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Yukon - auf den Spuren Jack Londons

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Detailprogramm
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  • Kindheitsträume werden wahr im Land des Goldrausches von 1896
  • Von den Gletschern am Pazifik zum höchsten Berg Kanadas: Mt. Logan
  • Fünf Tage Wandern im Kluane-Nationalpark zu den besten Aussichtsplätzen
  • Patagonien des Nordens - vier Tage Trekking in den Tombstone Mountains
  • Dempster Highway, Top of the World Highway, Dawson City, Klondike River
  • Grizzlybären, Dall Schafe und Coyoten gibt es hier mehr als Menschen
  • Internationale Gruppe, Englisch sprechende Reiseleitung

Wer sich von den Abenteuerbüchern Jack Londons in ihren Bann ziehen ließ, kommt bei dieser Reise voll auf seine Kosten. Yukon, das ist das Territorium der Trapper, des großen Goldrausches von 1896 - 1897. Der Goldrausch ist zwar längst vorüber, doch die Faszination der endlosen Weiten, der mythischen Flüsse, der kalbenden Gletscher und der hohen Berge ist geblieben. Sie werden diese einmaligen Regionen aktiv zu Fuß erkunden.

Über Whitehorse und Skagway in Alaska erreichen Sie die Fjordlandschaften der Pazifikküste, durch die die berühmte Inside Passage führt. Vom Mount Ripinskey und Mount Riley aus haben Sie einen fantastischen Ausblick über die Mündung des Chilkat Rivers in den gleichnamigen Fjord. Weiter geht es zu den höchsten Bergen Kanadas. Sie unternehmen Wanderungen auf dem Auriol Trail sowie zum Kluane Lake und besteigen drei eindrucksvolle Aussichtberge: den Kings Throne (1.800 m) - der Name sagt alles, - den Mount Deceoli (2.332 m) und den Sheep Mountain (1.950 m). Nach den intensiven Wanderungen geht es über den Top of the World Highway ins historische Zentrum des Goldrausches, Dawson City.

Ganz anders ist die weite Landschaft weiter nördlich auf dem Dempster Highway. Vom North Folk Pass aus führt die Route ins “Patagonien des Nordens", den Tombstone Recreational Park: Durch pure Wildnis finden wir den Weg zu den bizzaren Felsnadeln, die an die Torres del Paine in Chile/Argentinien erinnern. Die Besteigung des Goldenside Mountain (1.830 m) und des Outrider Mountain (1.320 m) vervollkommnen das Erlebnis.

Termine und Preise
Reisedauer 19 Tage
Mindestteilnehmerzahl 7 Personen
Höchstteilnehmerzahl 12 Personen

Weitere Informationen zur Mindestteilnehmerzahl und Durchführung

Reisenr. Von Bis Preis o. Flug Reiseleitung Verfügbarkeit
2CAK4001 08.07.12 26.07.12 - 2.990,- örtliche Englisch sprechende Buchen
2CAK4002 05.08.12 23.08.12 - 2.990,- örtliche Englisch sprechende Buchen
Einzelzimmerzuschlag inkl. Einzelzeltzuschlag: 250,-

Leistungen

Hauser-Inklusivleistungen

• Programm ab/bis Whitehorse
• Englisch sprechende Reiseleitung ab/bis Whitehorse
• Deutsch sprechende Begleitung ab 8 Teilnehmern
• Flughafentransfer bei Ankunft
• Übernachtung in Hotels und Zelten
• meist Vollpension
• Transfers/Fahrten lt. Programm
• Nationalparkgebühren

Wunschleistungen

• Flug nach Whitehorse z.B. mit Lufthansa ab € 850,- (inkl. Steuern und Gebühren)

Weitere Informationen zum Hauser-Top-Schutz
Weitere Informationen zum Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket

Nicht enthaltene Leistungen

Flüge nach Whitehorse; Reiseversicherung; fehlende Mahlzeiten und Getränke; Trinkgelder; individuelle Ausflüge und Besichtigungen.

Tourverlauf
1. Tag Ankunft Whitehorse

Individuelle Anreise nach Whitehorse. Gerne machen wir Ihnen ein Flugangebot. Bei Ankunft ist Ihr Transfer zum Hotel im Reisepreis eingeschlossen. Der offizielle Treffpunkt der Gruppe ist am nächsten Tag morgens um 07:30 Uhr zum Frühstück.

