Charakter
Schwierigkeit
Hotel-Übernachtungen
Zelt-Übernachtungen
↑bis 900 Hm, ↓bis 1030 Hm

Südafrika - Überquerung der Drakensberge

Trekkingreise von Kapstadt und der Kapregion über zwei Nationalparks in die Drakensberge

  • 6-tägiges Trekking in den Drakensbergen (6 - 8 Std. täglich)
  • Wanderungen: 1 x moderat (4 Std.), 3 x mittelschwer (6 - 7 Std.)
  • Kapstadts Tafelberg auf anspruchsvoller Route nach Kirstenbosch überqueren
  • Mit unserer Zulumannschaft durch die grünen, zerklüfteten Drakensberge wandern
  • Die Nationalparks Golden Gate und Royal Natal zu Fuß erkunden
  • Durch Stellenboschs Weinanbaugebiete wandern und lokalen Wein verkosten
  • Fakultativ: Den Cathedral Peak (3.005 m) besteigen
„uKhahlamba“ – die „Wand der aufgestellten Speere“ nennen die Zulu das höchste Gebirge des südlichen Afrikas. Wir stehen am Rande der Steilwand des „Amphitheaters“ und blicken über bizarre Felsformationen und spitze Felsnadeln in das hügelige Zululand. Neben unserem Zeltplatz plätschert der Tugela River sachte vor sich hin, bevor er dann dramatisch über 900 Meter vor uns in die Tiefe stürzt. Der zweithöchste Wasserfall der Welt von oben - Gänsehaut! Die Drakensberge beflügeln seit jeher die Phantasie, aber auch die Ehrfurcht vor solch gewaltigen Naturkulissen. Wir durchqueren den Royal Natal-Nationalpark von einem der nördlichsten Punkte der Drakensberge zum majestätisch freistehenden Cathedral Peak im Südwesten. Auf unserem Weg passieren wir außergewöhnliche Orte: die Zwölf Apostel, den Teufelszahn und die Klippe der Lämmergeier. Ein weiterer Höhepunkt unseres einzigartigen Trekkings ist die Bell Traverse, ein wahrhaftig atemberaubender Höhenweg. Nur wenige Menschen kennen diese Aufstiegsroute - und einer davon ist unser Bergguide. Dank des Projektes in einem Zuludorf können die Menschen hier ihre Berge zur Basis ihres Lebensunterhaltes machen, etwa als Begleitmannschaft für Wanderer. Während des Trekkings lernen wir die Zulu und ihre Geschichten kennen. Zu Beginn unserer Reise erwandern wir uns die Kapregion auf Ausflügen zum Kap der Guten Hoffnung und in die malerischen Weingebiete. Warum Kapstadt, für Viele die am schönsten gelegene Stadt der Welt ist, erfahren wir bei unserer Wanderung auf den "Lion's Head" und der Tafelberg-Überschreitung auf anspruchsvoller Route, eine perfekte Einstimmung auf die Drakensberge.
Reisetage: 15
Teilnehmeranzahl: 7 – 12 Personen

Tag 1: Abreise aus Deutschland am Abend

Spätabends fliegen wir von Frankfurt nach Johannesburg.

Tag 2: Ankunft und Kapstadt zu Fuß entdecken

Früh am Morgen landen wir in Johannesburg und steigen um in den Flieger nach Kapstadt. Unser Gepäck müssen wir aus zolltechnischen Gründen abholen, können dieses aber über einen Check-In Schalter mit verkürzter Abwicklung gleich wieder aufgeben. Gegen Mittag landen wir in Kapstadt. Hier erwartet uns bereits unsere Hauser-Reiseleitung. Wir fahren nach einem ersten kurzen Geldwechsel (oder das Geld einfach vom Automaten holen mit der EC-Karte mit Maestro-Zeichen - wie Zuhause und geht sehr viel schneller) zu unserem Gästehaus, besprechen was wir für die nächsten Tage wissen sollen und wissen wollen. Am Nachmittag erkunden wir Kapstadt schon einmal zu Fuß. Wir spazieren kurz durch die Innenstadt und statten dem Cape Castle einen Besuch ab. Zum Abendessen suchen wir uns ein schönes Restaurant und genießen die besondere Atmosphäre dieser Stadt.

