Segeltörn Sarah Vorwerk Antarktis
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Detailprogramm
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- Vier-Wochen-Törn: Kap Hoorn und Antarktische Halbinsel
- Intensives und einzigartiges Naturerlebnis
- An- und Abreise via Buenos Aires und Ushuaia
- Erfahrener Deutsch sprechender Skipper
- Die Stille der Antarktis in kleiner Gruppe genießen
Die Antarktis ist der einzige vom Menschen noch wenig berührte Kontinent. An Bord einer Segelyacht unter Führung eines fachkundigen Skippers mit langjähriger Antarktis-Segelerfahrung erkunden Sie die Naturwunder der Antarktis und Feuerlands. Ein einmaliges Segelerlebnis erwartet Sie. Die Drake-Passage überwinden Sie in 3 Tagen und gelangen schließlich bis zur Antarktischen Halbinsel. Seeleoparden treiben auf Eisschollen vorbei, Kormorane picken neugierig am Schlauchboot. Sie besuchen wissenschaftliche Stationen, beobachten bei Landgängen Robben und verschiedenste Pinguine, bewundern glitzernde Eisskulpturen und spielende Buckelwale. Jeder Mitsegler trägt seinen eigenen Anteil am Erfolg der Reise. Für die körperliche Herausforderung, die von einem Team in einer so extremen Umgebung gefordert wird, entschädigen das lautlose Dahingleiten unter Segeln ohne störende Motorengeräusche und die unvergessliche antarktische Szenerie.
Termine und Preise
| Reisedauer | 0 | Tage |
| Mindestteilnehmerzahl | 4 | Personen |
| Höchstteilnehmerzahl | 8 | Personen |
Weitere Informationen zur Mindestteilnehmerzahl und Durchführung
| Reisenr. | Von | Bis | Preis | o. Flug | Reiseleitung | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1AQK0202 | 30.12.11 | 27.01.12 | €9.150,- | Auf Anfr. | örtliche Deutsch sprechende | |
| 2AQK0201 | 27.01.12 | 27.02.12 | €9.750,- | Auf Anfr. | örtliche Deutsch sprechende | |
| 3AQK0201 | 01.01.13 | 28.01.13 | €9.390,- | Auf Anfr. | örtliche Deutsch sprechende | |
| 3AQK0202 | 26.01.13 | 26.02.13 | €9.990,- | Auf Anfr. | örtliche Deutsch sprechende | |
| Einzelzimmerzuschlag: | €375,- | |||||
Leistungen
Hauser-Inklusivleistungen
• Deutsch sprechender Skipper ab/bis Ushuaia
• Deutsch sprechende Betreuung bei Ankunft in Buenos Aires
• Flug mit Lufthansa Frankfurt - Buenos Aires - Frankfurt
• Inlandsflüge mit Aerolinas Argentinas oder LAN: Buenos Aires - Ushuaia - Buenos Aires
• Übernachtung in Hotels und Doppelkabinen
• Frühstück in den Hotels, Vollpension an Bord
• Flughafentransfer in Buenos Aires und Ushuaia
• Stadtbesichtigung in Buenos Aires in internat. Gruppe
• Antarktis-Permit
• Hauser-Top-Schutz im Wert von € 399,-; Reiserücktritts-Versicherung, Reisehaftpflicht-Versicherung, Reisekranken-Versicherung mit medizinischer Notfall-Hilfe, Rundum-Sorglos-Service
Wunschleistungen
• Anschlussflüge nach Verfügbarkeit: ab anderen deutschen Städten € 60,-, ab Österreich/Schweiz € 170,-
• Rail & Fly Bahnfahrkarte ab/bis deutscher Grenze € 65,-
• Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket € 55,-: Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung
Weitere Informationen zum Hauser-Top-Schutz
Weitere Informationen zum Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket
Nicht enthaltene Leistungen
Fehlende Mahlzeiten und Getränke in den Städten; individuelle Ausflüge; Transfer Hotel - Hafen - Hotel in Ushuaia; Trinkgelder (ca. € 50,-); Kommunikationskosten (SAT-Telefon) auf der Sarah W. Vorwerk; evtl. vor Ort zu zahlende argentinische Flughafensteuern sowie Sicherheitsgebühren der Flughäfen und Fluggesellschaften und Hafengebühr Ushuaia (ca. USD 20,- gesamt, Stand November 2011).
