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Tibet - Kultur und Tageswanderungen: Heilige Plätze in Zentraltibet

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Detailprogramm
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  • Zentraltibet bei sechs Tageswanderungen aktiv erleben
  • Die optimale Einsteigerreise
  • Lhasa, die verbotene Stadt, mit Potala-Palast und Jokhang-Tempel
  • Kulturelle Höhepunkte Shigatse mit Tashilunpo und Gyantse
  • Die Klosterkostbarkeiten Tsurpu, Reting und Samye
  • Die heiligen Seen Baksum Tso und der Orakel-See Lhamo Lhatso
  • Anreise mit der Tibet-Bahn optional möglich

Sie möchten alle kulturellen Höhepunkte in Zentraltibet erleben? Sie möchten dies aktiv tun? Sie möchten landschaftliche Schmuckstücke bewundern, die bei üblichen Reisen nach Zentraltibet fehlen? Dann sind Sie auf dieser Reise genau richtig! Wanderungen führen zum selten besuchten Kloster Tsurpu, dem einstigen Sitz des Karmapa, zum traumhaft am Namtso-See gelegenen Kloster Tashi Do und zum geschichtsträchtigen, herrlich in einem Wacholderwald verstecken Kloster Reting. Eine Bootsfahrt und eine Wanderung am heiligen, von Rhododendronwäldern umgebenen Baksum Tso schließen sich an, bevor Sie zum legendären Orakel-See dem Lhamo Lhatso wandern. Aber natürlich besuchen Sie auch die Kulturschätze in Lhasa, Shigatse und Gyantse und erleben die landschaftliche Vielfalt am Dach der Welt. Wer möchte, kann optional mit der Tibet-Bahn nach Lhasa anreisen.

Termine und Preise
Reisedauer 18 Tage
Mindestteilnehmerzahl 10 Personen
Höchstteilnehmerzahl 16 Personen

Weitere Informationen zur Mindestteilnehmerzahl und Durchführung

Reisenr. Von Bis Preis o. Flug Reiseleitung Verfügbarkeit
2CXK0501 16.05.12 02.06.12 3.690,- Auf Anfr. Fritz Gabriele Buchen
2CXK0502 08.08.12 25.08.12 3.790,- Auf Anfr. Hatheyer Helene Buchen
2CXK0503 12.09.12 29.09.12 3.790,- Auf Anfr. Hauser-Reiseleiter/in Buchen
Einzelzimmerzuschlag: 350,-

Leistungen

Hauser-Inklusivleistungen

• Hauser-Reiseleitung ab/bis Deutschland
• Flug mit KLM Amsterdam - Chengdu - Amsterdam
• kostenlose Anschlussflüge ab anderen deutschen Städten nach Verfügbarkeit
• derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
• Inlandsflüge mit Air China Chengdu - Lhasa - Chengdu
• Übernachtung in Hotels und Gästehäusern
• meist Vollpension
• Transfers/Fahrten laut Programm
• Eintrittsgebühren lt. Programm
• Hauser-Top-Schutz im Wert von € 192,-; Reiserücktritts-Versicherung, Reisehaftpflicht-Versicherung, Reisekranken-Versicherung mit medizinischer Notfall-Hilfe, Rundum-Sorglos-Service

Wunschleistungen

• Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket € 55,-: Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung

Weitere Informationen zum Hauser-Top-Schutz
Weitere Informationen zum Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket

Nicht enthaltene Leistungen

Visakosten (€ 50,- für Visum China), fehlende Mahlzeiten und Getränke (ca. € 150,-), Trinkgelder (ca. € 5,-/pro Tag) individuelle Ausflüge und Besichtigungen.

Tourverlauf
1. Tag Anreise

Mit KLM fliegen wir von Amsterdam direkt nach Chengdu.

