Nordperu - Von der Wiege der Kulturen zu den Eisgipfeln
| II | 4.750 | 14x | 5x |
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Detailprogramm
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- Nordperu: Entdeckerreise vom Amazonasbecken zum Pazifik
- Vom "Volk über den Wolken" zu den Gipfeln der Cordillera Blanca
- Tolle Akklimatisations-Wanderungen verbinden Kultur und Natur
- Fünftägiges Trekking im schönsten Gebirge Perus, der Cordillera Huayhuash
- Kuelap - das Machu Picchu des Nordens
- Gocta - dritthöchster Wasserfall der Welt
- Geheimtipp Caral - älteste Stadt Amerikas
Perus Süden ist weltberühmt. Nicht minder spektakulär und von Touristen noch kaum besucht ist der Norden des Landes. Seine Vielseitigkeit lernen Sie auf dieser Wander- und Kulturreise kennen, die vom tropischen Tarapoto über das Andenhochland bis zur Pazifikküste führt. Im Land der Wasserfälle, im Amazonasbecken, beginnt Ihre Erkundung des noch ursprünglichen Perus. Nach Ihrer Wanderung zum dritthöchsten Wasserfall der Welt, erkunden Sie schon bald die 2.000 Jahre alte Festung von Kuelap mit ihren zwanzig Meter hohen Mauern und Steinfriesen. Kuelap ist Zeugnis der Chachapoyas, dem einstigen "Volk über den Wolken" und gilt heute als das "Machu Picchu des Nordens". Im reizvollen Cajamarca hinterließen die spanischen Konquistadoren ihre erste grausame Visitenkarte: Francisco Pizarro ließ hier den letzten Inka-Herrscher Atahualpa im Jahre 1533 hinrichten. Durch die wüstenhafte Küste fahren Sie nun nach Huanchaco, dem charmanten Strandressort von Trujillo, der Stadt des ewigen Frühlings mit seinen prächtigen Herrenhäusern. Auch hier gibt es unzählige kulturelle Schätze zu erkunden wie Chan Chan, die größte aus Lehm gebaute Stadt der Neuen Welt oder die uralten Mondpyramide der Mochica-Kulturen. Bevor Sie zum 5-tägigen Trekking in eine der schönsten Kordilleren der peruanischen Anden aufbrechen - Cordillera Huayhuash, entdecken Sie noch das UNESCO-Weltkultur-Erbe von Chavin de Huantar und die größte Inkasiedlung außerhalb Cuzcos: Huanuco Pampa. Das Trekking in der Huayhuash Kordillere führt Sie über vier 4.000er Pässe vom Hochland-See Carhuacocha zum türkisblauen Traumsee Jahuacocha, an dem Sie den Blick auf die Eispanzer des Yerupaja (6.634 m), Jirishanca (6.094 m), Siula Grande (6.344 m), Ninashanca 5.607m) und des Rondoy (5.870 m) genießen können. Ihre Entdecker-Reise endet mit dem Besuch der ältesten Stadt Amerikas: Caral und mit einem letzten Tag in Perus Hauptstadt Lima.
Ganz im Hauser-Stil und erkundet von Manfred Häupl persönlich, erwandern Sie auf dieser Reise die landschaftlichen und kulturellen Highlights Nord-Perus.
Termine und Preise
| Reisedauer | 22 | Tage |
| Mindestteilnehmerzahl | 10 | Personen |
| Höchstteilnehmerzahl | 15 | Personen |
Weitere Informationen zur Mindestteilnehmerzahl und Durchführung
| Reisenr. | Von | Bis | Preis | o. Flug | Reiseleitung | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1PEK1701 | 25.06.11 | 16.07.11 | €3.890,- | Auf Anfr. | örtliche/r Hauser-Reiseleiter/in | |
| 2PEK1701 | 18.08.12 | 08.09.12 | €3.890,- | Auf Anfr. | Sauer Michael | |
| 2PEK1702 | 15.09.12 | 06.10.12 | €3.890,- | Auf Anfr. | örtliche/r Hauser-Reiseleiter/in | |
| 2PEK1703 | 13.10.12 | 03.11.12 | €3.890,- | Auf Anfr. | Funcke Alexander | |
| Einzelzimmerzuschlag inkl. Einzelzeltzuschlag: | €380,- | |||||
Leistungen
Hauser-Inklusivleistungen
• Hauser-Reiseleitung ab/bis Lima
• Flug mit LAN / Iberia Frankfurt - Madrid - Lima - Madrid - Frankfurt
• kostenlose Abflüge nach Verfügbarkeit ab München, Düsseldorf, Berlin oder kostenlose Rail&Fly-Bahnfahrkarte (bei Abflughafen Frankfurt) ab/bis deutscher Grenze
• derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
• Inlandsflug mit LAN Lima - Tarapoto
• Übernachtung in Hotels, Lodges und Zelten
• 11 x Vollpension, 8 x Frühstück, 8 x Mittagessen, 1 x Abendessen
• Begleitmannschaft beim Trekking
• Transfers/Fahrten laut Programm
• Eintrittsgebühren lt. Programm
• Gepäcktransport
• Certec-Bag / Überdrucksack
• Flaschensauerstoff
• Hauser-Top-Schutz im Wert von € 192,-; Reiserücktritts-Versicherung, Reisehaftpflicht-Versicherung, Reisekranken-Versicherung mit medizinischer Notfall-Hilfe, Rundum-Sorglos-Service
Wunschleistungen
• nach Verfügbarkeit Abflüge ab Österreich € 60,-, ab Schweiz € 170,-
• Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket € 55,-: Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung
Weitere Informationen zum Hauser-Top-Schutz
Weitere Informationen zum Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket
Nicht enthaltene Leistungen
Fehlende Mahlzeiten und Getränke (ca. € 150,-); Trinkgelder (ca. 100,- bis 150,- USD); individuelle Ausflüge und Besichtigungen; Flughafengebühren in Peru für die Inlandflüge (pro Abflug z.Zt. USD 6,-).
Tourverlauf
1. Tag Anreise nach Lima
Ihre Entdecker-Reise beginnt! Linienflug mit LAN / Iberia von Frankfurt über Madrid nach Lima.