Einzelzimmer-/Einzeltransferzuschlag für Buenos Aires und Ushuaia: Bitte beachten Sie, sollten Sie alleine reisen, fällt dieser Zuschlag immer voll an, außer wir finden einen anderen Gast, der das Zimmer teilen möchte!
Tourverlauf
1. Tag Frankfurt
Linienflug mit Lufthansa am Abend von Frankfurt nach Buenos Aires.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel
2. Tag Buenos Aires
Ankunft morgens und Abholung durch Ihren Deutsch sprechenden Transferbegleiter. Fahrt zum Hotel im Zentrum. Am Nachmittag 3-stündige Stadtrundfahrt in internationaler Gruppe und mit Englisch sprechender Reiseleitung.
Übernachtung im Hotel
3. Tag Buenos Aires - Ushuaia
Am Vormittag werden Sie zum Flughafen gebracht, um Ihren Flug nach Ushuaia ans "Ende der Welt" anzutreten (das Hotelfrühstück kann bei sehr frühem Flug entfallen, wir bitten hier um Ihr Verständnis). Beim Landeanflug auf die südlichste Stadt der Welt haben Sie einen fantastischen Blick auf den Beagle-Kanal und die Gletscher Feuerlands. Am Flughafen in Ushuaia werden Sie abgeholt und zu Ihrem kleinen gemütlichen Hotel gebracht. Sie haben Zeit sich von der langen Reise zu erholen und Ushuaia auf eigene Faust zu erkunden. Die Hauptstraße mit Ihren vielen kleinen Cafés und Shops lädt zu einem Bummel ein. Vielleicht können Sie im Hafen auch schon einen ersten Blick auf die Sarah W. Vorwerk werfen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [F]
4. Tag Segelyacht "Sarah W. Vorwerk"
Heute geht das Abenteuer los. Mittags ist Treffpunkt mit der Crew und Ihren Mitseglern am Yacht-Hafen, am Steg des Segelclubs AFASYN, wo die Segel-Yacht S/Y “Sarah W. Vorwerk" vor Anker liegt. Den Transfer dorthin organisieren Sie am besten, indem Sie im Hotel ein Taxi bestellen. Ein Schlauchboot bringt Sie dann an Bord. Mit einem Besatzungsmitglied der Yacht wickeln Sie gemeinsam alle Ein- und Ausreiseformalitäten ab. Es besteht auch Gelegenheit zu letzten Einkäufen für den Törn. Nachmittags erhalten Sie schon an Bord eine erste ausführliche Einführung in das Yachtleben: Heute und an den Folgetagen erfahren Sie Wissenswertes über die Funktionsweise der Salz- bzw. Frischwasserein- und -ausgänge, Bordelektronik, Segeltechnik, Ankermanöver, Wetterbedingungen, Sicherheitsmaßnahmen, Routenbeschreibung, Einteilung der Wachmannschaften und sonstiger Aufgaben an Bord. Während der gesamten Zeit der Segeltörns genießen Sie volle Verpflegung an Bord. Je nach den Verhältnissen können Sie unter Begleitung auch das Schlauchboot benutzen.
Nachmittags heißt es endlich Leinen los. Wir segeln über den geschichtsträchtigen Beagle-Kanal (bekannt geworden durch Darwins berühmte Fahrt auf der “Beagle") und kommen an der Isla dos Lobos vorbei, wo wir die ersten Kormorane und Seelöwen erblicken. Wenn Zeit ist besuchen wir die Estancia Haberton, die älteste Farm Feuerlands, 1886 vom berühmten Missionarssohn Thomas Bridges erbaut. Er war mit seiner Familie einer der ersten Siedler in Feuerland und hat ein Wörterbuch der Ur-Einwohner, der Feuerlandindianer verfasst, um Ihre Sprache zu erhalten. Sie liegt wunderschön in einem geschützten Seitenarm des Beaglekanals. Wir verbringen die erste Nacht an Bord.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FA]
5. Tag Puerto Toro - Drake Passage
Wir segeln ostwärts weiter durch den Kanal bevor wir nach Süden "abbiegen". Wir passieren Puerto Toro, die südlichste menschliche Siedlung der Erde mit etwa 50 Männern, Frauen und Kindern. Ist das Wetter gut, passieren wir die Bahia Nassau, lassen Kap Hoorn rechts liegen und segeln weiter in die berühmte Drake Passage hinein.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FMA]
6.-9. Tag Auf See - Drake Passage
Wir durchqueren die Drake-Passage. Wir müssen wohl die Zähne ein wenig zusammenbeißen. Doch gerade jetzt bewährt sich die stabile Konstruktion unseres Schiffes, so dass wir beruhigt dem Wellenspektakel zusehen können. Unterwegs erspähen wir zwischen den Wolkenfeldern sicher Albatrosse (vielleicht sogar den Wander-Albatros mit einer Spannweite bis zu 320 cm). Weitere Seevögel wie Sturmschwalben und Kapsturmvögel begeistern uns mit ihrer fantastischen Federpracht.
