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Ortvox Lawinenkurs Januar 2009

Von Hauser Mitarbeiterin Ursula Mengel 

Kurz vor Weihnachten


Es war kurz vor Weihnachten und meine Freundin Cato und ich planten unsere guten Vorsätze für die kommende Wintersaison. Da war die ein oder andere Snowboardtour im Gespräch, der Termin für den nächsten Winterurlaub stand schon fest und die nächsten Wochenendtouren sollten nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Respekt vor Lawinen

Abgesehen von der gemeinsamen Tourenplanung verband uns aber noch etwas: der gehörige Respekt vor Lawinen. Wer kennt das nicht? Man genießt einen wunderschönen Wintertag in den Alpen und dann hört man am nächsten Tag, dass es irgendwo einen Lawinenabgang gab und Tourengeher oder Skifahrer verschüttet wurden.

Ein fehlendes Weihnachtsgeschenk

Aber Cato und ich hatten noch mehr gemeinsam: Zwei Freunde und zwei fehlende Weihnachtsgeschenke. Somit stand der Plan: Lawinenkurs für uns vier am ersten Januarwochenende.

Der Lawinenkurs

Bei klirrenden minus 12° C machten wir uns dann am Samstag morgen auf den Weg ins Spitzinggebiet. Gut, dass die Sonne schnell den Frühnebel vertrieb und wir bei herrlichem Wetter am Taubensteinhaus auf knapp 1.600 m Höhe ankamen. Ausgerüstet mit Sonde, Schaufel und Verschüttetensuchgerät (VS) ging es ins Gelände und wir erfuhren was im Fall der Fälle zu tun ist. Wir lernten den Umgang mit verschiedenen VS-Geräten, übten die Grob- und Feinsuche, das Sondieren und schließlich auch das Ausgraben unserer “Lawinenopfer".

Theorie

Nach einem langen Tag und einem zünftigen Abendessen ging es um das theoretische Wissen, so dass es erst gar nicht zu einer Verschüttung kommt. Gemeinsam mit unserem Bergführer Thomas erarbeiteten wir die Grundlagen der richtigen Skitourenplanung mit Hilfe des Lawinenlageberichts und der Snowcard. Auch die Grundlagen des Kartenlesens und die Berechnungen von Hangneigungen kamen nicht zu kurz.

Praxis

Am Tag darauf haben wir in einer kleinen Ski- bzw. Snowboardtour auf die Aiplspitze das Gelernte umgesetzt. Zwar war das Wochenende kurz, aber dennoch haben wir das Gefühl sehr viel sicherer im Umgang mit unseren Geräten zu sein. Es reicht eben doch nicht nur die Gebrauchsanweisung des VS-Geräts zu lesen, sondern man muss immer wieder üben, üben, üben. Mit dem guten Gefühl, dass wir für den Ernstfall etwas besser gewappnet sind und dass wir mehr wissen, um diesen Ernstfall unbedingt zu vermeiden, fuhren wir nach Hause: Die nächste Skitour kann kommen!

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