Korsika-Trekking
| II-III | 2.556 | 8x | 1x |
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Detailprogramm
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- Achttägiges Küsten- und Berg-Trekking mit dem Tagesrucksack
- Wanderungen mit Meerblick auf Varianten des "Monti e Mare"
- Spektakulärer GR 20: "Cirque du Solitude" bis "Col de Vergio"
- Drei- bis vierstündige Bootsfahrt im Naturschutzgebiet von Scandola
- Duftende Maccia, bizarre Kiefernwälder, Sandstrände am Meer
- Bademöglichkeiten im türkisblauen Meer und in Gebirgsbächen
- Schmackhafte korsische Küche - Mittagspicknicks mit Aussicht
Korsika - für viele Wanderer und Trekkingbegeisterte ein Traum! Die französische Insel im Mittelmeer besteht aus einem Gebirge mit hochalpinen, kargen Berglandschaften, umrandet von weißen Sandstränden am glasklaren, tiefblauen Meer. Das mediterrane Flair mit seinen variantenreichen Düften der weit verbreiteten Maccia und der Kiefernwälder, die erfrischenden Berührungen mit dem Element Wasser in Gumpen, Bächen oder Gebirgsseen und natürlich die einheimischen Pfade und der Fernwanderweg GR 20 ziehen Naturbegeisterte an. Ihre Trekkingetappen enden tagtäglich in einer inseltypischen Unterkunft. Freuen Sie sich auf mit Thymian, Rosmarin, Salbei und Myrte gewürztes Essen!
Termine und Preise
| Reisedauer | 10 | Tage |
| Mindestteilnehmerzahl | 12 | Personen |
| Höchstteilnehmerzahl | 16 | Personen |
Weitere Informationen zur Mindestteilnehmerzahl und Durchführung
| Reisenr. | Von | Bis | Preis | o. Flug | Reiseleitung | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2FRK0601 | 14.06.12 | 23.06.12 | €1.795,- | €1.495,- | örtliche/r Hauser-Reiseleiter/in | |
| 2FRK0602 | 30.08.12 | 08.09.12 | €1.795,- | €1.495,- | Zauner Astrid | |
| Einzelzimmerzuschlag: | €165,- | |||||
Leistungen
Hauser-Inklusivleistungen
• Hauser-Reiseleiter ab/bis Korsika
• zusätzlich Englisch/Französisch sprechender korsischer Bergführer ab/bis Korsika
• Flug mit Lufthansa Frankfurt - Nizza/Bastia - Frankfurt
• Weiterflug mit Air France/Air Corsica Nizza - Calvi oder Bastia
• Flughafentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug
• derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
• NEU! Übernachtung 5 x Hotels/Pensionen (Doppelzimmer), 3 x Wanderherberge (4-6-Bett-Zimmer), 1 x Zelt
• 9 x Frühstück, 8 x Lunchpaket/Mittagspicknick, 9 x Abendessen
• Gepäcktransport mit Kleinbussen
• Transfers/Fahrten laut Programm mit Kleinbussen
• Hauser-Top-Schutz im Wert von € 93; Reiserücktritts-Versicherung, Reisehaftpflicht-Versicherung, Reisekranken-Versicherung mit medizinischer Notfall-Hilfe, Rundum-Sorglos-Service
Wunschleistungen
• Anschlussflüge nach Verfügbarkeit ab anderen deutschen Städten € 80, ab Österreich/Schweiz ab € 150
• Rail & Fly Bahnfahrkarte der Lufthansa ab/bis deutscher Grenze € 65
• Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket € 26: Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung
Weitere Informationen zum Hauser-Top-Schutz
Weitere Informationen zum Hauser ZUSATZ-Reiseschutz-Paket
Nicht enthaltene Leistungen
fehlende Mahlzeiten und Getränke, Trinkgelder (im eigenen Ermessen), individuelle Ausflüge und Besichtigungen.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Flug nach Nizza. Hier nehmen wir unser Gepäck in Empfang und geben es erneut für unseren Weiterflug nach Bastia/Calvi bei der Air Corsica auf. Nach der Landung werden wir auf der "Insel der Schönheit" empfangen und mit einem Minibus zu unserer ersten Unterkunft nach Galéria gebracht. Nach Bezug unserer Mehrbettzimmer in der Wanderherberge können wir auf eigene Faust einen Spaziergang ins kleine, alte Dorfzentrum machen (ca. 10 Minuten) oder eine Runde in die Umgebung, z.B. zum abgeschiedenen Strand am Golf von Galéria unternehmen (ca. 20 Minuten). Die Luft ist erfüllt von den intensiven Düften der Macchia. Galéria liegt an einem schönen Naturhafen. In der Nähe erstreckt sich das reizvolle Tal des Fango-Flusses. Auf der Terrasse, mit Blick in die Berge, lassen wir uns am Abend zum ersten Mal Leckeres aus der korsischen Küche schmecken. Wir erhalten eine Einführung in unsere Trekkingreise und packen anschließend unsere Rucksäcke für die kommenden 2 Tage.