Nach 2-3 Tagen erreichen wir die “polaren Gewässer" - die “antarktische Konvergenzzone". Für uns bedeutet dies: plötzlich sinkende Temperaturen und eine rasche Farbänderung des Meeres von tiefblau/schwarz in ein lebendiges Grün. Da wir nun in nährstoff- und futterreiche Gewässer eindringen, lassen sich in diesen Meeresgründen schon mal Wale sehen. Jetzt müssen wir auch verstärkt nach Eisbergen Ausschau halten. Wer von uns entdeckt den ersten? Tag und Nacht kontrollieren wir regelmäßig das Radargerät, um eventuell auftauchenden Eisbergen und -schollen aus dem Weg zu gehen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FMA]
10. Tag Antarktische Peninsula - Hannah Point
Geschafft! Endlich erreichen wir die Antarktische Peninsula: Eisberge links und rechts, vor uns Pinguine und blaues, kristallenes Wasser und am Horizont 2.000 m hohe Bergketten. Diese schmale, lang gestreckte Halbinsel ist etwa 800 Seemeilen lang und trennt die Weddell-See (“die Klimaküche der Welt") von der Bellingshausen-See. Obwohl Robbenfänger sicher die wahren Entdecker der Antarktis waren, gilt sie offiziell als vom Engländer Edward Bransfield im Januar 1820 entdeckt. Wir lüften die Kabinen, präparieren unser Schlauchboot und setzen erstmals unsere Füße auf den weißen Kontinent. Hannah Point hat Kiesstrände und sandige Abhänge, auf denen wir den ersten Landspaziergang unternehmen, um die antarktische Tierwelt kennenzulernen. Hier nisten Esel- und Kehlstreifpinguine, Seelelefanten suhlen sich im Sand, Blauaugen-Kormorane, Riesensturmvögel, Kelpmöven und die räuberischen Skuas schweben über uns. Vom höchsten Punkt der Sanddünen haben wir einen weiten Ausblick bis zu Deception Island. Mit etwas Glück sehen wir Wale ihre Fontänen pusten, während riesige blau leuchtende Eisberge vorbeitreiben.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FMA]
11. Tag Deception Island
Spektakulär ist die Einfahrt in den Karter der Deception Insel. Wenn Wetter und Gezeiten mitspielen, unternehmen wir Spaziergänge an den Stränden der Pendulum Cove und Whalers Bay. Wer traut sich - bei niedriger Außentemperatur - ein Bad im Thermalwasser zu nehmen? Wir haben die Möglichkeit nach Baileys Head zu wandern und eine der größten Kehlstreifen-Pinguin-Kolonie der Antarktis zu besuchen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FMA]
12. Tag Kap Herschel
Wir segeln durch die Bransfield Strait. An der südlichen Seite von Cap Herschel machen wir einen Abstecher in die Cierva Cove, in der sich spektakulär Eisberge tummeln.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FMA]
13. Tag Paradise Bucht
In der bekannten Paradise Bucht haben wir eine große Chance Mink-Buckelwale zu sehen, oft kommen sie sogar nahe ans Boot heran. Wir haben die Möglichkeit die chilenische Station Videla mit ihren champagner-farbenen Eselpinguinen zu besuchen. Eine Schlauchboottour bringt uns auch zu den Kormoran-Kolonien, die Landschaft hier ist spektakulär. Beim Verlassen der Paradise Bay werden wir vielleicht unseren ersten Seeleoparden sehen, wie er sich auf einer Eisscholle sonnt.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FMA]
14. Tag Petermann Insel
Wir durchsegeln den Le Maire Kanal, ebenfalls bekannt als Kodak Kanal. Der enge Wasserlauf wird von fast 100 Meter hohen Felswänden gesäumt, manchmal bleiben sogar große Eisberge darin stecken. Er führt uns zur Petermann Insel in die Circumcision Bucht. Hier nisten Esels- und Adeli-Pinguine, und Blauaugen-Kormorane. Hier steht auch die historische Schutzhütte, die immer noch für wissenschaftliche Studien in Gebrauch ist. Südlich der Petermann Insel finden sich viele kleine Felsinseln und festsitzende Eisberge. Wer Lust hat unternimmt eine Kajak-Tour.
