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Unser Angebot  |  Amerika  |  Argentinien  |  Segeltörn Sarah Vorwerk Antarktis

Segeltörn Sarah Vorwerk Antarktis

II   29x    

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Detailprogramm (pdf, 1.383 KB)

  • An- und Abreise via Buenos Aires und Ushuaia
  • Erfahrener Deutsch sprechender Skipper
  • Die Stille der Antarktis in kleiner Gruppe genießen

Die Antarktis ist der einzige vom Menschen noch wenig berührte Kontinent. An Bord einer Segelyacht unter Führung eines fachkundigen Skippers mit langjähriger Antarktis-Segelerfahrung erkunden Sie die Naturwunder der Antarktis und Feuerlands. Ein einmaliges Segelerlebnis erwartet Sie. Die Drake-Passage überwinden Sie in 3 Tagen und gelangen schließlich bis zur Antarktischen Halbinsel. Seeleoparden treiben auf Eisschollen vorbei, Kormorane picken neugierig am Schlauchboot. Sie besuchen wissenschaftliche Stationen, beobachten bei Landgängen Robben und verschiedenste Pinguine, bewundern glitzernde Eisskulpturen und spielende Buckelwale. Jeder Mitsegler trägt seinen eigenen Anteil am Erfolg der Reise. Für die körperliche Herausforderung, die von einem Team in einer so extremen Umgebung gefordert wird, entschädigen das lautlose Dahingleiten unter Segeln ohne störende Motorengeräusche und die unvergessliche antarktische Szenerie.

Termine und Preise
Reisedauer 0 Tage
Mindestteilnehmerzahl 4 Personen
Höchstteilnehmerzahl 8 Personen

Weitere Informationen zur Mindestteilnehmerzahl und Durchführung

Reisenr Termine Preis o. Flug Verfügbarkeit Reiseleitung
0AQK0202 11.12.10-10.01.11 9.590,- Auf Anfr. Buchen örtliche Deutsch spr
1AQK0201 14.01.11-10.02.11 8.790,- Auf Anfr. Buchen örtliche Deutsch spr
Einzelzimmerzuschlag: 310,-
     
Leistungen

An / Abreise: Linienflug mit Lufthansa Frankfurt – Buenos Aires – Frankfurt, innerdeutsche Anschlussflüge kostenlos, Österreich und Schweiz gegen Aufpreis und nach Verfügbarkeit

Unterkunft / Verpflegung: Hotelübernachtungen in Buenos Aires und Ushuaia mit Frühstück, Übernachtung in Doppelkabinen auf dem Segelboot mit Vollpension

Transfers / Besichtigungen: Inlandsflüge nach/von Ushuaia, Flughafentransfers in Buenos Aires und Ushuaia

Reiseleitung / Betreuung: Reiseleitung durch Deutsch sprechenden Skipper

Versicherungen / sonstiges: unser Versicherungspaket

Nicht enthaltene Leistungen

Fehlende Mahlzeiten und Getränke in den Städten; individuelle Ausflüge und Ausgaben persönlicher Art; Transfer Hotel - Hafen - Hotel in Ushuaia; Einzelzimmer-/Einzeltransferzuschlag für Buenos Aires und Ushuaia; Trinkgelder (ca. Euro 50,-); Kommunikationskosten (SAT-Telefon) auf der Sarah W. Vorwerk; evtl. vor Ort zu zahlende argentinische Flughafensteuern sowie Sicherheitsgebühren der Flughäfen und Fluggesellschaften (ca. USD 20,- gesamt, Stand September 2009).

Bei dem 21-tägigen Törn werden wir die Strecken an einigen Tagen etwas zügiger zurücklegen, um so die Törn-Dauer einzuhalten. Die besuchten Stationen bleiben dieselben!

