Soziales Projekt: Camino del Apu Ausangate

Förderbeginn:
2009

Hintergrund/Entstehungsgeschichte:

Um der Abwanderung junger Menschen entgegenzuwirken, entwickelten 2004 die indigenen Bewohner der Dörfer Chilca und Osefina das Projekt „Camino del Apu Ausangate“ – einem Trekking in der Region des Ausangate, mit 6384 m der vierthöchste Berg Perus. Dadurch soll die Bevölkerung dieser Region Teilhabe an der Tourismus-Wirtschaft erhalten. Herzstück des Projektes sind vier sehr komfortable Lodges auf Höhen zwischen 4300 und 4800 m. Die Zimmer sind mit Dusche und WC ausgestattet, die landestypische Verpflegung ist ausgezeichnet. Die Finanzierung des Projektes erfolgte mit kommunalem und privatem Kapital. Den Baugrund stellte die Dorfbevölkerung von Chilca zur Verfügung und nahm zusätzlich einen staatlichen Kredit auf. 

Ziele des Hauser-Engagements/Nutzen für die Region:

  • Ökonomische Fortschritte – Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze, Einkünfte
  • Soziale Fortschritte – Wertschätzung der eigenen Kultur, Stärkung des Selbstbewusstsein, Eindämmung der Abwanderung
  • Arbeitsmöglichkeiten für Männer und Frauen: beim Trekking sind Männer die Begleiter, die Frauen verdienen durch den  Verkauf von Kunsthandwerk (z.B. Webarbeiten) 
  • Aufgrund der neuen Einnahmemöglichkeiten bleiben vermehrt junge Menschen in der Region, die Zerrüttung von Familien wird verhindert und der traditionelle Zusammenhalt der Familien bleibt erhalten.
  • Gewinne aus dem Projekt werden reinvestiert, wobei die Dorfbewohner gemeinsam über die Verwendung der Gelder entscheiden. 

 

Konkrete Maßnahmen/Aktionen:

  • Im September 2011 wurde Hauser Exkursionen für das Projekt „Camino del Apu Ausangate“, einem Lodge-Trekking mit Alpakahirten in Peru, der Travel One Nachhaltigkeitspreis für die Touristik verliehen.

Kooperationspartner:

Camino del Apu Ausangate SRLTDA            
www.andeanlodges.com

HANE Tours E.I.R.L.
Günter Hane
Peru
www.hanetours.com 

Ausblick/Perspektiven:

• Die Gemeinden versuchen, mit der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft, die Region zum Naturschutzgebiet zu erklären, da hier eine seltene wilde Kleinkatzenart vorkommt. Die erste Hürde, die Anerkennung als reserva natural, ist bereits geschafft. 

• Das Areal soll so auch vor den Interessen nationaler & internationaler Minenfirmen geschützt werden. Diese Interessen sind in der Regel mit denen der Kleinbauern und Viehzüchtern in der Region nicht zu vereinbaren. Der Umweltschutz, der Schutz der Artenvielfalt und die Wahrung kultureller Werte drohen unterzugehen.

• Langfristig geplant ist eine Schlachterei, um Restaurants in Cusco mit Alpakafleisch zu beliefern. 

• In den Flüssen der Region wurden Forellen ausgesetzt. Sie dienen nicht nur der Selbstversorgung, es sollen auch Angellizenzen an Touristen vergeben werden.