Fahrzeit: 1h; Wanderherberge (4- und 6-Bett-Zimmer mit Hütten-Schlafsack) [A]
2. Tag Von Galéria nach Girolata
Nach unserem anfangs etwas ungewohnten kleinen, französischen Frühstück mit Schwarztee/Kaffee mit Milch, Baguette, Butter und Marmelade verstauen wir unser Picknick und füllen unsere Trinkflaschen auf. Es geht los!
Wir wandern leicht bergan, vorbei an Wacholder- und Rosmarinbüschen, Erdbeer- und Kastanienbäumen, immer unseren Aufstiegsberg im Blick, bis wir einen Bach queren und zu einem "Schildkrötensee" gelangen. Mit Glück können wir Wasserschildkröten sehen, die sich am Rande des angestauten, kleinen Sees sonnen. Durch einen "Märchenwald" wandern wir weiter in leichtem Auf und Ab. Dann beginnt unser Aufstieg. Nun gilt es, 700 Höhenmeter auf einem steilen, steinigen Pfad zu überwinden. Nach ca. 2 Stunden erreichen wir nach kurzen Trinkpausen eine große Eiche mit einer ausladenden Baumkrone. Vor uns liegt der Golf von Girolata und unser heutiges Etappenziel: Girolata. Auf der rechten Seite erblicken wir die roten Felsen der gebirgigen Halbinsel La Scandola. Auf der linken Seite sehen wir unser morgiges Ziel: eine vulkanische Halbinsel mit zwei steilen, felsigen Gipfeln. Nachdem wir uns sattgesehen haben, wandern wir ca. 1 Stunde weiter auf einem Bergrücken, immer mit Aussicht auf den Fischerort Girolata. Nach unserem Mittagspicknick - es gibt belegtes Baguette, einen Salat und Obst - steigen wir die nächsten zwei Stunden wieder auf Meereshöhe hinab. Dichte, grüne Macchia säumt unseren Weg. Mit etwas Glück sichten wir Bergziegen oder das durch die Wälder streunende, zutrauliche korsische Hausschwein, eine Kreuzung aus Wild- und Hausschwein. Allmählich nähern wir uns dem tiefblauen Meer. Girolata ist nur zu Fuß oder per Schiff zu erreichen. Viele Tagestouristen mit ihren Kameras kommen hierher; kaum einer bleibt in diesem kleinen, verschlafenen Ort mit dem hübschen Naturhafen. Am Abend liegen die weißen Fischerboote auf dem Wasser und Ruhe kehrt ein. Wir speisen auf der Terrasse, mit Blick über den kleinen Hafen. Aus dem Meer kommt der Tagesfang frisch in die Suppenschüssel und auf den Teller. Ein kräftiger Käse und, auf Wunsch, ein Glas Rotwein oder ein Myrtenlikör rundet unsere Mahlzeit ab.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 750m; Abstieg: 750m; Wanderherberge (4- und 6-Bett-Zimmer mit Hütten-Schlafsack) in Girolata [FMA]
3. Tag Von Girolata nach Gradelle
Am frühen Morgen genießen wir zum letzten Mal die Aussicht auf den halbrunden Hafen. Mit unserem für unterwegs bestückten Tagesrucksack brechen wir zu einer neuen, erlebnisreichen Etappe auf. Heute bewegen wir uns auf einer ruhigeren Variante des klassischen, viel begangenen Wanderweges "Mare e Monti". In leichtem Auf und Ab spazieren wir auf dem "Briefträgerweg" die Küste entlang. Wer möchte, kann zwischendurch ein erfrischendes Bad im klaren Meer nehmen.