2. Tag Lima - Amazonasgebiet Tarapoto - Urwald-Lodge
Ankunft in Lima am frühen Morgen, Begrüßung durch unsere deutschsprachige Reiseleitung und Weiterflug in das tropische Tarapoto (330 m), das wir nach einer guten Flugstunde erreichen. Willkommen in einer anderen Welt! Der Kontrast zu Europa könnte nicht größer sein. Feucht-warme Luft empfängt uns, wenn wir am Vormittag aus dem Flugzeug steigen. Die ausgesprochen heiße Luft vom Amazonas dringt wegen der Hügel der Cordillera Escalera erst am Nachmittag bis hierher. Wir fahren zum Amazonaszubringer Rio Mayo und unser Boot bringt uns auf dem Rio Mayo und später auf dem Rio Huallaga zu unserer Regenwaldlodge unmittelbar am Flussufer. Dort ruhen wir uns erst einmal aus. Wenn wir noch Zeit haben und unternehmungslustig sind, können wir mit dem Boot ein Stück flussabwärts zu einer kleinen Fischersiedlung fahren. In erster Linie dient dieser Tag dem Ankommen. Das erste Abendessen, zubereitet in der offenen Küche unserer Urwald-Lodge, gibt uns einen Vorgeschmack auf die Vielfalt peruanischer Küche - es gibt entweder lokale Fischgerichte, Hühnchen oder die typisch peruanischen Fleischgerichte mit Gemüse und Kartoffeln.
Gehzeit: 0,5-1h; Fahrzeit: 0,5-1h; Urwald-Lodge Pumarini (oder ähnlich) [MA]
3. Tag Aufenthalt im Regenwald: Wanderung zum Wasserfall, Entspannung
Heute haben wir den ganzen Tag Zeit um den Regenwald und ihre Besiedlung zu erkunden. Wir wandern wir circa 2 Stunden durch ein Regenwaldgebiet mit teilweise steilen Passagen hinauf zum Wasserfall von Pucayaquillo mit einem schönen, natürlichen Badepool. Hier lässt es sich gut entspannen und im kühlen Nass erfrischen. Nachmittags können wir die Zeit in der Lodge oder am Fluss verbringen oder aber noch ein kleines Dorf namens Chazuta besuchen, in dem noch auf traditionelle Weise Töpferei-Stücke hergestellt werden. Wichtig ist, dass wir uns an die Zeitumstellung und das andere Klima gewöhnen.
Gehzeit: 2-3h; Urwald-Lodge Pumarini (oder ähnlich) [FMA]
4. Tag Vom Urwald zum 3. höchsten Wasserfall der Welt: Gocta
Eine sehr abwechslungsreiche, lange Fahrt liegt heute vor uns. Früh verlassen wir unsere Regenwaldlodge, durchqueren Tarapoto, sehen die letzten Reisfelder und folgen dem Rio Mayo. Hier bestimmen noch die strohgedeckten Häuser das Bild der Dörfer entlang des Flusses. Über den 1.150 m hohen Tangarama-Pass erreichen wir die Hochebene von Moyobamba. Der Charakter des Waldes ändert sich, der Regenwald geht nun in Nebelwald über. Die genauen Unterschiede erklärt uns unser Reiseleiter im Abra Patricia-Reservat, wo wir an einer schönen Stelle Picknick machen. Peru zählt übrigens zu den Ländern mit den meisten Orchideenarten. Orchideen sind auf unserem Weiterweg auch die vorherrschenden Pflanzen, gefolgt von vielen Bromelienarten. Auf unserer Weiterfahrt bemerken wir, dass die Täler weitläufiger werden und die Landwirtschaft intensiver. Neben Gemüseanbau wird vor allem auch Rinderzucht betrieben. Wir halten Ausschau nach einem der offenen Märkte, die hier in vielen Orten zu sehen sind, und tauchen sofern es die Zeit erlaubt kurz ein in die Welt der Gerüche und Bilder - vor uns die vollen Obststände mit Früchten in allerlei exotischen Formen und Farben. Nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem Tagesziel, der Gocta Lodge, die wir über eine 6 km lange Schotterpiste abseits der Hauptstraße auf 1.800 m Höhe erreichen. Direkt von unseren Zimmern aus können wir den Blick auf die Gocta-Fälle genießen - mit 771 m die dritthöchsten Wasserfälle der Erde. Das Besondere daran ist, dass Gocta erst im Jahr 2006 von einem deutschen Entwicklungshelfer vermessen wurde und erst seit ein paar Jahren als dritthöchster Wasserfall der Welt gilt.
Gehzeit: 0,5h; Fahrzeit: 10-11h; Fahrstrecke: 330km; Lodge [FMA]
5. Tag Wanderung zu den Gocta Fällen
Von unserer Lodge aus werden wir zum beschaulichen Dörfchen Valera gebracht (Fahrzeit circa 45 Minuten), wo wir uns für die Wanderung zum Aussichtspunkt des Wasserfalls im Lokalbüro registrieren. Durch kultiviertes Land - angebaut werden u.a. Zuckerrohr und Kartoffeln - wandern wir heute leicht ansteigend zum Aussichtspunkt mit Blick auf die spektakulären Gocta-Fälle. Die Fälle ergießen sich über zwei Stufen, wobei die obere die breitere und die untere die weit höhere ist - 540 m stürzt das Wasser im freien Fall in die Tiefe. Für uns sieht es aus, als würde das Wasser in Zeitlupe herabsinken. Nachdem wir den Blick genossen haben, begeben wir uns nun auf den Rückweg. Ohne großen Höhenunterschied wandern wir zum Dorf Valera; dort wartet unser Fahrzeug und fährt uns zur Gocta Lodge zurück, wo wir uns am Pool erholen können.
