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Kham das unbekannte Tibet: vom Yilhun Lhatso nach Dege

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Detailprogramm
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  • Sechstägiges Trekking durch das kaum bekannte Chola-Massiv
  • Aktive klösterliche Zentren: Garze, Dzochen, Pelpung
  • Die berühmte Klosterdruckerei von Dege
  • Herzliche Begegnungen mit den Khampa-Nomaden
  • Burgen und Wehrtürme, traditionelle tibetische Dörfer
  • Grasland, Wälder, Schluchten, Schneeberge

Von den ursprünglich drei Großprovinzen Tibets ist Kham sicherlich die abwechslungsreichste. Die atemberaubend schönen Landschaften sind von Bauern und Nomaden besiedelt. Mit großer Hartnäckigkeit halten sie an ihrem überlieferten Lebensstil, ihren Traditionen und ihrer Religion fest. In Osttibet ist der tibetische Buddhismus sehr lebendig geblieben, wovon eine Vielzahl von großen und kleinen Klöstern zeugt. Ausgehend von Chengdu folgen Sie einer alten Handelsroute. In Dzochen besichtigen Sie eines der größten Klöster der Nyingmapa-Schule in Kham. Danach erwartet Sie der türkisfarbene Gletschersee Yilhun Lhatso am Fuß des 6.168 m hohen Chola Shan. Hier beginnt das sechstägige Trekking. Auf dem Weg durch das majestätische Chola-Massiv durchwandern Sie Schluchten und Wälder, überqueren bis zu 5.000 m hohe Pässe und treffen auf Nomaden, die die Grasländer mit ihren Yak- und Ziegenherden bevölkern. Ihr Trekking endet in Dege, einem wichtigen Zentrum in Osttibet, mit seiner berühmten Klosterdruckerei.

Termine und Preise
Reisedauer 19 Tage
Mindestteilnehmerzahl 10 Personen
Höchstteilnehmerzahl 15 Personen

Weitere Informationen zur Mindestteilnehmerzahl und Durchführung

Reisenr. Von Bis Preis o. Flug Reiseleitung Verfügbarkeit
2CXK0101 05.09.12 22.09.12 3.690,- Auf Anfr. Böhnert Helmut Buchen
Einzelzimmerzuschlag inkl. Einzelzeltzuschlag: 390,-

Leistungen

Hauser-Inklusivleistungen

• Hauser-Reiseleitung ab/bis Deutschland
• Flug mit KLM Amsterdam - Chengdu - Amsterdam
• kostenlose Anschlussflüge ab vielen deutschen Städten nach Verfügbarkeit
• derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
• Übernachtung in Hotels, Gästehäusern und Zelten
• Vollpension
• Transfers/Fahrten laut Programm
• Koch- und Begleitmannschaft
• Camping- und Kochausrüstung
• Gepäcktransport mit Pferden und Yaks
• Eintrittsgebühren lt. Programm
• Hauser-Top-Schutz im Wert von € 192,-; Reiserücktritts-Versicherung, Reisehaftpflicht-Versicherung, Reisekranken-Versicherung mit medizinischer Notfall-Hilfe, Rundum-Sorglos-Service

Wunschleistungen

• Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket € 55,-: Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung

Weitere Informationen zum Hauser-Top-Schutz
Weitere Informationen zum Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket

Nicht enthaltene Leistungen

Visakosten China ca. € 40,- inklusive Beschaffung; Getränke, Trinkgelder (ca. € 5,- pro Tag), Einzelzimmer-Zuschlag, individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art.

Tourverlauf
1. Tag Anreise

Linienflug mit KLM von Amsterdam nach Chengdu.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m;

2. Tag Chengdu

Ankunft in Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan (= Vier Flüsse). Transfer zu unserem Hotel. Wir befinden uns in einer der fruchtbarsten, deshalb bevölkerungsreichsten Provinzen des Landes, bekannt als “Reiskammer Chinas", aber auch als Heimat der Pandabären.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einem Hotel [A]

3. Tag Danba

Über Yaan erreichen wir Danba (1.900 m) und übernachten hier in einem Gästehaus.
Fahrstrecke: 450km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Gästehaus in Danba [FMA]