Übernachtung an Bord [FMA]
15.-16. Tag Station Vernadsky
Die Passage nach Vernadsky ist immer ein Abenteuer. Wir verlassen den Le Maire Channel durch ein nur ungenau kartografiertes Gebiet. Große Eisschollen, Zeugen des antaktischen Winters, machen es nötig das Echolot gut zu kontrollieren und nach offenem Wasser Ausschau zu halten! Wir erreichen die Station Vernadsky. Nur 2-mal pro Jahr kommt ein Versorgungsschiff zur ukrainischen Station, um die Mannschaft zu versorgen bzw. auszutauschen. Wir besuchen die etwa 15-köpfige Crew, die nur sehr selten Gäste hat, und bringen den Ukrainern einige frische Sachen mit. Dafür dürfen wir ihre Duschen und Sauna benutzen und haben Zeit uns gegenseitig etwas kennenlernen. Wir besuchen die Wordie Hütte (Teil der englischen Tabarin Operation, die 1943 ins Leben gerufen wurde. Weitere mögliche Unternehmungen sind die Erforschung von Eishöhlen, Spaziergänge, Schlauchboot - und Kajaktouren und die Besteigung des Mount Demarai von Cape Tuxon aus sind - je nach Witterung - möglich.
Übernachtung an Bord [FMA]
17. Tag Port Lockroy
Nach der ersten Woche in der Antarktis haben wir den südlichsten Teil unserer Reise erreicht. Hier beherrschen Sturmvögel, Kormorane und Raubmöwen die Lüfte. Wir segeln durch den Le Maire Channel zurück nach Norden und legen in Port Lockroy an, einem der schönsten Ankerplätze der Antarktis. Der Name Hafen ist natürlich irreführend; vielmehr ist es eine von den Engländern 1996 restaurierte und wieder besetzte Station, wo wir sogar Post aufgeben können. Mit antarktischem Stempel und Briefmarke wird sie 4-6 Wochen in die Heimat brauchen. Unmengen von Esels-Pinguinen laufen hier kreuz und quer. Vielleicht liegen am Port weitere Boote, denn diese Station ist “Treffpunkt" für Yachten, Kreuzfahrt- und Versorgungsschiffe.
Übernachtung an Bord [FMA]
18. Tag Palmer Station
Mit viel Glück erhalten wir eine Genehmigung, die amerikanische Palmer Station zu besuchen, wo etwa 40 Wissenschaftler und Bodenpersonal arbeiten. Im Gegensatz zu anderen Stationen, wo die Meteorologie im Vordergrund steht, wird hier echte Forschungsarbeit für die Meeresbiologie geleistet. Falls wir willkommen sind, werden uns die einzelnen Projekte auch erklärt; falls nicht, ankern wir an einer anderen Stelle von Anvers Island.
Übernachtung an Bord [FMA]
19. Tag Arthur Hafen Old Palmer - Anvers Insel
Auf der Anvers Insel mit der Old Palmer Station unternehmen wir einen Landgang. Hier befindet sich die einzige Forschungsstation der USA nördlich des Polarkreises. Hier sehen wir sogar ein bisschen Grün: viele Moose und Flechten finde wir an diesem Ort, der von Riesensturmvögeln und See-Elefanten bevölkert ist. Wir genießen die gute Aussicht auf den Gletscher der Anvers Insel. Sollten wir eine Genehmigung bekommen, können wir hier eine Kolonie von kontrollierten Adelie-Pinguinen besuchen.
Übernachtung an Bord [FMA]
20. Tag Neko Harbour
Der Neko Harbour ist Teil der Advord Bucht an der Graham-Küste. Der Name leitet sich von dem Walfabrikschiff Neko ab, das zwischen 1911 und 1924 von der Reederei Salvesen in der Antarktis eingesetzt war. Im Frühjahr 1949 errichtete die argentinische Regierung eine kleine meteorologische Station, die jedoch nicht mehr in Betrieb ist. Heutzutage sind die einzigen Anwohner eine Kolonie von Eselspinguinen die gegenüber der Gletscherabbruchkante nisten.