2. Tag Chengdu - Shigatse

Ankunft in Chengdu. Am Nachmittag Weiterflug nach Tibet. Transfer zu einem Hotel in Flughafennähe.
Übernachtung in einem Hotel [FMA]

3. Tag Shigatse

Entland des Yarlug Tsangpo fahren wir nach Shigatse, der zweitgrößten Stadt Tibets. Wir besuchen das Kloster Tashilunpo (“Segensberg"), seit dem 16. Jh. Sitz des Panchen Lama, der neben dem Dalai Lama der ranghöchste Würdenträger der Gelugpa-Schule ist. Das Kloster gehört neben Sera, Drepung und Ganden nicht nur zu den wichtigsten Gelbmützenklöstern Zentraltibets, sondern auch zu den schönsten Anlagen des Landes. Rot ist die vorherrschende Farbe der aus zahlreichen Gebäuden bestehenden Klosterstadt. Vor den höheren Bauten mit goldglänzenden Dächern liegen die niedrigeren, weißen Wohnhäuser der Mönche, die heute im Kloster leben. Ein Rundweg, an dem Gebetsmühlen, Reliefinschriften und kleine Schreine zu finden sind, führt um das Kloster, das von Pilgern im Uhrzeigersinn umwandelt wird.
Fahrzeit: 3-4h; Hotel [FMA]

4. Tag Gyantse

Von Shigatse fahren wir nach Gyantse (ca. 4.070 m) und besuchen unterwegs das Kloster Shalu. Gyantse liegt im Schutz mehrerer Hügel am Nordufer des Flusses Nyang und hatte dank seiner günstigen Lage lange Zeit eine Schlüsselposition im Wollhandel mit Indien, Nepal, Bhutan und Sikkim.
Heute noch bietet sich dem Betrachter in der Altstadt von Gyantse ein traditionelles Stadtbild mit gut erhaltenen Klöstern. Auf einem Berg über der Stadt thront die Festung. Wir besuchen die Klosteranlage Palkhor Chöde mit ihrem berühmten, künstlerisch reich ausgestatteten Stupa (Kumbum) - einem begehbaren Reliquienschrein aus dem frühen 15. Jahrhundert.
Fahrzeit: 3h; Hotel [FMA]

5. Tag Lhasa

Ca. 250 km trennen Gyantse von Lhasa, unserem Tagesziel. Die Route führt nordwärts über den Karo La (ca. 5.045 m) und den Gampa La (etwa 4.790 m), von dem sich bei gutem Wetter eine prachtvolle Aussicht auf den türkisfarbenen Yamdrok-See bietet. Entlang dem Kyichu-Fluss legen wir die letzte Wegstrecke bis zur tibetischen Hauptstadt zurück.
Fahrzeit: 4-5h; Hotel [FA]

6.-7. Tag Lhasa

Zwei Tage haben wir Zeit, um Lhasa zu erkunden. Alle Straßen der Stadt gruppieren sich rund um den Jokhang, Tibets heiligsten Tempel. Das Gebäude stammt aus dem 7. Jh., sein Herzstück ist der Jobo Shakyamuni, die am meisten verehrte Buddha-Statue Tibets. Auf dem Barkhor wird der Jokhang umwandelt. Gläubige aus allen Teilen des Landes, unter ihnen Mädchen mit zu 108 Zöpfen geflochtenem Haar, Tibeterinnen mit schönem Türkis- und Korallenschmuck, hoch gewachsene Kham-Tibeter mit roten und schwarzen Bändern im Haar folgen dem “Mittleren Rundgang" im Uhrzeigersinn. Manch frommer Pilger misst den Weg um den Tempel mit seiner Körperlänge aus. Ein weiterer Höhepunkt dieser Tage ist die Besichtigung des berühmten Potala-Palastes. Das mächtige, auf einem 130 m hohen Felssockel thronende Bauwerk ist das Wahrzeichen der Stadt. Mitte des 17. Jh. vom 5. Dalai Lama Lobsang Gyatso erbaut, wurde der Komplex von dessen Nachfolgern erweitert und soll ca. 1000 Räume besitzen, darunter eine Vielzahl prunkvoll ausgestatteter Kapellen.
Außerhalb der Stadt sehen wir den sogenannten “Juwelenpark", Norbulinka, die Sommerresidenz des tibetischen Gottkönigs, des Dalai Lama. Ein Besuch führt uns auch zu den Klosteranlagen Drepung und Sera, die zu den bedeutendsten Gelugpa-Klöstern Tibets zählen. Gegründet wurden diese beiden Zentren des Studiums der buddhistischen Lehre von Schülern des Gelugpa-Ordens (gelug bedeutet tugendreich). Als geistiger Vater dieser Schule gilt der 1357 geborene Gelehrte Tsongkhapa. Sera wurde unterhalb einer Klause errichtet, in der Tsongkhapa mehrere Jahre als Einsiedler gelebt haben soll.