Nach diesem genussvollen Vormittag beginnen wir mit der heutigen Gipfelbesteigung. Auf einem steilen Pfad mit einigen Kraxelpassagen geht es langsam steil bergan. Die Natur unterwegs erinnert an einen "Märchenwald". Am Wegrand dominieren von saftig-grünem Moos überzogene Steine und Felsen. Der Weg führt uns immer wieder über natürliche Stufen, Wurzelgeflecht und loses Gestein. Trittsicherheit ist erforderlich. Wir wandern ca. 1 Stunde bergan, bis wir die großartige Aussicht auf den mit Fels durchsetzten Gipfel genießen können. Vom Punta Castellacciu (585 m) aus schweift der Blick hinüber zum Gipfel des Monte Senino (618 m) - einer der schönsten, aber auch abenteuerlichsten Gipfel auf Korsika, - zum Golf von Porto sowie zur rötlich schimmernden Halbinsel La Scandola. Nach einer Rast schnüren wir wieder unsere Bergstiefel und steigen konzentriert auf teilweise sehr steilen Passagen ab. Am Nachmittag können wir eine Variante wählen, welche uns zu von der Natur wunderschön geformten Steinen und Höhlen bringt. In diesem Fall verlassen wir den Küstenweg nach Gradelle und gehen anschließend erst ein Stückchen auf dem gleichen Weg zurück bevor wir erneut den Küstenweg einschlagen. In stetigem Auf und Ab wandern wir dem Strand von Gradelle entgegen.
Gehzeit: 4-6h; Aufstieg: 950m; Abstieg: 500m; Herberge (4 - und 6-Bett-Zimmer) bzw. Zelte [FMA]
4. Tag Von Gradelle nach Bussaglia
Heute steht uns eine kürzere Etappe an der Küste bevor. Das Meer im Blick überqueren wir immer wieder Pässe und steigen zu verschiedenen Stränden ab. (Bademöglichkeiten) Am Ende unserer schönen Tagesetappe erwartet uns eventuell eine "Erstbegehung": Wir sind auf einem Wanderweg unterwegs, der voraussichtlich erst 2012 eröffnet wird. Aufgrund seiner Ausgesetztheit ist dieser Wanderweg anspruchsvoll. Immer wieder gilt es, sich sicher entlang kurzer, mit Seilen versicherter Abschnitte und über Felsen zu bewegen. Im weglosen Gelände sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit notwendig. Für erfahrene Bergwanderer sollte dieser abenteuerliche und noch wilde Abschnitt jedoch kein Problem darstellen. Für unsere Konzentration werden wir mit unberührter Natur und grandiosen Aussichten belohnt. Von unserem letzten Pass aus sehen wir unser Ziel, den Strand von Bussaglia. Hier können wir in unsere Badesachen schlüpfen und uns im Meer die "Schweißperlen" abwaschen. Ein gelungener Abschluss für einen erlebnisreichen Vormittag! Unsere geschmackvoll eingerichtete Pension mit einladender Terrasse befindet sich ca. 800 m vom Strand entfernt. Die Zimmer sind zwar klein und die Dusche nur mit einem Vorhang vom Bett getrennt, dafür aber werden wir mit einem sehr guten Menü verwöhnt. Nach dem Mittagessen brechen wir erneut auf und fahren nach Porto. Mit einem Schiff fahren wir in das Naturreservat von Scandola (ca. 3 bis 4 Stunden). Nur vom Meer zugänglich ist es seit 1975 als Naturschutzreservat ausgewiesen. Hier leben Wanderfalken, Fischadlerpaare, Kormorane und Silbermöwen und im Meer tummeln sich Langusten und diverse Fischarten. Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück in unserer familiären Pension. Vielleicht gibt es am Abend eine nach französischer Art zubereitete Speise: Man nehme kleine, geröstete Baguettescheiben, reibe sie mit frischem Knoblauch kräftig ein und streiche einen rötlichen Aufstrich darüber. Anschließend lege man diese Scheiben in die Suppe und genieße die Geschmackskombination. Voilà! Guten Appetit!
