Charakter
Schwierigkeit Ⅲ–Ⅳ
Höhe 4.167
Hotel-Übernachtungen
Zelt-Übernachtungen
↑bis 1420 Hm, ↓bis 1350 Hm

Marokko - Viertausender des Hohen Atlas

Trekkingreise mit anspruchsvoller Überschreitung des Hohen Atlas

  • 10-tägiges Trekking im Hohen Atlas (5 - 9 Std. täglich)
  • Besteigung der 4.000er Jebel Iferouane, Timesguida, Ouanoukrim und Toubkal
  • Auf wenig begangenen Pfaden durch das Atlas-Gebirge wandern
  • Im smaragdgrünen Bergsee Lac d'Ifni eine erfrischende Runde schwimmen
  • Unter Walnussbäumen mehr über die Pflanzenwelt des Hohen Atlas erfahren
  • Gastfreundlichen Berberfamilien in den Bergdörfern begegnen
  • Mit Stuck und bunten Mosaiken verzierte Innenhöfe in Marrakech bestaunen
Wir wandern auf wenig begangenen Pfaden durch terrakottafarbene Berberdörfer und begegnen Nomaden und ihren Schafherden auf den Hochweiden. Der Blick auf den ersten Viertausender eröffnet sich, der einsame Jebel Iferouane hat es mit 4.001 m gerade so in die Reihe der Viertausender geschafft. Wie ein smaragdfarbenes Juwel ruht der Ifni-See inmitten der wilden Gebirgskulisse und lädt zu einem erfrischenden Bad nach der Wanderung ein. Bis wir zum krönenden Abschluss den Toubkal-Nationalpark erreichen, sind wir bereits gut akklimatisiert. Nun können wir den Toubkal (4.167 m), sowie den Ouanoukrim mit seinem Doppelgipfel Timesguida (4.089 m) und Ras Ouanoukrim (4.070 m) besteigen. Es besteht die Möglichkeit bis zu vier 4.000er in Angriff zu nehmen. Zwischen Gipfel und Alternativroute können wir jeweils kurzfristig nach Lust und Laune wählen. Schon die Trekkingroute ohne diese Gipfel bietet Landschaftsgenießern eine lohnende Durchquerung des Hohen Atlas. Nach ausgefüllten Wandertagen genießen wir schöne Lagerplätze inmitten der Natur des Hohen Atlas und die kulinarischen Zauberkünste unseres Trekking-Kochs. Nach unserem 10-tägigen Trekking ist das bunte Treiben der Königsstadt Marrakech ein eindrucksvoller Kontrast zur Abgeschiedenheit der Bergwelt. Wir schlendern durch die verwinkelte Medina der rosaroten Stadt, bevor wir die Reise am Abend bei marokkanischer Küche in einem ehemaligen Palast feierlich ausklingen lassen.
Reisetage: 14
Teilnehmeranzahl: 4 – 15 Personen

Tag 1: Anreise

Nachmittags Linienflug mit Royal Air Maroc von Frankfurt nach Casablanca. Bei Ankunft werden wir erwartet von unserem marokkanischem Bergführer und Busfahrer. Auf der gut ausgebauten Autobahn fahren wir nach Marrakech. Wir wohnen in einem charmanten Riad-Hotel im Herzen der Altstadt von Marrakech.

Tag 2: Besichtigung von Marrakech und Fahrt zum Startpunkt des Trekkings

Morgens können wir ausschlafen nach der späten Ankunft gestern. Nach einem späten Frühstück besichtigen wir zu Fuß die Medina von Marrakech, die von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt wurde. Das 77 m hohe Minarett der Koutoubia-Moschee gilt als Wahrzeichen der Stadt. Vom alten Stadttor Bab Agnaou ausgehend, besuchen wir die nahe gelegenen, reich ornamentierten Sultans-Gräber der Saadier-Dynastie. Wir besichtigen den reich mit Mosaiken verzierten Bahia-Palast mit seinem idyllischen Innenhof. Kleine Gassen mit Werkstätten und Kunsthandwerksläden führen zur Medersa Ben Youssef. Ein verschwenderisch mit Stuck und Mosaikfliesen verzierter Innenhof bildet den Mittelpunkt der über 400 Jahre alten Koranschule. Im großen Wasserbecken spiegelt sich eindrucksvoll und farbenfroh die ganze Pracht orientalischer Zierde. Auf eigene Kosten können wir in einem stilvollen, marokkanischen Restaurant in der Medina zu Mittag essen. Nachmittags fahren wir mit einem Kleinbus ins Atlas-Gebirge. Nach etwa 1,5 Stunden erreichen wir das Dorf Arba Tighedouine (ca. 800 m). Wir fahren auf einer neu asphaltierten Straße ins Zat-Tal hinein und erreichen unser erstes Camp auf 1.150 m Höhe bei Azgour, wo wir unsere Begleitmannschaft, d.h. die Mulitreiber mit ihren Mulis und unseren Koch treffen.