2. Tag Von Whitehorse nach Skagway (Alaska)

Treffen mit allen Teilnehmern um 07:30 Uhr im Frühstücksraum. Mit unserem Reiseleiter besprechen wir die Tour. Vormittags nehmen wir uns Zeit für Besichtigungen in Whitehorse. Es gibt diverse Optionen: Möglich wäre ein Besuch im Schiffsmuseum SS Klondike mit dem gleichnamigen Raddampfer (der als einer der letzten Heckraddampfer zu Beginn des 20. Jh. gebaut wurde und hier vor Anker liegt) oder im Beringia Center. Dort können wir eine virtuelle Reise in die prähistorische Zeit unternehmen, als Mammuts und Säbelzahntiger die Gegend bewohnten. Gemeinsam schauen wir uns am Staudamm die längste hölzerne Fischleiter der Welt an (366 m): Die Lachsleiter in Whitehorse wurde 1959 nach Abschluss der ersten Bauphase des Whitehorse-Staudamms gebaut. So können Hunderte von Lachsen alljährlich zwischen Juli und September das Hindernis des Damms überwinden und zu ihren Laichgründen im südlichen Yukon gelangen. Übrigens: Im Namen der Stadt, Whitehorse, lebt das Bild der schaumgekrönten Stromschnellen, die an wilde, weiße Pferde erinnerten (mit dem Bau des Stausees verschwanden die Stromschnellen jedoch). Weitere Besuche sind möglich im McBride Museum, das einen Überblick über die Geschichte Yukons gibt, oder im Gletscher-Museum (beides im Preis nicht eingeschlossen, Eintritt pro Person jeweils CAD 6,- ). Wir besuchen auch den etwas 2 km langen Miles Canyon, eine kleine Schlucht, durch die der Yukon hindurchfließt, bevor er Whitehorse erreicht. Am Nachmittag fahren wir Richtung Süden und passieren die Grenze zu den USA. Auf der Fahrt nach Skagway kommen wir über den berühmten White Pass. Dieser Pass, wie auch der nahe gelegene Chilkoot Pass, wurde 1898 von vielen Tausend Goldsuchern auf ihrem Weg ins “Eldorado von Klondike" überquert. Das Städtchen Skagway, eine ehemalige Goldgräberstadt, liegt am längsten Fjord von Nordamerika. Übernachtung auf dem Campingplatz.
Zelt [FMA]

3. Tag Wanderung zum Upper Dewey Lake

Nach dem Frühstück starten wir zu einem Tagesausflug zum Upper Dewey Lake, der östlich von Skagway auf 1.082 m liegt. Ein steiler, aber gut ausgebauter Wanderweg führt uns zunächst zum Lower Lake. Glasklar ist dieser See, er liegt eingebettet zwischen bewaldeten Hügeln. Erst kurz vor dem Upper Dewey Lake lichtet sich der Wald und wir erreichen einen Aussichtspunkt. Von hier aus haben wir einen fantastischen Blick über den Fjord (Faiya Inlet) bis zum Mount Harding (1.600 m), der sich auf der westlichen Seite des Fjords befindet. Und natürlich können wir auf Skagway hinunterschauen. Je nachdem, wie hart der Winter ist, kann der Upper Dewey Lake bis in den Sommer zugefroren sein. Wenn wir Lust haben, können wir unseren Ausflug noch um 4 km ausdehnen und bis zum kleinen See Devil's Punch Bowl weitergehen, der in südlicher Richtung auf gleicher Höhe liegt.
Gehzeit: 0,5-6h; Aufstieg: 930m; Abstieg: 930m; Zelt [FMA]