Feuerland:
Als der Portugiese Ferdinand Magellan im Jahre 1520 diese riesige Insel am südlichsten Zipfel des amerikanischen Kontinents entdeckte und die unzähligen Lagerfeuer der Indianer sah, nannte er das Land „Tierra del Humo". Sein König, Karl V. von Spanien, taufte später das entdeckte Land um in „Tierra del Fuego" (Feuerland). Mehrere Versuche der Spanier scheiterten, die Magellan-Straße durch den Bau von Festungen zu kontrollieren. Erst 1843 proklamierte Chile die Magellan-Straße und die Tierra del Fuego als chilenisches Staatsgebiet. Fort Bulnes und Punta Arenas wurden gegründet, und erste europäische Siedler begannen sich niederzulassen.
Zu Zeiten Magellans war das Land noch von vier Indianerstämmen besiedelt. Sie hatten weder Häuptlinge noch eine Religion und teilten allen Besitz. Die Ona und Haush waren Jäger, die Yamanas und Alacaluf lebten in den Fjorden Südwest-Patagoniens. Mit Speer und Harpune jagten sie Otter, Fische und Seerobben und fertigten ihre Kanus aus Baumrinde. Heute gibt es keine Feuerland-Indianer mehr; sie wurden von den Siedlern ausgerottet oder fielen den Zivilisationskrankheiten zum Opfer.
Feuerland ist unterteilt in Tausende von Inseln, durchfurcht von Kanälen, Buchten und Seen, geprägt durch die Anden-Bergkette und eingeschlossen vom Südpazifik, Südatlantik sowie den antarktischen Ozeanen. Das übrige Gebiet ist unwegsam und steinig. Der Westen ist regnerisch und vom Wind gebeutelt, während der Osten geschützt und trocken ist. Gebirgsketten durchziehen vor allem den Westen und Süden entlang des Beagle-Kanals. Die Landschaft ist abwechslungsreich und reicht von kahlen Felsen bis zu undurchdringbarem Wald. Seen und Gletscher tauchen aus der Verborgenheit auf. Fauna und Flora sind dem rauen Seeklima angepasst, vor allem die Vogelwelt (See- und Landvögel) ist artenreich.
Antarktis:
Bereits die Griechen gingen von der Existenz der Antarktis aus. Ihre Theorie der Symmetrie veranlasste sie zu der Annahme, es müsse eine südliche Landmasse als Gegengewicht zu den bekannten nördlichen Kontinenten bestehen, ein dem Arktos (Sternbild des Bären) gegenüber liegendes Anti-Arktos. Dem amerikanischen Robbenfänger Palmer gelang es wohl als erstem, einen Fuß an Land der antarktischen Peninsula zu setzen. Eine Welle von Erkundungsfahrten folgte, zumeist durch den lukrativen Robbenfang finanziert, vereinzelt jedoch bereits als staatliche Expedition durchgeführt.
Gegen Anfang des 20. Jh. begann der Wettlauf um die Eroberung des Südpols. Der Norweger Amundsen täuschte die Weltöffentlichkeit, indem er verbreiten ließ, er wolle mit der „Fram" zum Nordpolarmeer fahren. Der Engländer Scott war bereits mit dem gleichen Ziel wie Amundsen unterwegs. Letzterer entschied den Wettlauf am 14.12.1911 für sich und sein Land. Im 20. Jh. wurde die Antarktis ein Tummelplatz der Nationen. Ab 1951 rückte sie in den Mittelpunkt wissenschaftlicher und militärischer Interessen. Zum Glück hat sich mittlerweile einiges verändert. Amerika hat inzwischen seinen Kernreaktor auf der McMurdo-Station stillgelegt. Mehrere Projekte sollen die Müllberge und Bodenverunreinigungen bei den Stationen entsorgen. Der Antarktis-Vertrag von 1991 bindet die Nationen in Bezug auf die Verhaltensweisen von Forschern und Touristen.
Die Antarktis ist ein Kontinent der Extreme: Nur 2% der Landmasse sind eisfrei, darunter hauptsächlich die Peninsula. Der Kontinent ist mit einer mittleren Höhe von 2.000 m der höchste Kontinent der Erde; hinzu kommt die im Durchschnitt 2.000 m dicke Eisschicht. Die Antarktis speichert ca. 80% aller Süßwasservorräte der Erde. Sie ist in jedem Sinne ein Erdteil der Superlative: der zuletzt Entdeckte, der Unzugänglichste, der Kälteste, der Trockenste, der Isolierteste, der Lebensfeindlichste, der am dünnsten Besiedelte - und der Friedlichste!