Tag 3: Weites Yagour-Plateau – das Land der Schäfer

Heute beginnen wir unser 10-tägiges Trekking. Nach dem Frühstück wandern wir los und verlassen das Zat-Tal kurz vor dem Dorf Ait Stimane. Mediterran anmutende Pflanzen wie Steineichen, aber auch Bergpalmen wachsen an den Hängen, auf denen wir bergauf gehen. Nach 3,5 Stunden prägt rote Erde sowohl die Umgebung als auch die kubischen Flachbauten des Dorfes Ouarzast (2.000 m), das den Beginn des weitläufigen Yagour-Plateaus markiert. Wir wandern über die Sommerweiden der Hirten, die hier in einfachen Steinhäuschen leben. Im Frühsommer strahlt die Hochebene saftig-grün, im Spätsommer leuchten die Gräser goldgelb vor den Bergen. Prähistorische Felsgravuren zeugen von einer sehr frühen Besiedlung: Spiralen und geometrische Muster könnten kultische Bedeutung gehabt haben. Wir steigen am Rand des Plateaus ein kleines Stück ab und erreichen unseren Lagerplatz (2.195 m) an einem kleinen Wasserlauf. Wer die Gegend noch etwas erkunden möchte, kann weiter abwärts kleine Wasserfälle entdecken.

Tag 4: Zwischen Bergpalmen zum Ourika-Tal

Wenn wir heute Morgen dem Tal folgen, wandern wir oberhalb einer tief eingeschnittenen Schlucht. Frühmorgens können wir sehen, wie die Schäfer die Tiere über Nacht in den bizarren Schluchtwänden in scheinbar unerreichbaren und durch Steine befestigten Nischen schützen. Erst bei Tagesanbruch und wenn kein Schakal mehr zu befürchten ist, werden die Schafe und Ziegen wieder auf die Weiden geführt. Nach etwa einer Stunde erreichen wir den Pass Tizi n´Igrane (2.000 m), von dem aus ein teils steiler Abstieg durch von Bergpalmen üppig bewachsene Hänge folgt. Die hiesige Palmenart wird nicht sehr hoch und bildet schöne, fächerartige Blätter! Wir steigen bis ins Tal ab und überqueren bei einer Hängebrücke den Bach des Ourika-Tals. Der über eine Straße erreichbare Ort Setti Fatima ist ein beliebtes Ausflugs- und Pilgerziel. Wir folgen dem Tal noch eine halbe Stunde weiter bis zu unserem Campingplatz bei Walnussbäumen, am Eingang der Ait Boulmane-Schluchten (1.480 m).

Tag 5: Granitkugeln, Wasserplätschern und Terrassendörfer

Schon in der Morgendämmerung starten wir. Ausgerüstet mit Stirnlampen und Wassersandalen oder Turnschuhen wandern wir im erst breiten Bachbett, das dann zu einer immer engeren Schlucht wird. Zwischen unzähligen alten Walnussbäumen plätschert der Bach und wir queren ihn des Öfteren zwischen großen Granitfelsen. Mit etwas Glück können wir in dem idyllischen Tal die hier lebenden Berberaffen entdecken. Sie sind eher scheu, können aber in größeren Familien auftreten. Wir steigen wieder in unsere Bergschuhe und wandern aus dem Tal hinaus eine Stunde bergauf bis Tamatert (1.900 m). Riesige, mehrere Hundert Jahre alte und sehr gepflegte Terrassenfelder umgeben die Lehmhäuser des Dorfes. Der heutige Tag ist sehr intensiv und beschert uns vielfältige Eindrücke! Wir überqueren Bergpässe, rasten in einem großen, paradiesisch von Wasserläufen durchzogenen Wald aus Walnussbäumen und steigen zwischen knorrigen, alten Wacholderbäumen einen Serpentinenweg hinauf. Vom Tizi n´Amanal (2.400 m) genießen wir den Rundblick in die abgelegene Bergwelt. Wir erahnen, was diese Lage für das tief unter uns liegende, von grünen Terrassenfeldern umgebene Dorf Amanzal bedeutet. Sehr einsam, fern jeglicher Straßen gelegen, hat es weder Strom noch Telefonanschluss. Wir begegnen Berberfamilien bei der Feldarbeit und werden neugierig betrachtet – Besucher sind eine willkommene Abwechslung. Immer einsamer wird es, wenn wir dem schönen Bachlauf stetig bergauf folgen. Nach einem anstrengenden Tag erreichen wir unseren Lagerplatz bei Granitfelsen (2.550 m), am Fuß des Tizi n´Boukchouch.

