Charakter
Schwierigkeit
Hotel-Übernachtungen 12×
Zelt-Übernachtungen
↑bis 400 Hm, ↓bis 400 Hm

Namibia - Zeit für die Wüste mit Egmont Strigl

Wanderreise mit naturnahem Camping durch ganz Namibia mit unserem "Wüstenfuchs"

  • Wanderungen: 8 x leicht (2 - 3 Std.), 6 x moderat (4 - 6 Std.)
  • Die unterschiedlichsten Facetten der Namib Wüste intensiv erleben
  • Viel Zeit, Freiraum und Entschleunigung durch 7 Doppelübernachtungen
  • Die Wunderwelt der Wüstenelefanten, Feenkreise und Welwitschias entdecken
  • Die Robbenkolonie am Cape Cross und Schiffswracks am Atlantik besuchen
  • Charmantes Kleinstadtflair in Swakopmund und Lüderitz am Atlantik genießen
<p>Die Namib ist eine der ältesten und trockensten Wüsten der Welt. Entdecken Sie die unglaubliche Vielfalt der einzigen afrikanischen Küstenwüste, die sich bei einer Breite von 100 - 150 km über 2000 km vom Oranje River Südafrikas bis hinauf nach Angola  erstreckt. Hier endlose Sandmeere mit einigen der höchsten Dünen der Welt, mal weiß, gelb oder in leuchtendem Apricot, dort Mondlandschaften aus riesigen Geröll- und Kiesflächen oder wildzerklüftete, bunt gefärbte Bergwelten aus Sandstein, Granit und Lava, durchzogen von tiefen Canyons und Trockentälern. Einsam und fast menschenleer zieht sie sich am eiskalten Atlantik entlang und ist doch voller Leben. Die Bandbreite reicht von nebeltrinkenden Schwarzkäfern, lebenden Fossilien wie den Welwitschia-Pflanzen bis hin zu Hunderttausenden von Pelzrobben, von Spitzmaulnashörnern über Giraffen und Löwen bis hin zu den Phantomen der Wüste, den legendären Wüstenelefanten. Sie alle sind Teil der Namib Wüste und Bestandteil dieser neu erkundeten Sondertour „Zeit für die Namib", die unser Wüstenfuchs Egmont Strigl für Sie auf neuer Route zusammengestellt hat. Kommen Sie mit und staunen Sie selbst...</p>
Reisetage: 23
Teilnehmeranzahl: 6 – 9 Personen

Tag 1: Anreise

Linienflug mit Air Namibia von Frankfurt nach Windhoek. Übernachtung im Flugzeug.

Tag 2: Willkommen in der Namib Wüste

„Welcome to Namibia" heißt es am Flughafen von Windhoek und mit einem herzlichen Willkommen in Namibia begrüßt uns auch unser lokaler Guide, der schon mit unserem Safarifahrzeug wartet. Wir laden auf und fahren nach Windhoek hinein, um letzte Einkäufe zu tätigen und zu frühstücken. Am späten Vormittag geht es dann los Richtung Westen zu unserem ersten Ziel, den Erongo Bergen. Nach einigen Stunden Fahrt durch Farmland und über weite Hochflächen nähern wir uns allmählich der Namib Wüste, die sich ganz unterschiedlich präsentieren kann. In Form von riesigen Dünen, in weiten Kiesflächen oder in zerklüfteten Bergen wie hier auf der Ameib Farm, wo wir zu Füßen der Erongo Berge unsere erste Nacht im Zelt verbringen werden. Wenn genug Zeit bleibt machen wir noch einen Spaziergang zum Wasserreservoir der Farm, wo immer viele Vögel, am Nachmittag aber auch oft Wildtiere zu beobachten sind. Anschließend tut es nach dem langen Flug gut tief durch zu atmen, die Beine auszustrecken, sich am Lagerfeuer zu entspannen und zum ersten Mal das Essen unseres Safarikochs zu genießen.

