht auf eine Savannenlandschaft belohnt.
Gehzeit: 1-2h; Aufstieg: 250m; Abstieg: 250m; Hotel [FMA]
8.-11. Tag Trekking im Dogonland
Wir fahren zur Falaise de Bandiagara und beginnen unser Trekking im nördlichen, oberen Teil der Falaise beim Dorf Bongo. Die Sandstein-Steilstufe ist 200 km lang und bildet am Ende der lebensfeindlichen Gondo-Ebene eine 250 m hohe Barriere. Unbestritten zählt die Falaise im Land der Dogon zu den schönsten Gegenden Malis. Wir können die ehemaligen, in den Fels gebauten Behausungen der Tellem sehen. Die Höhlen dienen den Dogon heute als Grabstätten. Ihren vom Ahnenkult bestimmten Glauben haben sich die Dogon bis heute bewahrt. Die Einteilung der Felder, die Bauweise und die Standorte der Toguna-Hütten verdeutlichen, dass sich die Mythologie auch in ihrem Alltag und in den Gebrauchsgegenständen widerspiegelt.
Von Bongo aus werden wir die Falaise in ca. 10-15 km langen Tagesetappen begehen. Ein Tal öffnet sich vor uns; hier werden nach der Regenzeit Zwiebeln angebaut. Die Frauen balancieren Wasserkrüge auf ihren Köpfen, um mit dem Wasser die Felder zu bewässern. Wir folgen dem steinigen Pfad und genießen die Aussicht auf das Dünenmeer am Horizont. Bevor wir das erste, an einer Klippe liegende Ziel erreichen, müssen wir über die Felsen klettern und dabei unsere Hände zu Hilfe nehmen. Im Dorf bewundern wir die geschnitzten Türen und Fensterläden. Von Tiogou aus wandern wir weiter nach Yendouma, das durch seine Lage am Berghang besticht. Einzelne Dörfer ziehen sich immer weiter die Hänge hinauf. Meist wohnen die alten Menschen ganz oben, vielen jungen Dorfbewohnern ist der Aufstieg jedoch zu mühselig geworden. Vor allem das Hinauftragen des Wassers ist eine anstrengende Aufgabe. Wir können uns entscheiden, zu einem weiteren Dorf aufzusteigen - es lohnt sich. Die hiesigen Speicherhäuser für Lebensmittel sind nicht rund, sondern rechteckig und mit Stroh gedeckt. Es gibt getrennte Speicher für Frauen und Männer.
Auf unserem Weg liegen auch drei Youga-Dörfer, verstreut über den hinteren Teil der Falaise. Ein anstrengender, aber schöner Aufstieg führt durch das erste Dorf. Am Wegrand werden Handarbeiten angeboten, wir begegnen den Bewohnern. Mit ihnen tauscht sich unser Guide immer wieder aus und erzählt uns Geschichten aus den verschiedenen Dörfern. Oben auf dem Plateau angekommen, pfeift uns der Wind um die Ohren. Hier spricht man im Scherz gern mal vom "Kilimanjaro Malis". Vom Plateau aus bietet sich ein faszinierender Ausblick auf die sich lang hinziehende Falaise. Wir steigen wieder ab und kommen direkt an den Behausungen der Tellem vorbei, die seit dem 13. Jh. jedoch nicht mehr zum Wohnen genutzt werden. Männer sitzen in Innenhöfen am Webstuhl und Kinder spielen in ihrer Nähe. Vielleicht wird uns ein Hirsebier angeboten.
Wir ziehen weiter, nun in der Ebene, und wandern durch verschiedene Dörfer - erst Richtung Koundou, dann Richtung Ibi. Unterwegs besuchen wir das Haus eines Hogon und erhalten auch hier einen Einblick in die Glaubenswelt der Dogon.
Das Dorf Banani, eine Art Zentrum, liegt am Fuß der Falaise; hier wimmelt es von Menschen, aber auch von Autos und Mopeds. Weiter geht es in Richtung Mitte der Falaise durch die Dörfer Ireli, Amani, Tireli. Jedes Dorf hat seine Besonderheit. Ob es sich dabei um heilige Fische oder eine Schildkrötengrotte handelt - es gibt immer etwas zu sehen und viel dazu zu erzählen.
