Reisebericht: Chiles wilder Norden

Alpacas vor Vulkanen     

Mein Freund Andy und ich durchstöberten die Website von Hauser Exkursionen, um uns ein neues Abenteuer herauszusuchen. Nach unsere Reise nach Afrika zum Kilimanjaro, waren wir begeistert von den angebotenen Touren. Diesmal war unser Ziel Südamerika und so buchten wir die Tour "Chiles wilder Norden". Die Bilder mit den Alpacks vor den schneebedeckten Vulkanen gefielen uns sehr und so fieberten wir schon am Anfang des Jahres unseren Urlaub im August entgegen. Als die ersten Reiseunterlagen im Briefkasten lagen, stieg die Vorfreude ins Unermessliche.

Zur Begrüßung Pisco Sour            

Als wir am 18.08.2011 dann endlich im Flieger saßen begann auch die Aufregung, immerhin stand ein 16-stündiger Flug vor uns. Vor unserer Reise hatten wir sogar schon die Chance unseren Reiseleiter Steffen Welsch kennen zu lernen. Auf Facebook konnte man sich schon auf ein Bierchen verabreden.
Angekommen in Santiago de Chile, ging es nach einer kurzer "Pisco Sour Empfangsrunde" im Hotel und dem ersten Beschnuppern aller Teilnehmer auf zur Stadttour. Das gute war, dass wir die Stadt zu Fuß erkundeten und so einen besseren Eindruck von der Metropole erhielten. Spätestens am Aussichtspunkt San Cristobal, der uns einen atemberaubenden Blick über die Stadt ermöglichte, hatte uns Santiago in Bann gezogen.

Besichtigungen  

Am nächsten Tag sollte nun unsere Reise in den wilden Norden Chiles beginnen. Nach 2-stündigen Flug erreichten wir Iquique, wo uns unser Reiseleiter Steffen Welsch gemeinsam mit dem Fahrer Claudio in Empfang nahm. Auf ging es zur Stadtbesichtigung von Iquique und zum Mittagessen ins Stadtzentrum. Danach hatten wir die Möglichkeit, die Salpeterstadt Humberstone zu besichtigen und die Geoglyphen von Cerro Pintados zu bestaunen. Den ersten ereignisreichen Tag ließen wir beim gemütlichen Grillabend am Lagerfeuer ausklingen.
In den nächsten Tagen standen weitere Highlights auf dem Programm: Die Besichtigung mehrerer geschichtsträchtiger Dörfer und Adobe-Kirchen, die Salzseen Salar de Huasco und Salar de Surire, die  heißen Quellen von Aguas Calientes und Encaque sowie unsere erste "Gipfelbesteigung" das Alto Chaviri auf 4.800 m. Die vielen Erlebnisse ließen die Zeit bis zur ersten Bergtour auf den 5.330 m hohen Cerro Rojo wie im Flug vergehen.

Gemeinsam oben  

Für unsere Gruppe war klar, heute Mittag stehen wir gemeinsam auf diesem Vulkan. Was wir nicht wussten, je höher wir kamen, desto mehr machte uns der Wind zu schaffen. Doch wir trotzten dem Sturm und die 11-köpfige Crew sowie unsere Reiseleitung Steffen und Willy standen nach 6-stündigen Aufstieg auf dem Gipfel des Cerro Rojo. Der fantastische Ausblick entschädigte alle Mühen und die Aussage von Steffen, er hätte hier noch nie so viel Wind erlebt, machte alle Teilnehmer noch stolzer. Nach dem Abstieg gönnten sich der Großteil der Teilnehmer ein entspannendes Bad in den heißen Quellen am Fuße des Berges.                

Bilderbuchvulkane  

Auf die folgenden Tage hatte ich mich besonders gefreut. Wir machten uns auf dem Weg  zu den Bilderbuchvulkanen Parinacota und Pomperape. Die Tour zum Chungara See war einzigartig und der Blick vom See auf die schneebedeckten Zwillingsvulkane sowie den Sajama, dem höchsten Berg Boliviens, werde ich nie vergessen. Unser Abendessen in Parinacota, wo uns der Hauswirt Don Leo mit einem Alpaca-Menü verwöhnte, machte den Tag perfekt.                          
                                   

Tränen am Guallitire 

Und dann war es soweit, noch eben den fast karibischen Flair an den smaragdgrünen Lagunas de Cotacotani genossen, waren wir bereits im Basislager am Guallitire. Doch die Überraschungen blieben nicht aus. Vor dem Gipfeltag, hatten wir Gelegenheit Pfeilspitzen zu suchen und circa 700 Lamas und Alpacas zu bestaunen.
Am nächsten Morgen gegen 05:00 Uhr standen wir am Fuße des Guallatire. Drei Teilnehmer waren nicht mitgekommen, aber gerade Sie machten uns Mut für die heutige Besteigung. Bei traumhaften Sonnenschein und stetigem langsamen Gehen kamen wir zuerst über Geröll, später über Schnee und zuletzt durch Büßereis, was uns tierisch anstrengte. Gegen Mittag standen wir dann alle gemeinsam überglücklich, stolz und mit Tränen in den Augen am Ostgipfel des Guallatire. Sogar zwei Teilnehmer nahmen eine weitere Anstrengung auf sich und erreichten den Hauptgipfel.

Dank an unsere Reiseleiter         

Die letzten beiden Tage in Putre und Arica nutzen wir gemeinsam, um die schöne  Zeit  Revue passieren zu lassen und feierten unsere beiden Gipfelerfolge.
Ein großes Lob an unsere Reiseleitung Steffen und Willy, die mit viel Organisationstalent, Ausdauer und großem Wissen, uns jeden Tag aufs Neue überraschten. Durch ihre Offenheit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft habe ich mich – und ich glaube, das kann ich auch für die anderen Teilnehmer bestätigen – sofort wohl und gut aufgehoben gefühlt.

Eine Reise, die ich so schnell nicht wieder vergessen werde.

Selbst auf zu unvergesslichen Gipfelerlebnissen:

Zur Reise: Chile - Gipfelerlebnisse im wilden Norden

(2011)