Übernachtung an Bord [FMA]
21. Tag Cuverville Insel
Diese spektakuläre Insel liegt nördlich des Errera-Kanals. Ihre Form ist die eines steilen Doms, der zu zwei Dritteln mit einer Eiskappe bedeckt ist. Ebenso sehenswert ist unser Ankerplatz an einer seichten Stelle zwischen gestrandeten Eisbergen. Der Ort ist ein Paradies für die antarktische Fauna. Hier nisten Esels-Pinguine, Kelpmöwen, antarktisch Schwalben, Skuas, weiße Schneideschnäbel, Wilsons Sturmvögel und viele andere. Vom höchsten Punkt der Insel haben wir einen weiten Ausblick auf den Errera-Kanal und im Norden zur Gerlach Straße. Wir unternehmen einen letzten antarktischen Spaziergang und erleben unseren letzten Sonnenuntergang in der Antarktis.
Übernachtung an Bord [FMA]
22. Tag Gerlach Straße - Gama Insel
In der Gerlach Straße haben wir beste Möglichkeiten auf Buckelwale zu treffen. Sie sind sehr neugierig und schwimmen meist um die Sarah Vorwerk herum, tauchen unter ihr weg und wieder, fontänen-sprühend, auf. Wir stoppen eine halbe Stunde, um das Schauspiel in aller Ruhe zu genießen. Unsere Route führt uns weiter zu den Gamma-Inseln, ein Teil der Melchoir Gruppe. Hier haben wir eine letzte Gelegenheit zu einer ausgedehnten Schlauchboot-Tour. Wir bereiten uns auf die Rückfahrt über die Drake-Passage vor. Der Wassertank wird gefüllt, die Sturmsegel angeschlagen, das Schlauchboot festgezurrt und die Leesegel eingehängt. Auf Wiedersehen Antarktis!
Übernachtung an Bord [FMA]
23.-28. Tag Drake-Passage - Beagle Kanal
Für die Rückfahrt ist alles vorbereitet, die Wetterlage genau analysiert, und wir treten die 3-4-tägige Segelreise zurück über die und schon bekannte Drake-Passage an. Seevögel heißen uns in Landnähe willkommen und begleiten uns zu den Felswänden des Kap Hoorns. Je nach Wetterverhältnissen und gutem Willen der chilenischen Behörden versuchen wir hier für einen Landgang zu ankern. Es gilt als Kap der äußersten Herausforderungen, als Kap vieler Schicksale und Verzweiflungen, als Kap vieler Seeleute, die hier ihr Leben ließen; und es ist ein Symbol für das Ende der Welt. Westwärts erreichen wir wieder den Beagle Kanal, mit ein bisschen Glück begrüßen uns hier die Delfine.
Übernachtung an Bord [FMA]
29. Tag Ushuaia
Wir segeln durch den Beagle-Kanal zurück nach Ushuaia zum Endpunkt unseres Törns oder wir sind schon am Abend vorher angekommen und haben im Hafen auf dem Schiff übernachtet. Nach dem Erledigen aller Formalitäten heißt es dann Abschied nehmen von unserer “Sarah" und unseren beiden Skippern. Mit einem Taxi (eigene Kosten) lassen wir uns in unser schon bekanntes Hotel in Ushuaia bringen. Vielleicht bleiben ja noch ein paar Ihrer Mitsegler vor Ort und Sie können noch gemeinsam in Ushuaia zu Abend essen.
Übernachtung im Hotel [F]
30. Tag Ushuaia - Buenos Aires
Am Morgen Transfer zum Flughafen von Ushuaia und Flug nach Buenos Aires. Sie werden abgeholt und zum schon bekannten Hotel gebracht. Je nach Flugplan haben Sie Zeit sich im Zentrum von Buenos Aires auf eigene Faust umzusehen. Gerne buchen wir Ihnen auf Wunsch noch einen längeren Aufenthalt in Buenos Aires. Bitte geben Sie diesen Wunsch gleich mit Ihrer Buchung bekannt.
Übernachtung im Hotel [F]
31. Tag Buenos Aires - Heimreise
Sie haben heute noch Zeit, um sich in der Hauptstadt Argentiniens umzusehen. Am Nachmittag werden Sie abgeholt und zum Flughafen gebracht, um Ihren Heimflug anzutreten.
[F]
32. Tag Ankunft
Mittags Ankunft in Frankfurt.
Wichtiger Hinweis zum 21-tägigen Törn: Hierbei werden die Segel-Strecken an einigen Tagen etwas zügiger zurückgelegt, um so die Törn-Dauer einzuhalten. Die besuchten Stationen bleiben dieselben!