Tag 6: Gebirgspässe und Fernblick

Eine knappe Stunde steigen wir morgens bergauf bis zum Pass Tizi n´Boukchoud (2.976 m) und nach einem kleinen Zwischenabstieg zum zweiten Pass Tizi n´Taroutourte (3.080 m). Belohnt werden wir für unsere Mühe mit einer fantastischen Aussicht in die umliegende Bergwelt des zentralen Hohen Atlas. Von diesem Pass aus ist der Toubkal (4.167 m) sehr schön und deutlich zu sehen. Der Jebel Iferouane zeigt sich leider noch nicht, da er noch durch davor stehende große Berge verdeckt wird.Durch eine sehr karge Landschaft steigen wir auf einem Geröllpfad in ständigem Zickzack bergab. Mittags erreichen wir eine Gegend mit mehr Grün, unser Wanderweg führt durch kleine Dörfer, Terrassenfelder und die Weiden der Schäfer. Einziges Transportmittel in dieser Region sind Esel oder Mulis. Wer seine Familie im Nachbardorf besuchen möchte, geht zu Fuß oder reitet. Jeder Besuch eines Marktes bedeutet für die Menschen in diesem Teil des Hohen Atlas eine längere Reise. Je nach Bedingungen werden wir heute noch ein Stück bergauf steigen. Das geplante Camp auf etwa 2.900 m Höhe ist zwar klein und etwas staubig, aber im Hinblick auf die morgige, lange Etappe geeignet, um bereits heute etwas an Höhe zu gewinnen.

Tag 7: Jebel Iferouane (4.001 m) – einsamer Viertausender

Wir beginnen sehr früh mit dem Aufstieg zu unserem ersten Viertausender. Im Morgenlicht erreichen wir den Pass Tizi Tougrou Oudad (3.260 m). Kissenförmige Pflanzen und viele kleinwüchsige Disteln haben hier Fuß gefasst. Der folgende, teils weglose Aufstieg führt meist über Blockgestein und ist daher gut zu gehen. Kleinere Vorgipfel liegen am Weg, bis wir schließlich nach etwa 4 Stunden den Jebel Iferouane erreichen. Er ist der Hauptgipfel des unter uns liegenden Massivs des Adrar n´Dern. Wir haben einen großartigen Rundumblick, der bis zum Toubkal-Massiv und zum Südlichen Atlas mit dem Siroua-Massiv reicht. Beim Abstieg verlieren wir schnell an Höhe, da teilweise ein lustiges Gleiten über einen Hang voll kleinster Geröllsteinchen möglich ist. Wir wandern durch eine karge Mondlandschaft mit kunterbunten Berghängen, deren Farben zwischen Orange, Lila, Feuerrot und Ocker wechseln, als hätte ein Töpferofen lauter gebrannte Steinchen mit verschiedenfarbigen Glasuren ausgeworfen. Nach einer Mittagsrast – heute gibt es ein Picknick – wandern wir durch ein Tal bergab. Mannshohe Disteln mit violetten Blüten säumen das Bachbett. Nach etwa 3 Stunden Gehzeit vom Gipfel aus erreichen wir unser Lager (2.950 m) bei einer Wiese mit einem Bächlein. Für den Rest des Nachmittags können wir uns erholen. (Hinweis: Für diejenigen, die heute nicht auf den Gipfel wollen, sondern lieber mit den Mulitreibern den direkten Weg zum Camp nehmen möchten, beträgt die Gehzeit etwa 4 Stunden).