4. Tag Wanderung zum Lost Lake - Überfahrt nach Haines

Zuerst geht es heute zu den Überresten von Dyea. Für die hoffnungsvollen Goldsucher wurde Dyea neben dem benachbarten Skagway zum Zielhafen und Startpunkt für den Landweg über den Chilkoot Pass nach Dawson City. Zu besichtigen sind in Dyea nur noch Überreste des Friedhofs, auf dem 60 Goldsucher begraben sind, die beim Lawinenunglück am Chilkoot Pass am 3. April 1898 umgekommen sind. Heute gehört Dyea zum Klondike Gold Rush National Historic Park. Von Dyea aus wandern wir zum Lost Lake, der 500 m über dem Tal liegt. Am Spätnachmittag nehmen wir die Fähre und genießen die ca. einstündige Fahrt nach Süden auf dem immer breiter werdenden Fjord. Vielleicht haben wir Glück und sehen Robben. Nach der Ankunft in Haines begeben wir uns zum dortigen Campingplatz.
Achtung: Die Abfahrtszeiten der Fähre (Compagnie Alaska Marine Highway) variieren stark und sind auf lange Sicht nicht wirklich vorhersehbar. Daher ist das Programm an diesem Tag variabel. Das bedeutet, dass die Wanderung zum Lost Lake aufgrund des Fahrplans eventuell entfällt. Doch die Gegend ist wunderschön, so dass es genügend Möglichkeiten gibt, die Zeit entweder in Skagway oder in Haines zu nutzen.
Gehzeit: 3-4h; Aufstieg: 535m; Abstieg: 535m; Zelt [FMA]

5. Tag Auf den Mount Ripinski

Der kleine Fischerort Haines befindet sich auf der Chilkat-Halbinsel und wird von einer gewaltigen Gebirgskulisse (den bewaldeten Takshanuk Mountains) eingerahmt. Auf den Gipfeln liegt in manchen Jahren sogar noch im Juli Schnee. Der Weg auf den Mount Ripinski führt uns auf Serpentinen durch dichten Wald: Birken, Fichten und Hemlocktannen, die bis zu 1000 Jahre alt werden können, säumen den Pfad. Kurz vor dem sogenannten 7 Mile Saddle lichtet sich der Wald und von hier aus geht es auf einem steilen Pfad zum Gipfel auf 1.200 m. Je nach Kondition der Gruppe können wir den Gipfel überqueren und auf einem anderen Weg nach Haines zurückkehren. Dann dauert die Tour 9 Stunden und wir steigen 1.400 Meter auf und ab. Die Nacht verbringen wir wieder auf dem Campingplatz in Haines.
Gehzeit: 7-7,5h; Aufstieg: 1200m; Abstieg: 1200m; Zelt [FMA]

6. Tag Wanderung auf den Mount Riley

Auch der Mount Riley, unser heutiges Tagesziel, befindet sich direkt auf der Chilkat-Halbinsel, die den Hauptfjord teilt. Der Mount Riley gehört zu den besten Aussichtsbergen der gesamten Region und ist die höchste Erhebung der Halbinsel. Abgesehen von kleinen Teilstücken ist der Weg hinauf gut ausgebaut. Oben angekommen, bietet sich uns ein grandioser Rundumblick auf den riesigen Fjord und die weiten Wälder - und alles wird von eisbedeckten Bergen eingerahmt.
Gehzeit: 4,5-5h; Aufstieg: 720m; Abstieg: 720m; Zelt [FMA]

7. Tag Kluane-Nationalpark - Wanderung auf dem Auriol Trail

In der Nähe von Haines besuchen wir morgens das "Chilkat Bald Eagle Preserve", das die weltweit größte Population an Weißkopfseeadlern beherbergt. Der Wappenvogel der USA lebt hier entlang der Flussebenen des Chilkat Rivers. Vor allem von Anfang Oktober bis Januar sammeln sich hier mehr als 3.000 Weißkopfseeadler, die sich Lachse aus dem eisfreien Fluss holen. Nach unserem Besuch steigen wir ins Auto und fahren 230 km in nördliche Richtung nach Haines Junction. Wir verlassen Alaska und fahren ein kurzes Stück durch das kanadische British Columbia, bevor wir in den Yukon kommen. Dann erreichen wir den 1976 gegründeten Kluane National Park. Hier befinden sich die größten nichtpolaren Gletscherfelder der Erde und der höchste Berg Kanadas, Mount Logan (5.959 m), erhebt sich hier. Der Park beherbergt eine Vielzahl an Vögeln, Pflanzen und Tieren. Wahrscheinlich gibt es hier die weltweit größte Population an Grizzlybären und Dall-Schafen. Große Teile des Parks sind 1979 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden. Der Name Kluane entstammt der Sprache der Tutchonen-Indianer und bedeutet “See, der Fische im Überfluss hat". Der Park ist ein Paradies für Wanderer, weil es Wege und Routen unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade gibt. Wir folgen dem Auriol Trail. Hier sieht der Wald ganz anders aus als in Küstennähe. Wir erreichen immer wieder Lichtungen, auf denen Blumen und verschiedene Beeren wachsen, und es gibt subalpine Hochebenen. Die Landschaft ist grandios und wir können den Blick auf die Auriol-Kette und die Bergel Quill und Martha Black genießen. Die Wege sind gut ausgebaut und daher leicht zu begehen. Die Nacht verbringen wir am Campingplatz von Haines Junction.
Gehzeit: 4-6h; Fahrzeit: 3h; Fahrstrecke: 230km; Aufstieg: 410m; Abstieg: 410m; Zelt [FMA]