4. Tag Danba

Den ganzen Tag erkunden wir die Umgebung von Danba. Wir fahren ins 3 km entfernte Dorf Suopo im “Land der 1000 Festungstürme". In diesem Gebiet der Gyarong- (Jiarong-) und Minyak-Tibeter gibt es noch viele Dörfer mit massiv aus Stein erbauten Bauernhäusern (ähnlich unseren mittelalterlichen Burgen) und auffälligen, hohen, das Dorf weit überragenden Wehrtürmen. Von den Plattformen dieser Festungstürme wurden die Dörfer von mit Pfeil und Bogen bewaffneten Kämpfern verteidigt.
Nach dem Mittagessen in Danba fahren wir eine kleine gewundene Bergstraße hinauf zum Dorf Jiaju. Dort bietet sich uns ein überwältigender Blick auf die verstreut an einem Hang liegenden Gyarong-Bauernhäuser. Wurde in Suopo mit den Türmen noch die Wehrhaftigkeit betont, hat man hier, in Jiaju, mit den bunt bemalten und mit Schnitzwerk verzierten Häusern das Gefühl, auf lauter kleine Schlösser zu blicken. Wir wandern durch das Dorf und versuchen auch, einen Blick in die Wohnstuben und Innenräume zu erhaschen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; einfaches Hotel [FMA]

5. Tag Luhuo

Wir fahren wieder durch ein Flusstal mit kleinen Dörfern, vorbei an kleinen heißen Quellen. Nach einem ca. 3.800 m hohen Pass verändert sich die Landschaft: Auf die engen Schluchten bei Gyarong folgt das weite Grasland von Zentral-Kham. Bei der Fahrt vom Pass hinab sehen wir im Tal schon die Klosteranlage von Garthar Choede (3.500 m; chin. Huiyuansi). Das 200 Jahre alte Gelugpa-Kloster, in dem 200 Mönche wohnen, hat Bezug zu drei der Dalai Lamas. Der 7. Dalai Lama soll in einem Tempel des Klosters 7 Jahre gewohnt haben. Der 11. Dalai Lama ist in dieser Gegend geboren und der jetzige 14. Dalai Lama verweilte 1954 drei Tage hier. Nach der Besichtigung sind es nur noch einige Minuten Fahrt bis Bamei (ca. 3.500 m), wo wir zu Mittag essen.
Wir fahren auf dem sogenannten Sichuan Tibet Highway, einer Strecke, auf der früher die legendäre Teestraße verlief. Entlang dieser Straße transportierten die Yak-Karawanen den in Yakleder eingenähten chinesischen Ziegeltee in mehrere Monate dauernden Märschen von Kangding über Garze nach Lhasa bzw. Zentraltibet. “ … Es sind Yaks, so um die zweitausend, in Gruppen unterteilt, eine Karawane die Tee nach Lhasa bringt"… schrieb Alexandra David Neel im August 1921 in einem Brief. Sie reiste auf derselben Route wie wir über Xiaojiu, Danba und Bamei nach Luhuo.
Fahrstrecke: 250km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Gästehaus [FMA]

6. Tag Garze

Am Vormittag besichtigen wir In Luhuo die Drango Gompa (chin. Shou ling si; ein Gelugpa-Kloster aus dem 17. Jh.). Nach dem Mittagessen geht es weiter über einen ca. 3.900 m hohen Pass nach Garze (3.300 m; auch Ganzi).
Fahrstrecke: 120km; einfaches Hotel [FMA]

7. Tag See Yilhun Lhatso

Am Ortsrand auf einem Hügel liegt das 1642 gegründete Gelugpa-Kloster von Garze. Von hier bietet sich uns ein weit reichender Blick über das Flusstal zur gegenüberliegenden Bergkette. Nach Besichtigung der Garze-Gompa fahren wir weitere 95 km bis zum heiligen See Yilhun Lhatso. Durch ein weites Flusstal mit schwarzen Nomadenzelten, grasenden Viehherden und kleinen Dörfern erreichen wir die an der Straße liegende Dargye Gompa (chin. Dajin si), ein Gelugpa-Kloster mit 170 Mönchen, das wir besichtigen. Anschließend geht es weiter über Manigango zum Ausgangspunkt unseres 9-tägigen Trekkings, dem See Yilhun Lhatso (ca. 4.000 m). Auf einer Wiese errichten wir für zwei Nächte unser Zeltlager. Ein kurzer Wanderweg führt zum Yilhun Lhatso (Xinlu Hai-See - See der Seele). Der türkisfarbene, als heilig verehrte Gletschersee liegt am Fuß des Schneeberges Chola Shan (6.168 m). Seine Ufer säumen Manisteine und ein Chörten. Es heißt, die Berge und Felsen in der Umgebung des Sees sollen die göttliche Form des Cakrasamvara-Mandala annehmen für den, der die reine Kraft des erkennenden Schauens hat.
Fahrstrecke: 95km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]