Gehzeit: 4,5-5h; Fahrzeit: 1-1,5h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 200m; Lodge [FMA]
6. Tag Kuelap das Machu Picchu des Nordens - Leymebamba
Heute stehen wir früh auf. Etwa 2 Stunden fahren wir auf einer endlos erscheinenden Schotterpiste nach Kuelap auf knapp 3.000 m hinauf. Von weitem sehen wir schon die uneinnehmbar wirkende Festungsanlage auf dem Bergsporn über uns thronen. Kuelap war vermutlich das wichtigste politische und militärische Zentrum der Chachapoya-Kultur. Nicht zu Unrecht wird Kuelap als das “Machu Picchu des Nordens" bezeichnet. Die Ausmaße der Festungsstadt sind gigantisch: mit einem Grundriss von 600 m Länge und 100 m Breite überstieg die Länge z.B. die Seitenlänge der Großen Pyramide von Gizeh um das Dreifache. Das über 500 Hektar große Gelände umfasste einst über 400 Rundhäuser und ist von einer perfekt angelegten, 2 Kilometer langen Festungsmauer umgeben. Nur zwei schmale Eingänge, deren Engstelle jeweils nur eine Person passieren konnte, gewähren Zugang zum Inneren des gewaltigen Komplexes. Hier oben verstehen wir, warum man die Chachapoya “Volk über den Wolken" oder “Wolkenkrieger" genannt hat. Erst nach erbittertem Widerstand wurden sie 1475 von den Inka unterworfen. Von den handwerklich geschickten Chachapoyas haben die Inka die Bauweise übernommen. - Eine Besonderheit ist der Totenkult, den die “Wolkenmenschen" pflegten. Sie platzierten ihre Toten in Nischen und Felsvorsprünge und lebten wohl auch im Alltag mit den Mumien der Verstorbenen zusammen.
Um die geographische Lage der Festung noch besser zu begreifen, wandern wir ca. 1.000 Höhenmeter hinunter nach Tingo (1.775 m) oder zum nahe liegenden Fluss, wo unser Fahrzeug wartet und uns nach Leymebamba in unser Hotel bringt. Wer den Abstieg nicht mitmachen möchte kann auch mit den wartenden Fahrzeugen zurückfahren.
Gehzeit: 3h; Fahrzeit: 6h; Abstieg: 1100m; Hotel [FMA]
7. Tag Leymebamba - Wanderung zu den Grabhäusern von Revash - Leymebamba
Nach einem kräftigen Frühstück packen wir unsere Wandersachen und fahren zum Ausgangspunkt der heutigen Etappe ins Tal des Flusses Ingento. Auf 2.200 m erreichen wir den Startpunkt und steigen kurz zum Flüsschen ab, bevor der Aufstieg beginnt. Falls es tags zuvor geregnet hat, kann dieses Stück sehr rutschig sein; wir sollten auf jeden Fall die Bergschuhe anziehen. Nun geht es konstant bergauf, bis der Weg auf 2.400 m auf gleicher Höhe quer verläuft und uns hinüber zum Fuß der Felswand des Cerro Carbon bringt. Noch einmal folgen 200 m steilen Aufstiegs, bis wir zum Endpunkt des Weges (2.630 m), ca. 50 Höhenmeter unterhalb der Grabhäuser von Revash, gelangen. Diese kleben wie Bienenwaben an der steil aufragenden Felswand - die terrakottafarbene Bemalung erinnert an Gompa-Bauten in Tibet. Beim Abstieg folgen wir zunächst der gleichen Route, zweigen dann aber bald auf einen anderen Weg ab, der uns etwas steiler, aber kürzer zum Endpunkt unserer Wanderung führt. Unterwegs können wir sicherlich wieder Bromelien und Orchideen bestaunen. Letztere werden für Heilzwecke zu Salbe verarbeitet und die Blätter der Pflanze zur Herstellung von Seilen verwendet, die der Befestigung der Dachbalken in den traditionellen Häusern dienen. Unser Fahrzeug wurde inzwischen zum Endpunkt unserer Etappe gebracht, und wir fahren zum Mittagessen zum Beispiel in ein schönes Lokal mit eigener Forellenzucht am Talausgang. Am Nachmittag besichtigen wir das Museum Mallqui. Ausgestellt sind Mumienbündel, die an der Lagune de Los Condores gefunden wurden. In ähnlicher Form muss es sie auch in Revash gegeben haben, von dort wurden sie allerdings von Grabräubern bereits entfernt. Das vorbildlich gestaltete Museum wurde mit österreichischer Hilfe finanziert und aufgebaut.
Gehzeit: 3,5-4h; Fahrzeit: 2h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 600m; Hotel [FM]
8. Tag Leymebamba - Cajamarca
Gestern hatten wir sicher noch Zeit, um den kleinen Ort Leymebamba zu besichtigen. Früh verlassen wir unsere Unterkunft und legen heute eine längere und kurvenreiche Fahrstrecke durch das reizvolle Andenhochland nach Cajamarca zurück. Die höchste Stelle erreicht die Straße nach dem dritten Pass auf 3.650 m Höhe. Vorher aber überqueren wir auf nur 700 m Höhe bei glühender Hitze den Fluss Maranon. Die Gegend auf dieser niedrigen Höhe ist sehr fruchtbar, je höher wir steigen umso trockener wird die Landschaft. Wir unterbrechen die lange Fahrt mit ein paar kurzen Stopps, unser Mittagessen nehmen wir heute sicherlich in Form eines Picknicks ein an einer landschaftlich reizvollen Stelle. Die “nur" 230 Kilometer erfordern circa 10 Stunden Fahrzeit und Sitzfleisch bis wir endlich Cajamarca (2.750 m) erreichen. Hier quartieren wir uns wieder für zwei Nächte in einem schönen Hotel im Kolonialstil ganz in der Nähe der Plaza de Armas ein. Cajamarca, die "vergessene Stadt", versprüht eine unglaublich authentische Atmosphäre und lädt zum Bummeln und Schauen ein.