8. Tag Kluane-Nationalpark - Kings Throne (1.800 m)

Mit dem Auto fahren wir ca. 32 km zum Ausgangspunkt unserer Tour auf den Berg King's Throne, der sich in der Nähe des wunderschön gelegenen Lake Kathleen erhebt. Erst führt uns der Weg durch Wald, dann geht es mühsamer auf einem langen Geröllfeld weiter. Ist dieses geschafft, erreichen wir einen beeindruckenden Felskessel. Sein Boden ist von einem “schwarzen Gletscher" bedeckt, da sich auf dem Eis Felstrümmer häufen. Ab hier geht es dann auf einem Grat weiter, der 700 m steil bis zum Gipfel führt. Der Grat ist schmal und ausgesetzt und kann daher nur begangen werden, wenn es nicht sehr windig ist. Sollte es witterungsbedingt nicht möglich sein, bis zum Gipfel aufzusteigen, ist das nicht weiter schlimm, da man auch vom “schwarzen Gletscher" aus einen sensationellen Blick auf den Lake Kathleen und den Mount Worthington (2.168 m) hat.
Gehzeit: 6-8h; Aufstieg: 1200m; Abstieg: 1200m; Zelt [FMA]

9. Tag Kluane-Nationalpark - Mount Decoeli (2.332 m)

Heute besteigen wir den Mount Decoeli, der sich nördlich von Haines Junction befindet. Hier gibt es fast keine Wege mehr, Wildnis pur! An einigen Stellen müssen wir den Summit Creek (Creek = Bach) überqueren, was durchaus eine gewisse Sportlichkeit erfordert. Wir kommen auf traumhafte Hochebenen - die Heimat vieler Murmeltiere, - überqueren einen “schwarzen Gletscher" und überwinden auch Felsen und Geröll, bevor wir auf dem Gipfel stehen. Was für eine Aussicht - welche Dimensionen! Bei gutem Wetter reicht der Blick sogar bis zum höchsten Berg, Mount Logan. Wir übernachten auf dem Campingplatz von Cottonwood Park, am Kluane Lake.
Gehzeit: 8-9h; Aufstieg: 1350m; Abstieg: 1350m; Zelt [FMA]

10. Tag Kluane Lake

Zwei Tage haben wir Zeit, um einen Eindruck vom nördlichen Teil dieses riesigen Parks zu bekommen. Wir befinden uns westlich des leuchtend blauen Lake Kluane. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten für diverse Wanderungen. Je nach Wetter werden wir an einem der Tage den Sheep Mountain (1.950 m) besteigen. Nicht umsonst trägt der Berg diesen Namen, denn hier leben sehr viele Dall-Schafe, die wir gut beobachten können. Bevorzugter Lebensraum sind die kargen Hochgebirgssteppen, auf denen selbst im Sommer der “Tisch nicht reichlich gedeckt ist". Der Pfad nach oben ist gut erkennbar. Wir kommen an interessanten geologischen Formationen vorbei. Sobald wir das Geröll erreichen, geht es ziemlich steil aufwärts einen Grat entlang, der bis zum Gipfel führt. Aber die Mühe lohnt sich! Majestätisch liegt der Kluane Lake unter uns; wir können auf das Flussdelta des Slim schauen und bei gutem Wetter die Gletscher Kaskawulch, Red Castle Ridge sowie die Gletscher der Kluane-Kette sehen. Wir nächtigen wieder auf dem Campingplatz von Cottonwood Park.