Tag 8: Grüne Täler in wüstenhafter Landschaft

Von unserem Lager gehen wir morgens etwa 30 Minuten bergauf zum Aourai-Pass (3.050 m). Danach wandern wir über eher karge, kuppelförmige Berge in leichtem Auf und Ab weiter. Der eher steinige Boden ist mit Blütenpflanzen übersät, die sich den ariden klimatischen Bedingungen angepasst haben. Wie kleine Polsterkissen wachsen die unscheinbaren Pflanzen und tragen selbst im Spätsommer noch viele, kleine Blüten oder sternförmige Distelblüten. Beim Wandern schweift der Blick über die weite, wüstenartige Landschaft hinunter in die Täler, durch die sich, wie ein grünes Band, die Terrassengärten der Dörfer ziehen. Nach etwa 4 Stunden erreichen wir das kleine Dorf Amsouzart (1.740 m). Wir übernachten in einer Gîte d'etape, ein einfaches Gästehaus mit Mehrbettzimmern. Nachmittags können wir uns im Dorf-Café bei einem herrlichen Kaffee oder frisch gepressten Orangensaft erholen.

Tag 9: Zum Hochgebirgssee Lac d´Ifni

Heute wandern wir durch verschiedene Dörfer, sehen schöne, kleine Moscheen, Lehmbauhäuser und vom grünen Hang herunterplätschernde Wasserfälle (nur im Frühjahr). Dann wird das Gelände immer steiniger. Wir wandern bergauf zu einem 2.400 m hohen Pass und befinden uns bereits in der sehr weitläufigen Schutzzone des Toubkal National Parks. Vom Pass aus erblicken wir schon den smaragdgrünen Lac d´Ifni, der in eine bizarre Hochgebirgsszenerie eingebettet ist. Unser Weg führt uns um sein Ufer herum bis zu unserem Zeltlager (2.300 m) direkt am See. Am Nachmittag können wir uns erholen und die wechselnden Lichtstimmungen inmitten schönster Natur genießen.

Tag 10: Ins Herzstück des Toubkal National Parks

Bei beginnender Morgendämmerung machen wir uns auf den Weg weg vom See und aufwärts durch die Ouanoums-Schlucht bis zum Pass Tizi n´Ouanoums (3.684 m), den wir nach etwa fünf Stunden erreichen. Nun haben wir eine fantastische Aussicht auf das zurückliegende Trekkinggebiet sowie auf den Ifni-See einerseits und die Viertausender der Toubkal-Region andererseits. Insgesamt gibt es im Hohen Atlas neun Viertausender. Auf einem steilen Serpentinenweg steigen wir ab und erreichen das Hochtal, das uns schließlich zum Toubkal Base Camp (3.200 m) führt. Wir zelten zwei Nächte unweit der Neltner-Hütte. Diese ist zwar sehr spartanisch und oft überfüllt, aber wir haben die Möglichkeit, die dortigen Sanitäranlagen zu nutzen und heiß zu duschen.

Tag 11: Besteigung des Toubkal (4.167 m)

Sehr früh am Morgen beginnt der Aufstieg zu unserem zweiten Viertausender, dem höchsten Berg Nordafrikas, Jebel Toubkal. Obwohl die Besteigung technisch keine besonderen Schwierigkeiten aufweist, benötigen wir vor allem Ausdauer und Trittsichereit. Im Frühsommer können vereinzelt noch Schneefelder liegen, die aber in der Regel gut zu begehen sind (im Juni ggf. Grödeln mitnehmen!). Der Lohn für unsere Mühe ist die Aussicht auf das gesamte Toubkal- und das Siroua-Massiv. An klaren Tagen reicht der Blick sogar bis Marrakech. Zu einem späten Mittagessen sind wir wieder am Toubkal Base Camp und werden von unserem Trekkingkoch verwöhnt. Der Nachmittag dient der Erholung.