Fahrzeit: 10-11h; Fahrstrecke: 230km; Hotel [FM]
9. Tag Cajamarca - Inkatrail nach Cumbemayo - City Tour Cajamarca
Unser Partner in Cajamarca führt uns auf einem heute noch benutzten Inka-Trail entlang einiger Farmhäuser, die wir dank seiner persönlichen Kontakte besuchen dürfen. Wir starten zu unserer Wanderung auf 3.150 m und steigen, teilweise gemeinsam mit den Bewohnern, bis auf 3.500 m auf. Dabei lernen wir das einfache Leben der Bauern kennen, das sich in letzter Zeit allerdings schneller als die Jahre zuvor verändert hat. Dank einer großen Goldmine kam die Region zu neuem Wohlstand, der sich in Form von Stromanschlüssen und Wasserleitungen bemerkbar macht. So kann es sein, dass man mitten auf dem Weg schon in der Früh den einen oder anderen Fernseher “schnattern" hört. Unsere Wanderung endet in Cumbemayo, einem mystischen Ort. In unmittelbarer Nähe des so genannten Steinwaldes der Mönche - gigantische, an menschliche Gesichter erinnernde Felsformationen - verläuft ein Aquädukt aus der Vorinkazeit, vermutlich aus der Chavin-Epoche. Dieser bestens erhaltene Kanal diente rituellen Zwecken. Oberhalb des Steinwaldes genießen wir ein schönes Picknick, bevor uns unser Fahrer zurück nach Cajamarca bringt. Am Nachmittag stehen in Cajamarca weitere Besichtigungen an. Wir sehen z. B. die Kathedrale oder den im Mestizen-Barock erbaute Complejo Belen. Natürlich besuchen wir das berühmte Lösegeldzimmer, das die Inka einmal mit Gold und zweimal mit Silber auffüllen mussten, um Atahualpa zu retten. Geholfen hat es nicht, Francisco Pizarro lies den Inka-Herrscher dennoch 1533 hinrichten.
Gehzeit: 4-4,5h; Fahrzeit: 4h; Aufstieg: 350m; Hotel [FM]
10. Tag Zum Pazifik: Cajamarca - Huanchaco: Kuntur Wasi, Senora de Cao
Heute legen wir den letzten Abschnitt unserer Überquerung vom Amazonasbecken zum Pazifik zurück. Früh morgens brechen wir auf, denn ein langer Tag steht uns bevor. Unterwegs stoppen wir in Kuntur Wasi, einem noch recht wenig bekannten Ort. Im Museum des präkolumbianischen Zeremonienzentrums können wir die ältesten Goldschmiedearbeiten Amerikas sehen und die kunstvollen Armbänder, Goldkronen und Goldhandschuhe, die die Cupisnique-Kultur bereits um 1200 v. Chr. hervorgebracht hat, bestaunen. Im Jequetepeque-Tal erleben wir den Übergang zur Küstenlandschaft am Pazifik: Wir sehen erodierte Schluchten, Sukkulenten vor schwarzen Bergen und unzählige Reisfelder im Flusstal. An der meist diesigen Küste erreichen wir die berühmte Panamericana. Zum Mittagessen suchen wir uns einen schönen Platz am Meer um zu picknicken. Dann brechen wir auf zur "Frau aus Cao" (Senora de Cao), einem weiteren absoluten Highlight, bezeichnend für die kulturelle Vielfalt im Norden Perus. Es handelt sich um den sensationellen Fund von El Brujo. Auf einer der Huacas (Pyramiden) entdeckte man das Grab einer Frau, die aufgrund der zahlreichen wertvollen Grabbeigaben eine Herrscherin der Moche gewesen sein dürfte (vor 1.600 Jahren). Ihre Tätowierung am Unterarm deutet darauf, dass sie auch eine hohe Schamanenpriesterin gewesen sein könnte. Im hochmodernen Museum ist die Mumie mit ihren Grabbeigaben ausgestellt (Fotografieren verboten). Wir fahren weiter nach Huanchaco, einem kleinen Ort am Strand, nahe der Stadt Trujillo. Hier sind wir für zwei Nächte in einem angenehmen Hotel in Strandnähe untergebracht. (Heute können wir unsere Wäsche waschen lassen, die dann am Folgetag fertig sein sollte.)
Fahrzeit: 9,5-10,5h; Hotel [FM]
11. Tag Mondpyramide der Moche-Kultur und Chan Chan
Huanchaco ist das Strandressort von Trujillo und für seine guten Fischrestaurants und die Caballitos de Totora (Pferdchen aus Schilfgras = Schilfboote) bekannt. Ganz stolz behaupten die Fischer, die heute noch täglich mit diesen Schilfbooten aufs Meer hinausfahren, ihre Konstruktionen seien die Vorbilder aller Surfboards. Am Vormittag entdecken wir die "Huaca de La Luna" (Mondpyramide) in der einstigen Hauptstadt des Moche-Reichs. Gegenüber der Mondpyramide, die wohl als religiöses Zentrum des Reiches galt, sehen wir die noch nicht freigelegte "Huaca del Sol" (die Sonnenpyramide). Diese über 40 m hohe, aus 180 Millionen Lehmziegeln errichtete Pyramide gehört zu den eindrucksvollsten Bauwerken weltweit. Die Mondpyramide ist zwar die kleinere, doch besser erhaltene der beiden Pyramiden. An vielen Orten ist diese Anordnung der Bauwerke der Moche zu finden - zwei Pyramiden, die jeweils das weltliche und das religiöse Zentrum darstellten. Forscher gehen davon aus, dass die Moche dieses Gebiet aufgrund eines extremen El Nino um 800 n. Chr. verlassen haben. Nach den Moche stiegen die Chimu zur neuen Führungsmacht auf und wurden erst 1470 von den Inka unterworfen. Nach unserem Besuch der Mondpyramide erkunden wir Trujillo, die wichtigste Stadt Nordperus. Hier finden sich noch viele Baudenkmäler aus der spanischen Kolonialzeit wie auch aus der Chimu- und Mochica-Zeit. Am Nachmittag folgt ein weiteres Highlight: wir besichtigen Chan Chan, die größte aus Adobeziegeln erbaute Stadt, die jemals im präkolumbianischen Amerika existiert hat. Sie war die Hauptstadt des Chimu-Reichs und zählt seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Fahrzeit: 2h; Hotel [F]
12. Tag Fahrt in die Cordillera Blanca, Besuch der Sechin-Ruinen
Bisher lag der Schwerpunkt unserer Reise auf den kulturellen Höhepunkten, wobei viele Wanderungen unser Programm aufgelockert haben. Nun wenden wir uns allmählich den messbaren Höhepunkten zu, den höchsten Bergen der peruanischen Anden in der Cordillera Blanca. Sie ist die höchste Gebirgskette nach dem Himalaya, der höchste Gebirgszug in den Tropen und seit 1985 UNESCO-Weltnaturerbe. 23 Gipfel liegen über der 6.000er-Marke. Der höchste Berg Perus, der Nevado Huascaran, mit 6.768 m gleichzeitig der dritthöchste Berg Amerikas, überragt das Santa-Tal. Wir fahren durch das Casma-Tal und besuchen dort die Ruinen von Sechin, es handelt sich um die älteste Zeremonialanlage Südamerikas. Das kleine Museum wird von der VW-Stiftung unterstützt. In Huaraz (3.028 m), der Hauptstadt der Ancash Region, beziehen wir unser Hotel.