8. Tag Yilhun Lhatso

Wir unternehmen einen Ausflug zum 60 km entfernten Kloster Dzochen. Während der 2-stündigen Fahrt durch die typische Landschaft von Kham können wir unzählige Yaks und schwarze Nomadenzelte aus gewebter Yakwolle sehen. Eine kleine Wanderung zum Kloster beendet unsere Fahrt. Das Kloster liegt versteckt im verträumten, von verschneiten Gipfeln (Zhiltrön, 5.988 m) überragten Rudam Kyitram-Tal in etwa 3.660 m Höhe. Dzochen, gegründet 1684, war bis 1959 eines der bedeutendsten Zentren der Nyingma-Schule in Osttibet. Viele Eremiten kamen hierher, um sich in den umliegenden Höhlen für den “klassischen Zeitraum" von 3 Jahren, 3 Monaten und 3 Tagen zur Meditation zurückzuziehen. Im Kloster lebten 1000 Mönche, die während der Kulturrevolution gezwungen wurden, alle Buddha-Statuen und Bücher des Klosters zu zerstören bzw. zu verbrennen. 1984 begann der Wiederaufbau des zerstörten Klosters, das heute in neuem Glanz erstrahlt. Nach der Besichtigung des Klosters fahren wir nach Yilhun Lhatso zurück. Wer am Ausflug nicht teilnehmen möchte, kann in aller Ruhe am Seeufer entlang wandern.
Fahrzeit: 2h; Fahrstrecke: 60km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]

9. Tag Unser Trekking beginnt

Wir lernen unsere Begleitmannschaft kennen, die Pferde werden zusammengetrieben und das Gepäck auf ihre Rücken verteilt. Durch Graslandschaft wandern wir Richtung Nordosten, stetig auf gleicher Höhe, bis wir ein Nomadenlager erreichen. Der Weg führt vorbei an kleinen Häusern in östliche und südöstliche Richtung entlang dem Dzen Chu (Chu= Fluss) im gleichnamigen Tal. In einer Höhe von etwa 4.175 m entfernen wir uns vom Flusslauf. Nun geht es steiler bergan, bis wir den Dzen Tso (Tso=See) erblicken. Nachdem wir zum zweiten Mal an diesem Tag einen Bach überquert haben, lagern wir unterhalb des Passes Dzen La - schöner Blick auf den See!
Gehzeit: 5,5-6h; Aufstieg: 450m; Abstieg: 150m; Zelt (ca. 4.325 m) [FMA]

10. Tag Ting Chu-Tal

Ein schmaler Bergpfad windet sich steil bergauf. Nach einer Stunde ist das erste Teilstück gemeistert; wir blicken zurück auf unser letztes Lager und zum tiefblauen Bergsee Dzen Tso. Ein weiterer, steiler Anstieg zum Dzen La - mit ca. 5.000 m Höhe der höchste Pass unseres Trekkings - steht bevor. Die Aussicht auf das Chola-Gebirge ist Genuss pur! Über einen grünen Berghang steigen wir ins Ting Chu-Tal ab. Umgeben von bizarren Gipfeln, lagern wir inmitten einer Blumenwiese neben dem Fluss Ting Chu (ca. 4.250 m).
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 675m; Abstieg: 750m; Zelt [FMA]

11. Tag Panoramaweg

Heute liegt ein langer, aber durchwegs auf gleicher Höhe verlaufender Panoramaweg vor uns. Wir folgen in südlicher Richtung dem türkisfarbenen, kristallklaren Ting Chu, der sich durch das Tal schlängelt. Auf den saftig grünen Wiesen weiden Yaks und Pferde. Immer wieder treffen wir auf freundlich grüßende Khampa-Nomaden. Sicher werden uns diese Begegnungen während des Trekkings noch lange in Erinnerung bleiben. Unterhalb einer kleinen Häuser-Gruppe erleben wir eine kleine Überraschung - eine heiße Schwefelquelle lädt zu einer “Erfrischung" ein. Aus großer Entfernung erkennen wir am Berghang eine kleine Meditationsklause mit unzähligen Gebetsfahnen. Auf dem Rücken der Pferde queren wir einen Fluss und ziehen kurze Zeit später vorbei am Kloster Larmo Gamba, das auf der gegenüberliegenden Flussseite liegt.
Gehzeit: 6h; Abstieg: 270m; Übernachtung im Zelt bei einem Chörten (ca. 3.790 m) [FMA]