Tag 3: Bullen Party und Elefantenkopf

Endlich wieder gut ausgeschlafen und vom Frühstück gestärkt machen wir uns auf den Weg, um uns die Bulls Party und den Elephant Head etwas näher anzuschauen. Bei der Bulls Party handelt es sich um ein Gebiet, in dem riesige Granitkugeln und Kissen verstreut in der Landschaft liegen, als hätte ein Riese mit Murmeln gespielt, während der Elefantenkopf ein spannend und „auf Reibung“ zu besteigender Bergrücken ist. Nach der Besteigung umrunden wir ihn und laufen gemächlich zurück zum Camp, lassen uns überraschen, welche Wildtiere unseren Weg kreuzen. Vielleicht begegnen uns Kudus oder Oryx, Klippspringer, Paviane oder majestätisch einherschreitende Giraffen. Nach Rückkehr zum Camp und einer ausgiebigen Siesta können wir uns noch ein wenig am Pool entspannen oder der Wasserstelle erneut einen Besuch abstatten.

Tag 4: Fotografenparadies Spitzkoppe

Unser Tag beginnt mit einer kleinen Wanderung hinauf zur Philipps Cave, einem Nationalen Denkmal Namibias, in der man interessante Felsmalereien bewundern kann, die etwa 3000 v. Chr. entstanden sind. Rund 2 Stunden dauert unsere anschließende Fahrt, bis wir unser Camp zu Füßen der Spitzkoppe, Namibias markantesten Berg, erreichen. Wie Zähne ragen die kleine und große Spitzkoppe (1728 m) aus der umgebenden Wüstenebene und sind ein Highlight für Kletterer, Wanderer und Fotografen gleichermaßen. Grund hierfür ist die Farbe und Struktur des Granits, der in schönem Rotbraun leuchtet und durch sogenannte „Wollsackverwitterung" zu sonderbaren Formen erodiert. Letztere werden wir intensiv erleben können, wenn wir nach dem Mittagessen in unserem Camp zu einer Wanderung im Nahbereich der Spitzkoppe aufbrechen und sie dabei in schönem Nachmittagslicht fotografieren können. Am Abend sind wir dann rechtzeitig zurück, um durch das berühmte Felsentor einen Traumblick auf die Pontok Berge werfen zu können. Anschließend steht vielleicht ein typisches Braai, Essen vom Grill, auf dem Programm, ganz sicher jedoch eine Nacht unter Millionen Sternen.

Tag 5: Durch weite Wüstenlandschaften zum Brandberg

Nach dem Frühstück verlassen wir unser malerisches Camp an der Spitzkoppe und fahren durch leere, weite Wüstenlandschaften hinauf nach Norden, wo jenseits des Omaruru Riviers das Reich der legendären Wüstenelefanten beginnt. Nach einem Einkaufsstopp in Uis geht es dann weiter zum Brandberg, der sich schon die ganze Fahrt über markant am Horizont abzeichnet. Dieses höchste Bergmassiv Namibias besteht aus 130 Millionen Jahre altem Granit, hat einen Durchmesser von knapp 25 km und kulminiert im 2573 m hohen Königstein. Zu seinen Füßen quartieren wir uns auf dem schönen, schattigen Campingplatz der Brandberg White Lady Lodge ein und haben, falls genug Zeit bleibt und die Tiere in der Nähe sind, die Möglichkeit, einen optionalen Gamedrive zu den Wüstenelefanten im Ugab Rivier zu unternehmen. Falls die Chancen heute schlecht stehen, haben wir am Folgetag noch einmal die Gelegenheit. Ansonsten verbringen wir einen entspannten Nachmittag und können die Annehmlichkeiten der Lodge wie den Pool oder die Bar nutzen.

Tag 6: Wüstenelefanten und San-Kultur

Dadurch dass der Brandberg die umgebenden Wüstenebenen des Damaralandes um etwa 2000 m überragt, gilt er als Regenfänger in der Wüste und bietet einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Das wussten natürlich auch schon frühe Menschen wie die San, die im Lauf der Zeit Tausende Felsmalereien von Tieren und Menschen in den Schluchten und Halbhöhlen des Bergmassivs hinterließen und uns damit ein Zeitfenster in längst vergangene Epochen der Menschheitsgeschichte eröffnen. Eine der berühmtesten Felsmalereien Namibias, die White Lady, steht heute Vormittag auf dem Programm und ist nur im Rahmen einer geführten Wanderung mit Guide zu erreichen. Nach Rückkehr und Mittagessen bleibt dann abzuwarten, ob die Wüstenelefanten in der Nähe sind und wir sie auf einem optionalen, 2 bis 3 stündigen Gamedrive beobachten können.