Feuerland:
Als der Portugiese Ferdinand Magellan im Jahre 1520 diese riesige Insel am südlichsten Zipfel des amerikanischen Kontinents entdeckte und die unzähligen Lagerfeuer der Indianer sah, nannte er das Land “Tierra del Humo". Sein König, Karl V. von Spanien, taufte später das entdeckte Land um in “Tierra del Fuego" (Feuerland). Mehrere Versuche der Spanier scheiterten, die Magellan-Straße durch den Bau von Festungen zu kontrollieren. Erst 1843 proklamierte Chile die Magellan-Straße und die Tierra del Fuego als chilenisches Staatsgebiet. Fort Bulnes und Punta Arenas wurden gegründet, und erste europäische Siedler begannen sich niederzulassen.
Zu Zeiten Magellans war das Land noch von vier Indianerstämmen besiedelt. Sie hatten weder Häuptlinge noch eine Religion und teilten allen Besitz. Die Ona und Haush waren Jäger, die Yamanas und Alacaluf lebten in den Fjorden Südwest-Patagoniens. Mit Speer und Harpune jagten sie Otter, Fische und Seerobben und fertigten ihre Kanus aus Baumrinde. Heute gibt es keine Feuerland-Indianer mehr; sie wurden von den Siedlern ausgerottet oder fielen den Zivilisationskrankheiten zum Opfer.
Feuerland ist unterteilt in Tausende von Inseln, durchfurcht von Kanälen, Buchten und Seen, geprägt durch die Anden-Bergkette und eingeschlossen vom Südpazifik, Südatlantik sowie den antarktischen Ozeanen. Das übrige Gebiet ist unwegsam und steinig. Der Westen ist regnerisch und vom Wind gebeutelt, während der Osten geschützt und trocken ist. Gebirgsketten durchziehen vor allem den Westen und Süden entlang des Beagle-Kanals. Die Landschaft ist abwechslungsreich und reicht von kahlen Felsen bis zu undurchdringbarem Wald. Seen und Gletscher tauchen aus der Verborgenheit auf. Fauna und Flora sind dem rauen Seeklima angepasst, vor allem die Vogelwelt (See- und Landvögel) ist artenreich.
Antarktis:
Bereits die Griechen gingen von der Existenz der Antarktis aus. Ihre Theorie der Symmetrie veranlasste sie zu der Annahme, es müsse eine südliche Landmasse als Gegengewicht zu den bekannten nördlichen Kontinenten bestehen, ein dem Arktos (Sternbild des Bären) gegenüber liegendes Anti-Arktos. Dem amerikanischen Robbenfänger Palmer gelang es wohl als erstem, einen Fuß an Land der antarktischen Peninsula zu setzen. Eine Welle von Erkundungsfahrten folgte, zumeist durch den lukrativen Robbenfang finanziert, vereinzelt jedoch bereits als staatliche Expedition durchgeführt.
Gegen Anfang des 20. Jh. begann der Wettlauf um die Eroberung des Südpols. Der Norweger Amundsen täuschte die Weltöffentlichkeit, indem er verbreiten ließ, er wolle mit der “Fram" zum Nordpolarmeer fahren. Der Engländer Scott war bereits mit dem gleichen Ziel wie Amundsen unterwegs. Letzterer entschied den Wettlauf am 14.12.1911 für sich und sein Land. Im 20. Jh. wurde die Antarktis ein Tummelplatz der Nationen. Ab 1951 rückte sie in den Mittelpunkt wissenschaftlicher und militärischer Interessen. Zum Glück hat sich mittlerweile einiges verändert. Amerika hat inzwischen seinen Kernreaktor auf der McMurdo-Station stillgelegt. Mehrere Projekte sollen die Müllberge und Bodenverunreinigungen bei den Stationen entsorgen. Der Antarktis-Vertrag von 1991 bindet die Nationen in Bezug auf die Verhaltensweisen von Forschern und Touristen.
Die Antarktis ist ein Kontinent der Extreme: Nur 2% der Landmasse sind eisfrei, darunter hauptsächlich die Peninsula. Der Kontinent ist mit einer mittleren Höhe von 2.000 m der höchste Kontinent der Erde; hinzu kommt die im Durchschnitt 2.000 m dicke Eisschicht. Die Antarktis speichert ca. 80% aller Süßwasservorräte der Erde. Sie ist in jedem Sinne ein Erdteil der Superlative: der zuletzt Entdeckte, der Unzugänglichste, der Kälteste, der Trockenste, der Isolierteste, der Lebensfeindlichste, der am dünnsten Besiedelte - und der Friedlichste!