12. Tag Jungan-Tal

Unsere Route verläuft Richtung Westen. Nach den Chörten säumen oft Manisteine den Weg. Eingemeißelt in die Manisteine und bemalt sind die heiligen Silben Om Mani Padme Hum. Bevor wir das Dorf Redak erreichen, zweigt der Weg ab und führt oberhalb des Dorfes zum Pass Redak La (ca. 4.100 m), der uns vom Mesho-Tal trennt. Nachdem wir uns an der Aussicht sattgesehen haben, folgen wir dem Höhenweg weiterhin Richtung Westen, bis wir zum Passübergang Jungan La (ca. 4.165 m) gelangen. Nur noch eine Stunde Gehzeit und unser Zeltplatz (ca. 3.770 m) im Jungan-Tal ist erreicht.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 345m; Abstieg: 560m; Zelt [FMA]

13. Tag Rongmei

In südwestlicher Richtung wandern wir durch Waldgebiete. Von einem Höhenzug aus blicken wir auf Loba Shan. Zu diesem Dorf gibt es eine Straße, der wir bis zum Ortseingang des Nachbardorfes Dama folgen. Durch fruchtbares Ackerland, durch Wald und entlang einem Fluss kommen wir zu unserem Zeltplatz (ca. 3.850 m) in der Nähe der Häuser von Rongmei. Wenn wir gut vorangekommen sind, können wir noch eine Stunde weiter gehen und an einem kleinen See zelten.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 550m; Abstieg: 470m; Zelt [FMA]

14. Tag Kloster Dzongsa

Wir wandern zum Kloster Rongme Karmo Taktsang (ca. 4.210 m), das wie ein Adlerhorst in den Fels gebaut wurde. Da es für Besucher nicht zugänglich ist, bleibt es für uns bei einem phantastischen Blick hinauf zum Kloster. In einer Höhle, die zum Kloster gehört, hat Padmasambhava (auch Guru Rinpoche genannt) einst meditiert. Der indische Lehrmeister wurde von König Trisong Detsen nach Tibet eingeladen, um die dem Buddhismus feindlichen Strömungen zu überwinden. Padmasambhava (im Sanskrit bedeutet der Name "dessen Ursprung der Lotos ist" ) gilt als Begründer des ersten tibetischen Klosters, Samye (8.Jh), sowie des ersten tibetischen Ordens der Nyingmapa. Im Jahr 779 erhob König Trisong Detsen den Buddhismus zur Staatsreligion.
Über Wiesen und ein Geröllfeld geht es steil bergauf. Schließlich erreichen wir einen ca. 4.680 m hohen Pass und etwa 15 Minuten später einen weiteren namenlosen Pass (ca. 4.750 m). Herrlicher Blick auf Rongme Karmo Taktsang, das Mesho-Tal und das Chola-Gebirge! Es folgt ein sehr steiler Abstieg ins Tal Mesho, das große landwirtschaftliche Zentrum der Region Dege. Auf einer Anhöhe thront das sehenswerte Kloster Dzongsa (ca. 3.690 m). Einen Besuch wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Gegründet wurde dieses große Kloster der Sakyapa-Schule 1253 von Drogon Chogyel Phagpa (Pakpa). Es zählt zu den bedeutendsten Studienorten von ganz Tibet.
Gehzeit: 7,5-9h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 1150m; einfaches Guesthouse [FMA]