Fahrzeit: 8-9h; Hotel (3.028 m) [FM]
13. Tag Chavin de Huantar - eine weitere UNESCO-Weltkulturerbestätte
Am Vormittag besuchen wir den Hauptort der Cordillera Blanca, Huaraz (3.028 m). Da Huaraz bei einem vernichtenden Erdbeben fast vollständig zerstört wurde, ist das Stadtbild nicht wirklich schön. Dennoch ist Huaraz das Mekka der Bergsteiger aus ganz Südamerika, es wird auch liebevoll das "Chamonix der Anden" genannt. Wir folgen der Hauptverbindungsstraße Richtung Lima, zweigen aber bei Catac auf 3.400 m zum Kahuish-Tunnel ab, der auf einer Höhe von 4.516 m hinunter nach Chavin führt. In Chavin (3.250 m) besuchen wir das einzigartige Freigelände, wiederum eine UNESCO-Weltkulturerbestätte, und anschließend das neu errichtete Museum. Chavin gilt als das älteste Zentrum der andinen Hochkulturen mit den ältesten Bauwerken aus behauenem Stein. Berühmt sind die drei Stelen. Die Hauptstele, Lanzon (die Lanze), kann im Original in einem der Labyrinthe der Anlage betrachtet werden. Am bekanntesten dürften aber die Mauerwächter sein. Die oberen Mauerränder säumten einst über 40 aus Stein gemeißelte, fein gearbeitete Köpfe - ein einziger befindet sich heute noch im Original an Ort und Stelle. Viele der steinernen Köpfe wurden inzwischen mit den Stelen aus dem Museum in Lima wieder hierher ins neue Museum von Chavin gebracht. Wir werden es nach einem Rundgang über die exakt geplante Anlage besuchen. Chavin war vermutlich ein ritueller Ort, an dem Priester unter dem Einfluss von Halluzinogenen den von weither angereisten Besuchern die Zukunft voraussagten. Da wir gleich im Nachbarort San Marcos (3.430 m) übernachten, können wir die Anlage in Ruhe besichtigen und die Atmosphäre des Conchukos-Tales auf der Ostseite der Cordillera Blanca genießen.
Fahrzeit: 4,5-5,5h; Hotel [FMA]
14. Tag Cordillera Blanca: Wanderung zur Inka-Siedlung Huanuco Pampa
Unsere Fahrt führt uns weiter auf der Ostseite der Cordillera Blanca zur größten Inka-Siedlung außerhalb Cuzcos, nach Huanuco Pampa. Über eine Minenstraße durchqueren wir zuvor Antamina, eine der größten Minen Perus. Die komplette Infrastruktur mit eigener Stadt, Starkstromleitungen und einer eigens gebauten Straße zeigt die Bedeutung des Bergbaus in Peru. Beim kleinen Dorf Kolpa steigen wir aus und gehen nun etwas länger als eine Stunde bergauf, um zum Rastplatz des Inka auf einer weitläufigen Hochebene zu gelangen. Noch eine knappe Stunde wandern wir über die Hochebene, direkt auf die Rückseite von Huanuco Pampa zu. Die Eintrittskarten hat einer unserer örtlichen Reiseleiter inzwischen besorgt und so betreten wir das Gelände von der Rückseite. Besonders beeindruckend sind der Hauptplatz, die im Ansatz noch gut erhaltenen Gästehäuser, das Haus des Inka und die vielen doppelwandigen Durchgänge. Ganz in der Nähe haben unsere Begleiter inzwischen unsere Zelte, die Küche und unser Essenszelt aufgebaut. Wir verbringen unsere erste Nacht im Zelt auf circa 3.600 m. An diesem Abend erklärt uns unser Reiseleiter die Bedeutung der ISO 14001-Regeln, die vor allem Naturschutz und Nachhaltigkeit in den Bergen zur Grundlage haben. Unser örtlicher Partner Explorandes ist die erste und bisher einzige Agentur in Peru, die diese Zertifizierung durchlaufen hat. Das Schöne daran: Diese Regeln werden auf dem Trekking aktiv umgesetzt.
Gehzeit: 2,5h; Fahrzeit: 5-5,5h; Aufstieg: 200m; Zelt (3.600 m) [FMA]
15. Tag Trekking in der Cordillera Huayhuash: Queropalca - Laguna Carhuacocha
Zunächst fahren wir ein gutes Stück von Huanuco Pampa bis Queropalca. Die Fahrt ist sehr abwechslungsreich und führt durch mehrere Dörfer. Nach circa zwei Stunden erreichen wir am Ende der Straße Queropalca (3.830 m), wo unsere Mulitreiber bereits auf uns warten. Wir gehen los und laufen erst durch den Ort bis zum Carhuacocha-Fluss, dem wir leicht ansteigend folgen. Die ersten Hochalmen sind zu sehen. An einer Stelle mit schöner Aussicht stärken wir uns bei einem Picknick. Weit hinten im Tal zeigen sich schon die ersten Eisgipfel mit ihren bizarren Hängegletschern, in der Mitte der höchste Berg der Cordillera Huayhuash, der Yerupaja, mit 6.617 m zugleich der dritthöchste Berg Perus. Frisch gestärkt wandern wir dann noch drei Stunden, immer leicht ansteigend, bis plötzlich der Carhuacocha-See vor uns liegt. Wir sehen die bereits aufgestellten Zelte (4.138 m) an einer malerischen Stelle nördlich des Sees. Vor dem Abendessen haben wir noch genügend Zeit, um das großartige Bild der 6.000er auf uns wirken zu lassen: Siula Grande (6.344 m), Yerupaja (6.617 m), Yerupaja Chico (6.089 m), Jirishanca (6.094 m), Jirishanca Chico (5.446 m) - jeder für sich ein einzigartiges Kunstwerk aus Fels und Eis.