Bitte beachten Sie: Die Parkranger können die Gipfelbesteigung verweigern, wenn sich Grizzlybären gerade in der Nähe befinden.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 1150m; Abstieg: 1150m; Zelt [FMA]

11. Tag Kluane Lake

Wir verbringen einen weiteren Tag in der Gegend des Lake Kluane. Auch heute müssen wir gegebenenfalls unsere Routen den Tieren anpassen.
Zelt [FMA]

12. Tag Top of the World Highway - Dawson City

Heute lassen wir es ruhig angehen. Ein Fahrtag liegt vor uns. Wir sind auf dem "Top of the World Highway" unterwegs, einer 105 km langen Straße, die an der Grenze zu Alaska in den Taylor Highway übergeht. Der Highway windet sich sanft durch Hügel. Die unglaubliche Weite des Hochlands von Alaska ist beeindruckend. Eine Pause machen wir im ehemaligen Goldgräberstädtchen Chicken (in Alaska), von dem aber nicht mehr viel erhalten geblieben ist. Weiter geht es dann wieder zurück nach Kanada. Bevor wir gegen Abend Dawson City erreichen, überqueren wir den Yukon River mit einer Fähre und übernachten auf dem dortigen Campingplatz. An den zwei Tagen in Dawson City gönnen wir der Campingküche am Abend eine Pause und können eines der vielfältigen Restaurants der Stadt aufsuchen.
Zelt [FM]

13. Tag Dawson City

Dawson City wurde 1896 während des legendären Klondike-Goldrausches gegründet und nach dem kanadischen Geologen George Dawson benannt, der die Region erforscht hatte. Dawson war die Hauptstadt des Yukon-Territoriums, bis die Regierung 1953 in das 535 km südlich gelegene Whitehorse umzog. Um die 40.000 Menschen lebten dort während der Blütezeit des Goldrausches, heute hat Dawson weniger als 2.000 Einwohner. Der Goldrausch von Dawson fand durch Schriftsteller wie Jack London Eingang in die Weltliteratur. Seine Blockhütte wurde von Stewart Island hierher gebracht und ist zu besichtigen, ebenso jene des berühmten kanadischen Dichters und Novellisten Robert W. Service. Aufgrund der hohen Temperaturunterschiede während des Jahres sind die Straßen von Dawson nicht asphaltiert. Hohe hölzerne Gehsteige sind vor den Häusern angebracht, die übrigens alle - wegen des Permafrosts - aus Holz gebaut sind. Dadurch hat Dawson das Flair einer Westernstadt! Interessant zu besichtigen sind auch die Stellen am Bonanza Creek, wo heute noch nach Gold gesucht wird. Hier steht noch ein hölzernes “Ungetüm", dredge Nr. 4, ein riesiger umgebauter Flussbagger, der zu Zeiten des Goldrauschs Gold im Wert von mehreren Millionen Dollar zutage gefördert hat. Selbstverständlich gibt es auch Stellen, an denen man selbst mal das Goldwaschen ausprobieren kann.
Lohnenswert ist ein kleiner Ausflug auf den Hausberg Midnight Dome - d e r Treffpunkt junger Leute, vor allem nachts bei sternenklarem Himmel. Von hier aus haben wir einen schönen Blick auf Dawson und können genau erkennen, wo der glasklare Klondike River in den kaffeebraunen Yukon River mündet.
Zelt [FM]

14. Tag Dempster Highway - Tombstone Mountains

Wir verlassen Dawson City und fahren 15 km Richtung Westen zum Dempster Highway. Auf diesem Highway geht es nun knappe eineinhalb Stunden Richtung Norden bis zum Fuß des North Fork Pass, im Herzen der Ogilvie Mountains. Nord- und Südflanke der Ogilvie Mountains unterscheiden sich grundsätzlich. Die Nordflanke ist während der letzten Eiszeit eisfrei geblieben; durch Wasser geschaffene, tiefe Täler und Geröllfelder kennzeichnen sie. Die Südflanke mit schrofferen und steileren Hängen besteht aus dunklerem, weniger bewachsenem Gestein. Wir schnüren unsere Wanderschuhe und dann geht's steil nach oben; an manchen Stellen ist der Weg ausgesetzt. Über felsige Abhänge erreichen wir die höchste Stelle. Ein wunderbarer Ausblick eröffnet sich uns auf den Tombstone Peak und das Tal, durch das der Dempster Highway hindurchführt. Übernachtet wird auf dem Campingplatz des Tombstone Recreational Park.
Gehzeit: 6h; Fahrzeit: 1,5-2h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 600m; Zelt [FMA]