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Während den verschiedenen Segeltörns wird den Teilnehmern eine gewisse Portion Mut und Durchhaltevermögen abverlangt, denn eine Segelbootreise ist ein absoluter Kontrast zu den Antarktis-Kreuzfahrten, die Überfahrt durch die Darwin-Passage mit meterhohen Wellen ein Abenteuer. Körperliche Fitness und ein sehr guter Gesundheitszustand sind Voraussetzung für eine solche Reise. Sie sollten von einer Buchung dieser Reise Abstand nehmen, wenn sie an irgendwelchen Krankheiten leiden oder verletzt sind. Sie müssen sich bewusst sein, dass Sie - besonders bei den langen Törns - über Tage hinweg der Natur, Wind und Wetter ausgesetzt sind und in Notsituationen in diesen abgelegenen Regionen oft nicht sofort Hilfe geleistet werden kann. Spontan aus dem Unternehmen auszusteigen und früher zurückzufliegen ist nicht möglich.
Da die Segelyacht nur für maximal acht Passagiere geeignet ist, können die beiden Skipper die Reiseroute - soweit möglich - an die persönlichen Interessen der Gruppe anpassen. Wer sich auf solch eine Reise einlässt, weiß aber, dass Kompromisse eingegangen werden müssen. Wir erwarten ein hohes Maß an Toleranz und Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitreisenden und den Skippern. Gemeinsam wird in die Antarktis gesegelt und jeder Einzelne trägt durch sein aktives Mitwirken zum Erfolg des Törns bei. Was das Segeln anbetrifft, ist jeder Passagier auch Mitsegler, d.h. alle erledigen nach den Anweisungen des Skippers ihren Teil der Arbeit. Sie müssen jedoch keinerlei Segelkenntnisse mitbringen. Zu Beginn Ihres Törns erhalten Sie eine Einweisung und haben während der ersten Tage Gelegenheit, sich mit dem Boot und den ersten “Segelhandgriffen" vertraut zu machen. Ist die Antarktis erreicht, wird, jeweils zu Zweit, Nachtwache an Bord gehalten, auch das ist aber kein MUSS. Keine Segelerfahrung notwendig. Bringen Sie mit: etwas Sportlichkeit für die Landgänge, Seetauglichkeit und Gelassenheit für das enge Zusammensein an Bord.
Hauser Shop
Zur Komplettierung Ihrer Ausrüstung und für spezielle Fragen steht Ihnen unser Hauser Shop gerne zur Verfügung. Einen Überblick über das Angebot finden Sie unter www.Hauser-Shop.de oder in der aktuellen Programmübersicht. Tel: 089 235006-21
Dankeschön
Als Dankeschön für die Teilnahme an dieser Reise erhalten Sie einen Gutschein im Wert von 25.- € für den Hauser Shop.
Einreisebestimmungen:
Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ist kein Visum erforderlich. Gültigkeit des Reisepasses: 6 Monate ab der geplanten Ausreise aus Argentinien.
Bitte beachten Sie, dass auf Grund sehr strenger Vorschriften keine Lebensmittel (auch abgepackte Müsliriegel, etc.) nach Argentinien eingeführt werden dürfen!
Für Argentinien sind keine Impfungen zwingend vorgeschrieben.
Empfohlen werden: Hepatitis A, Tetanus, Diphterie, Polio
Bei Buchung einer Reise befindet sich in Ihren Unterlagen ein Coupon für ein kostenloses, reisemedizinisches Informationsgespräch. Nutzen Sie diesen und informieren Sie sich in einer der Reisepraxen des BCRT (Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin) über die Gesundheitsrisiken auf Ihrer Reise. Unter www.bctropen.de finden Sie die Adressen der Reisepraxen des BCRT. Dort werden Sie von erfahrenen Ärzten individuell beraten. Sollten Sie die Möglichkeit eines Besuches nicht haben, erhalten Sie auch ausführliche telefonische Informationen bei dem unabhängigen Auskunftsservice über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute aus dem dt. Festnetz, Stand: 26. Aug. 11) oder unter: www.gesundes-reisen.de.