15. Tag Dege

Wir verabschieden uns von unserer Begleitmannschaft und fahren nach Dege (50 km). Nach der Ankunft beziehen wir unsere Hotelzimmer und können uns auf eine warme Dusche freuen. Der Nachmittag steht für die ausführliche Besichtigung von Dege (ca. 3.380 m) zur Verfügung. Über das Dege von 1947 schreibt der französische Arzt, Dr. Andre Migot:
“ … Derge ist ein typisch tibetanisches Dorf, dessen Häuser sich um das Kloster wie Kücken um ihre Henne scharen. Das große Kloster selbst war fast eine wahre Stadt und seine ockerfarbenen Gebäude, die rote, schwarze und weiße Längsstreifen besaßen wie alle heiligen Gebäude der Sakyapa-Sekte, kletterten schmuck und fröhlich etagenförmig den Abhang über dem Tal hinauf … Dahinter lagen die bescheidenen Häuser der Lamas, kleinere Tempel und ein großer Kreuzgang, dessen Wände mit Wandmalereien und einer langen Reihe von Chörten geschmückt waren. Die ganze Klosteranlage mit ihren lebhaften Farben, mit ihren weiten Terrassen, ihren vergoldeten Dächern und ihren Gebetsfahnen, die an gewaltigen Masten fröhlich im Wind flatterten, machte im hellen Sonnenlicht einen prächtigen Eindruck."
Wir besichtigen das 1448 gegründete Sakya-Kloster Dege Gonchen, in dem über 300 Mönche leben, sowie die unter König Tenpa Tsering 1729 erbaute Druckerei Dege Parkhang (chin. Dege Yinjingyuan). Dege war und ist eine der wichtigsten traditionellen Druckereien Tibets, deren wertvolle Ausgaben des Kanjur (“Worte Buddhas") und des Tanjur (“Kommentar zu den Worten Buddhas") in ganz Tibet als die genauesten bekannt waren. Die Druckerei beherbergt die umfangreichste Sammlung geschnitzter Druckstöcke. Diese werden wie Bücher einer Bibliothek auf hohen Regalen aufbewahrt. Untergebracht ist die Druckerei in einem dreigeschossigen, imposanten Gebäude. Von einem Innenhof aus kann man den Tempel im Erdgeschoss, eine Kapelle im Obergeschoss und die Druckerei im 1. Stock betreten. Hier spielt sich der gesamte Druckprozess ab - von der Vorbereitung des Papiers bis hin zum eigentlichen Druckvorgang. Wir haben auch genügend Zeit zur freien Verfügung, um Dege und die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden.
Aufstieg: 770m; Abstieg: 1420m; Hotel [FMA]

16. Tag Rückfahrt - Luhuo

Unsere Rückfahrt nach Chengdu beginnt. Wir fahren über den spektakulären Chola-Pass (4.800 m) und vorbei am Yiluhun Latso bis Luhuo.
Fahrstrecke: 320km; Hotel [FMA]

17. Tag Luding

Heute müssen wir die 340 km lange Strecke von Luhuo über Kanding bis Luding bewältigen. Über Daofu und Bamei erreichen wir das Kloster Lhagang (chin. Tagong si), religiöser Name Lhagang Gon Tongdrol Samdrubling Chode. Von der Ebene oberhalb des Klosters bieten sich an klaren Tagen wunderbare Aussichten auf den Berg Zhara Lhatse (5.820 m, auch Jara). Ein Tempel des Klosters beherbergt einen speziellen Jowo Shakyamuni, der Bezug zur Prinzessin Wencheng hat. Sie soll der Legende nach auf ihrem Weg nach Lhasa hier übernachtet haben. Hinter dem Kloster in einem ummauerten Garten stehen 124 verschieden große Chörten.
Wir fahren weiter bis zum Dorf Yin Kwan Tshai (chin. Xin Du Qiao), an dessen Ende wir den riesigen weißen Minyak Chadra Chörten passieren. Hinter dem Dorf steigt die Straße langsam zum Zheduo La, einem ca. 4.050 m hohen Pass, hinauf. Weiterfahrt nach Kangding, dem “Tor nach Tibet". Der tibetische Name von Kangding, Dar tse duo, drückt aus, dass die Stadt am Zusammenfluss von Dar und Tse liegt. Früher siedelten sich in Kangding sowohl chinesische Kaufleute als auch tibetische Händler an. Hier wurde der in handlichen 10 kg-Paketen verschnürte chinesische Ziegeltee, der von chinesischen Kulis von Ya'an hierher getragen wurde, in den großen Karawansereien in Yakhäute eingenäht und in riesigen Yakkarawanen nach Lhasa weiter transportiert.
Fahrstrecke: 340km; Hotel [FMA]