Hinweis: Die Reihenfolge der Besichtigungen in Lhasa kann variieren.
Hotel [FM]

8. Tag Tsurphu - Damxung

Am Morgen verlassen wir Lhasa auf dem Tibet-Quinghai Highway und biegen bald ins schöne Tölung-Tal ein. Nach etwa 60 km kommt das Kloster Tsurphu (auf ca. 4.270 m Höhe) in Sicht. Es wurde 1189 gegründet und ist der Stammsitz des Karmapa, des Oberhauptes der Karma-Kagyü-Schule des tibetischen Buddhismus. Heute lebt der Karmapa im indischen Exil. Unsere Wanderung beginnt beim “unteren Garten der Karmapas", umfasst die Besichtigung der Klosteranlage und führt uns entlang langer Manimauern hinauf zum “oberen Garten." Dort wollen wir picknicken, umgeben von schönem Baumbestand. Häufig steigen von hier aus Pilger steil hinauf zur Kora, dem Pfad, der um das Kloster verläuft. Zahlreiche Meditationsklausen “kleben" an der Felsflanke und künden von der spirituellen Bedeutung des Ortes.
Wir fahren zurück und folgen dem Highway nach Nordwesten bis Damxung (4.130 m).
Gehzeit: 1,5-2h; Fahrzeit: 3-4h; einfaches Hotel [FMA]

9. Tag Namtso

Ein Tagesausflug führt uns zum Nam Tso (“Himmelssee") auf 4.700 m. Mit einer Fläche von über 1.855 km² ist er der zweitgrößte Salzsee Chinas. Die Straße führt uns über den Largaen La (4.970 m; La = -Pass), von dem aus wir einen Eindruck von der gewaltigen Ausdehnung des Changthang-Plateaus erhalten. Unser Ziel ist die Halbinsel Tashi Dorje, in deren Umgebung sich im Sommer zahlreiche Zugvögel aufhalten. Wir wandern auf fast ebener Strecke auf gutem Pfad um “Tashi Do" herum. Zahlreiche Höhlen, über Jahrhunderte von bedeutenden buddhistischen Lehrern als Meditationsstätten genutzt, durchziehen die roten Kalksteinklippen. Markante Felsformationen, wie die “betenden Hände" oder der “Yab-Yum-Felsen" (Vater-Mutter-Felsen) säumen den Weg. Der Wind drückt das leuchtend türkisfarbene Wasser als leichte Brandung gegen das Ufer; am Horizont - scheinbar zum Greifen nahe - türmen sich die vergletscherten Gipfel des Nyenchen-Thanglha-Massivs auf. Am Nachmittag kehren wir nach Damxung zurück.
Gehzeit: 2-3h; Fahrzeit: 3-4h; einfaches Hotel [FMA]

10. Tag Kloster Reting

Unsere Route führt uns vom Tibet-Qunighai Highway weg in ein Seitental. Vor der Abzweigung nach Reting spannt sich eine Brücke aus Eisenketten (15. Jh.) über einen Seitenfluss.
Das Kloster Reting liegt inmitten eines ausgedehnten Wacholderwaldes. Seine Gründung (1057) geht auf Drom Tönpa, Atishas bedeutendsten Schüler, zurück. Aus seinen zu Boden gefallenen Haarsträhnen, heißt es, soll der Wald gewachsen sein. Drom Tönpa und seine Nachfolger entwickelten die geistigen Grundlagen des Kadampa-Ordens (Geistiger-Rat-Orden). Nachdem Tsongkhapa, der Gründer der Gelugpa-Schule, längere Zeit hier weilte, ging das Kloster vom Kadampa- zum Gelugpa-Orden über. Der letzte Reting Rimpoche diente dem 14. Dalai Lama als Regent. Wir besichtigen die neu aufgebaute Versammlungshalle. Dann wandern wir, umgeben von Wacholderduft, einen stetig ansteigenden Weg hinauf zu dem ca. 4 km entfernten, wenig besuchten Nonnenkloster Samdrupling. Im “Allerheiligsten" wird eine Steinplatte mit den Fußabdrücken Tsongkhapas verehrt. Zurück in Reting fahren wir entlang des historischen “Gyalam", der alten Teestraße, über den Chak La (Pass, 5.330 m) ins Städtchen Lhundrup. Auf der Fahrt bewundern wir den wie mit einem Lineal gezogenen “konischen Berg", den Tashi Gomang Chörten und das Kloster Nalendra, das durch seine Lage an einen Adlerhorst erinnert.
Gehzeit: 3-4h; Fahrzeit: 4-5h; einfaches Gästehaus [FMA]