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 450m; Abstieg: 450m; Pension (Doppelzimmer) in Bussaglia [FMA]
5. Tag Von Ota nach Bussaglia
Unsere heutige lange Etappe beginnt im malerisch gelegenen Ort Ota. Sie führt durch Kastanienwälder, in denen wilde Hausschweine leben, durch die kaum begangene, wildromantische Lonca-Schlucht wieder zurück nach Bussaglia.
Auf dieser langen Tour bieten sich uns immer wieder eindrucksvolle Aussichten auf die schroffen, steilen Berge im Landesinneren. Diesen kommen wir nun allmählich näher. Die sanfte Küstenlinie lassen wir hinter uns, vor uns liegt die raue Bergwelt Korsikas. Hier können Wetterumschwünge urplötzlich eintreten und nicht selten mit dramatischen Temperaturstürzen einhergehen. Dass der Wind heftig wehen kann, lassen die bizarren Formen mancher Bäume erkennen. Nach unserer Tour können wir noch einmal das klare, warme Meerwasser genießen und uns dann auf der Terrasse unserer Pension einen "Muskat" gönnen.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 1000m; Abstieg: 1000m; Pension (Doppelzimmer) in Bussaglia [FMA]
6. Tag Von Ota nach Evisa
Dieser Tag dient zur Erholung. Wir schlafen einfach mal länger. Nach unserem Frühstück wandern wir erneut los.
Wir queren wir den Fluss Porto und beginnen die von steilen, hoch aufragenden Bergen umgebene Spelunca Schlucht zu durchqueren. Ihre wilde Schönheit und die zahlreichen Badebecken sind bei Touristen bekannt. Der Fluss Porto hat sich hier tief ins Felsmassiv gegraben. Immer wieder haben wir die Möglichkeit ein erfrischendes Bad zu nehmen. Nach teils steilen Anstiegen erreichen wir Evisa. Der Ort liegt auf 850 m Höhe, eingebettet in einen Kastanienhain. Wanderern bietet sich eine letzte Möglichkeit, in den kleinen Supermärkten des Ortes für die GR 20-Etappen einzukaufen. Wir können noch einen Café au lait trinken, ehe wir auf kurvenreichen Straßen zum Hotel nahe dem Col di Vergio, unserem Startpunkt für die GR 20-Wanderungen, fahren.
Gehzeit: 3h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 0m; Hotel (Doppelzimmer) nahe Col di Vergio [FMA]
7. Tag Wanderung zum Lac di Nino
Den Wanderern offenbart sich heute ein kleines Bergparadies. Wir starten unsere Wanderung direkt vom Hotel Castel de Vergio und steigen durch einen prachtvollen Kiefernwald bis zur Bergerie de Colga auf 1.411 m auf. Hier beginnt ein mühsamer Aufstieg über Geröll und Felsplatten. Immer wieder können wir eine Trinkpause einlegen und uns am Blick zum Cinto-Massiv erfreuen. Im Bergsattel angekommen, wird uns die Aussicht zum Nino-See (Lac de Nino, 1.743 m) wohl überraschen. Auf den tiefgrünen, von Wasser durchzogenen Matten grasen Pferde, Kühe und Schweine. Nur das Läuten der Kuhglocken ist zu hören. Eine unglaubliche Stille liegt über diesem kleinen Paradies mit dem Monte Rotondo im Hintergrund. Wenn wir möchten, können wir einmal um den Nino-See laufen und die frei weidenden Tiere beobachten. Auf gleicher Route steigen wir ab. Am Abend packen wir unsere Rucksäcke für die kommenden 2 Tage. Nicht fehlen darf der Schlafsack für unsere morgige Übernachtung im Zelt.
Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 730m; Abstieg: 730m; Hotel (Doppelzimmer) nahe Col di Vergio [FMA]
8. Tag Vom Col di Vergio zur Schäferhütte Balonne
Je nach Wetterbedingungen starten wir frühmorgens zu unserer ersten Etappe auf dem korsischen Fernwanderweg GR 20. 1972 eröffnet, verläuft der "Sentier de Grande Randonnée 20" von Norden nach Süden durch die schroffe Bergwelt Korsikas. Die 180 km lange alpine Route zählt zu den beliebtesten Wanderwegen Europas. Sie ist nur geübten Bergwanderern zu empfehlen, die über eine gute körperliche Verfassung sowie über Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügen. Gestärkt von unserem Frühstück beginnen wir unsere lange, landschaftlich wohl schönste Etappe des Fernwanderweges. Vom Col di Vergio (1.477 m) laufen wir am zuerst am Rand eines Waldes entlang und folgen dem Weg bergan zur Bergerie de Radule, wo im Sommer Käse verkauft wird. Weiter geht es in das enge Golo-Tal mit seinen bizarr aussehenden Laricio-Kiefern. Wir steigen nun langsam bergan und vielleicht treffen wir auf dem aus großen Felsplatten angelegten Weg auch auf Kühe. Der Golo-Bach ist unser ständiger "Begleiter". Ein Augenschmaus für uns alle sind die verschiedenen kleinen Wasserfälle und Gumpen unterwegs. Die Mutigen unter uns suchen sich eine kalte Gumpe und tauchen ganz ein. Die Verlockung ist groß, uns z.B. mit "Wassertreten" (nach Kneipp) zu erfrischen. Den Golo-Bach hinter uns lassend steigen wir in Kehren über steinige Pfade Richtung Berghütte Ciottulu di i Mori (2.000 m) auf. Auf der Kammhöhe angekommen, bietet sich uns eine herrliche Fernsicht nach Osten - gutes Wetter vorausgesetzt. Nun führt der Weg durch leichtes, oft sogar ebenes Gelände bis zu Berghütte. Viele Wanderer übernachten hier, wir wandern jedoch nach einer kurzen Stärkung weiter. Wir folgen zuerst einem schwach ansteigenden Weg, welcher dann zur Passhöhe Bocca di Foggiale (1.962 m) abfällt. In leichten Kehren schlängelt sich der GR 20 steil über Fels und Geröll hinab. Wir queren immer wieder kleine Bäche, an denen wir uns erfrischen können. Hinter uns liegt, z.B. der pyramidenförmigen Berg Paglia Orba (2.525 m), der "schönste Gipfel Korsikas", oder der Capu Tafunatu, das "Loch des Teufels". Durch Kiefernwälder wandern wir nun stetig ruhig und gemütlich über einfache, aber steinige Wege bergab. Ein letzter kleiner Anstieg im Stranciacone-Tal und wir erreichen die Schäferhütte Balonne (1.450 m). Nach dem schnellen Aufbau der Wurfzelte in einer der vielen kleinen windgeschützten Steinbuchten, freuen wir uns schon auf das schmackhafte Abendessen. Hier können wir auf unsere erste Etappe des GR 20 anstoßen! Übernachten werden wir heute in unseren eigenen Schlafsäcken. In der frischen Bergluft lässt es sich hoffentlich tief und gut schlafen.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 700m; Zelt bei der Schäferhütte Balonne [FMA]
9. Tag Von Balonne durch die Cirque du Solitude nach Haut Asco
Unsere heutige Etappe gilt als die schwierigste der gesamten Strecke. Sie entspricht einer 3- Fuß-Tour (siehe Schwierigkeitsbewertung auf der Einklappseite unserer Programmübersicht), der Sie sich gewachsen fühlen sollten. Die Passage durch den "Cirque de la Solitude" (Kessel der Einsamkeit) stellt den Höhepunkt einer jeden Korsika-Durchquerung dar. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind absolute Vorraussetzungen. Bei Nässe besteht Absturzgefahr und die Passage wird dementsprechend nicht begangen. Sollten im Juni noch Schnee und Eis liegen, werden wir alternativ eine Wanderung anbieten.