18. Tag Chengdu

Luding am Dadu-Fluss verdankt seine Bedeutung einer Eisenkettenbrücke, die seit 300 Jahren den Dadu (auch Tungho) hier überspannt. Die 90 m lange Hängebrücke besteht aus 13 schweren, handgeschmiedeten Eisenketten, die in mächtigen Steinpfeilern verankert sind. Jeweils 2 der 13 Ketten dienen als Geländer, die übrigen dienen als Steg und sind mit Holzplanken belegt. Die Eroberung der Luding-Brücke durch Soldaten der “Roten Armee" am 30. Mai 1935 zählt zu den großen, legendären Heldentaten des “langen Marsches". Von Luding gelangen wir durch einen Tunnel im Er Lang Shan Berg nach Ya'an und weiter nach Chengdu.
Hotel [FMA]

19. Tag Rückflug

Wir werden zum Flughafen gebracht für den Rückflug nach Amsterdam und weiter zu unseren Heimatflughäfen.
[F]

Reiseinfos

Charakter der Tour und Anforderungen

Diese Reise erfordert eine gewisse Belastbarkeit, sowohl in physischer als auch in psychischer Hinsicht. Durch die tagelangen Fahrten wird der Körper stark beansprucht. Die Fahretappen erfordern viel Ausdauer und Durchhaltevermögen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn eines der Fahrzeuge, die extrem hohen Belastungen ausgesetzt sind, einmal vorübergehend “streikt". Der Zustand der örtlichen Fahrzeuge und Straßen (über weite Strecken nicht asphaltiert, Schlaglöcher) ist teilweise schlecht. Heftige Regenfälle oder Erdrutsche können die ohnehin schon mangelhaften Straßen unpassierbar machen. Verzögerungen und eventuelle Routenänderungen sind dann unvermeidbar. Bedingt durch die zahlreichen Straßenbauarbeiten kann es zudem zu längeren Wartezeiten kommen.
Eine zusätzliche Belastung für den Körper stellt die ungewohnte Höhe dar. Sie halten sich in Regionen über 3.000 bzw. über 4.000 m Höhe auf und überqueren 7 Pässe zwischen ca. 4.100 und 5.000 m Höhe. Dabei darf die Gefahr einer Höhenkrankheit nicht unterschätzt werden. Eine gute körperliche Gesamtverfassung, ein gesundes Herz und ein gesunder Kreislauf werden für diese Tour vorausgesetzt. Bitte konsultieren Sie vor Reisebeginn Ihren Arzt/Ihre Ärztin. Halten Sie gegebenenfalls auch mit dem zuständigen Spezialisten für diese Reise Rücksprache. Beachten Sie bitte die Höheninformationen in unseren Hauser-Reiseinformationen, die Sie mit den Reiseunterlagen erhalten. Für Personen mit Herz- und Kreislaufproblemen oder Rückenbeschwerden (z.B. Bandscheibenleiden) ist diese Reise nicht geeignet.
Die Trekkingetappen belaufen sich pro Tag auf 4-9 Stunden Gesamtgehzeit inklusive Pausen und setzen neben guter Kondition und Ausdauer auch Trittsicherheit (gemeint ist sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände) voraus.
Pferde übernehmen den Gepäcktransport. Sie selbst tragen nur das Notwendigste (z.B. Trinkflasche, Regenschutz, Fotoapparat usw.) in Ihrem Tagesrucksack.
Helfen Sie bitte bei allen während des Zeltens anfallenden Arbeiten mit besonders beim Auf- und Abbau der Zelte.
Übernachtet wird in landesüblichen Hotels und Gästehäusern. Diese sind teilweise äußerst einfache Unterkünfte, d.h. sie bieten wenig Komfort und sind mit einfachsten sanitären Anlagen ausgestattet, die u.U. außerhalb des Zimmers liegen. Mit Ausnahme der großen Städte darf der Service in den Hotels und Gästehäusern nicht am europäischen Standard gemessen werden. In den Gästehäusern können Doppelzimmer nicht garantiert werden, Übernachtung in Mehrbettzimmern ist möglich. Die Küche ist für europäische Geschmacksnerven ungewohnt und die hygienischen Bedingungen sind “anders" als bei uns. Technisch einfaches Zelt-Trekking durch Nomadenland im bisher kaum begangenen Chola-Gebirge.