Tag 7: Welwitschias und Rhino Camp

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen weiter Panoramen, aber auch interessanter Detailansichten. Großartigen Aussichten bietet sowohl das Brandbergmassiv, das wir im Süden und Westen auf einsamen Pisten umrunden, als auch die bunt gefärbte Geologie im Bereich der Goboboseb Berge, in denen viele Halbedelsteine gefunden werden. Interessante Details hingegen sind die zahlreichen Welwitschias am Pistenrand, die wir uns genauer anschauen werden. Diese in Namibia endemische Reliktpflanze wächst nur in einem schmalen Streifen der Namib und kann bis zu 2000 Jahre alt werden. Gegen Mittag erreichen wir schließlich unser entlegenes Wildniscamp in der Ugab Schlucht, das vom Save the Rhino Trust betrieben wird, der sich in dieser Region um den Schutz der verbliebenen Spitzmaulnashörner kümmert. Am Nachmittag unternehmen wir, wenn es die Sicherheitslage in Bezug auf Elefanten, Nashörner und Löwen erlaubt, noch eine kleine Wanderung in der zerklüfteten Schlucht, bevor wir zum verdienten Dinner am Lagerfeuer zurückkehren.

Tag 8: Deutsche Kolonialgeschichte zwischen Wüste und Meer

Ein kontrastreicher Tag steht uns bevor. Zum Frühstück noch in der tiefen, wilden Ugab-Schlucht, später dann am windverblasenen Kreuzkap und am eiskalten Atlantik, wo immer einige Zehntausend Zwergpelzrobben zu beobachten sind, die sich vom enormen Fischreichtum Namibias ernähren. Anschließend geht es auf „Salzstraßen“ und vorbei an einigen Schiffswracks weiter nach Süden bis Swakopmund, wo wir in einem netten Hotel einchecken werden. Der Nachmittag steht dann zur freien Verfügung, um dem deutschen Erbe der Stadt nachzuspüren. Auf ein Bier ins Brauhaus oder ins legendäre Hansa Hotel, auf einen Apfelstrudel ins Cafe Anton, auf der Landungsbrücke ein Stück Richtung Südamerika oder zu Fuß entlang der Kaiser Wilhelm Straße. Am Abend treffen wir uns wieder, um in einem Restaurant an der Uferpromenade fangfrischen Fisch zu genießen.

Tag 9: Zwischen Flamingos und Dünen-Namib

Nach diesem kurzen aber angenehmen Zwischenstopp in der Zivilisation geht es am Vormittag weiter nach Walfis Bay. Diesen größten Tiefseehafen Namibias schauen wir uns auf einer kurzen Stadtrundfahrt an und können von der Uferpromenade auch einen Blick auf die vielen Flamingos in der Lagune werfen. Nach unserem Lunch geht es wieder hinaus in die Namib und zur Wüstenforschungsstation Gobabeb. Sie liegt in einem hochinteressanten Gebiet, in dem drei verschiedene Ökosysteme auf einander treffen. Das Rivier des Khuiseb mit seinen Galeriewäldern, gespeist aus unterirdisch fließendem Wasser, der Dünen-Namib südlich des Trockentals und den weiten „Mondlandschaften“ der Geröll-Namib, nördlich davon. Ein weites Feld also für die Forschung, die sich hier mit der Flora und Fauna der Wüste, dem Wetter im Einzugsbereich des Küstennebels, der Geologie und geophysikalischen Veränderungen beschäftigt. Seit über 50 Jahren arbeitet man hier interdisziplinär an ariden Ökosystemen und hat über 2000 Forschungsergebnisse veröffentlicht. Das verspricht auch uns einen spannenden Nachmittag, den wir wandernd zwischen riesigen Ana-Bäumen und goldenen Dünen verbringen. Die Nacht über sind wir auf dem angenehmen Campingplatz der Forschungsstation untergebracht.