Gehzeit: 5-7h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 200m; Übernachtung in einfachen Campements [FMA]
12. Tag Mopti - Sévaré
Mit Bedauern steigen wir die Falaise hinauf in dem Bewusstsein, eine besondere Welt wieder zu verlassen. Der Markt, vielmehr die Märkte von Mopti erwarten uns. Die Stadt wirkt wie ein großer Markt, überall herrscht geschäftiges Treiben. Am Obstmarkt, in der schattigen Halle, sieht man vor allem Frauen. Wir besuchen einen Kunstmarkt, auf dem es etwas ruhiger zugeht, und versuchen dann durchs Gedränge am quirligen Fischmarkt vorwärtszukommen, vorbei an den vielen Karren und Händlern. Von einer schönen Terrasse aus blicken wir schließlich entspannt auf das bunte Treiben am Hafen. Mopti wird auch das “Venedig des Soudan" genannt. (Mali gehörte während der Kolonialzeit zur französischen Kolonie Soudan.) Salzplatten aus Taoudenni, Trocken- und Räucherfisch der Bozo vom Debofluss, Körbe voller Zwiebeln aus dem Dogonland und Kolanüsse von der Elfenbeinküste lassen die überregionale Bedeutung Moptis erkennen. Im Hafen legen bis zu 60 Tonnen fassende Pinassen aus dem gesamten Binnendelta an.
Wir übernachten nicht weit von Mopti in Sévaré.
Gehzeit: 2-3h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]
13.-14. Tag Teriya Bugu
Für zwei Tage besuchen wir nun Teriya Bugu, was auf Bambara soviel wie "Haus der Freundschaft" bedeutet. Gemeint ist die Freundschaft zwischen einem Sonomo-Fischer und Pater Bernard Verspieren. Beide verband der gemeinsame Traum, die ländliche Gegend zu entwickeln. Heute stehen hier 200.000 Bäume am Ufer des Bani-Flusses. Das Dorf mit seinen 500 Einwohnern lebt hauptsächlich von Teriya Bugu und den Touristen, die hier übernachten. Teriya Bugu besteht heute aus einer kleinen Bungalowanlage mit einem schönen Park, einem Swimmingpool, einem kleinen Zoo und vielen Blumen. Die kleine Anlage verfügt auch über eine Biogas- und Photovoltaicanlage. Vieles von dem, was hier auf den Tisch kommt, wird auch hier angebaut; der Honig ist über die Dorfgrenzen hinaus bekannt. Selbst die umliegenden Dörfer profitieren von den verschiedenen Ausflügen, die Besucher von Teriya Bugu aus unternehmen. Am zweiten Tag machen wir eine Wanderung zu den Dörfern in der Umgebung und erfahren viel über die Lebens- und Wirtschaftsweise der Menschen.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Landwirtschaft, des Gesundheitswesens und die schulische Ausbildung (die Schule umfasst 6 Klassen mit 200 Schülern). Durch unseren Aufenthalt unterstützen wir das Projekt und die Menschen der Umgebung.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]
15. Tag Bamako
Über Ségou fahren wir zurück nach Bamako. Auch die Hauptstadt lockt mit verschiedenen Märkten. Wer das eine oder andere Souvenir erstehen möchte, wird hier vielleicht fündig - letzte Chance. Die Stadt hat ein schönes Nationalmuseum, das einen guten Einblick in die Geschichte des Landes ermöglicht und eine der bedeutendsten ethnologischen Sammlungen Westafrikas birgt. Zudem gibt es immer wieder Wechselausstellungen.
Hotel [FMA]
16. Tag Siby
Unweit von Bamako liegt der Ort Siby, hier können wir eine schöne und letzte Wanderung zu dem Felsbogen unternehmen. Ein Picknick direkt im Bogen ermöglicht uns nochmal schöne Ausblicke und ist ein guter Ort zum Abschiednehmen.
Wer möchte kann auch noch ein paar Stunden am Pool verbringen, bevor wir am zweiten Abend zum Flughafen hinausfahren.
Gehzeit: 2-3h; [FM]
17. Tag Ankunft
Ankunft in Paris und Weiterflug nach Deutschland zum Ausgangsflughafen.