Hauser Shop

Zur Komplettierung Ihrer Ausrüstung und für spezielle Fragen steht Ihnen unser Hauser Shop gerne zur Verfügung. Einen Überblick über das Angebot finden Sie unter www.Hauser-Shop.de oder in der aktuellen Programmübersicht. Tel: 089 235006-21

Dankeschön

Als Dankeschön für die Teilnahme an dieser Reise erhalten Sie einen Gutschein im Wert von 25.- € für den Hauser Shop.

Einreisebestimmungen: Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz benötigen für die Einreise nach China/Tibet ein Visum. Der Reisepass muss bei Ausreise noch 6 Monate gültig sein. Weitere Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie mit Ihren Buchungsunterlagen.
Für China/Tibet sind keine Impfungen zwingend vorgeschrieben. Empfohlen werden: Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie und Polio. Bei Buchung einer Reise befindet sich in Ihren Unterlagen ein Coupon für ein kostenloses, reisemedizinisches Informationsgespräch. Nutzen Sie diesen und informieren Sie sich in einer der Reisepraxen des BCRT (Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin) über die Gesundheitsrisiken auf Ihrer Reise. Unter www.bctropen.de finden Sie die Adressen der Reisepraxen des BCRT. Dort werden Sie von erfahrenen Ärzten individuell beraten. Sollten Sie die Möglichkeit eines Besuches nicht haben, erhalten Sie auch ausführliche telefonische Informationen bei dem unabhängigen Auskunftsservice über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute aus dem dt. Festnetz, Stand: 26. Aug. 11) oder unter: www.gesundes-reisen.de.

Wichtige Hinweise: Die bereisten Gebiete Chinas/Tibets stehen erst am Anfang Ihrer touristischen Entwicklung. Abenteuergeist und die Bereitschaft, sich einfachen Verhältnissen anzupassen, auf Komfort wo nötig zu verzichten sowie Kameradschaft und Gemeinschaftsgeist werden von allen Mitreisenden erwartet. Flugverzögerungen, ungünstige Witterungs- und Verkehrsverhältnisse sowie andere Faktoren können zu Programmänderungen führen. Sie sollten dann in der Lage sein, Improvisationen sowie sonstige Unwägbarkeiten in Kauf zu nehmen und in kritischen Situationen mit Geduld, Flexibilität und Toleranz reagieren. Da unsere Partner meist staatlich organisiert sind, können organisatorische Mängel auftreten. Eine Einflussnahme unsererseits ist nur begrenzt möglich. Besichtigungen sind teils von der Willkür der lokalen Administration abhängig. Feiertage, überraschende Restaurierungsarbeiten etc. können trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden zu nicht vorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen. Bei Drucklegung existiert ein Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes. Wir bitten um Beachtung: www.auswaertiges-amt.de oder Bürgerservice Tel.Nr. 03018/172000. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.

Klima

In Osttibet ist das Klima durch den Einfluss des Monsuns, der durch die Durchbruchstäler nach Norden eindringen kann, regenreicher und, je nach Höhenlage, milder als in Zentral- und Westtibet. In den bereisten Gebieten herrscht Kontinentalklima mit großen Schwankungen: Tagsüber ist es warm oder heiß, nachts kühl bis kalt. Im Sommer sind heftige Gewitter oder Schneefall möglich. Mild ist das Klima im Mai und September.

Ausrüstung

Da Sie sich während dieser Reise öfter in höheren Lagen aufhalten, benötigen Sie sowohl leichte als auch warme, wind- und regenfeste Kleidung sowie guten Halt bietende Trekkingschuhe mit Profilsohle. Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste, die Ihnen nach der Anmeldung zugeht.

Reiseveranstalter

Hauser exkursionen international GmbH
Spiegelstr. 9,
81241 München

Tel. 089 / 23 50 06-0, Fax 089 / 23 50 06-99

E-Mail: info@hauser-exkursionen.de
In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Agentur
sowie den IATA-Luftverkehrsgesellschaften

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Unbekanntes Tibet
Chola- Gebirge in Osttibet, Fotograf: Heiligensetzer, Stefan
Osttibet - Cholan Shan Gebirge, Fotograf: Andres, Eberhard
Klosterfeste - Mönche, Fotograf: Schreyer, Ferdinand
Osttibet - Manistein, Fotograf: Andres, Eberhard
Druckerei in Dege (Osttibet), Fotograf: Andres, Eberhard
 
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