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Neues aus Tokyo

Situationsbericht von unserem Reiseleiter Viktor Hauke nach seinem Besuch in Tokyo im Oktober 2011 

"Es war wie immer erlebnisreich in Tokyo.

Das Häusermeer in Shibuya, essen in feinen, kleinen Restaurants und Kneipen, trendige Teenager in den Shoppingcentern, Trubel am größten Fischmarkt der Welt und Erholung in den herbstlichen japanischen Gärten der Stadt. Die Strahlungswerte werden täglich gemessen und veröffentlicht. Im Moment liegen sie in Tokyo um die 0,058 Mikrosievert pro Stunde. Berliner Werte lagen am 25. August bei 0,075 Mikrosievert! Essen und Trinkwasser werden kontrolliert. Von mir ein klares Ja zu Reisen in das Land der aufgehenden Sonne. Auch die Lufthansa fliegt wieder in vollem Umfang. Außerhalb der Gefahrenzone von Fukushima gibt es derzeit keine gefährliche Strahlung. Touristische Regionen und Sehenswürdigkeiten wie Sapporo, Kyoto, Osaka oder Fukuoka liegen zwischen 600 und 1.000 km vom Unglücksort entfernt. Die in Tokio gemessene Radioaktivität von 0.028-0.079 Mikrosievert pro Stunde liegt unter den Werten von Berlin (0.071-0.083), Paris (0,03-0,09) oder New York (0.095). Die für den Thüringer Wald regelmäßig vom Bundesamt für Strahlenschutz ermittelten Werte liegen aufgrund der natürlichen Strahlung zwischen 0,055 und 0,091. Die täglichen Messungen am Narita International Airport Tokio ergeben um die 0.05. Als Ergebnis der in enger Zusammenarbeit mit den sieben UN-Organisationen WHO, IAEA, UNWTO, WMO, IMO, ICAO und ILO durchgeführten Kontrollen kam heraus, dass es aufgrund der niedrigen Strahlenwerte weder Gesundheits- noch Transportrisiken gibt. Es besteht keine Notwendigkeit, Passagiere und Flugzeuge aus Japan auf Strahlen zu untersuchen. Auch bei der Qualität des Leitungswassers gibt es keinerlei gesundheitliche Bedenken.
Die in Japan geltenden gesetzlichen Höchstwerte von 300 Bq/kg bei radioaktivem Jod und von 200 Bq/kg bei radioaktivem Cäsium werden nicht überschritten. In der EU liegt der zulässige Höchstwert für radioaktives Cäsium bei 1.000 Bq/kg und übersteigt damit Japans Vorgaben um ein Vielfaches.
Das Auswärtige Amt in Berlin hat bereits im April die Reisewarnung für Japan (außerhalb der Sperrzone um Fukushima) aufgehoben. Japanische Touristenattraktionen können bedenkenlos besucht werden. Die vom Erdbeben und der Fukushima-Katastrophe betroffene Region im Nordosten der Insel Honshu liegt nicht an den klassischen Touristenpfaden."

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