Tag 10: Wandern zwischen Dünen und Riesenbäumen

Drei verschiedene Ökosysteme auf kleinstem Raum, drei verschiedene An- und Einsichten in die spezielle Welt der Namib. Am frühen Morgen vielleicht noch Nebel, der vom Meer herein zieht, später dann heiße Sonne draußen in der „Mondlandschaft“, in der viele Kristalle im Gestein wie Diamanten glitzern, schattiger Wald aus riesigen Ana Bäumen im Kuiseb Rivier und feinsandige Dünen auf der Südseite dieser Landschaftsscheide. Das verspricht einen spannenden Wandervormittag, gefolgt von einer längeren Mittagspause im Schatten und einer kürzeren Nachmittagstour, auf die wir, ganz im Stil der Namibier, unseren Sundowner auf einen Dünenkamm hinauftragen. Cheers auf die schöne Namib!

Tag 11: Über den Wendekreis des Steinbocks nach Büllsport

Weites Land prägt auch heute unseren etwas längeren Fahrtag. Zunächst geht es durch die „Mondlandschaften“ der Geröll-Namib, riesigen spärlich bewachsenen Kiesflächen, durch die hin und wieder Springbok- oder Zebraherden ziehen. Dann schauen wir von unserem Picknickplatz tief hinunter in die Kuiseb Schlucht, die wir anschließend durchqueren, bevor wir in Solitaire einen weiteren Stopp einlegen. Hier kommt man einfach nicht vorbei, ohne den berühmten Apfelkuchen mitten im Nirgendwo probiert zu haben. Später dann tauchen die Naukluft Berge vor uns auf und wir nähern uns dem Ziel des Tages, der Gästefarm Büllsport, die das „Bullentor“, die tiefe Schlucht durch die Berge, im Namen trägt. Hier bleiben wir zwei Nächte in komfortablen Gästezimmern und können am Abend, zusammen mit unseren Gastgebern, leckeres Farmessen und guten Wein genießen. Wenn Zeit bleibt, können wir am Nachmittag noch einen kleinen Spaziergang auf dem Kudu-Trail einbauen.

Tag 12: Zur Fuß durch die Naukluft Berge

Nach angenehmer Nacht mit Bett und Dusche und einem leckeren Farmfrühstück sind wir wieder bereit für eine etwas längere Wanderung, die uns einen intensiven Eindruck von der Naukluft Bergen vermittelt. Von einer historischen Polizeistation, nicht weit von unserer Lodge entfernt, führt sie uns auf einem steinigen Pfad hinauf auf ein aussichtsreiches Plateau und durch die beeindruckende Köcherbaumschlucht wieder hinab (Schwindelfreiheit!). Unterwegs können wir uns ein wenig mit der einzigartigen Vegetation der Bergwüste vertraut machen und sehen mit etwas Glück auch einige Wildtiere, u.a. Paviane, Klippspringer oder die seltenen Bergzebras, zu deren Schutz der Naukluft-Parks einst eingerichtet wurde. Am späten Nachmittag können wir uns dann erneut auf die Annehmlichkeiten unserer Lodge freuen und am Abend vielleicht auch einmal namibisches Wild wie Kudu, Oryx oder Zebra probieren.

Tag 13: Von der Berg-Namib in die Dünen-Namib

Die heutige Fahrstrecke ist nicht sehr lang, sodass wir es gemütlich angehen lassen können. Nach einem Frühstück in aller Ruhe geht es „auf die Pad“, zunächst an den Naukluft Bergen entlang, dann durch die schönen Tsaris Berge und schließlich hinaus in die Weite des Namib Rand, wo man im Westen schon die ersten rötlichen Rücken der Dünen-Namib erkennen kann. Unser Ziel ist heute Sesriem, das Eingangstor zu den Sossusvlei-Dünen. Nach einem Einkaufsstopp, dem Aufbau des Camps und dem Mittagessen machen wir noch eine kleine Wanderung in der Nähe und erkunden den eindrucksvollen, aus Konglomeratgestein bestehenden Sesriem Canyon. Und am Abend sitzen wir unter einer großen Akazie und genießen das gute Essen unseres Kochs...