Tag 12: Dritter Viertausender Timesguida n´Ouanakrim und Abstieg nach Aremd

Heute gibt es mehrere Optionen – je nach Wunsch und Gipfelambition! Für Wanderer mit sehr guter Kondition und sehr gutem Durchhaltevermögen ist das volle folgende Programm (A+B+C) machbar. Sie können sich vormittags alternativ auch ausruhen und nur den Abstieg (C) wählen, oder die Kombination aus A+C planen. (A) Noch bei Dunkelheit oder im ersten Morgenlicht steigen wir talaufwärts und erreichen nach etwa 1,5 bis 2 Stunden den Pass Tizi n´Ougane (3.735 m). Von dort bietet sich eine gute Aussicht auf beide Seiten der Täler und vor allem in die südlichen Bergregionen sowie in Richtung Siroua-Massiv. --> Wer nur bis hierher mitgehen möchte, kann vom Pass aus den Weg zurück zum Camp wählen (dann beträgt die Gehzeit Camp – Pass Tizi n´Ouganae - Camp ca. 3,5 Stunden hin und zurück). (B) Zwischen verschiedenförmigen, bizarren Felsspitzen gehen wir hinauf. Der Berg flacht dann etwas ab, seine Form erinnert an eine große Kuppel. Der Boden ist komplett mit bläulich-metallisch glänzendem Gestein übersät (ähnlich dem Wüstenlack) – eine Reaktion auf die ständige, intensive Sonneneinstrahlung. Der Gipfel des Timesguida n´Ouanakrim (4.088 m) wird wenig begangen, da er „nur" ein Viertausender in der Nachbarschaft des viel berühmteren Toubkal ist. Wir finden aber, dass gerade dieser Gipfel wegen der Einsamkeit, der abwechslungsreichen Route und wegen des herrlichen Fernblicks sehr reizvoll ist. Für die Gipfelbesteigung ist erst ein steiler Aufstieg durch Blockgestein und etwas Geröll zu bewältigen. Sicherungstechnik ist nicht notwendig, es gilt jedoch, trittsicher zu sein, ab und zu etwas zu kraxeln und die Hände am Fels mal zu Hilfe zu nehmen. --> Wer den Gipfel besteigt, kann vom Camp bis zum Gipfel und zurück mit ca. 5,5 Stunden reiner Gehzeit rechnen. Höhendifferenz Camp - Gipfel und zurück im Auf- bzw. Abstieg 900 m. Zurück im Camp, werden wir von unserem Koch bereits mit einem warmen, stärkenden Mittagessen erwartet. Wir ruhen uns etwas aus und sind bald wieder fit für den vor uns liegenden Abstieg. (C) Wir verlassen das Toubkal Base Camp und wandern auf einem sehr gut begehbaren, meist breiten Weg das Tal hinunter. Heute Nachmittag bewältigen wir zwar eine Höhendifferenz von 1.280 m bis Aremd, jedoch geht es stetig und gemäßigt auf gutem Weg bergab. Die Aussicht auf die heutige Unterkunft in einem Berberhaus mit heißer Dusche und einer sehr schönen Terrasse lohnt die Anstrengung. --> Gehzeit für Abstieg ab Camp bis Aremd ca. 4 Stunden, Höhendifferenz vom Camp bis Aremd im Abstieg 1.280 m. Gehzeit ab Camp für Variante A+B+C 9 - 10 Stunden, Höhendifferenz im Aufstieg 900 m, im Abstieg 2.200 m.

Tag 13: Rückkehr nach Marrakech

Nur noch eine knappe Stunde wandern wir leicht bergab bis zum Ort Imlil, dem Bergsteiger-Mekka Marokkos. Hier steigen wir in unseren Kleinbus, der uns in knapp 2 Stunden zurück nach Marrakech bringt. Nachmittags können wir in der Medina die Gassen der weitläufigen, überdachten Souks, des größten Marktes von Marokko, in Eigenregie durchstreifen und in das bunte Treiben auf dem Hauptplatz, dem Djemaa el Fna, eintauchen. Hier erwarten uns Gaukler, Schlangenbeschwörer und Märchenerzähler. Die Atmosphäre und das Geschehen sind einzigartig auf der Welt und wurden von der UNESCO zum oralen Weltkulturerbe erklärt. Am Abend treffen wir uns in der Medina und werden in einem stilvollen Restaurant speisen.

Tag 14: Flug nach Frankfurt

Frühmorgens Transfer zum Flughafen und Flug von Marrakech über Casablanca zurück nach Frankfurt. Am späten Nachmittag Ankunft in Deutschland.