Tag 3: Tafelbergüberquerung

Der heutige Tag gehört einem der Wahrzeichen der Stadt: dem Tafelberg. Als Vorbereitung auf unser Trekking haben wir eine besondere Route gewählt. Zu Fuß steigen wir unterhalb der Seilbahn auf, über die sogenannte Indian Venster Route. Dies ist einer der anstrengendsten Tage der Tour, bitte seien Sie darauf vorbereitet. Der Aufstieg beginnt mit Stufen, ein Weg führt leicht bergan bis unter die Seilbahn. Es wird steiler bis zu einer Stelle an der schon Haltegriffe montiert sind, die uns den Aufstieg über ca. 20 m erleichtern. Hier sind eine sehr gute Kondition, als auch Konzentration erforderlich, aber keine technischen Vorkenntnisse. Auch an mehreren anderen Stellen werden wir die Hände zu Hilfe nehmen müssen, es sind teils große Stufen zu bewältigen. An einer kurzen Passage führt der Weg auch sehr schmal - unter einem Meter breit - am Berg entlang. Die Ausblicke auf Camps Bay und Robben Island sind spektakulär, allerdings müssen wir schwindelfrei sein und dürfen keine Angst vor steilen Abbrüchen haben, dies ist auch für den Rest der Tour Voraussetzung. Bevor wir die Spitze des Berges erkunden, machen wir ein Picknick bei Macleans Beacon. Für den Abstieg wählen wir die Skeleton Gorge Richtung Kirstenbosch Gardens. Nach Besichtigung der Gärten kehren wir ins Gästehaus zurück. Insgesamt legen wir heute ca. 14 km zu Fuß zurück mit einigen steilen Passagen. Bei schlechtem Wetter werden wir eine einfachere Route gehen. Für heute Abend und das Abendessen hat unsere Reiseleitung verschiedene Vorschläge für uns, da Kapstadt als Gasthaus der Meere gilt.

Tag 4: Von Hout Bay zum Kap der Guten Hoffnung

Früh morgens erkunden wir das Kap. Startend in Hout Bay bis nach Chapman's Peak erleben wir die atemberaubende Panorama-Straße. Im Cape Point Nature Reserve können wir die afrikanische Tierwelt das erste Mal begrüßen. Hier sind auf 7680 Hektar Elan-Antilopen, Gnus, Springböcke, Paviane und Strauße und viele Vögel zuhause. Raue Klippen, unberührte Strände, Schiffswracks und eine Pflanzenwelt zwischen Knallgrün und Kunterbunt erwarten uns. 3 Stunden lang erkunden wir das Reserve bevor wir uns ein leckeres Picknick gönnen. Dann geht es zum windumtosten Cape Point. Wir wandern zu den Leuchttürmen und genießen wieder den Ozean um uns herum. Wir besuchen das Kap der Guten Hoffnung und den Diaz Strand, fotografieren die bunten Strandhäuschen in Simonstown und lassen uns von den kleinen Pinguinen im Frack zu dem einen oder anderen Lacher hinreißen, da sie einfach zu putzig sind. Abends suchen wir uns ein nettes Restaurant.

Tag 5: Stellenbosch und die Cape Winelands

Wir fahren frühmorgens ins Landesinnere Richtung Stellenbosch. Unser heutiges Wandergebiet ist die Jonkershoek Nature Reserve, in der über 1100 Pflanzenarten zu finden sind sowie eine große Anzahl kleiner Säugetiere, Vögel und kleine Reptilien. Die zerklüfteten Berglandschaften sind Teil der Boland Bergkette und eigenen sich sehr gut zum Wandern. Wir beginnen unsere Wanderung mit einem steilen Aufstieg von 900 Metern über eine Länge von 4,5 km. Von diesem Pfad aus bieten sich sagenhafte Ausblicke über die Weinberge von Stellenbosch. Danach wird unsere Route eher eben und nachdem wir einen Wasserfall passiert haben, beginnen wir unseren Abstieg. Wer möchte kann hier natürlich die Möglichkeit zur Abkühlung nutzen. Je nach Zeitplan können wir nun den erfolgreichen Abschluss unserer Wanderung und unserem Aufenthalt in der Kapregion mit einem guten Glas südafrikanischen Wein feiern. Stellenbosch ist für seine exzellenten Weinproben bekannt. Sollte wettertechnisch eine Änderung notwendig sein, werden wir auf einer kürzeren Wanderung mit einfacheren Wegen die Gegend erkunden. Solche wetterbedingten Änderungen sind äußerst selten, aber im Sinne der Sicherheit unvermeidbar. Am Abend kehren wir zurück nach Kapstadt.

Tag 6: Zum Golden Gate Highlands National Park

Früh am Morgen fliegen wir nach Johannesburg, welches wir aber gleich Richtung Berge verlassen. Über die N 12, vorbei an dem kleinen Künstlerstädtchen Clarens fahren wir zum Golden Gate Nationalpark, wo wir uns in den Park Chalets einrichten. Je nach Ankunftszeit unternehmen wir noch eine leichte Wanderung. Von den Chalets aus, können wir Wanderungen zwischen 1 und 2 Stunden unternehmen. Der Golden Gate Park hat seinen Namen von den leuchten rot orangen Sandsteinformationen die vor allem in der Abend- und Morgensonne leuchten. Nun sind wir der urbanen Seite Südafrikas entkommen, in wahrer Naturkulisse lassen wir uns ein "Braai" - auf Deutsch ein Grillabend mit vollbeladenen Grills, guten Getränken und vielen Geschichten - schmecken.