Tag 14: In den Dünen des Sossusvlei

Heute müssen wir sehr zeitig los, denn von Sesriem bis zu den berühmten Dünen rund um das Sossusvlei sind 60 Kilometer zu fahren. Dennoch erreichen wir die bis zu 380 m hohen Sterndünen im schönen Morgenlicht und starten zu unserer Vormittagswanderung durch das riesige Sandmeer, das 2013 zu Namibias zweitem Unesco Weltnaturerbe gekürt worden ist. Vom 2x2 Parkplatz laufen wir hinaus in dieses Universum aus Sand mit seinen scharfen Graten und weichen Rundungen, lassen uns treiben und nehmen uns viel Zeit für den einsamen Weg zum Hiddenvlei, den wir uns höchst selten mit anderen Besuchern teilen müssen. Sie sitzen in Mengen gerade auf der Düne 45, während wir die Stille und Weite ganz allein auf unserem Weg über das Cessnavlei genießen können. Gegen Mittag erreichen wir schließlich unser Fahrzeug am 4x4 Parkplatz, wo unser Koch schon im Schatten großer Kameldornbäume mit dem Mittagessen wartet. Erst am Nachmittag marschieren wir wieder in die Dünen hinein und besuchen das bei Fotografen berühmte Deadvlei mit seinen bizarren Baumskeletten. Anschließend geht es wieder 60 km zurück zum Campingplatz, den wir bis zum Sonnenuntergang erreicht haben müssen.

Tag 15: Durch die einsame Weite des Namib Rand

Gleich nach dem Frühstück verlassen wir Sesriem und wenden uns nach Süden, um nach einigen Tagen gemächlichen Reisens wieder einmal ein wenig Strecke zu machen. Es geht durch eine beeindruckende Landschaft aus apricotfarbenen Dünen im Westen und dunklen Bergen im Osten, jene wunderbare Landschaft des Namib Rand, die durch ihre Weite, Stille und ihre Farben gefällt. Klassisches namibisches Farmland, dessen Bewohner uns angesichts des wüstenhaften Charakters des Landes gehörigen Respekt abnötigen. Ursprünglich das Zentrum der namibischen Karakul-Zucht, haben sich viele dieser wüstenerprobten Farmer dem Naturtourismus zugewandt, ihre teils riesigen Farmen besitzübergreifend in private Naturschutzgebiete umgewandelt, in denen man Wandern, Bergsteigen, Reiten oder Pirschfahrten unternehmen kann. Auf unserem Weg nach Süden fahren wir lange am NamibRand Nature Reserve entlang, einem der größten privaten Naturschutzgebiete Afrikas und auch unser Tagesziel, das Little Hunters Rest Camp liegt in einem ähnlichen Schutzgebiet mitten in den Tiras Bergen, dem Namtib Biosphere Reserve. Auch das ein Zusammenschluss mehrerer Farmen mit dem Ziel, die einmalige Wüstennatur zu erhalten.

Tag 16: Von den Tiras Bergen nach Lüderitz

Die Namib bleibt uns natürlich auch heute erhalten, doch ihr Antlitz verändert sich, wenn wir nach dem Frühstück auf der gut ausgebauten M35 hinaus an den Atlantik fahren. Dabei legen wir 1500 Höhenmeter nach unten zurück und erreichen eine der trockensten Regionen der Namib, die von starken Winden geprägt wird. Erste Anzeichen dafür sind die wandernde Barchane Dünen, die hin und wieder auch die Straße unter sich begraben. Endpunkt unserer heutigen Fahrt ist schließlich das Städtchen Lüderitz, ein kleines wilhelminisches Juwel, das als Keimzelle von Deutsch-Südwestafrika gilt. Hier kaufte der Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz 1883 dem Nama-Volk ein Stück Land ab und legte damit den Grundstein für das, was später zu Namibia werden sollte. Heute ist Lüderitz der zweitgrößte Hafen des Landes, ein Zentrum der Fischerei und des Diamantenabbaus, der heute hauptsächlich draußen im Meer stattfindet. Und doch noch immer ein gemütliches Kleinstädtchen, das wir am Nachmittag auf eigene Faust erkunden können. Am Abend treffen wir uns dann wieder um gemeinsam fangfrischen Fisch zu genießen.

Tag 17: Sperrgebiet und Bogenfels

Wenn morgens um 9 Uhr kräftige Geländewagen vor unserem Hotel vorfahren, bedeutet das den Aufbruch in eine verbotene Welt. Hinein ins lange hermetisch abgeriegelte Sperrgebiet, in dem über hundert Jahre lang Diamanten gesucht und oft auch gefunden wurden. Nur wenigen Konzessionären mit Sondergenehmigungen ist es im Rahmen einer geführten Tour möglich zu verwitterten Geisterstädten, alten Minen und zum Bogenfels vorzudringen, einem riesigen Felsentor, das über den tosenden Wellen des Atlantiks thront. Diese Tour dauert den ganzen Tag und zeigt uns die Namib von einer ganz neuen, weil kühlen, windigen und salzigen Seite. Da ist es angenehm eine weitere Nacht im Hotel verbringen zu können und am Abend ein weiteres der guten Seafoodlokale von Lüderitz zu testen.