Gehzeit: 4,5-5,5h; Fahrzeit: 2h; Aufstieg: 410m; Abstieg: 80m; Zelt (4.138 m) [FMA]
16. Tag Trekking: Laguna Carhuacocha - Laguna Mitucocha
Buenos días - aufgewacht! Wir genießen die Morgenstimmung am See. Die vier Eisriesen spiegeln sich frühmorgens, wenn noch kein Wind weht und der Himmel wolkenlos ist, wunderbar im Wasser. Wir frühstücken gemütlich und brechen dann auf zu unserem 2. Trekking-Tag. Heute überschreiten wir unseren ersten Pass, dieser wird aber keine großen Anforderungen stellen. Ganz gemächlich wandern wir vom Camp auf einen Höhenrücken über dem See und folgen diesem eine halbe Stunde, bevor wir ins sehr sanft ansteigende Yanayana-Tal hochsteigen. Selbst auf über 4.000 m gibt es noch Almwiesen mit Kühen und Pferden; wir sehen vielleicht Wildkaninchen (Vizcachas) und beobachten Kondore und Cara Cara-Vögel. Nach etwa drei Stunden erreichen wir die Passhöhe Yana Punta auf 4.630 m und wandern danach in circa zwei Stunden das genauso sanft abfallende Waya-Tal zu unserem Lagerplatz in Janca (4.290 m) hinunter (die letzte halbe Stunde ist es jedoch etwas steiler). Nach dem Mittagessen gehen wir zum Mitucocha-See und bestaunen die dortigen Eisriesen: Jirishanca, Rondoy (5.870 m) und Ninashanca (5.607 m). Auf dem Weg zum Mitucocha-See (4.230 m) ist die Chance groß, Hunderte von Andengänsen zu beobachten.
Gehzeit: 5,5-6h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 500m; Zelt (4.230 m) [FMA]
17. Tag Trekking: Mitucocha-See bis Matacancha
Über den kleinen Ort Janca gehen wir weiter und blicken noch einmal zum Mitucocha-See und zu den Eisgipfeln zurück. Unter uns schlängelt sich der Caliente-Fluss, der weiter oben im Tal aus dem roten See (Pucacocha) austritt - ein farblich schöner Kontrast. Nach zwei Stunden erreichen wir den Fuß des Cacananpunta-Passes; nun wird es erstmals richtig anstrengend. Es sind nur 175 Höhenmeter zu überwinden, wir müssen aber extrem langsam aufsteigen, denn letztlich erreichen wir die stolze Höhe von 4.690 m. Dieser Pass ist etwas Besonderes, stellt er doch die Wasserscheide zwischen Amazonas und Pazifik dar. Nicht ganz einfach sind die nächsten hundert Meter im steilen Abstieg (auf breitem Weg); doch danach ist die Strecke bis zur Straße in Quartelhuain (4.170 m) nicht mehr schwierig zu gehen. Hier treffen wir auf eine Minenstraße, der wir noch eine halbe Stunde bis zu unserem Lager in Matacancha (4.150 m) folgen. Ein ganz anderer Tag und Weg als gestern, aber wieder ein neuer Blick auf den Rondoy (5.870 m)!
Unser Lagerplatz befindet sich in der Nähe der Minenstraße, die dieses Tal durchzieht. Daher werden wir auch in der Nacht ab und zu ein Rumpeln hören. Es rührt nicht von den Gletschern her, sondern von einigen wenigen LKWs, die sich auch nachts die Minenstraße hocharbeiten.
Gehzeit: 5-5,5h; Aufstieg: 460m; Abstieg: 540m; Zelt (4.150 m) [FMA]
18. Tag Trekking: Sambuyo-Pass bis zum See Jahuacocha
Von unserem Lagerplatz gehen wir ins Rondoy-Tal hinein. Hier müssen wir uns kurz anstrengen, denn etwa hundert Höhenmeter geht es recht steil über einen Grashang, der dann in einen wunderbaren Höhenweg mündet. Wer schon einmal den Höhenweg von Grächen nach Saas Fee in der Schweiz gegangen ist, kann sich ungefähr vorstellen, was uns erwartet. Ein Weg wie im Bilderbuch. Faszinieren uns anfangs noch die Tiefblicke ins Rondoy-Tal, sind es später die Gipfel, denn alle paar Hundert Meter zeigt sich ein weiterer namhafter Berg. Besonders beeindruckend ist die Nähe zu den Gletschern des Ninashanca und Rondoy. Der Weg steigt jetzt ständig, aber mäßig an, so dass wir ein sehr ausgewogenes Tempo gehen können. Bei 4.750 m erreichen wir dann den Rondoy-Pass, der unmittelbar zum Sambuyo-Pass auf fast gleicher Höhe (4.740 m) hinüberführt. Hier stockt uns fast der Atem, denn ein völlig neuer Blick eröffnet sich uns zum mächtigen Gletscher des Jirishanca und zum türkisblauen See Soltero tief unten. Nochmals konzentrieren wir uns auf den Abstieg, der wesentlich steiler als der Aufstieg ist und teilweise über schmale Kehren zu unserem Rast- und Mittagsplatz führt. Nach der verdienten Pause wandern wir entlang des Ufers des Jahuacocha (cocha = See). Immer wieder müssen wir uns umdrehen, denn die Ausblicke über den See zum herrlichen Panorama mit den Gipfeln der Berge Jirishanca, Yerupaja, Rasac und andere Eiskappen lassen unsere Augen und Kameras nicht ruhen. In traumhafter Lage am See schlagen wir unser Zeltlager auf und erleben hoffentlich einen der berühmt-schönen Sonnenuntergänge. Damit haben wir auf unserem Trekking die beiden "besten" Plätze der Cordillera Huayhuash, die Hochland-Seen Carhuacocha und Jahuacocha, kennen gelernt. Vom Carhuacocha aus kann man die schönsten Sonnenaufgänge und vom Jahuacocha aus die schönsten Sonnenuntergänge erleben.
