Grüne Weiden, weiße Schafe, blaue Seen - Irland wie im Bilderbuch
Hauser-Mitarbeiterin Stephanie Jörg aus dem Europa Team war vom 02.05.-09.05.2009 in Irland.
Ja, es ist richtig - Irland ist grün!
In den fruchtbaren, geschützten Tälern leuchten die Wiesen und Weiden sattgrün. Auf den kargen, windumtosten Hochebenen geht das Blassgrün schon fast ins Silbergraue über. Dunkelgrün ist das Moos auf den Bäumen - und grün in allen Farbschattierungen sind die Souvenirs, die man in den Andenkenläden erwerben kann.
Auch einige der anderen Klischees stimmen: Es gibt tatsächlich unglaublich viele Schafe, der Wind pfeift ständig - mal mehr, mal weniger - und an einem Guinness kommt man kaum vorbei.
Erste Station meiner Rundtour sind die Wicklow Mountains südlich von Dublin.
Der “Garten Irlands", das trifft es sehr genau. Üppige Vegetation, schmale kurvenreiche Straßen, idyllische Dörfer mit hübschen kleinen Gärten und mächtige Herrenhäuser mit etwas größeren Gärten. In Enniskerry, einem dieser Orte, übernachte ich in unserem zukünftigen Gruppenhotel - ebenso hübsch, gemütlich und very british-irish!
Am nächsten Tag mache ich mich auf den Weg zur alten Klostersiedlung Glendalough, im 6. Jahrhundert als Einsiedlerklause in einem einsamen Tal gegründet.
Heute ist die Gegend nicht mehr ganz so einsam, schon gar nicht, wenn man das Tal, wie ich, am Nationalfeiertag besucht. Viele Familien nutzen die Wiesen zwischen dem Upper Lake und den Klosterruinen zum Picknicken, Ballspielen und Sonnen. So herrscht auf dem einst so “besinnlichen" Gelände nun eine eher familiär-fröhliche Stimmung. Doch begibt man sich auf einen der unzähligen Wanderwege, die rund um das Tal führen, breitet sich bald wieder beschauliche Ruhe aus.
Nun geht es in den Südwesten, ins County Kerry, die beliebteste Touristenregion der Republik.
Die landschaftlichen Höhepunkte wie der “Ring of Kerry", die Dingle-Halbinsel, der höchste Berg Irlands mit dem nahezu unaussprechlichen Namen Carrauntoohil und die Seenplatte nahe dem Städtchen Killarney sind wirklich einen Besuch wert.
Ich sitze am Aussichtspunkt “Lady's View" und staune. Eine Kette tiefblauer Seen liegt eingebettet in die Hügel- und Berglandschaft der Macgillycuddy's Reeks. Die vorbeiziehenden Wolken schaffen minütlich neue Stimmungen - einfach schön.
Da ich relativ früh gestartet bin, sind Schafe nahezu meine einzigen Wandergefährten im berühmten Gap of Dunloe.
Die jungen Lämmer hüpfen noch aufgeregt ein Stück mit mir mit, die älteren blinzeln nur gelangweilt - “schon wieder ein Wanderer" scheinen sie zu denken.
Mein letztes Ziel ist Connemara, der Westen. Den Bummel durch die Straßen von Galway muss ich regenbedingt leider etwas abkürzen. Im Dörfchen Clonbur, zwischen den beiden Seen Lough Corrib und Lough Mask gelegen, blitzt aber schon wieder die Sonne durch die Wolken. Und das hält sich bis zum nächsten Morgen - ein idealer Tag, um Connemara zu erkunden. So habe ich mir Irland immer vorgestellt - grasbewachsene Hügel und Berge soweit das Auge reicht, kleine, tiefblaue Seen dazwischen, die windumtoste Meeresküste nie weit entfernt.
Am letzten Tag geht es in aller Früh zurück nach Dublin zum Flughafen. Für die Hauptstadt selbst bleibt leider keine Zeit - aber wer sagt denn, dass ich das letzte Mal in Irland war?
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