Tag 18: Vom kalten Atlantik in die heiße Sukkulenten Karoo

Ein weiteres Highlight von Lüderitz ist natürlich auch ein Besuch der Geisterstadt Kolmanskuppe, die ebenfalls im Sperrgebiet liegt und nur im Rahmen einer Führung besucht werden kann. Später dann fahren wir wieder Richtung Aus auf die Randstufe hinauf, schauen aber auch bei den Wildpferden von Garub vorbei, die seit dem Ende des Ersten Weltkrieges in der harten Wüstenumgebung überlebt haben. Nach neuen Untersuchungen sind sie wohl eine Mischung aus Pferden der deutschen Schutztruppe und südafrikanischen Armeepferden, die während des Krieges entkamen und verwilderten. Vielleicht haben wir Glück und können sie an einer Wasserstelle beobachten. Heutiges Ziel ist der in einem Seitental der Randstufe liegende Campingplatz der Klein Aus Vista Lodge, auf dem wir zwei Nächte verbringen werden. Am späteren Nachmittag steigen wir dann, natürlich mit einem Sundowner im Gepäck, noch zu einem Aussichtspunkt auf und genießen das Farbenspiel auf den Wüstenebenen unter uns.

Tag 19: Panoramaweg durch die Geisterschlucht

Von unserem Desert Horse Camp ist es nach dem Frühstück nur ein Katzensprung mit dem Auto bis zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, die uns auf die Randstufe hinaufbringt und wunderbare Aussichten auf die weit unten liegenden Wüstenebenen vermittelt. Doch nicht nur die Panoramen sind spannend, sondern auch der Blick aufs Detail, denn dieser Bereich Namibias ist Teil der sogenannten Sukkulenten Karoo, einem Hotspot der Biodiversität. Hier wachsen über 5000 verschiedene Pflanzenarten, von denen etwa 40 Prozent endemisch sind, also nur hier vorkommen. Den ganzen Tag sind wir auf dem 12 km langen Geister-Trail unterwegs und können diese kleinen Naturwunder, aber auch bizarre Felsformationen und weite Aussichten genießen.

Tag 20: Von der Namib in die Kalahari

Heute heißt es Abschied nehmen von der Namib Wüste, doch die Fahrt hinauf nach Norden Richtung Mariental zeigt sie noch einmal in ganzer Pracht. Ein letztes Mal die rötlichen Sandberge der Dünen-Namib, weite, einsame Täler, oft mit golden leuchtendem Gras bewachsen, rotbraune Berge unter tiefblauem, weitem Himmel. Menschliche Attribute machen sich in mitten dieser endlosen Bergwildnis eher rar, hier und da eine einsame Farm, winzige Orte wie Helmeringhausen oder Maltahöhe. Erst in Mariental beginnt dann die Zivilisation ein wenig mehr, aber auch eine für uns neue Wüste, die eigentlich gar keine ist. Sie bekommt viel mehr Regen ab als die Namib, gilt aber als die größte Sandfläche der Welt. In dieser Kalahari, die durch dicht bewachsene, niedrige Längsdünen gekennzeichnet ist, schlagen wir ein letztes Mal unsere Zelte auf und genießen nach einem langen Fahrtag noch einmal die Kreativität unseres Safarikochs.

Tag 21: Kalahari-Schnuppern und zurück nach Windhoek

Da sich unser Camp am westlichsten Rand der Kalahari und in einer typischen Kalahari-Landschaft befindet, unternehmen wir heute noch eine letzte Wanderung, die uns dieses „Neuland“ ein wenig näherbringen soll. Nach Rückkehr und einem Mittagspicknick packen wir unsere Sachen zusammen und fahren das letzte Wegstück zurück nach Windhoek, wo wir in einem netten Gästehaus mitten im ruhigen Vorort Klein Windhoek unterkommen werden. Hier können wir uns wieder auf die Zivilisation vorbereiten und am Abend auf unsere lange, spannende Reise in die Namib, die trockenste Wüste der Welt, anstoßen.

