Reisebericht: Neuseelands schönste Tageswanderungen

Ankunft am Ende der Welt

Die Sonne scheint und es ist warm. Cecil und ich holen die Gruppe am Flughafen in Christchurch ab. Insgesamt sind wir 8 Personen. Eine super Gruppengröße – besser geht es gar nicht. Jeder ist glücklich, endlich am anderen Ende der Welt angekommen zu sein. Wir sind eine kleine lustige, harmonische Truppe, wie eine kleine Familie, die zusammen vereist und viel Spaß dabei hat. Auch Petrus scheint uns auch sympathisch zu finden und versorgt uns während der ganzen Zeit mit gutem Wetter. Ich habe auch das Gefühl, dass das gemeinsame Kochen am Abend sehr den Zusammenhalt stärkt. Außerdem ist es entspannter und gemütlicher als ein Restaurantbesuch. Da meine Mitreisenden genauso denken entscheiden wir uns an den meisten Abenden dafür gemeinsam zu schnippeln und zu kochen.

Hier würde ich gerne länger bleiben...

Jede einzelne Unterkunft ist mit viel Liebe ausgesucht und das merkt man. In fast allen Unterkünften würde ich gerne noch ein paar Nächte verlängern und ich bin mir sicher, meinen Mitreisenden geht es ebenso. Ein wahnsinnig hoher Wohlfühlfaktor mit viel Abwechslung. Ob Motel, Öko-Resort oder die Übernachtung in einem ehemaligen umgebauten Pferdestall in Larnach Castle – jede Unterkunft hat ihren eigenen Charme. Unser Motel in Manapouri ist etwas ganz Besonderes. Das Motel wird von einer alten Dame geführt. Ihr Sohn hat eine Sammelleidenschaft: Seine Oldtimer, die er auf den ganzen Garten verteilt hat, lösen bei der ganzen Gruppe Begeisterung aus und sind für mich super Fotomotive.

Wohl dem, der einen Kiwi kennt!

Unser Reiseleiter Cecil ist ein eingeborener "Kiwi" und hat ein unglaubliches Wissen. Unsere Fragen kann er alle ohne zu Zögern beantworten. Er kennt wirklich jede Blume, jeden Baum, alle Tiere, und das Gebirge. Hinzu kommt, dass er uns mit so viel Wissen über Neuseeland versorgt, dass man sich leider gar nichts alles merken kann. Cecil strahlt eine Ruhe aus die sich auf die ganze Gruppe überträgt. Eine liebenswerte Person, die immer flexibel ist und uns viele Pausen und Fotostopps ermöglicht. Wir haben wirklich oft angehalten um Lupinen-, und Landschaftsfotos zu machen und dafür sind wir ihm alle sehr dankbar! 

Das Gegenteil von Freizeitstress

Jeder Tag ist voll ausgefüllt, manchmal weiß ich gar nicht mehr, wo ich am Tag zuvor war und was ich alles erlebt habe. Und trotzdem kommt niemals das Gefühl von Stress und Hektik auf. Wirklich jede Wanderung ist einzigartig und landschaftlich so unterschiedlich. Sei es der Aufstieg zum Mt. Luxmore (am Gipfel hat ein Kea fast unser Mittagessen verputzt) oder die wunderschöne Küstenwanderung in der Nähe von Karamea auf einem Teilstück des Heaphy Tracks. Eine lustige Erfahrung ist die Fahrt mit dem Traktor und Boot im Abel Tasman Nationalpark.

Weihnachten?! Gletscher, Strand und Sonnenschein!

Es gibt so viele unzählige und schöne Erfahrungen, die ich nie vergessen werde. Weihnachten zum Beispiel. Das wird in Neuseeland am 25.12. gefeiert. Alle Geschäfte sind geschlossen und die Neuseeländer gehen an diesem Tag zum Grillen an den Strand. Wir verbringen den Tag ganz entspannt am Fox Glacier und Franz Josef Glacier. Am Nachmittag wünschen sich alle einen Kaffee – gar nicht so einfach, wenn alles geschlossen ist. In der Nähe des Franz Josef Glaciers sehen wir bei der Rückfahrt einen Kaffeewagen, der von einem Neuseeländischen Ehepaar betrieben wird. Die beiden freuen sich so darüber, dass sie jetzt ein bisschen Kaffee verkaufen können und für uns ist das ein echter Glücksfall. Mein erster Kaffee aus einer George-Clooney-Nespresso-Maschine. Es dauert zwar ein wenig, bis jeder seinen Kaffee hat, aber selten hat Warten so viel Spaß gemacht. Was will man mehr? Ein toller Weihnachtstag am anderen Ende der Welt bei Sonnenschein…

Mehr Details zur Reise? Hier geht es nach Neuseeland...

(2015)

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