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Botswana - Herzklopfen im Land der Träume

Von unserer Afrika-Spezialistin Cornelia Böhm 

Nachts auf der Salzpfanne

Juni 2011 - absolute Stille, grandiose Weite, nichts und niemand stört. Ich bin in Botswana inmitten der Makgadikgadi-Pfannen. Unter meinen Schritten knirscht die Salzkruste. Ansonsten kein Laut, nicht einmal Vogelgezwitscher - gleichmäßig schlägt mein Herz hörbar. Die Begleitmannschaft entzündet das Lagerfeuer, dessen Flammen mit der untergehenden Sonne züngelnd um die Wette leuchten. Der Geruch des abkühlenden Sandes vermischt sich mit dem von brennendem Holz. Lecker riecht der Eintopf aus Kudufleisch, Kartoffeln und Gemüse, der im dreibeinigen, gusseisernen Potjie Pot vor sich hinköchelt. Die Nacht ist ruhig, für mich ungewohnt ruhig. Immer wieder wache ich auf. Zum Glück, sonst hätte ich am mondlosen Himmel die Sternschnuppen verpasst.

Im Mokoro auf dem Okavango

Sanft schaukelt mein Mokoro, der Einbaum, in dem ich durch die Wasserarme des Okavango-Deltas gestakt werde. Als wir die Flusspferde schmatzen hören, ändern wir die Richtung und steuern sanft durch die mannshohen Schilfstängel. Da sind sie! Weit reißen sie die Mäuler auf, ein Jungtier krabbelt Schutz suchend auf Mamas Rücken - auch für kleine Flusspferde hat die Wildnis ihre Tücken. Glutrot versinkt die Sonne später direkt hinter der Veranda der Lodge. Mein komfortables Zelt ist mit Dusche ausgestattet, die großen mit Gaze bespannten Fenster ermöglichen den freien Blick in die Natur. So schlafe ich behütet und fast luxuriös mitten in der Wildnis.

Auf Fußpirsch im Delta

Am frühen Morgen erkunde ich eine der vielen Inseln zu Fuß. David, mein Guide, schärft mir die Verhaltensregeln für die Wildnis ein. Schon sind zwei Elefantenbullen da. Sie sind sich uneins, wer die Palme mit den leckeren Früchten rütteln darf. Ihre aufgestellten Ohren schlackern angriffslustig. Mein Herz schlägt diesmal laut vor Aufregung. Wie nahe sie sind! Der ältere der beiden Dickhäuter gewinnt. Eine Herde roter Litschi-Antilopen springt durch eine leicht überflutete Wiese. Die aufstiebenden Wassertropfen heben sich deutlich vom Grün der Wiesen und dem rotbraunen Fell der Tiere ab.
Zurück in der Lodge gibt es deftigen Brunch. Die Auswahl ist groß: Brot, Obstsalat, Eier, Wurst, Käse, Salat und Fisch. Das tut gut nach der Wanderung.

Auf Safari

Von Maun aus geht's los Richtung Khwai-Region: Im speziell gebauten Safarimobil sausen wir Richtung Moremi. Die Teerstrasse geht in eine Art Kiesstraße über. Der Wind riecht nach Staub und Sand, aber bald mischen sich Tiergerüche darunter. Ein paar Elefanten kreuzen die Straße, leicht verärgert über unsere Anwesenheit, wie uns der Bulle mit aufgestellten Ohren und scharrendem Fuß klarmacht. - Die nachmittägliche Safari in der Khwai-Region erfüllt alle Träume auf einmal: Löwinnen bei ihrer wohlverdienten Pause nach der Jagd, ganze Pavian-Herden hindern uns am Weiterfahren, die Nilpferde grunzen entspannt vor sich hin und junge Impala-Männchen rangeln um Anerkennung. Die nächsten Elefanten, auf die wir stoßen, sind offensichtlich frisch gebadet … und sie stehen im Camp zwischen unseren Zelten. Wir warten mit dem Aussteigen. Und wieder dieses Herzklopfen.
Am knisternden Lagerfeuer lauschen wir am Abend den Stimmen im Busch. Beim nächsten Gebrüll stellt es mit die Haare auf. Doch David beruhigt mich. “Der Löwe ist noch weit weg, wenn er so leise ist." So leise? Na, hoffentlich brüllt er heute Nacht nicht neben mir. Früh auf Pirsch treffen wir auf die Löwen, die wir in der Nacht gehört haben. Auf Nahrungssuche durchstreifen sie in der Morgendämmerung den Busch. Später sehen wir sie wieder. Kaum zu erkennen schlafen sie in vertrocknetem Gras, dessen Farbe der ihres Felles entspricht. Offensichtlich haben die kleinen Löwenkinder keine Jagdnacht hinter sich. Sie torkeln herum und necken sich unter dem achtsamen Blick der Löwenmutter, sie ist immer bereit zum Sprung.

Bei den Buschleuten der Kalahari

Auch ich bin auf dem Sprung, diesmal in die Kalahari. Mein Buschmann-Guide Xi' Kau hält mir ein zwiebelartiges Gewächs unter die Nase. Was ist das? Es ist das Buschmann- pardon Buschfrauparfum mit einem herben, sehr angenehmen Geruch. Seit dem frühen Morgen zeigt er mir seine Welt. Ich lerne, was es in der Wüste an Essbarem gibt und wie ich es finden kann, wie ich Feuer entzünden kann und wo ich Wasser finde. Zwei bis drei Stunden später bin ich sehr beeindruckt von seinem Wissen, aber auch überzeugt, dass mein Überleben in der Wüste alleine nicht gesichert wäre. Abends sitze ich bei den Buschleuten am Lagerfeuer. Wir spielen, tanzen und singen. Das Mitsingen in dieser allzu fremden Sprache mit ihren Klick- und Schnalzlauten klappt aber nicht so richtig.

Ab nach Botswana!

All das können Sie auch erleben. Wählen Sie Ihre Botswana-Reise. Ob abenteuerlich und kameradschaftlich im Zelt oder die komfortable, genussvolle Lodge-Variante - Botswana ist immer ein tolles Erlebnis.

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