Tag 22: Der Kreis schließt sich in Windhoek

Von unserem Gästehaus ist es nur ein Katzensprung hinüber in die Innenstadt von Windhoek, das etwa um 1840 von Jonker Afrikaner gegründet wurde, der sich hier mit seinem ursprünglich aus Südafrika stammenden Volk niederließ. Aus dieser Siedlung entstand später die Hauptstadt von Deutsch-Südwestafrika und schließlich die Hauptstadt Namibias. Wie in anderen Städten des Landes gibt es auch hier zahlreiche Beispiele deutscher Kolonialarchitektur, z.B. die Christuskirche, die Alte Feste und den Tintenpalast, wie der Regierungssitz genannt wird. Am späten Vormittag fahren wir in die Stadt und besuchen das interessante, in einer ehemaligen Brauerei untergebrachte Craft Center, wo wir in den Kunsthandwerkerläden und Souvenirshops stöbern und auch unser Mittagessen einnehmen können. Nachmittags (abhängig vom Flugplan) werden wir von einem Vertreter der örtlichen Agentur zum Flughafen gebracht und treten abends den Rückflug nach Deutschland an.

Tag 23: Ankunft in Deutschland

Ankunft in Frankfurt am frühen Morgen.

Charakter

Profil: Die Reise „Zeit für die Wüste" – ist ein Campingabenteuer bei dem Sie Zeit für einzelnen Höhepunkte, zum Fotografieren, zum Auf-sich-wirken-lassen, zum Seele-baumeln-lassen und zum Wüste genießen haben. Sie führt vom NamibRand Nature Reserve bis in den Norden des Landes. Anforderung: Die Wanderungen von bis zu 6 Stunden stellen keine technischen Anforderungen. Ausdauer und Trittsicherheit (gemeint ist sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände) sowie Hitzeverträglichkeit werden aber bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen vorausgesetzt. Für die Wanderung an Tag 4 sollten Sie schwindelfrei sein. Ihr Kreislauf sollte in Ordnung sein; konsultieren Sie im Zweifelsfall bitte vor Reiseantritt Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Während der kurzen Wanderetappen tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack bei sich, in dem Sie Fotoapparat, eventuell Regenschutz, Wasserflasche etc. verstauen. Da bei dieser Reise große Strecken überwunden werden, sind lange, manchmal anstrengende Fahretappen unvermeidbar. Die Fahrten führen teilweise über unbefestigte Straßen, weshalb Durchhaltevermögen und „Sitzfleisch" erforderlich sind. Unterbringung: Während der Rundreise übernachten Sie: 14 Nächte in Zelten (große Canvaszelte 1,80m Stehhöhe mit Moskitofenstern und Faltmatratze) auf Campingplätzen mit sanitären Anlagen (Gemeinschaftsbäder), davon 1 Nacht Wildcamping ohne sanitäre Anlagen 2 Nächte auf einer Gästefarm mit eigenem Bad 2 Nächte im Stadthotel oder Guest House der Mittelklasse mit eigenem Bad 1 Nacht auf einer Lodge mit eigenem Bad Bitte beachten Sie, dass die Ausschreibung der Unterkünfte/Campingplätze vorbehaltlich Verfügbarkeit geschieht. Sollte eine Unterkunft in Ausnahmefällen nicht möglich sein, buchen wir eine vergleichbare Alternative. Dadurch können sich auch die Unternehmungen an diesem Tag ändern, da die Unterkünfte nicht immer nah beieinander liegen und jede ihre speziellen Möglichkeiten bietet. Wir werden für Sie in jedem die bestmögliche Alternative suchen und Sie schnellstmöglich informieren. Verpflegung: Während der Reise kommt das inkludierte Essen überwiegend aus der Reiseleiterküche. Ihr Reiseleiter und Fahrer kümmern sich um die Einkäufe und das Kochen. Morgens wird Tee/Kaffee, Toast oder Müsli gereicht. Zur Mittagszeit wird meist gepicknickt: Salate, Käse, Sandwiches und Obst. Zum Abendessen wird gerillt (braai), ein klassisches Eintopfgericht (potjes) gekocht oder es gibt auch mal ein Nudelgericht. An Tagen, ohne inkludierte Mahlzeit, hat Ihr Reiseleiter ganz bestimmt einen guten Tipp für ein lokales Restaurant oder Sie können sich in den Restaurants der Lodges und Camps etwas aussuchen. Fahrzeuge: Für die Überlandfahrten wird ein 4x4 -Safari-Truck mit 10 Sitzplätzen und großen Fenstern verwendet. Begleitmannschaft: Begleitet werden Sie von Egmont Strigl, unserem Hauser-Reiseleiter und Wüstenfuchs, als auch einem örtlichen Guide bzw. Fahrer. Eine besondere Reise bei der die Namib im Mittelpunkt steht. Diese Namibia-Reise setzt bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen Teamgeist voraus. Aktive und kameradschaftliche Mithilfe bei allen während des Zeltens anfallenden Arbeiten (z.B. Auf- und Abbau der Zelte, Aufräumen, Abwaschen, in der Küche zupacken usw.) sollte für alle Mitreisenden selbstverständlich sein.