11. Tag Baksum Tso

Wir fahren zurück ins Kyichu-Tal und erreichen bald den Tibet Sichuan Highway. Die Straße windet sich hinauf zum Mi La (4.720 m), der von den Tibetern Kongpo Pa La genannt wird und einen abrupten Vegetationswechsel einleitet. Mit dem Nyang-Chu-Tal erreichen wir den Distrikt Kongpo; die Chuba wird von knielangen, geschlitzten Tuniken abgelöst, der Flachdachstil der Provinzen Ü und Tsang weicht schindelgedeckten Häusern. Wir biegen ab in ein Seitental des Nyang Chu und staunen über etliche imposante Türme, deren eigentliche Funktion nicht bekannt ist. Die Kongpopa (pa = Bewohner) nennen sie Dukhangs, “Dämonentürme", denn sie sollen - der Legende nach - von Dämonen erbaut worden sein. Die Türme, um die sich noch zahlreiche andere Legenden ranken, bilden als Grundriss ein zwölfeckiges Mandala. Bald gelangen wir zum herrlichen, jadegrünen Baksum Tso (= See zwischen drei Gipfeln). Der heilige See ist eng mit den Geschichten um König Gesar verknüpft. Wir beziehen Quartier in einem Guesthouse (3.580 m).
Fahrzeit: 5-6h; einfaches Gästehaus [FMA]

12. Tag Baksum Tso

Über einen Steg erreichen wir die auf einer kleinen Insel gelegene Tsodzong Gompa, deren Gründung auf den tibetischen König Trison Detsen zurückgeführt wird (8. Jh.). In der Gompa werden die Hufabdrücke von Gesars Pferd aufbewahrt, schöne Statuen stellen den hier geborenen Terton (“Schatzfinder") Sanggye Lingpa, der auf einer Tigerin reitet, und Kongtsun Demo, die Herrin des Sees, dar. Auf der Inselkora kommen wir an einem Aprikosenbaum vorbei, aus dem eine Fichte wächst, und an “Yeshe Tsogyals Haar", einem Baum, auf dessen Blättern manchmal Silben der Mantras oder die Tierkreiszeichen erscheinen sollen. Nachmittags unternehmen wir eine Bootsfahrt auf dem See. Dabei besuchen wir eine Meditationshöhle von Padmasambhava und Phulongsa, einen Wallfahrtsort für Frauen, die eine Schwangerschaft wünschen. Am Nordende des Sees ragen zwei mächtige Gletscherberge auf: Namlha Karpo (6.664 m) und Ama Chomo Taktse (6.620 m).
Gehzeit: 3h; einfaches Gästehaus [FMA]