Reiseinfos

Charakter der Tour und Anforderungen

Während den verschiedenen Segeltörns wird den Teilnehmern eine gewisse Portion Mut und Durchhaltevermögen abverlangt, denn eine Segelbootreise ist ein absoluter Kontrast zu den Antarktis-Kreuzfahrten, die Überfahrt durch die Darwin-Passage mit meterhohen Wellen ein Abenteuer. Körperliche Fitness und ein sehr guter Gesundheitszustand sind Voraussetzung für eine solche Reise. Sie sollten von einer Buchung dieser Reise Abstand nehmen, wenn sie an irgendwelchen Krankheiten leiden oder verletzt sind. Sie müssen sich bewusst sein, dass Sie - besonders bei den langen Törns - über Tage hinweg der Natur, Wind und Wetter ausgesetzt sind und in Notsituationen in diesen abgelegenen Regionen oft nicht sofort Hilfe geleistet werden kann. Spontan aus dem Unternehmen auszusteigen und früher zurückzufliegen ist nicht möglich.
Da die Segelyacht nur für maximal acht Passagiere geeignet ist, können die beiden Skipper die Reiseroute - soweit möglich - an die persönlichen Interessen der Gruppe anpassen. Wer sich auf solch eine Reise einlässt, weiß aber, dass Kompromisse eingegangen werden müssen. Wir erwarten ein hohes Maß an Toleranz und Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitreisenden und den Skippern. Gemeinsam wird in die Antarktis gesegelt und jeder Einzelne trägt durch sein aktives Mitwirken zum Erfolg des Törns bei. Was das Segeln anbetrifft, ist jeder Passagier auch Mitsegler, d.h. alle erledigen nach den Anweisungen des Skippers ihren Teil der Arbeit. Sie müssen jedoch keinerlei Segelkenntnisse mitbringen. Zu Beginn Ihres Törns erhalten Sie eine Einweisung und haben während der ersten Tage Gelegenheit, sich mit dem Boot und den ersten „Segelhandgriffen" vertraut zu machen. Ist die Antarktis erreicht, wird, jeweils zu Zweit, Nachtwache an Bord gehalten, auch das ist aber kein MUSS.
Kap Hoorn: Es wird leider immer schwieriger von den chilenischen Behörden die Genehmigung zu einer Anlandung an Kap Hoorn zu erhalten. Die großen Schiffe, die entsprechend hohe Landegebühren zahlen, bekommen meist den Vorrang. Ihr Skipper wird die Angelegenheit mit Ihnen an Bord besprechen und auf dem Rückweg, nach den Wünschen der Gruppe, versuchen die Genehmigung spontan zu erhalten, was meist besser funktioniert als vorab. Sehen werden Sie Kap Hoorn auf jeden Fall, denn Ihre Segelroute führt daran vorbei.
Die komplette Segelausrüstung, auch Schlechtwetterbekleidung, befindet sich an Bord. Trotzdem müssen Sie auch eigene warme Schlechtwetterbekleidung mitbringen, auch für die Landgänge. Sie benötigen einen warmen Schlafsack bis -5°C Komfortbereich, den Sie aber auch vor Ort gegen Gebühr ausleihen können. Segelschuhe werden nicht benötigt, feste Gummistiefel mit dicken Socken haben sich bewährt. Eine detaillierte Ausrüstungsliste erhalten Sie mit der Buchung oder Sie fordern sie vorab bei uns an.

Hauser Shop

Zur Komplettierung Ihrer Ausrüstung und für spezielle Fragen steht Ihnen unser Hauser Shop gerne zur Verfügung. Einen Überblick über das Angebot finden Sie unter www.Hauser-Shop.de oder in der aktuellen Programmübersicht. Tel: 089 235006-21

Dankeschön

Als Dankeschön für die Teilnahme an dieser Reise erhalten Sie einen Gutschein im Wert von 25.- € für den Hauser Shop.