Wichtige Hinweise: Jeder Segeltörn in die Antarktis hat Pioniercharakter. Es kann zu Verzögerungen, Routenänderungen, Programmumstellungen kommen - bedingt durch ungünstige Verhältnisse, schlechtes Wetter, organisatorische Schwierigkeiten oder sonstige Faktoren. Wir bitten Sie, ggf. das nötige Verständnis aufzubringen und sich in Toleranz, Geduld und Gemeinschaftsgeist zu üben. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Kap Hoorn: Es wird leider immer schwieriger von den chilenischen Behörden die Genehmigung zu einer Anlandung an Kap Hoorn zu erhalten. Die großen Schiffe, die entsprechend hohe Landegebühren zahlen, bekommen meist den Vorrang. Ihr Skipper wird die Angelegenheit mit Ihnen an Bord besprechen und auf dem Rückweg, nach den Wünschen der Gruppe, versuchen die Genehmigung spontan zu erhalten, was meist besser funktioniert als vorab. Sehen werden Sie Kap Hoorn auf jeden Fall, denn Ihre Segelroute führt daran vorbei, an Land gehen werden Sie wahrscheinlich nicht.
Für diese Reise gelten, ergänzend zu unseren üblichen Reisebedingungen, die “Mitsegelbedingungen auf der Sarah W. Vorwerk". Diese finden Sie am Ende des Detailprogramms. Im Falle eines Reiserücktritts sind die Stornosätze der Mitsegelbedingungen gültig.
Klima
Obwohl es am Kap Hoorn im Durchschnitt nicht stärker als an der deutschen Nordseeküste weht, hat sich dieses Kap doch einen besonderen Namen gemacht. Das Gebiet wird durch Windströmungen dominiert, die westlich von Kap Hoorn durch keinerlei Landmassen aufgehalten werden. Alle anderen Kontinente reichen bis maximal 40 Grad Süd, Kap Hoorn liegt jedoch auf dem 56. Breitengrad. Die ostwärts wandernden Tiefs haben somit zumeist ihre maximale Stärke erreicht, wenn sie auf ihr erstes Hindernis stoßen, auf die Kordillere der Anden. Eine Tiefdrucklage jagt die nächste. Dadurch ergibt sich eine typische Wettersituation, bei der Stürme von 1-2 Tagen Dauer von einer 4-5-tägigen windstillen Periode abgewechselt werden. Der Wind weht vorwiegend aus westlicher Richtung und nimmt an Stärke zu, je westlicher man sich befindet.
Je weiter man sich nach Süden Richtung Kap Hoorn bewegt, desto launenhafter und kräftiger wird der Wind. Windstärken bis zu 60 Knoten (Windstärke 12) sind keine Seltenheit, dauern aber meist nicht lange an. Hinzu kommt das Phänomen der Williwaws genannten Fallwinde. Durch die zerklüftete Insellandschaft können die lokalen Wetterverhältnisse extreme Unterschiede aufweisen. Beim Beagle-Kanal herrscht ein mildes Meeresklima. Im Sommer betragen die Temperaturen im Schnitt 11°C. Der Jahresniederschlag liegt bei 75 mm. Der Kanal und seine Buchten frieren nie zu; Eisberge gibt es nur in der Nähe der Gletscher. Ab März/April sind die Bergspitzen schneebedeckt. Die antarktische Peninsula liegt südlich der typischen Depressionsbahnen, die über die Drake-Passage hinwegziehen. Somit sind die vorherrschenden Winde mild und haben eine östliche Komponente. Im Sommer gibt es lange Perioden windstiller und sonniger Tage. Der Jahresniederschlag liegt bei ca. 50 mm, die Durchschnittstemperatur im Sommer bei 5°C.
Ausrüstung
Die komplette Segelausrüstung, auch Schlechtwetterbekleidung, befindet sich an Bord. Trotzdem müssen Sie auch eigene warme Schlechtwetterbekleidung mitbringen, auch für die Landgänge. Sie benötigen einen warmen Schlafsack bis -5°C Komfortbereich, den Sie aber auch vor Ort gegen Gebühr ausleihen können. Segelschuhe werden nicht benötigt, feste Gummistiefel mit dicken Socken haben sich bewährt. Eine detaillierte Ausrüstungsliste erhalten Sie mit der Buchung oder Sie fordern sie vorab bei uns an.
Gepäck
Wir empfehlen einen Seesack oder eine flexible, faltbare Reisetasche, sowie einen kleinen Tagesrucksack (ca. 20 Liter Volumen), für die Landausflüge.
Reiseveranstalter
Hauser exkursionen international GmbH
Spiegelstr. 9
81241 München
Tel. 089 / 23 50 06-0, Fax 089 / 23 50 06-99
E-Mail: ![]()
In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Agentur
sowie den IATA-Luftverkehrsgesellschaften