Gehzeit: 5,5-6h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 700m; Zelt (4.060 m) [FMA]
19. Tag Trekking-Ende: Jahuacocha-See - Chiquian
Heute steht uns unsere letzte Trekking-Etappe bevor. Wir wandern über den Shullca-Pass (4.575 m) nach Pocpa (3.475 m) und fahren dann nach Llamac. In relativ steilen Kehren wandern wir die erste halbe Stunde bis auf 4.375 m (300 m Aufstieg) hinauf. Ab hier folgen wir einem aussichtsreichen Höhenweg über drei kleine Sättel bis zur Passhöhe auf 4.575 m. Auf diesem Weg können wir noch einmal die Höhepunkte unserer Trekkingtour Revue passieren lassen. Alle Gipfel, die uns während der letzten Tage "begleitet" haben, bilden ein schönes Panorama vor uns. Der Abstieg führt zunächst 100 Höhenmeter sehr steil hinunter und dann in lang gezogenen Serpentinen durch Quenualwälder. Ein toller Tiefblick bietet sich uns ins Pocpa-Tal und zu den gegenüberliegenden Terrassenfeldern. Nach 1.060 m Abstieg erreichen wir die Straße und verabschieden uns hier von den Mulitreibern und ihren Tieren. Mit dem Bus fahren wir hinunter nach Llamac und auf staubiger, abenteuerlicher Piste fahren wir zwei Stunden bis zum Städtchen Chiquian (3.370 m). Hier kommen wir in einem netten Hotel unter. Die erste Dusche nach dem Trekking wird uns allen gut tun.
Gehzeit: 6h; Fahrzeit: 2h; Aufstieg: 515m; Abstieg: 1060m; Hotel (3.370 m) [FMA]
20. Tag Chiquian - Caral, älteste Stadt Amerikas - Lima
Heute heißt es wieder "früh aufstehen". Auf unserer Fahrt aus dem Gebirge hinunter an die Küste werden wir die stolze Höhendifferenz von über 3.000 m überwinden. Die Landschaft verändert sich rasch im Übergang vom andinen Hochland zur immer wüstenhafteren, durch den Humboldt-Strom abgekühlten Küste mit grünen Oasen, auf denen Landwirtschaft betrieben wird. Mittags suchen wir uns ein feines Plätzchen zum essen.
Den langen Fahrtag unterbrechen wir mit einem neu entdeckten kulturellen Highlight, welches den kulturgeschichtlichen Teil unserer Reise perfekt abdeckt. Circa eine halbe Stunde von der Panamericana entfernt in einem wüstenhaften Tal mit trockenen Bergrücken und Sanddünen liegen die Ruinen von Caral, erst 2009 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Es handelt sich um die älteste bisher auf amerikanischem Boden entdeckte Kultur. Ihre Wurzeln reichen zurück bis 3000 v. Chr. - damit ist Peru die Schatzkammer der altamerikanischen Hochkulturen, ja die Schatzkammer Amerikas. Caral wurde erst 1994 entdeckt und ist eine lebendige Ausgrabungsstätte. Überall wird an den bisher 6 freigelegten Pyramiden und 2 Tempeln gearbeitet. Besonders beeindruckend sind die Plazas Circulares, die sich unmittelbar gegenüberliegen. Hier wurden unzählige Musikinstrumente aus Knochen gefunden. Man vermutet, dass die Plätze so gebaut waren, dass durch die Musik ein besonderes Echo entstand. Es gibt noch einige andere Ausgrabungsstätten im Tal von Caral, hier ist die Entwicklung aber am weitesten fortgeschritten. Nach der Führung setzen wir unsere Fahrt bis nach Lima fort; das moderne Viertel der Stadt, Miraflores, wird uns wie eine Zukunftswelt erscheinen.
Fahrzeit: 10-11h; Hotel [FM]
21. Tag Lima - Rückflug
Den heutigen Vormittag genießen wir in Freizeit nach unseren eigenen Vorstellungen. Wer möchte kann z.B. das Museum Larco Herrera besuchen, das viele Kenner für das beste Museum Limas halten. Das Spezialgebiet von Larco Hoyo, dem Gründer des Museums, war die peruanische Nordküste; aus diesem Gebiet stammen die meisten der 45.000 Objekte, die die Kulturen der Cubisnique, Chavin, Moche, Huari, Nazca, Chimu und der Inka widerspiegeln. Wer möchte kann die Zeit nutzen um sich in der Stadt noch einmal ins Markttreiben zu stürzen, einzukaufen oder im Café Andino einen "cafecito" oder einen Pisco Sour zu trinken. Um circa 12 Uhr müssen wir aus dem Hotel ausgecheckt haben, wir gehen zum Abschied noch ein Mal gemeinsam essen und am Nachmittag werden wir zum Flughafen gebracht und treten unseren Rückflug nach Europa an.
[FM]
22. Tag Ankunft in Deutschland
Ankunft in Madrid und Weiterflug zum Zielflughafen.
Besonderer Hinweis: Diese Reise wurde persönlich vom Hauser-Chef Manfred Häupl und dem Geschäftsführer unserer langjährigen Partner-Agentur Explorandes im September 2010 erkundet. Diese Reise ist ein absolutes, neues Highlight im Hauser-Programm mit der idealen Mischung aus Kultur und Trekking.
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Wer sich gleichermaßen für Kultur und Trekking in Peru interessiert, findet hier die ideale Kombination.
Die Tour empfiehlt sich sowohl Peru-Einsteigern als auch Reisenden, die das Land wiederholt besucht haben. Denn nur diese unserer Peru-Reisen führt zu den Zeugnissen der ältesten Kulturen Perus bis hin zu jenen der Inka und der spanischen Konquistadoren. Zudem erhalten Sie einen Eindruck vom Peru unserer Tage.
