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Island - Trekking durch die Vulkane

Katharina Kretner Hauser-Mitarbeiterin war im August 2009 in Island. 

Bei strahlendem Sonnenschein fahre ich mit dem Linienbus in das von Gletschern gespeiste Tal Thorsmörk.

Meine Gruppe ist schon eine Woche vor mir nach Island geflogen und hat das Trekking von der Feuerschlucht Eldja nach Thormörk hinter sich.  
Am Campingplatz finde ich sie schnell: grüne VauDe Zelte und ein großes, grünes Zirkuszelt - das Gemeinschaftszelt mit Tischen, Stühlen und Küchenausstattung - sowie 14 gutgelaunte Menschen, die mich herzlich begrüßen.
Unsere Reiseleiterin Sigga und ihr Mann Raymond entpuppen sich als super Köche. Wir werden verwöhnt mit gegrillter Lammkeule, frischem Lachs und isländischen Suppen. Mmmhhhh! Außerdem bekommen wir durch die beiden die entspannte isländische Lebensart mit.

Das Tollste am isländischen Sommer ist die Helligkeit bis 23 Uhr.

Obwohl wir den ganzen Tag unterwegs waren, haben wir noch genügend Energie, um eine Wanderung auf einen Aussichtsberg zu unternehmen. Im Abendlich eröffnet sich ein fantastischer Blick auf zwei große Gletscherzungen und schwarze, vulkanische Berge, die mit grün leuchtendem Moos bewachsen sind. Durch eine riesige Kiesebene schlängeln sich Flussarme. Diese Flussarme müssen von den Bussen durchquert werden, da es keine Brücken gibt. Sehr abenteuerlich!

Am nächsten Tag brechen wir auf nach Skaftafell im Vatnajökull-Nationalpark.

Skaftafell ist eigentlich nur ein Camping-Platz in wunderschöner Lage. Trotz Wolken können wir eine der vielen Gletscherzungen des Vatnajökull erkennen. Er ist der größte Gletscher Europas; die Fläche ist unvorstellbar riesig und wahrscheinlich nur bei einem Helikopterflug in ihrer ganzen Ausdehnung zu überblicken. So sehen wir immer nur einzelne Zungen, die sich wie Meeresarme durch die Bergwelt schieben. Auf einer Wanderung in das Morsárdalur-Tal spüren wir die Naturgewalten. Der Weg führt über eine wüstenartige, schwarze Steinebene, rechts und links ragen moosbedeckte Berge auf, es gibt keinen Baum, der den Blick versperren könnte, der Wind pfeift so stark, dass ich mich dagegen stemmen muss. Unser Ziel ist eine zerklüftete Gletscherzunge mit einem Gletschersee davor. Es macht so viel Spaß, hier draußen zu sein, sich durchpusten zu lassen und diese unglaubliche Vielfältigkeit der kargen isländischen Landschaft zu Fuß zu entdecken.

Ein echtes Highlight ist die Jökulsarlon, eine Gletscherlagune. Blau schimmernde, vom Lavasand schwarz gefärbte oder weiß strahlende Eisberge ragen aus dem See bis zu 18 m empor.

Nicht weniger beeindruckend finde ich die Atlantikküste. Plötzlich beginnt es zu regnen, es ist windig und die Wellen peitschen an den Strand. Die Schlieren der weißen Gischt ergeben schöne Bilder auf dem schwarzen Sand. Wir sehen auch einige Wasserfälle. Normalerweise finde ich Wasserfälle nicht so interessant, aber in Island sind sie gigantisch. Wie zum Beispiel der Svartifoss-Wasserfall, der umrahmt ist von schwarzen, sechseckigen Basaltsäulen. Die Natur ist einfach eine perfekte Architektin!

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