15. Tag Tombstone Park - Outrider Mountain

Wir befinden uns in einer kaum erschlossenen Gegend - um uns herum Natur pur! Unsere Tageswanderung führt uns an mehreren Dämmen entlang und wir kommen an Schäferhütten vorbei, bevor wir einen letzten Aussichtsberg, den Outrider Mountain (1.320 m) erklimmen. Wir übernachten am gleichen Campingplatz wie am Vortag.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 740m; Abstieg: 740m; Zelt [FMA]

16. Tag Tombstone Park - Grizzley Valley Ridge

Den ganzen Tag haben wir Zeit, um die menschenleere Gegend rund um den wunderschön gelegenen Grizzly Lake zu erkunden. Bunte Moose bedecken die Felsen, Gelb-und Rottöne bestimmen die gesamte Vegetation. Umrahmt wird diese Szenerie von den hoch aufragenden, bizarren Granitnadeln des Mount Monolith. Von der Grizzley Valley Ridge, die wir erklimmen, haben wir einen fantastischen Blick auf den gleichnamigen See. Nicht umsonst wird diese Region des nördlichen Yukon gerne auch das “Patagonien des Nordens" genannt, denn viele der steil aufragenden Felsnadeln und Monolithen erinnern an ihre berühmten Pendants ganz im Süden des Kontinents.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 850m; Abstieg: 850m; Zelt [FMA]

17. Tag Über den Klondike Highway nach Carmacks

Vormittags unternehmen wir eine letzte Wanderung, die uns zum Two Mooses Lake führt. Unterwegs können wir mit großer Wahrscheinlichkeit Karibus (Rentiere) beobachten. Die letzte Großherde der Porcupine Caribous, die - kaum vorstellbar - aus 165 000 Tieren besteht, wandert jedes Frühjahr aus den Richardson und Ogilvie Mountains des Yukon, wo die Tiere überwintern, in Richtung Norden zu den Weidegründen der Küstenebenen des Landes und Alaskas. Wundern Sie sich deshalb nicht, wenn die Staubfahne auf dem Dempster Highway sich als ein Naturschauspiel entpuppt - Hunderte von Tieren kreuzen dann die Straße und auf blühenden Matten rechts und links der Straße können Sie dann einen Wald von Geweihen grasender Tiere bestaunen.
Bisons: Etwas kleiner, aber deshalb um so bedeutender, ist die langsam sich wieder vergrößernde Herde der Bisons. Etwa 400 Tiere leben nahe dem Canyon Creek am Ende der gut zu befahrenden Aishihik Road, einer Nebenstraße des Alaska Highways zwischen Whitehorse und Haines Junction. Auch die seltenen Moschusochsen, von denen nur noch ca. 150 Tiere im Vanet Park in freier Wildbahn leben, können beobachtet werden - wenn man geduldig ist. Anschließend steigen wir ins Auto, um auf dem Klondike Highway nach Carmacks zu fahren. Der Ort ist nach dem Goldsucher George Carmack benannt. Ihm wurde lange Zeit der Goldfund am Bonanza Creek zugeschrieben, der dann den Goldrausch am Klondike River auslöste. Hier übernachten wir am Campingplatz
Fahrzeit: 5-6h; Fahrstrecke: 400km; Zelt [FMA]

18. Tag Five Finger Rapids und zurück in Whitehorse

Auf der Fahrt von Carmacks nach Whitehorse (188 km) machen wir eine Pause an den berühmten Stromschnellen Five Finger Rapids am Yukon. Die hier lebenden Indianer (Tutchone) nannten sie Tthi-chò nädezhé. Das bedeutet “Felsen, die im Wasser stehen". Der Name Five Finger Rapids wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts bekannt, als Goldsucher auf dem Weg nach Alaska und nach Dawson City am Klondike begannen, den Yukon als Verkehrsweg zu nutzen. Durch die Rapids zu manövrieren, war für Raddampfer sehr gefährlich und erst seit einer der Felsen weggesprengt wurde, können Schiffe weitgehend gefahrlos dieses Hindernis passieren. Optional können wir uns auch ein Bad in den heißen Quellen von Takhini, nur 30 km von Whitehorse entfernt, gönnen (eigene Kosten CAN 7,- pro Person). Das heiße Wasser kommt hier kontinuierlich von tief aus dem Inneren der Erde und durch seinen hohen Gehalt an Kalzium, Magnesium und Eisen hat es nicht den oft typischen Schwefelgeruch.
Fahrstrecke: 200km; Hotel [FMA]

19. Tag Abreise

Heute endet das Programm (das Frühstück ist im Reisepreis nicht enthalten, ca. CAN 15,-). Wir nehmen Abschied vom Yukon und treten unsere individuelle Heimreise an. (Der Transfer zum Flughafen ist im Preis nicht eingeschlossen, bitte nehmen Sie ein Taxi).