13. Tag Ningchi

Zunächst fahren wir nach Süden und erreichen bald wieder den Sichuan Highway, dem wir entlang des breiten Nyang Chu nach Osten folgen. Obstplantagen und zahlreiche Gewächshäuser bieten ein ungewohntes Bild. Bald erreichen wir das vorwiegend chinesisch geprägte Städtchen Bayi (= 81, benannt nach dem Gründungstag der Volksbefreiungsarmee), in dessen Nähe wir Chemno Tangshing, den “König der Zypressen", besichtigen. Der riesige Baum (50 m hoch, 5,80 m Durchmesser), der 2600 Jahre alt sein soll, steht inmitten eines altes Zypressenhains. Unsere Fahrt führt uns weiter nach Timpe, an den eindrucksvollen Zusammenfluss des Nyang Chu mit dem mächtigen Yarlung Tsangpo (Brahmaputra) (ca. 2900 m). Blaugrüne und sandbraune Fluten mischen sich, und am Horizont können wir breite Sandwirbel ausmachen, dort wird der Flusssand des Tsangpo aufgewirbelt. Nachmittags unternehmen wir einen Bootsausflug auf dem Tsangpo. Mit etwas Glück können wir die Namche Barwa (7.756 m) sehen, die der Tsangpo in einer tiefen Schlucht und großen Schleife auf dem Weg nach Indien umrunden muss. Wir sind nun am Fuß des Bönri, des für die Anhänger der Bön-Religion heiligen Berges. Zahlreiche Pilger kommen aus allen Landesteilen hierher, um den Berg im Gegenuhrzeigersinn zu umrunden. Der Bönri ist der Legende nach auch jener Berg, an dem der erste tibetische König Nyatri Tsenpo vom Himmel herabgestiegen sein soll. Wir übernachten in Ningchi.
Fahrzeit: 3-4h; einfaches Hotel [FMA]

14. Tag Gyatsa

Zunächst geht es auf bekannter Straße zurück nach Bayi. Dann wenden wir uns nach Süden und besuchen den Buchhu Terkyi Lhakang, einen der geomantischen Tempel des Königs Songtsen Gampo, und die in der Nähe gelegene Lamaling Gompa, die Zangdo Pelri, das Paradies von Padmasambhava darstellt. Unser weiterer Weg führt uns auf abwechslungsreicher Strecke den Yarlung Tsangpo flussaufwärts. Mächtige Sanddünen wechseln sich mit Obstgärten und Dorfoasen ab, der Strom ist mal breit und träge, mal wild und voller Stromschnellen. Die Landschaft wird insgesamt wieder deutlich arider. Nach dem Städtchen Nang (Lang Xian) ändern sich Baustil und Tracht, wir nähern uns wieder der Provinz Ü. Um kein fruchtbares Ackerland zu verschenken, rücken die quaderförmigen Häuser wieder eng zusammen. Nach 7 bis 8 Stunden Fahrt erreichen wir das Gyatsa County, das durch seine alten Walnussbaumbestände (3.150 m) bekannt ist.
Fahrzeit: 7-8h; Gästehaus [FMA]

15. Tag Lhamo Lhatso - Samye

Uns erwartet ein weiterer Höhepunkt! Wir folgen dem Tal des Terpulung Chu hinauf in die “Ebene der Blumen" (Metokthang). Das anfänglich enge Tal weist eine überraschend dichte Vegetation auf und ist für zahlreiche Heilpflanzen bekannt. Nach ca. 90 Minuten Fahrt erreichen wir das zerstörte Kloster Chokorgyel, hier treffen drei Täler aufeinander (4.510 m). Drei Gipfel - Zhidag, Begtse und Shridevi - gelten als der Wohnsitz dreier Gottheiten. Das Kloster geht auf den zweiten Dalai Lama Gendun Gyatso zurück, der hier zu Beginn des 16. Jh. meditierte. Um die Mediationsklause wurde von den nachfolgenden Dalai Lamas ein großer Klosterkomplex angelegt. Chokorgyel war eine bedeutende Station der Dalai Lamas auf dem Weg zum heiligen Orakelsee Lhamo Lhatso, unserem Tagesziel. Heute führt eine Straße in Serpentinen von Chokorgyel weiter hinauf zu einem Parkplatz auf 5.220 m. Ein gut angelegter, doch steiler Treppenweg führt uns hinauf zum “Thron des Dalai Lama", einem Passübergang auf 5.340 m Höhe. Ein Meer von Gebetsfahnen bedeckt den Steinthron, und ein natürliches Amphitheater umschließt den tief unter uns liegenden Lhamo Lhatso. Der See wechsel seine Farbe mit dem wechselnden Tageslicht. Er beherbergt den Lebensgeist der Schutzgöttin Palden Lhamo, die mit dem Lebensgeist Tibets und der Dalai Lamas identifiziert wird. Seine Form gleicht dem Hufabdruck ihres Maultiers. Der See wirkt als Spiegel, in dem Gläubige Zukunftsvisionen sehen können. Hier hatte der Regent Reting Rimpoche 1933 eine Vision bezüglich des Geburtsorts des 14. Dalai Lamas Tenzin Gyatso. Der See ist nach wie vor das Ziel zahlreicher Pilger. Wir lassen uns Zeit für diesen eindrucksvollen Ort und kehren schließlich zu unseren Fahrzeugen zurück. Heute müssen wir eine unpassierbare Schlucht des Yarlung Tsangpo umfahren, in der dieser fast 300 Höhenmeter zu überwinden hat. Bevor wir das Tsangpo-Tal verlassen, beeindrucken uns die wilden Stromschnellen. Eine schön angelegte Passstraße führt das abwechslungsreiche, grüne Tal mit zahlreichen kleinen Dörfern und terrassierten Gerste- und Kartoffelfeldern zum Podrang La hinauf. Bis fast auf die Passhöhe (4.900 m) gedeihen Birken, Azaleen und Rhododendren. Eine fantastische Rundsicht bietet sich uns am Pass. Zum Greifen nah erscheinen die vergletscherten Gipfel des Ode Gungyal, des Ahnenbergs der zentraltibetischen Berggötter. Wieder können wir nur staunen, wenn uns auf der westlichen Seite des Passes eine völlig andere Szenerie empfängt - eine aride Landschaft mit bis zu Canyons erodiertem Sedimentgestein bildet einen starken Kontrast zum östlichen Tal. Bei Rong erreichen wir schließlich erneut das Tal des Tsangpo, der hier wieder träge dahinfließt. Bald sind wir in Samye.
Gehzeit: 1-2h; Fahrzeit: 5-6h; einfaches Gästehaus [FMA]