Charakter

Profil: Diese 14-tägige Reise beinhaltet ein 10-tägiges Trekking mit Überschreitung des Hohen Atlas. Drei Viertausender können bestiegen werden, darunter der höchste Berg Nordafrikas - Jebel Toubkal (4.167 m). Anforderung: Während des Trekkings wandern Sie an den meisten Tagen zwischen 5 und 7 Stunden reiner Gehzeit, einmal etwa 9 Stunden. An Tag 12 sind es inklusive Gipfel etwa 9-10 Stunden, gut auf den langen Tag verteilt und mit einer ausgiebigen Mittagspause. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit zu wählen und können an Tag 12 einen Teil des Programms auslassen (siehe Tagesbeschreibung). Im Auf- oder Abstieg sind an mehreren Trekkingtagen um die 1.000 Höhenmeter zu bewältigen. Am 12. Tag sind Höhendifferenzen bis zu 1.500 m zu überwinden. Wir bitten Sie, das Programm des 12. Tages genau zu lesen und uns bei Fragen zu kontaktieren. Das Trekking ist von geübten Wanderern mit guter Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit zu bewältigen. Die Routenführung und Etappeneinteilung ermöglicht eine optimale Akklimatisierung als Vorbereitung für die Gipfeltage. Die Gipfelbesteigungen erfordern in erster Linie sehr gute Kondition. Sicherungstechnik ist nicht notwendig, da man selbst in den oberen Bereichen unter Zuhilfenahme der Hände und mit kleinen Kraxeleien auskommt. Lediglich die Besteigung des Ouanakrim erfordert Schwindelfreiheit. Jeder der drei Viertausender kann ggf. ausgelassen werden und jeder Teilnehmer kann vor Ort entscheiden, ob er mit den Mulitreibern die kürzere Strecke geht oder aber einen Gipfel auslässt. Während der 9 Trekkingtage tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem Notwendigen für unterwegs (Pullover/Fleece, Wind- und Regenschutz, Fotoausrüstung, Trinkflasche etc.). Ihr Hauptgepäck wird von Mulis transportiert. Die Begleitmannschaft sorgt für Ihr Wohl und ein angenehmes Lagerleben. Die Mulitreiber kümmern sich um die Tiere und den Lastentransport. Wir bitten Sie, aktiv und kameradschaftlich mitzuhelfen (insbesondere beim Auf- und Abbau der Zelte). Teamgeist trägt wesentlich zum Gelingen dieser Reise bei. Höhe: Aufgrund des Aufenthalts in Höhenlagen über 2.500 m besteht die Möglichkeit der Höhenkrankheit (AMS). Symptome reichen von Kopfschmerzen und Schwindel bis hin zu bedrohlichen Hirn- oder Lungenödemen. Um die Gefahr zu verringern, ist der Reiseverlauf so konzipiert, dass zu Beginn der Reise die Möglichkeit zur Anpassung gegeben ist und der Körper sich an die veränderten Verhältnisse gewöhnen kann. Dazu gehört langsames und stetiges Gehen sowie die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit. Dennoch bleibt eine Belastung für den Körper und wir bitten Sie vor Abreise Ihren Hausarzt zu konsultieren. Außerdem bietet Hypoxicum, das Institut für Höhentraining in München, die Möglichkeit, sich schonend und punktgenau auf den Aufenthalt in der Höhe vorzubereiten. Der dort offerierte Höhenverträglichkeitstest gibt Aufschluss darüber, wie Ihr Körper auf Höhenluft reagiert und dient als Grundlage für einen individuell zugeschnittenen Trainingsplan. Kontakt und Information: Institut für Höhentraining – Hypoxicum München, Inhaber Flavio Mannhardt, Spiegelstr. 