Reiseinfos

Charakter der Tour und Anforderungen

Diese intensive Wanderreise mit insgesamt 11 Tagestouren beinhaltet 5- bis 8-stündige Wanderungen und Besteigungen. Zu überwinden sind sowohl im Aufstieg als auch im Abstieg jeweils zwischen 400 und 1.350 Höhenmeter. Es gibt nicht immer befestigte Wege. Daher sollten Sie über Ausdauer verfügen und in der Lage sein, auf weglosem Gelände gut zu gehen. Teilnehmer/Teilnehmerinnen an dieser Reise sollten gut trainierte Wanderer sein, die Bewältigung der genannten Höhenunterschiede sollte Ihnen keine Probleme bereiten.
Zu Ihrer Trekkingausrüstung gehört neben eingelaufenen Bergschuhen auch ein guter Wind- und Regenschutz. Das Wetter im Yukon kann sehr wechselhaft und windig sein, so dass Sie während der Wanderungen mit verschiedenen Witterungsverhältnissen rechnen müssen.
Bei der Planung haben wir darauf geachtet, dass diese Reise keine - wie sonst üblich - reine Fahrtour im Yukon wird. Dennoch müssen auch wir einige Male große Distanzen auf teilweise ungeteerten Straßen bewältigen. Dafür sollten Sie Geduld mitbringen.
Sie sind in einem Kleinbus mit 13 Sitzen plus Fahrer- und Beifahrersitz unterwegs. Dieser Kleinbus wird mit maximal 12 Teilnehmern sowie Ihrer Reiseleitung (gleichzeitig Fahrer/-in) besetzt. Ab 9 Personen wird die Gruppe zusätzlich von einer weiteren Person begleitet, die als Assistent / Assitentin Ihre Reiseleitung unterstützt. Die Fahrzeuge sind mit Klimaanlage ausgestattet, die Fenster etwas abgedunkelt. Die in Nordamerika üblichen Kleinbusse sind etwas enger bemessen und verfügen nicht über Kopfstützen. Gepäck, Lebensmittel und Zeltausrüstung werden in einem Gepäckanhänger transportiert. Das Besondere an dieser Yukon-Tour sind die vielen Wanderungen und Besteigungen (insgesamt sieben), die Sie bei üblichen Rundfahrten nicht erleben. Wilder Norden hautnah!

Hauser Shop

Zur Komplettierung Ihrer Ausrüstung und für spezielle Fragen steht Ihnen unser Hauser Shop gerne zur Verfügung. Einen Überblick über das Angebot finden Sie unter www.Hauser-Shop.de oder in der aktuellen Programmübersicht. Tel: 089 235006-21

Einreisebestimmungen: Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige können mit einem gültigen Reisepass ohne Visum bis zu 6 Monate zu Urlaubs- oder Besuchszwecken nach Kanada einreisen. Reisende müssen über ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt im Lande verfügen, und die Rückkehr muss gesichert sein (Rückflugticket o.Ä.). Der Reisepass muss mindestens 6 Monate über den geplanten Aufenthaltszeitraum in Kanada hinaus gültig sein.
Für die Einreise nach Alaska auf dem Landweg muss vorab kein ESTA für die USA beantragt werden. Sie erhalten alle notwendigen Papiere zum Ausfüllen an der Grenze und müssen dort eine Gebühr von ca. USD 6,- (Stand September 2011) entrichten.
Es sind keine Impfungen vorgeschrieben.
Bei Buchung einer Reise befindet sich in Ihren Unterlagen ein Coupon für ein kostenloses, reisemedizinisches Informationsgespräch. Nutzen Sie diesen und informieren Sie sich in einer der Reisepraxen des BCRT (Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin) über die Gesundheitsrisiken auf Ihrer Reise. Unter www.bctropen.de finden Sie die Adressen der Reisepraxen des BCRT. Dort werden Sie von erfahrenen Ärzten individuell beraten. Sollten Sie die Möglichkeit eines Besuches nicht haben, erhalten Sie auch ausführliche telefonische Informationen bei dem unabhängigen Auskunftsservice über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute aus dem dt. Festnetz, Stand: 26. Aug. 11) oder unter: www.gesundes-reisen.de.

