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Auf den Spuren Merzbachers zum Khan Tengri

Es muss nicht immer ein Gipfel sein! Lesen Sie, welche Abenteuer unsere Reisegäste Jutta Gruber und Peter Scheikl in Kirgistan „Auf den Spuren Merzbachers zum Khan Tengri" bestanden haben.

Kann ein Trekking ohne Gipfel überhaupt spannend sein?

Absolut! Wir haben es ausprobiert und uns auf ein 19-tägiges Abenteuer in Kirgistan eingelassen.
Kirgistan präsentierte sich mit herrlichen Blumenwiesen, riesigen Pferde-, Schaf-, Rinder-, Jakherden, endlos weiten Tälern, spektakulären Schluchten 4.000 m hohen Pässen mit Blick auf 7.000er, kilometerlangen Gletschermoränen und – nicht zu vergessen – Flüssen, die es zu überwinden galt. Meist zu Fuß, aber manchmal auch zu Pferde – wenn sie einfach zu reißend waren.

Das alles muss man sich bei ständig wechselnden Wetterverhältnissen vorstellen.

Bei uns im August waren das Hagel, stundenlanger Regen, Schneefall aber natürlich auch strahlender Sonnenschein. Die Temperaturen erstreckten sich von weit unter 0°C (in der Nacht) bis hinauf zur 30°C Marke (mittags). Das allein war schon eine Herausforderung für Körper und natürlich auch für den „Geist". Denn nach fünf Stunden Wanderung im Regen, eiskalten Fingern, verlorenen Packpferden … stellte man sich schon manchmal die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieses Unternehmens. Doch Begegnungen mit den gastfreundlichen Nomadenfamilien – bei denen du sofort willkommen bist und zu Stutenmilch und süßem Fladenbrot eingeladen wirst – ein Ausritt mit den kirgisischen Pferdemännern, unvergessliche Abende im Gemeinschaftszelt, wo der sonst eher wortkarge russische Bergführer seine Gitarre hervorholte und wir bei Kerzenschein und Wodka aus Zahnputzbechern die russische Seele kennen lernen durften, entschädigten uns für die Strapazen.

Und wir sind uns einig: Keine Minute möchten wir missen!

Ach ja, und da gab es noch zum darüber streuen die Tage im Basislager umgeben von Khan Tengri (7.010 m ) und Peak Pobjeda (7.439 m) inmitten „echter" Bergsteiger bei 30 cm Neuschnee. Und als krönenden Abschluss einen atemberaubenden Flug mit einem offenbar ausgemusterten Militärhubschrauber, bei dem das Wort „Sicherheitsvorkehrung" im europäischen Sinne nicht existiert. Selbstverständlich darf man (auch bei minus 15 Grad in ca. 5.000 m Höhe) ein Fenster öffnen, um besser fotografieren zu können.

Ein paar Wochen sind vergangen.

Wir sind alle wieder zurück in der Tretmühle Arbeit – doch die Erinnerung an dieses Trekkingabenteuer kann uns keiner nehmen. Dass alles so gut geklappt hat, verdanken wir nicht zuletzt der perfekten Organisation und der wirklich tollen Zusammenarbeit von Hauser Exkursionen und dem Top Asia Team – in unserem Falle Marina Novikova und Wolodja Judalevitsh.

Liebe Marina und lieber Wolodja nochmals vielen Dank.

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