16. Tag Samye - Tsedang

Samye ist das älteste Kloster Tibets. Es liegt nördlich des Yarlung-Tsangpo-Flusses in einem grünen, von kargen Bergen und Sanddünen umgebenen Tal. Die Stele vor dem Eingang zum Haupttempel belegt, dass König Trisong Detsen den Buddhismus im Jahr 779 zur Staatsreligion erhob. Der Klosterkomplex besteht aus mehreren Gebäuden, deren Anordnung die buddhistische Vorstellung vom Aufbau des Alls widerspiegelt. Meru, der mythische Weltberg im Zentrum des Universums, wird vom Zentraltempel dargestellt, um den sich 4 Tempel gruppieren, stellvertretend für die 4 im Weltmeer schwimmenden Kontinente. Kleinere Tempel und Kapellen vervollständigen das Bild. Nach der Besichtigung des Klosterkomplexes steigen wir zu den Meditationshöhlen von Chimphuk auf, die zu den bedeutendsten in ganz Tibet zählen. Steil windet sich der Pfad den Berg hinauf; unser Ziel ist der von Weitem sichtbare Tempel Drakmar Ketsang, von dem sich ein fantastischer Blick auf das Yarlung- Tsangpo-Tal bietet. Zahlreiche Eremitagen säumen den Weg; Pilger opfern Weihrauch und Butter an Steinen, die die Fuß- und Handabdrücke von Padmasambhava und König Trison Detsen enthalten. Am Nachmittag fahren wir weiter zu unserem Hotel nach Tsedang .
Gehzeit: 4-5h; Fahrzeit: 2-3h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 400m; Hotel [FMA]

17. Tag Chengdu

Je nachdem, wann das Flugzeug nach Chengdu startet, können wir noch eine Besichtigung, z. B. des Yumbhulhakang einbauen. Dann werden wir zum Flughafen gebracht und fliegen zurück nach Chengdu. Transfer zu unserem Hotel.
Hotel [FMA]

18. Tag Rückflug

Transfer zum Flughafen und Rückflug über Amsterdam nach Deutschland.
[F]

