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9 Monate nach dem Erdbeben in Sichuan - Bericht von unserem Reiseleiter Bogdan Brakus

 

2009

Im Januar und Februar 2009 besuchte Bogdan Brakus im Rahmen einer kroatischen Kleinexpedition die Erdbebengebiete Sichuans. Dort waren er und Hauser-Inhaber Manfred Häupl am 12. Mai 2008 vom Erdbeben überrascht worden.

"Allgemeiner Eindruck:

Das ganze Gebiet hat sich nach der Katastrophe recht gut erholt. Zwar sind einige Straßen und Pässe noch nicht befahrbar, die meisten Dörfer sind jedoch wieder per Auto erreichbar. Wasserversorgung, Elektrizität und Telefon funktionieren praktisch überall.

Bewegende Begegnungen…

Im Gebiet Siguniang Shan, durch das abschnittsweise die neue Hauser- Tour “Die mystischen Berge Sichuans" verläuft, gab es bewegende Begegnungen. Zuerst mit Mr. Ma in Rilong. Mr. Ma war dabei, als Manfred Häupl schwer verletzt wurde. Er half ihm in diesen schweren Stunden und brachte ihn in Sicherheit. Das blutverschmierte T-Shirt, das als Kopfverband diente, hat er immer noch.

Wiedersehen mit Famlie Wang

Einige Kilometer weiter in Shuangqiao Gou das Wiedersehen mit der Familie Wang: Lachen und Weinen - ich überreiche der Familie einen Teil der Gelder, die nach dem Spendenaufruf von Hauser für die Schulkinder in Taoguan und für das tibetische Gästehaus Wang gesammelt wurden. In Anwesenheit von Mr. Gao Wei, unserem Freund vom Sichuaner Bergsteigerverband, wurde der Familie Wang 5.000,- Euro für die Renovierung des Hauses nach dem Erdbeben überreicht. Mit dem Geld werden unter anderem neue sanitäre Einrichtungen, eine Solarwarmwasserversorgung, ein Internetanschluss sowie ein Schulungsraum für Bergsteigerkurse eingerichtet. Die Spendenurkunde wurde ins Chinesische übersetzt und Mr. Wang ausgehändigt. Mr. Wang ist sich sicher: Wenn im Herbst die Hauser-Gruppe kommt, wird im neuen Bad (solar)warm geduscht! Mr. Wang bedankt sich im Namen des ganzen Dorfes und seiner Familie bei allen Spendern und bittet die Hauser-Kunden zu kommen, um das phantastisch schöne Tal zu besuchen. Das wäre für ihn die größte Hilfe.

Taoguan

Von Chengdu aus mache ich mich auf den Weg nach Taoguan, wo ich mit meinen chinesischen Begleitern fünf Tage nach dem Erdbeben eingeschlossen war. Drei Tage braucht man, um auf den notdürftig in Stand gesetzten Straßen bis zu dem Ort vorzudringen. Im Dorf selbst sind fast alle Häuser repariert. Ein Teil des Dorfes wird aber nicht mehr erneuert. Das betrifft auch die Dorfschule, die halb zugeschüttet wie eine Stätte des Grauens aussieht. Die meisten Dorfbewohner erkennen mich gleich. Der Bürgermeister Guo Fa Zhang erzählt wie, es nach dem Beben weiter ging. 71 Menschen starben. Die Regierung half am Anfang tatkräftig - es gab Geld für jeden Betroffenen, drei Monate lang. Jetzt müssen sich die Leute wieder selbst zurechtfinden. Etwa 40 bis 50 Schulkinder sind in zwei Orten auswärts untergebracht. Eine neue Schule wird noch dieses Jahr in Yin Xing Xiang gebaut, 13 km südlich von Taoguan. Die Kinder werden dann mit dem Bus täglich von zu Hause zur Schule gefahren. Der Bürgermeister will mit den Spendengeldern für Lehrmittel sorgen. Auch ein Leseraum mit zwei oder drei PCs würde den Kindern sehr helfen. Ich verspreche, dass wir unser Möglichstes tun werden. Er bedankt sich im Voraus für jegliche Hilfe.

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