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Die Wanderungen im Dogonland sind technisch einfach und von geübten, ausdauernden Wanderern zu bewältigen. Die täglichen Etappen betragen 4 bis 15 km, die Gehzeiten liegen bei 5 bis 7 Stunden. Bei den Auf- oder Abstiegen sind jeweils bis zu 200 Höhenmeter zu überwinden. Pfade führen überwiegend durch steiniges Gelände, Trittsicherheit ist wichtig. Während des Trekkings müssen Sie nur Ihre persönlichen Sachen (Wasser, Foto, Sonnencreme u.ä.) in Ihrem Tagesrucksack tragen. Erhöhte Anforderungen an den Organismus stellt das heiße Klima. Wegen der Hitze brechen Sie schon früh auf (ca. 7.00 Uhr oder noch früher) und wandern bis zur Mittagszeit. Nach einer ausgiebigen Pause im Schatten geht es in der Regel erst nachmittags wieder weiter.
2 Tage (einen ganzen und 2 halbe Tage) sind Sie in einer Pinasse auf dem Niger von Djenné Richtung Konna unterwegs. Die Pinasse ist ein traditionelles Holzboot mit Außenbordmotor. An Bord befinden sich eine Kochstelle und eine Toilette (Plumpsklo). Sie sitzen auf fest installierten Bänken unter einem Strohdach. Bei Gelegenheit wird die Fahrt durch Landausflüge unterbrochen; Sie übernachten in Zelten am Ufer. Je nach Vorwärtskommen und Wasserstand kann es auch mal zu Verzögerungen kommen, so dass das Programm dann angepasst werden muss. Bitte haben Sie Verständnis für mögliche Programmänderungen.
Übernachtungen: Gemessen am europäischen Standard können die Zimmer und sonstigen Hoteleinrichtungen sehr einfach sein. Eine Klimaanlage und auch Moskitonetze sind nicht die Regel. Nicht selten liegen z.B. Handtücher und Toilettenpapier nicht sofort bereit; kurzes Nachfragen an der Rezeption sollte helfen. Wir bemühen uns, für Sie immer die bestmöglichen Unterkünfte zu finden. In größeren Städten gelingt uns dies auch oft. Die kleineren Campements entsprechen zwar weniger dem Standard, haben aber viel Charme. In den Campements können Sie Ihren Schlafsack noch gut gebrauchen. Je nach Wetter wird in den Campements teilweise auch auf den Dächern übernachtet - unter dem Sternenhimmel, direkt an der Falaise. Während der Pinassenfahrt zelten Sie in freier Natur. Erwarten Sie bitte nicht die Infrastruktur eines Campingplatzes, Tische und Stühle oder auch sanitäre Anlagen stehen nicht zur Verfügung. Jeder Teilnehmer / jede Teilnehmerin erhält jedoch eine Waschschüssel mit Wasser.
Zum Schutz gegen Moskitos sollten Sie bereits in Bamako ein Mücken abwehrendes Mittel griffbereit haben. Auch das Tragen von langen Hosen und langärmeligen Blusen/Hemden ab dem späten Nachmittag erspart so manchen Stich. Rundreise durch den Süden Malis mit anspruchsvollen Wanderetappen. Trittsicherheit und Kondition sind erforderlich.
Hauser Shop
Zur Komplettierung Ihrer Ausrüstung und für spezielle Fragen steht Ihnen unser Hauser Shop gerne zur Verfügung. Einen Überblick über das Angebot finden Sie unter www.Hauser-Shop.de oder in der aktuellen Programmübersicht. Tel: 089 235006-21
Dankeschön
Als Dankeschön für die Teilnahme an dieser Reise erhalten Sie einen Gutschein im Wert von 25.- € für den Hauser Shop.
Einreisebestimmungen:
Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ist ein Visum erforderlich. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate über das Einreisedatum hinaus gültig sein.
Zwingend vorgeschrieben ist die Gelbfieberimpfung. Empfohlen wird Impfschutz gegen Hepatitis A, Typhus, Meningokokken-Meningitis (eher zu beachten Dezember - Juni), Tetanus, Polio, Diphtherie sowie Malaria-Prophylaxe (vor allem Mai - Dezember).Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel.Nr. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute). Die Internet-Adresse lautet: www.gesundes-reisen.de.