Unser steiler Anstieg führt uns an der Berghütte Tighiettu (1.640 m) vorbei und verläuft weiter über Geröll und Felsplatten aus dem Stranciacone-Tal heraus bis wir die Bocca Minuta (2.218 m) erreichen. Nun stehen wir an der Schlüsselstelle des GR 20. Ein enger, steiler Felskessel liegt tief unter uns. Der Abstieg - nur 200 Meter - zum Fuß des Kessels ist sehr steil und führt über blanken Fels mit kleinen Stufen. Langsam steigen wir hinab. Hochkonzentriert bewegen wir uns Schritt für Schritt unter Zuhilfenahme von Eisenketten und Halteseilen auf dem Granit. Auf den Vorder- und den Hintermann achtend, halten wir Abstand und achten zudem auf lose Steinchen. Beim Aufstieg auf der gegenüberliegenden Seite sind Umsicht und Konzentration ebenfalls unabdingbar. Am Col Perdu (2.183 m) angekommen, halten wir noch einmal kurz inne und genießen noch einmal den Blick in den “Kessel der Einsamkeit". Über hohe Felsplatten und Geröll steigen zum Talkessen Pic von Cube (2.247 m) ab. Am Altore-See angekommen, genießen wir unser Picknick und stoßen auf unsere heutige Etappe an! Auf 2.000 m Höhe treffen wir auf die Ruinen der 1984 abgebrannten Altore-Hütte. Wir queren nun ein Kartal bis ein Bach ca. 1 Stunde lang unser “Begleiter" sein wird. Zwischen schönen Kiefern hindurch führt uns der Fernwanderweg GR 20 gleichmäßig abwärts bis nach Haut Asco (1.422 m), unserer heutigen Unterkunft. Nach einem erneuten typisch-korsischem Abendmenü feiern wir Abschied von Korsika.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 1000m; Abstieg: 1000m; Hotel (Doppelzimmer) in Haut Asco [FMA]
10. Tag Abreise
Je nach Abflugzeit werden wir zum Flughafen Bastia/Calvi gebracht für unseren Rückflug nach Deutschland.
Fahrzeit: 2-2,5h; [F]
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Die Wanderungen dieser Reise sind nur für geübte Bergwanderer reizvoll, die über Trittsicherheit (sichere Gehtechnik in sehr unterschiedlich beschaffenem Gelände), Schwindelfreiheit sowie über gute Ausdauer verfügen. Die Tagesetappen betragen durchschnittlich 4-6-Stunden, an 2 Tagen bis zu 8 Stunden (reine Gehzeiten - ohne Pausen). Pro Tag sind bis zu 1.000 Höhenmeter im Aufstieg und im Abstieg zu überwinden. Durch die felsige Beschaffenheit der Insel sind die Wanderungen auf Korsika zum Teil anspruchsvoll und erfordern gute Kondition. Als Vorbereitung für diese Reise empfehlen wir ausgedehnte Bergwanderungen und regelmäßige Waldläufe. Die Reise entspricht insgesamt dem Schwierigkeitsgrad II, doch gibt es auch einige Tagesetappen, die dem Schwierigkeitsbereich III entsprechen. Bitte beachten Sie Folgendes:
An den beiden Tagesetappen (Tag 7 und 8) auf dem Fernwanderweg GR 20 müssen Sie über kantiges Geröll oder große Granitblöcke steigen. Die Durchquerung des "Cirque du Solitude" entspricht den Anforderungen des Schwierigkeitsgrades III. An Eisenketten steigen Sie auf glattem, teilweise lockerem Granitgestein über natürliche schmale Stufen hinab, um dann auf der gegenüberliegenden Seite ebenso wieder aufzusteigen. Solche Abschnitte setzen eine hohe Konzentration und Trittsicherheit voraus. Diese zusätzlichen Anforderungen sind es, die die Tour, vor allem bei schlechten Witterungsbedingungen, schnell anspruchsvoll werden lassen.
An den Tagen 2 - 6 verlaufen die Trekkingetappen immer wieder auf kleinen, unebenen und steinigen Pfaden. Am Tag 4 haben Sie als erste Wandergruppe die Möglichkeit, einen Küstenabschnitt, der wahrscheinlich 2012 neu eröffnet wird, zu begehen. Dieser Wanderabschnitt entspricht ebenfalls einer Schwierigkeitsbewertung der Kategorie III, der Sie sich gewachsen fühlen sollten. (Nähere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Klappseite in der aktuellen Programmübersicht.)
