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Nepal - Kali Gandaki Hütten - Trekking

Hauser-Mitarbeiterin Katharina Plitz schildert die Eindrück ihrer ersten Nepal-Reise im April 2008 

Langsam wird es dunkel.

Am Horizont verglühen die Schneegipfel des Dhaulagiri - er ist einer der Achttausender des Himalaya. Über uns verdichtet sich das Glitzern und Blinken bis ein funkelndes Sternenmeer entstanden ist. Für mich gibt es kein schöneres Gefühl, als nach einem langen Trekkingtag abends auf ein einfaches Bett zu sinken und beinahe schon im Halbschlaf noch einmal den Tag zu überdenken. Ich bin innerlich sehr zufrieden und stolz auf das, was ich geschafft habe.

Das Hütten- Trekking Kali Gandaki ist seit vielen Jahren ein Klassiker im Hauser-Programm.

Ich schloss mich Mitte April einer Reisegruppe an und ab ging es von München nach Kathmandu. Mit Gruppenreisen hatte ich bis dato keine Erfahrung und - da damals noch recht neu bei Hauser - auch sonst nur eine vage Vorstellung von dem, was in Nepal auf mich zukommen würde.

Was ich dann in knapp drei Wochen erleben durfte,

übertraf sämtliche Erwartungen. Eine andere Welt! Die Luft in den Bergen Nepals ist wunderbar frisch und sauber, nichts verstellt den Blick in die Ferne, bunte Gebetsfahnen flattern im Wind. Die Kulisse am “Dach der Welt" ist perfekt und erscheint wie gemalt; einzigartige Begegnungen mit Menschen und facettenreich die nepalesische Geschichte und Religion. Ich habe mich wohl gefühlt und absolut nichts vermisst!
Unsere Gruppe - bestehend aus Gästen, einem Nepali-Reiseleiter, dem Sirda, Sherpas und Trägern - wuchs zu einer Kleinfamilie zusammen. Wir wanderten, lachten und feierten, unterstützten uns gegenseitig, bewältigten lange Etappen zusammen, waren manchmal gerührt von den Ausblicken und - wie so oft - entstanden echte Freundschaften!

Nepal ist eines der ärmsten Länder unserer Erde gleichzeitig jedoch unglaublich reich!

Nicht materielle Dinge stehen hier im Vordergrund, sondern das genaue Gegenteil: gerade das einfache wenn auch sehr harte Leben im Einklang mit der Natur, fröhliche, offene Menschen, schneebedeckte Achttausender, die sich vom wolkenlosen, tiefblauen Himmel abheben und für blühende Rhododendren-Wälder eine wunderbare Kulisse schaffen, zeichnen unvergessliche Bilder. Dazu das einfache Leben in den Bergdörfern, ganz selbstverständlich gemeinsam mit Tieren und immer auch unter Beachtung der Riten und Bräuche des Hinduismus und Buddhismus haben mir bewusst gemacht, wie wenig man zum Leben braucht.

Als wir am 13. April 2008 in Tatopani Silvester feiern und das neue Jahr 2056 begrüßen -

- Bikram Sambat ist der offizielle Kalender Nepals, welcher sich nach dem Mond berechnet und dem christlichen viele Jahre voraus ist - frage ich mich im stillen, ob wir uns im Westen mit dem Streben nach immer mehr Besitz und Unabhängigkeit eigentlich  nicht in immer mehr Abhängigkeit genau davon begeben. Vielleicht ist uns Nepal nicht nur in der Zeitrechnung ein ganzes Stück voraus?

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