Wichtige Hinweise: Sie sind in Westafrika unterwegs; der Alltag in Ihrem Gastland unterscheidet sich grundlegend vom europäischen Alltag. Von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen erfordert diese Tour Pionier- und Abenteuergeist sowie Verständnis und Toleranz fremden Bräuchen und Lebensweisen gegenüber. Der Wasserstand des Niger, die Ausrichtung des Programms auf den Montagsmarkt in Djenné sowie die Straßenverhältnisse können des Öfteren eine Routenänderung erzwingen. Die Reihenfolge der zu besuchenden Orte kann daher variieren. Falls Änderungen vor Abreise bekannt werden, teilen wir Ihnen diese mit den Reiseunterlagen mit. Auch Witterungsverhältnisse, organisatorische Schwierigkeiten und unvorhersehbare Ereignisse wie defekte Fahrzeuge etc. können zu Routen- und Programmänderungen führen. Manche Situationen verlangen Geduld und Flexibilität von den Gruppenmitgliedern. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Falls es aus organisatorischen, witterungsbedingten oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben sollte, bitten wir um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Klima
Während Ihrer Reise durch Mali halten Sie sich vorwiegend in der Klimazone des Sahel auf. Je nach Breitengrad beträgt die durchschnittliche Jahrestemperatur in Mali 26°C bis 30°C.
Im Folgenden möchten wir Sie kurz über das Klima in Mali im Jahreszeitenverlauf informieren. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um Durchschnittswerte handelt und Abweichungen davon bei Ihrem jeweiligen Reisetermin nicht auszuschließen sind!
In Mali ist es fast das ganze Jahr über warm bis heiß, wobei April und Mai die heißesten Monate sind. In dieser Zeit können die Tagestemperaturen bis auf 45°C ansteigen, auch nachts bleibt es mit 21°C - 25°C sehr warm. Es folgt eine kühlere Periode bis etwa September. Bereits der Oktober (je nach Verhältnissen auch schon der September) zählt wieder zu den heißen Monaten (durchschnittlich 34°C tagsüber, 21°C nachts). Mitte / Ende November sinken die Temperaturen leicht, vor allem nachts kühlt es etwas mehr ab. Aber erst im Dezember/Januar sinken die Temperaturen merklich: auf durchschnittlich 22°C am Tag und 15°C in der Nacht, im Binnendelta des Niger aufgrund der Abkühlung am Wasser nachts sogar auf ca. 10°C. In diesen Monaten herrscht ein Nord-Ost Passat (Harmattan), der den feinen Staub der Sahara mit sich bringt. Ab Februar beginnen die Temperaturen wieder zu steigen, erreichen ca. 26°C am Tag und 20°C in der Nacht und im März liegen die durchschnittlichen Temperaturen schon wieder fast auf dem Niveau von April und Mai.
Von Juni bis September herrscht Regenzeit, dennoch ist der August ein guter Reisemonat. Viele Fotografen schätzen die Lichtverhältnisse in dieser Zeit. Die Regenfälle halten sich in Grenzen (zwischen 1-3 Stunden am Tag, aber es gibt auch regenfreie Tage). Es ist günstiger, Wasserfälle um diese Jahreszeit zu besichtigen. Im Hinblick auf das Wetter im August haben wir nur zwei Zelt-Übernachtungen in diese Tour eingebaut.
Ausrüstung
Dem Klima entsprechend benötigen Sie zu allen Reiseterminen atmungsaktive Sommerkleidung, gute Trekkingschuhe, Badeschuhe, Sonnenschutz, leichten Regenschutz, einen Schlafsack und einen Leinen- bzw. Baumwollinnenschlafsack sowie eine Schlafunterlage. Im Dezember ist ein Anorak gegen den Wind während der Pinassenfahrt wichtig. Der Schlafsack sollte bis 10°C wärmen.
Bitte beachten Sie die ausführliche Ausrüstungs-Checkliste, die wir Ihnen nach der Anmeldung zusenden.
Reiseveranstalter
Hauser exkursionen international GmbH
Spiegelstr. 9,
81241 München
Tel. 089 / 23 50 06-0, Fax 089 / 23 50 06-99
E-Mail: info@hauser-exkursionen.de
In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Agentur
sowie den IATA-Luftverkehrsgesellschaften