Die Busfahrten werden in zwei Kleinbussen (bis 8 Personen) durchgeführt. Beachten Sie bitte, dass sie teilweise auf engen und kurvenreichen Gebirgsstraßen unterwegs sind. Dies kann etwas anstrengend sein. Durch die zwei Kleinbusse besteht ebenfalls die Möglichkeit, eine Tagesetappe - nach vorheriger Rücksprache - auszusetzen.
Während des Trekkings übernachten Sie in Pensionen im Doppelzimmer mit Bad und WC, in Wanderherbergen (Gites d´étapes) mit warmen Gemeinschaftsduschen in 4- und 6-Bett-Zimmern in Stockbetten sowie im Zelt (im eigenen Schlafsack) bei der Schäferhütte Balonne. Gemeinschaftsduschen stehen hier zur Verfügung.
Während dieser Reise erhalten Sie Vollpension. Das Abendessen besteht aus einem 3-Gänge-Menü, überwiegend aus Suppe, einem Hauptgericht sowie Käse und/oder einer Nachspeise. Dementsprechend wird nur wenig gefrühstückt. Morgens wird Baguette mit Butter und Marmelade zu heißem Tee und Kaffe/Milch gereicht. Sollte Ihnen dies nicht ausreichen, empfehlen wir Ihnen, sich von daheim z.B. Müsli mitzunehmen (Milch vorhanden).
Das Mittagspicknick wird kalt gereicht. Ihre Reiseleiter werden Ihnen eine reiche Auswahl an lokalen Spezialitäten auftischen. An manchen Tagen erhalten Sie ein Baguette mit Schinken, Obst und einem kräftigenden Salat. An anderen Tagen kauft die Gruppe gemeinsam ein. Ihre Wünsche können Sie somit jederzeit nennen.
Sie werden von einem deutschsprachigen Hauser-Reiseleiter sowie von einem korsischen, englisch-und französischsprechenden Reiseleiter ab/bis Bastia oder Calvi geführt. Beide Begleiter organisieren Ihren Gepäcktransport. Kontrastreiches Trekking abseits der Touristenströme vom Meer in die Berge; gute Kondition, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit notwenig; GR 20 Teil: auslassen möglich.
Hauser Shop
Zur Komplettierung Ihrer Ausrüstung und für spezielle Fragen steht Ihnen unser Hauser Shop gerne zur Verfügung. Einen Überblick über das Angebot finden Sie unter www.Hauser-Shop.de oder in der aktuellen Programmübersicht. Tel: 089 235006-21
Dankeschön
Als Dankeschön für die Teilnahme an dieser Reise erhalten Sie einen Gutschein im Wert von 15.- € für den Hauser Shop.
Einreisebestimmungen:
Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs, Italiens und der Schweiz genügt für die Einreise nach Frankreich (Korsika) die gültige nationale Identitätskarte (bzw. der gültige Personalausweis) oder Reisepass. Weitere Informationen zu den Einreisebestimmungen und Botschaften/Konsulaten entnehmen Sie bitte Ihren ersten Reiseunterlagen.
Im internationalen Reiseverkehr werden von Frankreich keine Impfungen gefordert. Grundsätzlich sollte der Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio überprüft und ggf. aufgefrischt werden. Bei Buchung einer Reise befindet sich in Ihren Unterlagen ein Coupon für ein kostenloses, reisemedizinisches Informationsgespräch. Nutzen Sie diesen und informieren Sie sich in einer der Reisepraxen des BCRT (Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin) über die Gesundheitsrisiken auf Ihrer Reise. Unter www.bctropen.de finden Sie die Adressen der Reisepraxen des BCRT. Dort werden Sie von erfahrenen Ärzten individuell beraten. Sollten Sie die Möglichkeit eines Besuches nicht haben, erhalten Sie auch ausführliche telefonische Informationen bei dem unabhängigen Auskunftsservice über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute aus dem dt. Festnetz, Stand: 26. Aug. 11) oder unter: www.gesundes-reisen.de.
Wichtige Hinweise: Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen. Bei Drucklegung existiert ein Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes. Wir bitten um Beachtung: www.auswaertiges-amt.de oder Bürgerservice Tel.Nr. 03018/172000.