Allerdings werden viele Peru-Reisende den Süden mit dem weltberühmten Machu Picchu bereits besucht haben oder zuerst besuchen wollen. Wenn Sie beispielsweise das Kultur-Trekking im Süden des Landes schon mitgemacht haben, bietet Ihnen diese Reise die ideale Ergänzung Ihrer Peru-Erfahrungen. Während die Südroute sich stark auf die Kultur der Inka konzentriert, erweitert diese Reise den Horizont in eindrucksvoller Weise durch den Besuch von Stätten der Prä-Inka-Kulturen. Die Route schließt aber an die größte Inka-Siedlung außerhalb Cuzcos, in Huanuco Pampa, an. Der Norden des Landes - hier liegt die Wurzel seiner Kultur - ist die Schatzkammer Perus, ja ganz Amerikas.
Bereits während der Reisetage mit Kulturprogramm unternehmen Sie immer wieder zünftige Wanderungen mit bis zu 700 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. Sie kommen in Höhen bis über 3.000 m und werden somit für den so genannten kleinen Huayhuash-Trek gut gerüstet sein. Vier Mal überschreiten Sie über 4.000 m hohe Pässe, wobei die maximale Höhe 4.750 m beträgt. Dennoch haben wir uns bei der Bewertung der Tour “nur" für die Schwierigkeitsstufe 2 entschieden (etwa mit der Everest-Gokyo-Tour in Nepal vergleichbar), da Sie, bis auf ganz wenige Passagen, auf hervorragend ausgebauten Wegen gehen. Zudem sind die Tagesetappen an den Tagen mit einer Passüberschreitung extrem kurz gehalten (durchschnittliche Gehzeit pro Tag 5 bis 6 Stunden). So kann kein Zeitdruck entstehen, der eine Höhenkrankheit begünstigen könnte. Sollte es Ihnen dennoch einmal schlecht gehen, haben wir immer ein Pferd für den Notfall dabei. Die Routenführung erlaubt außerdem stets einen schnellen Abtransport in ein tiefer gelegenes Tal. Ihr Herz und Kreislauf sollten gesund sein. Bitte konsultieren Sie vor der Reise Ihren Arzt/Ihre Ärztin.
Wenn Sie an dieser Tour teilnehmen möchten, sollten Sie also ein ambitionierter, ausdauernder Bergwanderer sein, der regelmäßig wandert und nicht nur sporadisch Sport treibt. Dann werden Sie große Freude an einem der schönsten Trekkings haben, das man in der kurzen Zeit überhaupt machen kann. Für Menschen mit Entdeckergeist. Einfache Infrastruktur, dafür intensive Erlebnisse inklusive vieler Geheimtipps.
Hauser Shop
Zur Komplettierung Ihrer Ausrüstung und für spezielle Fragen steht Ihnen unser Hauser Shop gerne zur Verfügung. Einen Überblick über das Angebot finden Sie unter www.Hauser-Shop.de oder in der aktuellen Programmübersicht. Tel: 089 235006-21.
Dankeschön
Als Dankeschön für die Teilnahme an dieser Reise erhalten Sie einen Gutschein im Wert von 25.- € für den Hauser Shop.
Einreisebestimmungen: Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz ist kein Visum nötig. Der Reisepass muss nach Ankunft in Peru noch 6 Monate gültig sein. Für das Amazonas-Gebiet in Peru (Tarapoto z.B. als Bestandteil der Reise) ist eine Gelbfieber-Impfung zwingend vorgeschrieben. Empfohlen werden: Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie und Polio sowie eine Gelbfieber-Impfung für ausgewiesene Gelbfieber-Endemiegebiete Perus (Amazonas-Gebiet). Ausführliche Informationen erhalten Sie zusätzlich bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,98 € pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise: Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Klima
Da Peru auf der Südhalbkugel liegt, sind die Jahreszeiten den unseren entgegengesetzt, aber aufgrund der Nähe zum Äquator weniger ausgeprägt. Bedingt durch die Höhenlage und den kalten Humboldt-Strom ist das Klima im Allgemeinen kühler als in Äquatornähe zu erwarten wäre. Sie erleben auf dieser Reise sehr unterschiedliche Landschaftsräume Perus. Tarapoto grenzt an das Amazonastiefland, Chachapoyas liegt im Hochbecken des Altiplano, Trujillo befindet sich in der Küstenwüste und bei Ihrem Trekking in der Cordillera Huayhuash gelangen Sie bis ins Hochgebirge. Entsprechend unterschiedliche klimatische Verhältnisse erwarten Sie.
Amazonastiefland: Hohe Temperaturen zwischen 20° und 32° herrschen das ganze Jahr über, es ist feuchtheiß. Die Reise liegt außerhalb der Regenzeit, die in der Regel im November beginnt und im April endet. Nachmittägliche Regengüsse kann es aber das ganze Jahr über geben.
Hochbecken des Altiplano und Hochgebirge: Juni bis Oktober sind die trockenen Monate. Die Tagestemperaturen liegen, abhängig von der Höhe und dem Monat, zwischen 18° und 25°. Im Juli und August, teils auch im September werden die niedrigsten Temperaturen verzeichnet, dafür ist die Sicht in diesen Monaten am klarsten und kaum eine Wolke am strahlend blauen Himmel. Nachts kühlt es im Hochland stark ab - bis auf minus 15°. Auf den Pässen kann es zu Schneefällen kommen.
Küstenwüste: Von März/April bis September/Oktober wird das Klima von den Küstennebeln (Garua) bestimmt, die ab und zu feinen Nieselregen mit sich bringen. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen zwischen 16° und 19°. Im September/Oktober ist es wärmer als in den Vormonaten.
Ausrüstung
Wichtig ist ein sehr guter Schlafsack mit einem Komfortbereich bis minus 15° (Juli-September) und bis minus 10° (Oktober-November) und stabile, knöchelhohe Bergschuhe mit griffiger Profilgummisohle, Teleskop-Tourenstöcke sind empfehlenswert. Eine ausführliche Ausrüstungsliste erhalten Sie mit Ihren Buchungsunterlagen.
Gepäck
Sie benötigen eine flexible Reisetasche und einen Tagesrucksack. Gepäck, das Sie während des Trekkings nicht benötigen können Sie deponieren.
Reiseveranstalter
Hauser exkursionen international GmbH
Spiegelstr. 9
81241 München
Tel. 089 / 23 50 06-0, Fax 089 / 23 50 06-99
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In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Agentur
sowie den IATA-Luftverkehrsgesellschaften
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