Einreisebestimmungen: Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ist kein Visum erforderlich. Gültigkeit des Reisepasses: 6 Monate ab der geplanten Ausreise aus Argentinien.
Für Argentinien sind keine Impfungen zwingend vorgeschrieben.
Empfohlen werden: Hepatitis A, Tetanus, Diphterie, Polio
Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900-1234-999 (1,98 Euro pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de

Wichtige Hinweise: Jeder Segeltörn in die Antarktis hat Pioniercharakter. Es kann zu Verzögerungen, Routenänderungen, Programmumstellungen kommen - bedingt durch ungünstige Verhältnisse, schlechtes Wetter, organisatorische Schwierigkeiten oder sonstige Faktoren. Wir bitten Sie, ggf. das nötige Verständnis aufzubringen und sich in Toleranz, Geduld und Gemeinschaftsgeist zu üben. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihres Skippers, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Für die exakte Durchführung der Ausschreibung können wir aber keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Für diese Reise gelten, ergänzend zu unseren üblichen Reisebedingungen, die „Mitsegelbedingungen auf der Sarah W. Vorwerk". Diese finden Sie am Ende des Detailprogramms. Im Falle eines Reiserücktritts sind die Stornosätze der Mitsegelbedingungen gültig.

Klima

Obwohl es am Kap Hoorn im Durchschnitt nicht stärker als an der deutschen Nordseeküste weht, hat sich dieses Kap doch einen besonderen Namen gemacht. Das Gebiet wird durch Windströmungen dominiert, die westlich von Kap Hoorn durch keinerlei Landmassen aufgehalten werden. Alle anderen Kontinente reichen bis maximal 40 Grad Süd, Kap Hoorn liegt jedoch auf dem 56. Breitengrad. Die ostwärts wandernden Tiefs haben somit zumeist ihre maximale Stärke erreicht, wenn sie auf ihr erstes Hindernis stoßen, auf die Kordillere der Anden. Eine Tiefdrucklage jagt die nächste. Dadurch ergibt sich eine typische Wettersituation, bei der Stürme von 1-2 Tagen Dauer von einer 4-5-tägigen windstillen Periode abgewechselt werden. Der Wind weht vorwiegend aus westlicher Richtung und nimmt an Stärke zu, je westlicher man sich befindet.
Je weiter man sich nach Süden Richtung Kap Hoorn bewegt, desto launenhafter und kräftiger wird der Wind. Windstärken bis zu 60 Knoten (Windstärke 12) sind keine Seltenheit, dauern aber meist nicht lange an. Hinzu kommt das Phänomen der Williwaws genannten Fallwinde. Durch die zerklüftete Insellandschaft können die lokalen Wetterverhältnisse extreme Unterschiede aufweisen. Beim Beagle-Kanal herrscht ein mildes Meeresklima. Im Sommer betragen die Temperaturen im Schnitt 11°C. Der Jahresniederschlag liegt bei 75 mm. Der Kanal und seine Buchten frieren nie zu; Eisberge gibt es nur in der Nähe der Gletscher. Ab März/April sind die Bergspitzen schneebedeckt. Die antarktische Peninsula liegt südlich der typischen Depressionsbahnen, die über die Drake-Passage hinwegziehen. Somit sind die vorherrschenden Winde mild und haben eine östliche Komponente. Im Sommer gibt es lange Perioden windstiller und sonniger Tage. Der Jahresniederschlag liegt bei ca. 50 mm, die Durchschnittstemperatur im Sommer bei 5°C.

Reiseveranstalter

Hauser exkursionen international GmbH
Spiegelstr. 9,
81241 München

Tel. 089 / 23 50 06-0, Fax 089 / 23 50 06-99

E-Mail: info@hauser-exkursionen.de
In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Agentur
sowie den IATA-Luftverkehrsgesellschaften

Antarktistörns
Antarktis, Fotograf: Vorwerk, Sarah
 Eselspinguine, Fotograf: Schepp, Kai
Pinguine, Fotograf: Göttinger, Harald
Antarktis: Le Maire Kanal, Fotograf: Schepp, Kai