Reiseinfos

Charakter der Tour und Anforderungen

Diese Reise stellt sowohl in physischer als auch in psychischer Hinsicht hohe Anforderungen. Durch die langen Fahrten wird der Körper stark beansprucht. Stellen Sie sich bitte darauf ein und bringen Sie “Sitzfleisch" und viel Durchhaltevermögen mit. Die ungewohnte Höhe bedeutet eine zusätzliche Belastung für den Organismus. Fünfzehn Tage lang befinden Sie sich in Höhen über 3.000 bzw. über 4.000 m; während der Fahrten kommen Sie über rund 5.000 m hohe Pässe. Durch den Reiseverlauf wird der Akklimatisation jedoch Rechnung getragen: Shigatse, unsere erste Station in Tibet, liegt “nur" ca. 3.900 m hoch, Lhasa “nur" 3.600 m hoch, für Tibet sind dies eher “niedrige" Höhen. Dennoch darf die Gefahr einer Höhenkrankheit nicht unterschätzt werden. Beachten Sie hierzu bitte die Höheninformationen in den Hauser-Reiseinformationen, die Sie nach Ihrer Anmeldung erhalten. Ihr Organismus muss gesund und belastbar sein. Für Personen mit Herz- und Kreislaufproblemen sowie für Personen mit Rückenbeschwerden (z. B. Bandscheibenleiden) ist diese Reise nicht geeignet. Konsultieren Sie bitte vor Reisebeginn Ihren Arzt oder Ihre Ärztin und lassen Sie prüfen, ob Sie den Anforderungen dieser Tour (sehr wichtig: auch Höhenverträglichkeit) gewachsen sind. Halten Sie gegebenenfalls auch mit dem zuständigen Spezialisten für diese Reise Rücksprache.
Die Wanderung sind alle technisch einfach, aufgrund der großen Höhe aber anstrengend. Die Gehzeiten belaufen sich auf maximal 5 Stunden. Da es sich ausschließlich um Tageswanderungen handelt, können Sie auch vor jeder Wanderung entscheiden, ob Sie daran teilnehmen wollen. Eine aktive Tour nach Zentraltibet zu kaum besuchten landschaftlichen und kulturellen Höhepunkte. Besonders geeignet für Tibet-Einsteiger.

Hauser Shop

Zur Komplettierung Ihrer Ausrüstung und für spezielle Fragen steht Ihnen unser Hauser Shop gerne zur Verfügung. Einen Überblick über das Angebot finden Sie unter www.Hauser-Shop.de oder in der aktuellen Programmübersicht. Tel: 089 235006-21

Dankeschön

Als Dankeschön für die Teilnahme an dieser Reise erhalten Sie einen Gutschein im Wert von 25.- € für den Hauser Shop.

Einreisebestimmungen: Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz benötigen für die Einreise nach China/Tibet ein Visum. Der Reisepass muss bei Ausreise noch 6 Monate gültig sein. Weitere Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie mit Ihren Buchungsunterlagen.
Für China und Tibet sind keine Impfungen zwingend vorgeschrieben. Empfohlen wird Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie und Polio. Bei Buchung einer Reise befindet sich in Ihren Unterlagen ein Coupon für ein kostenloses, reisemedizinisches Informationsgespräch. Nutzen Sie diesen und informieren Sie sich in einer der Reisepraxen des BCRT (Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin) über die Gesundheitsrisiken auf Ihrer Reise. Unter www.bctropen.de finden Sie die Adressen der Reisepraxen des BCRT. Dort werden Sie von erfahrenen Ärzten individuell beraten. Sollten Sie die Möglichkeit eines Besuches nicht haben, erhalten Sie auch ausführliche telefonische Informationen bei dem unabhängigen Auskunftsservice über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute aus dem dt. Festnetz, Stand: 26. Aug. 11) oder unter: www.gesundes-reisen.de.