Klima
Das Klima auf Korsika gilt als sehr angenehm, doch passiert man, je nach Höhe, verschiedene Klimazonen. Obwohl das Wetter während der Sommer- und Herbstmonate normalerweise beständig ist, können in den Bergen jederzeit unerwartet Gewitter aufziehen. Die Ostküste ist trockener als die Westküste. Es ist möglich, dass es an der Küste trocken und sonnig ist, während es in den Bergen im Inneren des Landes zu starken Gewittern kommt. Die Winde wehen hier stärker und führen oft zu Wetterstürzen. Grundsätzlich ist es im Landesinneren regenreicher als an der Küste. Durch seine Lage ist Korsika aus verschiedenen Himmelsrichtungen Winden ausgesetzt, die ebenfalls wetterbestimmend sind. Bei Ihren beiden Reiseterminen liegen die Temperaturen an der Küste zwischen 25 und 30°C. Mit zunehmender Höhe sinken die Temperaturen; auch im Frühsommer können die Nächte kühl werden. Die Jahresdurchschnittstemperatur schwankt zwischen 12 Grad in den Bergen und 20 Grad an der Küste. Im Hochsommer liegen die Temperaturen auf Meereshöhe zwischen 23 und 36°C. Es kann also schon sehr heiß werden. In 1.000 m Höhe sind dagegen Schwankungen von 8 - 26°C nicht ungewöhnlich. Ab 1.500 m Höhe herrscht alpines Klima. Plötzliche Wetterstürze mit Temperaturen um die 0 Grad und sogar Schneefall sind hier jederzeit möglich. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie über entsprechende Ausrüstung verfügen.
Ausrüstung
Aufgrund der genannten klimatischen Verhältnisse sollten Sie neben der obligatorischen Wanderausrüstung, wie gut eingelaufene Bergstiefel mit sehr guter Profilsohle und wetterfeste Wanderkleidung auch Badesachen für den Aufenthalt an der Küste und für die Gumpen mitführen. Wir empfehlen sowohl atmungsaktive, leichte als auch warme, wind- und regenundurchlässige Kleidung. Bewährt hat sich das “Zwiebelschalenprinzip", wodurch Sie sich den im Landesinneren (GR 20-Etappen) immer möglichen, urplötzlichen Wetterumschwüngen schnell anpassen können. Bei Schönwetter ist die Sonneneinstrahlung stark. Wichtig ist deshalb ausreichender Sonnenschutz: helle Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor. Wichtig ist ebenfalls ausreichend Trinkwasser auf den einzelnen Etappen dabei zu haben. Ferner benötigen Sie einen Tagesrucksack (ca. 30l), eine Wasserflasche mit bis zu 2 l Fassungsvermögen und einen verschließbaren Plastikbehälter für Ihr Mittagspicknick (Müllvermeidung). Für die Übernachtung in der einfachen Berghütte bzw. im Zelt benötigen Sie einen warmen Schlafsack (im Komfortbereich bis 0 Grad tauglich).
Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste für diese Tour, die Ihnen mit den ersten Reiseunterlagen zugeht.
Gepäck
Sie benötigen eine (Hauser-) Reisetasche für Ihr Hauptgepäck. Koffer sind nicht erlaubt. Ihr Hauptgepäck wird während der Reise transportiert, so dass Sie die Trekkingetappen unbeschwert genießen können. An manchen Tagen kann es vorkommen, dass Ihr Gepäck nach Ihnen ankommt. Ihr Reiseleiter wird Sie vorab darüber informieren, damit Sie wichtige Sachen ggf. bei sich tragen. Zweimal tragen Sie Ihre Wechselwäsche/-kleidung für 1 Nacht selbst in Ihrem Tagesgepäck.
Reiseveranstalter
Hauser exkursionen international GmbH
Spiegelstr. 9,
81241 München
Tel. 089 / 23 50 06-0, Fax 089 / 23 50 06-99
E-Mail: info@hauser-exkursionen.de
In Zusammenarbeit mit einer örtlichen Agentur
sowie den IATA-Luftverkehrsgesellschaften