9 , 81241 München, Tel.: 089 551 356 20, E-Mail: info@hypoxicum.de, Website: www.hypoxicum.de Weitere Informationen finden Sie unter www.hauser-exkursionen.de/reiseinfos/hoehe-auf-reisen. Unterbringung: Beim Trekking nächtigen Sie in Zwei-Personen-Zelten (Schaumstoffmatten werden gestellt) und zweimal in den sogenannten Gite d´Etapes, einfachen Unterkünften in Berberhhäusern (Matratzenlager mit DU/WC). Die Speisen werden beim Camping auf Matten, auf dem Boden sitzend, eingenommen. Ein stabiles Messezelt im Nomadenstil sowie ein Toilettenzelt stehen zur Verfügung. An vielen Lagerplätzen besteht die Möglichkeit, sich unterhalb der Trinkwasser-Entnahmestelle im Bach- oder Flusswasser zu waschen. In Marrakech wohnen Sie in einem traditionellen Riad-Hotel in der Altstadt. Bitte achten Sie darauf, dass Sie für die Trekkingnächte immer das gleiche Zelt haben (evtl. mit einer Schnur markieren). Bitte gehen Sie beim Gebrauch mit den Zelten sorgsam um und beachten Sie die Anweisungen und Hinweise Ihrer Reiseleitung und des örtlichen Führers zum Auf- und Abbau, um Beschädigungen der Zelte (Stangen, Schlaufen, Reißverschlüsse, Planen) zu vermeiden. Auch wenn die Begleitmannschaft, vor allem die Kameltreiber, je nach Etappe die Zelte bereits aufgebaut haben, wenn Sie am Lager ankommen, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass sie eigentlich nur für ihre Tiere und den Lastentransport zuständig sind. Bitte haben Sie auch Verständnis, wenn wir bei diesen Touren keine Campingstühle und Campingtische mitnehmen; das ist im Orient unüblich und wäre ein erheblicher Mehraufwand bezüglich Gepäck/Tragtiere. Verpflegung: An den Trekkingtagen bereitet Ihre Begleitmannschaft die Mahlzeiten vor. Morgens gibt es Brot, Marmelade und Margarine sowie Tee und Kaffee. Außerdem wird morgens des Öfteren Müsli oder Porridge gereicht. Während der Mittagsrast picknicken Sie in der Natur oder der Koch bereitet, je nach Etappe, eine bunte Salatplatte mit Brot sowie Käse, Thunfisch o. Ä. zu. Abends gibt es eine warme Suppe und ein Hauptgericht, z. B. das Nationalgericht Tajine oder Couscous, ab und zu auch Nudeln mit Beilagen, Gemüse o. Ä. Zum Abschluss gibt es Obst oder einen Nachtisch und danach den traditionellen Pfefferminztee. Auf die Bedürfnisse von Vegetariern kann der Koch bedingt eingehen; wir bitten Sie, uns ggf. zu informieren. Mineralwasser und andere persönliche Getränke sind nicht im Preis eingeschlossen. Getränke für die gesamte Gruppe lassen sich bequem und rasch aus einer gemeinsamen Gruppenkasse bezahlen. Leitungswasser in Hotels darf keinesfalls getrunken werden. Mineralwasser in Plastikflaschen ist in den Städten unterwegs überall erhältlich. Vor Beginn des Trekkings kann die Gruppe eine begrenzte Menge Trinkwasser in Plastikflaschen einkaufen und auf das Trekking mitnehmen. Da unterwegs nichts mehr eingekauft werden kann, muss dann auf Brunnenwasser zurückgegriffen werden, das Sie unbedingt mit Micropur (am besten Mircopur Classic in Tablettenform) behandeln müssen. Da die Verpflegung größtenteils von Lasttieren getragen wird und die Kapazitäten daher sehr begrenzt sind, kann nicht für die ganze Dauer des Trekkings abgepacktes Wasser mitgenommen werden. Des Weiteren schonen Sie die Umwelt, indem Sie auf Brunnen- oder Quellwasser zurückgreifen. Transport: Die Kleinbusse in Marokko sind enger bestuhlt als in Europa und daher etwas unbequemer. Bitte bedenken Sie auch, dass viele Straßen in Marokko schlechter sind als bei uns. Für einige Strecken und Abschnitte mit Pisten werden Allradfahrzeuge (Jeeps) eingesetzt, in denen bis zu 8 Personen inklusive Fahrer Platz haben. Mithilfe: Wir bitten Sie, aktiv und kameradschaftlich mitzuhelfen (insbes. beim Auf- und Abbau der Teilnehmerzelte). Teamgeist trägt wesentlich zum Gelingen dieser Reise bei.

