Reisebericht: Kroatien mit Kindern - auf den Spuren Winnetous

Anfang September reisten meine Freundin und ich mit insgesamt 3 Kindern nach Kroatien. Da wir noch Freunde auf dem Rückweg  besuchen wollten, fuhren wir im VW-Bus. Die Strecke mit dem Auto zieht sich trotz Autobahn und ich würde beim nächsten Mal einen Flug nach Zadar bevorzugen.

Der kleine, genial gelegene Campingplatz

mit Blick auf das Velebit-Gebirge und mit einer im traditionellen Stil restaurierten Taverne gewährleistet Erholung pur, abseits des Trubels der Küstenorte. Wir wohnten in einem komfortablen Mobilhome mit 2 Bädern, einer kleinen Veranda und in der Nähe des Pools. Insgesamt gibt es nur 8 Mobilhomes mit großzügigem Abstand zueinander. In der gemütlichen Taverne wurden wir mit regionaler und frisch zubereiteten Spezialitäten verwöhnt.

Das Frühstück war reichhaltig, mit frischem Obst und kleinen frisch ausgebackenen Teigteilchen sozusagen „Mini-Ausgezogene“ (Krapfen) mit großem Suchtpotential.  Das Abendessen dauert zwar etwas länger aber dafür ist es frisch zubereitet und obwohl ich normaler Weise keine Pommes mag, gehörten diese zu unserem „Must“ an jedem Abend.

Ein Tipp: Nach Rückkehr von den Aktivitäten am Nachmittag noch vor Pool oder Duschen schon das Abendessen auswählen und für die gewünschte Zeit vorbestellen, dann werden die Kinder am Abend nicht ungeduldig. 

Unsere erste Erkundung

war die nur 175m lange Manita Pec Höhle im Paklenica-Nationalpark und das Anleuchten der vielen Stalaktiten und Stalagmiten mit Taschenlampen weckte viele verschiedene Fantasien bei uns  – mit sehr lustigen unterschiedlichen Interpretationen. Der Auf- und Abstieg zur Höhle ist problemlos und im unteren Teil des Nationalparks kann man Sportkletterer bewundern.

Aufgrund des Wasserstandes des Zrmanja Flusses hatten wir die Möglichkeit mit dem Kajak durch die Zrmanja Schlucht paddeln - unter Aufsicht von 2 Guides am Beginn und Ende der Gruppe. Unsere älteren Mädels durften zu zweit paddeln und haben sich sehr geschickt angestellt. Meine Freundin und die jüngere Tochter sind ebenfalls zu zweit im Kajak gepaddelt und  ich durfte, da alleine übrig, mit einem der Guides ins Kajak.

Die ca. 4-stündige Tour durch diese supertolle Schlucht war für alle aufregend und die letzten Kilometer im Gegenwind anstrengend. Zur Belohnung hat man im Canyon – bisher nur vom Fluss aus zugänglich – geniale Ausblicke und sogar kleine Wasserfälle – ein muskelkaterträchtiges Unternehmen im sauberen, klaren, immer wieder anders schimmernden Flusswasser. Der Fluss hat Trinkwasserqualität!

Immer wieder waren wir auch auf der Fahrt zum Fluss vom Gegensatz dieser trocken erscheinenden „Winnetou-Landschaft“ mit dem ungewöhnlichen, unterirdischen Wasserreservoir begeistert. Dies zeigt auch die morgendliche Wanderung zum Kloster Krupa durch die Schlucht des Krupa Flusses – entlang glasklarem Wasser.

Als echte Herrausforderung...

...für unsere tapfere Jüngste (9 Jahre) entpuppte sich die Fahrradtour am Vrana-See, dem größten Süßwassersee Kroatiens. Anders als in unserer Vorstellung (wie z.B. um den Chiemsee) waren um den Vrana-See nur Moutainbike Tracks zu finden – eine  echte Herausforderung für kleine Muskeln. Wir verzichteten auf die komplette Umrundung und haben angeregt, dass alternativ zur Mountainbike-Tour z.B. die Möglichkeit zum Reiten in der näheren Umgebung besteht.

Der zweite Campingplatz ist größer, aber dafür direkt am Meer in Jezera gelegen. Die Mobilhomes mit Veranda liegen schattig und sind komfortabel eingerichtet. Nachdem wir ja schon Kajak „geprüft“ waren, konnten wir von Vodice aus mit dem Seekajak zur Insel Prvic paddeln – bei ruhiger See und schönstem Wetter. 

Leider, leider mussten wir bereits am nächsten Tag zurück fahren, aber auf unsere erste Familienreise nach Kroatien folgt bestimmt eine zweite, da es noch so viel zu sehen und unternehmen gibt.

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(2017)