Ausrüstung

  • Reisepass mit Kopie
  • Impfpass
  • Flugübersicht mit Buchungsnummer
  • Bargeld, Kreditkarte, EC Karte (Bankautomat)
  • Hauser/Bergspechte-Reiseunterlagen, z.B. auch „Meine Reise“
  • Sandalen oder Crocs (Überlandfahrten, Unterkunft, Duschen etc.)
  • Trekkingschuhe Kategorie A/B
  • Socken + Ersatz
  • kurze Hose knielang oder Bermudas
  • lange Hose
  • Trekkinghose
  • T-Shirts
  • Pullover oder Jacke (Wolle, Fleece, Softshell)
  • wind- und wasserdichte Jacke (ideal: atmungsaktiv)
  • Unterwäsche + Ersatz
  • lange Funktionsunterwäsche
  • Halstuch / Schal / Buff als Staub- und/oder Kälteschutz
  • Badebekleidung
  • Handtuch
  • dünne Mütze
  • dünne Fingerhandschuhe
  • Sonnenbrille
  • Tages- und Wanderrucksack ca. 25 l
  • Stirnlampe mit Ersatzbatterien
  • flexibles Gepäckstück inkl. kleinem Schloss
  • Schlafsack bis 0° im Komfortbereich
  • Sonnencreme
  • Lippenbalsam
  • Waschsachen / Hygiene-Artikel
  • Oropax
  • Reisewecker
  • persönliche Fotoausrüstung mit genügend Akkus und Speicherkarten, eventuell mit Blitz, Stativ
  • Taschentücher, Feuchttücher
  • Nähzeug
  • Schreibzeug
  • Trinkflasche oder Trinksystem mindestens 1 Liter
  • Waschmittel (biologisch abbaubar)
  • kleine Reiseapotheke
  • wichtige persönliche Medikamente (im Handgepäck: Husten, Kopfschmerz, Durchfall etc.)
  • Handy mit Ladekabel
  • Zwischenverpflegung (Trockenobst, Schokolade, Vollkornriegel, Energieriegel,"Lieblingsteebeutel")
  • Fernglas

Inklusivleistungen

  • Hauser-Reiseleitung ab/bis Deutschland
  • Zusätzlicher Englisch sprechender Fahrer-Guide
  • Flug mit Air Namibia ab/bis Frankfurt nach Windhoek
  • Derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
  • Rail&Fly-Fahrkarte ab/bis deutsche Grenze
  • Übernachtung 5 x in Lodges oder Gästefarm, 14 x in Zelten (mit Gemeinschaftsbad)
  • 19 x Frühstück, 14 x Mittagessen, 18 x Abendessen
  • Camping- und Kochausrüstung
  • Nationalparkgebühren
  • Reisekrankenschutz inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten und Krankenrücktransport sowie 24 Std. Notrufservice

Wunschleistungen

  • Einzelzimmerzuschlag 260,00 €

Nicht enthaltene Leistungen

    Reisetermine und Preise
    Von/Bis
    Preis in €
    Reiseleitung
    Reisestatus
    Von/Bis: 12.09.2020 – 04.10.2020
    Preis in €: 4.895 €
    Reiseleitung: Egmont Strigl
    Verfügbarkeit: Buchbar