Wichtige Hinweise: Die touristische Infrastruktur in Tibet verbessert sich zwar von Jahr zu Jahr, ist aber in manchen Gebieten noch nicht sehr entwickelt. Die landesüblichen Hotels und Gästehäuser sind teilweise äußerst einfache Unterkünfte, d. h. sie bieten wenig Komfort und sind mit einfachsten sanitären Anlagen ausgestattet, die u. U. außerhalb des Zimmers liegen. In den Gästehäusern können Doppelzimmer nicht garantiert werden, Übernachtung in Mehrbettzimmern ist möglich. Der Service in den “Hotels" und Gästehäusern darf nicht am europäischen Standard gemessen werden. Auch die Verpflegung ist einfach.
Der Zustand der örtlichen Fahrzeuge und Straßen ist teilweise schlecht. Heftige Regenfälle oder Erdrutsche sind in diesem Gebiet keine Seltenheit und können die ohnehin schon mangelhaften Straßen unpassierbar machen. Verzögerungen sind dann unvermeidbar. Die örtlichen Führer sind im Umgang mit Touristen noch unerfahren.
Das zügige Vorwärtskommen hängt oft von der Willkür der Behörden ab. Zudem kann von chinesischer Seite das Programm unter Umständen kurzfristig geändert werden. Da es sich bei unserer Partneragentur in Tibet um eine staatliche Stelle handelt, ist eine Einflussnahme nur sehr begrenzt möglich. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Sie mit der Buchung diese besonderen Umstände und Anforderungen anerkennen. Sie sollten eine “gute Portion" Abenteuer- und Pioniergeist besitzen und auch in schwierigen Situationen mit Geduld, Toleranz und Flexibilität reagieren können. Bei Drucklegung existiert ein Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes. Wir bitten um Beachtung: www.auswaertiges-amt.de oder Bürgerservice Tel.Nr. 03018/172000. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.

Umwelt- und Sozialprojekte: Wie in der Programmübersicht und im Internet dargestellt, sind uns Sozial- und Umweltengagement wichtig. Verantwortungsvoller Umgang mit der Natur gilt uns als ebenso selbstverständlich wie Respekt vor der Kultur unserer Gastgeber. In verschiedenen Ländern unterstützen wir und Sie als Teilnehmer oder Teilnehmerin bestimmter Hauser-Reisen diverse Projekte. Bei dieser Tour handelt es sich um das "Braille Ohne Grenzen “ Trainings-Zentrum. Das "Braille Ohne Grenzen" ist ein Zentrum für Blinde in Lhasa, in dem Kinder und Erwachsene auf ihr Leben in der Welt der Sehenden vorbereitet werden. Zur Ausbildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickelte das Zentrum einen Ausbildungsgang. Neben Blindenschrift und Orientierungstechniken erlernen sie Englisch und Chinesisch. Darüber hinaus erlernen sie einen Beruf, sei es im medizinischen, handwerklichen oder landwirtschaftlichen Bereich. Dieses Zentrum besuchen wir mit den Gruppen, die in Lhasa Station machen. - Wir möchten diese Projekte gerne langfristig unterstützen und geben daher pro Tibet-Reisenden Euro 10,- vom Reisepreis an dieses Blinden-Projekte weiter.
Weitere Auskünfte zum "Braille Ohne Grenzen" und zu anderen Hauser Sozial- und Umweltprojekten erteilen Ihnen gerne die Mitglieder der Hauser-Umweltgruppe, e-mail: umwelt@hauser-exkursionen.de Weitere Informationen finden Sie hier

Klima

Im Frühjahr und Herbst ist es manchmal empfindlich kalt; nachts fallen die Temperaturen oft deutlich unter 0°C. Dafür ist die Sicht auf den Himalaya in den Morgenstunden herrlich klar. Regenfälle sind ebenso typisch für die besuchten Gebiete wie Trockenperioden mit viel Staub.

Ausrüstung

Entsprechend den klimatischen Bedingungen benötigen Sie neben leichter, atmungsaktiver auch warme Kleidung wie Pullover, Regenschutz, Anorak etc. Ein einfaches Tuch als Staubschutz für Nase und Mund ist empfehlenswert. Beachten Sie bitte die Ausrüstungs-Checkliste für diese Tour, die Ihnen mit den Reiseunterlagen zugeht.

Reiseveranstalter

Hauser exkursionen international GmbH
Spiegelstr. 9,
81241 München

Tel. 089 / 23 50 06-0, Fax 089 / 23 50 06-99

E-Mail: info@hauser-exkursionen.de
In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Agentur
sowie den IATA-Luftverkehrsgesellschaften

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Tibet mit Tageswanderungen
der heilige Orakel-See Lhamo Lhatso, Fotograf: Haremza, Silke
Tibet - Mutter mit Kind, Fotograf: Glogowski, Dieter
Kloster von Gyantse, Fotograf: Andres, Eberhard
Yakhaarzelte im tibetischen Hochland, Fotograf: Haremza, Silke
Taschi Dor Gebetsfahnen, Fotograf: Heiligensetzer, Stefan
 
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