Ausrüstung

  • Reisepass mit Kopie
  • Impfpass
  • Flugübersicht mit Buchungsnummer
  • Bargeld
  • Sandalen oder Crocs (Überlandfahrten, Unterkunft, Duschen etc.)
  • Sportschuhe
  • Trekkingschuhe Kategorie A/B
  • Socken + Ersatz
  • lange Hose
  • Trekkinghose
  • bequeme Freizeithose
  • wind- und wasserdichte Überhose (atmungsaktiv)
  • T-Shirts
  • Kurzarmhemden oder -blusen
  • Langarmhemden oder -blusen
  • Pullover oder Jacke (Wolle, Fleece, Softshell)
  • wind- und wasserdichte Jacke (ideal: atmungsaktiv)
  • Unterwäsche + Ersatz
  • warme Mütze
  • Sonnenschutz für den Kopf
  • warme Fingerhandschuhe
  • Sonnenbrille
  • Tages- und Wanderrucksack ca. 25 l
  • Regenhülle für Rucksack
  • Teleskop-Wanderstöcke
  • Grödeln
  • Stirnlampe mit Ersatzbatterien
  • flexibles Gepäckstück inkl. kleinem Schloss
  • zusätzliche kleine Tasche, um Gepäck zu deponieren
  • Schlafsack bis – 5° im Komfortbereich
  • Isolierschlafmatte
  • Sonnencreme
  • Lippenbalsam
  • Waschsachen / Hygiene-Artikel
  • Trekkinghandtuch klein
  • Oropax
  • Reisewecker
  • persönliche Fotoausrüstung mit genügend Akkus und Speicherkarten, eventuell mit Blitz, Stativ
  • Taschentücher, Feuchttücher
  • Toilettenpapier im Rucksack für unterwegs
  • Taschenmesser
  • Wäscheleine und / oder Schnur für Reparaturen
  • wasserfester Packsack (zur Übersicht im Reisegepäck)
  • Trinkflasche oder Trinksystem mindestens 1 Liter
  • Ersatzbrille in stoßfestem Etui für Brillenträger
  • Waschmittel (biologisch abbaubar)
  • Erste Hilfe Set (inkl. Blasenpflaster, Tape, Desinfektion)
  • kleine Reiseapotheke
  • wichtige persönliche Medikamente (im Handgepäck: Husten, Kopfschmerz, Durchfall etc.)
  • Wasserentkeimungsmittel (z.B.: Micropur forte, am besten in Tablettenform)
  • Zwischenverpflegung (Trockenobst, Schokolade, Vollkornriegel, Energieriegel,"Lieblingsteebeutel")
  • Badebekleidung

Inklusivleistungen

  • Hauser-Reiseleitung ab/bis Deutschland (bei 8 - 15 Teilnehmern)
  • Lokale Hauser-Reiseleitung ab Casablanca, bis Marrakech (4 - 7 Teilnehmer)
  • Zusätzlicher Marokkanischer Bergführer (ab 8 Teilnehmern, bei Reiseleitung ab/bis Deutschland
  • Flug mit Royal Air Maroc ab/bis Frankfurt nach Casablanca, zurück ab Marrakech
  • Derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
  • Rail&Fly-Fahrkarte ab/bis deutsche Grenze
  • Übernachtung 2 x im Riad, 2 x in einfachen Gästehäusern (mit Mehrbettzimmer und Gemeinschaftsbad) und 9 x im Zelt
  • 13 x Frühstück, 10 x Mittagessen, 12 x Abendessen
  • Eintrittsgelder lt. Programm
  • Gepäcktransport
  • Reisekrankenschutz inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten und Krankenrücktransport sowie 24 Std. Notrufservice

Wunschleistungen

  • Einzelzimmerzuschlag (inkl. Einzelzeltzuschlag umfasst 11 Nächte) 80,00 €

Nicht enthaltene Leistungen

    Reisetermine und Preise
    Von/Bis
    Preis in €
    Reiseleitung
    Reisestatus
    Von/Bis: 30.05.2020 – 12.06.2020
    Preis in €: 1.495 €
    Reiseleitung: Marina Novikova
    Verfügbarkeit: Buchbar
    Von/Bis: 21.06.2020 – 04.07.2020
    Preis in €: 1.435 €
    Reiseleitung: Martin Völker-Draxinger
    Verfügbarkeit: Garantiert
    Von/Bis: 01.08.2020 – 14.08.2020
    Preis in €: 1.495 €
    Reiseleitung: Andrea Reck
    Verfügbarkeit: Garantiert mit Ihrer Buchung
    Von/Bis: 23.08.2020 – 05.09.2020
    Preis in €: 1.495 €
    Reiseleitung: Hauser-Reiseleitung
    Verfügbarkeit: Garantiert mit Ihrer Buchung
    Von/Bis: 20.09.2020 – 03.10.2020
    Preis in €: 1.495 €
    Reiseleitung: Monika Neiheisser
    Verfügbarkeit: Garantiert