Wichtige Hinweise: Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.

Flug nach Whitehorse
In diesem Programm sind keine Langstreckenflüge eingeschlossen. Für Ihren Flug nach Whitehorse erstellen wir Ihnen gern ein Angebot. Sollten Sie Ihren Flug selbst buchen (im Internet oder Reisebüro) denken Sie bitte daran, dass preisgünstige Flugtickets oft sofort ausgestellt werden müssen und bei Stornierung 100% Stornogebühren anfallen. Spätestens 6 Wochen vor Abreise entscheiden wir über die Durchführung dieser Reise. Falls wir die Reise aufgrund einer zu geringen Teilnehmerzahl absagen müssen, können wir die Stornokosten für Ihr individuell gebuchtes Flugticket nicht übernehmen. Um dieses Risiko zu minimieren, haben wir die Mindest-Teilnehmerzahl für diese Reise so niedrig wie möglich angesetzt. Bitte bedenken Sie auch, dass Ihre individuell gebuchten Flüge nicht über uns versichert sind.

Flughafentransfers
Für diese Reise, bei der die Teilnehmer aus Deutschland, England und Frankreis anreisen, ist bei Ankunft in Whitehorse ein Hoteltransfer inklusive. Für den nicht eingeschlossenen Transfer bei Abreise nehmen Sie am besten ein Taxi zum Hotel, Kosten ca. CAN 15,- pro Fahrt.

"Waiver of Liability"
Für unsere örtliche Agentur ist ein so genannter "Waiver of Liability" (= Riskikoanerkennung für Outdoorsport) auszufüllen und von Ihnen zu unterschreiben. Dieses Formular wird vom Staat Kanada und den dortigen Versicherern unserer Agentur zwingend gefordert, um deren Versicherungsansprüche im Falle eines Unfalles geltend machen zu können. Diese betreffen ausschließlich unsere Agentur in Kanada, berühren also nicht Ihre reisevertraglichen Ansprüche nach deutschem Recht gegenüber Hauser Exkursionen als Ihrem Reiseveranstalter. Das Waiver Formular senden wir Ihnen zusammen mit den letzten Reiseunterlagen zu, Sie können es aber auf Wunsch auch gerne vorher anfordern. Eine Unterschrift ist für eine Teilnahme an dieser Tour obligatorisch.

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Bei dieser Reise buchen unsere Partner Allibert in Frankreich und KE Adventure in England auch Gäste zu. Sie sind also nicht unbedingt nur mit Hauser-Reisegästen unterwegs und legen die Anreise evtl. alleine zurück. Die Reiseleitung findet in Englischer Sprache statt.

Klima

Im Inneren Yukons und Alaskas herrscht Kontinentalklima. Dort sind Tagestemperaturen bis 22°C in den Monaten Juli/August keine Seltenheit. Während der Aufenthalte im Gebirge kann es kühl (bis 0°C) und regnerisch sein. Von Juni bis August können Sie die für Mitteleuropäer ungewöhnlich langen Tage des Nordens genießen. Ab Mitte August ist Nachtfrost möglich, der auch die “Aktivitäten" der Fliegen und Stechmücken beendet. Es wird nachts wieder dunkel und das Nordlicht erscheint. An den Küsten kann es jederzeit feucht und windig, regnerisch und stürmisch werden.

Ausrüstung

Sie benötigen strapazierfähige, eingelaufene, wasserfeste Trekkingschuhe mit guter Profilgummisohle, warme, schnell trocknende Trekkingbekleidung sowie eine wasserdichte Hose und Jacke mit Kapuze. Zudem benötigen Sie einen Schlafsack bis 0° Komforttemperatur. Ein breitkrempiger Regenhut ist empfehlenswert. Mit Buchung erhalten Sie eine detaillierte Ausrüstungsliste.

Reiseveranstalter

Hauser exkursionen international GmbH
Spiegelstr. 9
81241 München
Tel. 089 / 23 50 06-0, Fax 089 / 23 50 06-99

E-Mail:

In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Agentur
sowie den IATA-Luftverkehrsgesellschaften

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Yukon: Auf den Spuren Jack Londons
Yukon - Five Finger Rapids, Fotograf: Gröber, Martin
 
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