Tag 7: Vom Golden Gate zum Royal Natal Nationalpark

Auf dem Weg durch den Golden Gate Park halten wir an besonderen Aussichtspunkten um die einmalig geformte Landschaft zu bestaunen. Hier im Park befindet sich auch das Basotho Cultural Village, das uns einen Einblick in die Lebensweise der South Basotho People gibt. Die Basotho stellen die Hauptbevölkerungsgruppe in Lesotho. Viele arbeiten aber in Südafrika, der Verdienst in den Minen ist höher als viele Einkommensmöglichkeiten in Lesotho. So gibt es inzwischen auch eine community in Südafrika. Wir verlassen den Golden Gate Park und fahren hinauf zum Witsishoek Mountain Resort (2.238 m) eine legendäre Unterkunft für Wanderer und Bergsteiger. Heute gehört das Resort der Dorfgemeinschaft, die mithilfe dänischer Unterstützung lernen als Gemeinschaft dieses Berghotel zu betreiben. Die Zimmer sind einfach aber zweckmäßig eingerichtet. Am Nachmittag unternehmen wir eine ca. 3-stündige Wanderung in den Royal Nationalpark. Wir wandern hinunter zu den Mahai Fällen und wieder zurück. Wer sich heute noch ausruhen möchte oder in Ruhe umpacken, kann die Wanderung auch ausfallen lassen. Das Gepäck wird aufgeteilt, in das was wir mit auf den Berg nehmen und das was wir im Trailer zurücklassen und erst am Ende unserer Drakensbergüberquerung wieder erhalten. Jeder Teilnehmer erhält einen Packsack für seine persönliche Kleidung und die Dinge, die wir mitnehmen möchten. Diese Säcke für ca. 8 kg Gepäck sind genau auf die Rucksäcke der Träger zugeschnitten. Auch unser Schlafsack und - falls dabei - unsere zusätzliche Liegematte werden für uns getragen. Für jeden gestellt wird eine gut isolierte Luftmatratze als Schlafunterlage, die recht bequem ist. Wir genießen zum letzten Mal unser Dach über dem Kopf, ein Essen im Restaurant (nicht inklusive) und nehmen in Erwartung der kommenden Tage einen Drink an der Bar - wer möchte.

Tag 8: 1. Trekkingtag vom Sentinel zu den Tugela Fällen

Am Morgen treffen wir auf unsere(n) örtliche(n) Bergführer(in) und die Mannschaft. Nach einer kurzen Einführung fahren wir zunächst eine gute halbe Stunde und über ca. 250 Höhenmeter auf einer Bergpiste bis zum Endpunkt der Straße und auf 2.500 m starten wir dann endgültig unsere Tour. Den mächtigen Felsaufbau des Sentinel vor uns wandern wir in alpinen Kehren bergauf. Gleich nach ein paar hundert Metern erreichen wir schon den ersten atemberaubenden Aussichtspunkt hinüber zum Teufelszahn – noch spektakulärer ist aber, dass wir jetzt über den Wolken zu gehen scheinen, denn von unten herauf schieben die massiven Wolkenbänke gegen die Wände der Drakensberge. Nachdem wir den Sentinel umwandert haben erreichen wir die „Chain Ladder" eine Eisenleiter die in zwei Abschnitten ca. 30 Höhenmeter überwindet und uns damit endgültig auf das Plateau der Drakensberge hinaufführt (2.950 m). Keine Angst, selbst die Träger mit ihren schweren Lasten nutzen diese Steige und wir haben beide Hände frei um uns gut festzuhalten. Wir sind jetzt im Ukhalamba Drakensberg Park - UNESCO Weltnaturerbestätte. Das Plateau ist keinesfalls eine flache Ebene, immer wieder ragen einzelne Gipfel, wie das Crows Nest oder der Mount Aux Sources hervor. Noch spannender ist aber unser Lagerplatz, direkt oberhalb der zweithöchsten Wasserfälle der Erde – den Tugela Falls (2.975 m), die hier 850 m in die Tiefe stürzen. Mutige können ein Bad in den Pools oberhalb der Fälle nehmen. Die Küche bei diesem Trekking ist sehr einfach, weil wirklich Alles mitgetragen werden muss. Wasser gibt es reichlich, daher wird viel gekocht, was wasserlöslich ist oder mit Wasser gekocht werden kann. Selbst die Milch wird als Pulver mitgetragen und wieder in Wasser aufgelöst. Am Anfang des Trekkings hat jeder von uns seinen Trinkbecher mit Farbe und Henkel bekommen - ein treuer Begleiter vom Kaffeetrinken bis zum Zähneputzen. Die Mannschaft baut unsere Zelte auf - wir können gerne ein wenig mithelfen, müssen aber nicht.

Tag 9: Von den Tugela Fällen zur Madonna mit ihren Anbetern

Zum Frühstück bekommen wir heißen Kaffee oder Tee und Müsli oder Pfannenkuchen mit Marmelade. Bitte vergleichen Sie die Trekkingküche nicht mit den klassischen Trekkingzielen. Unser Guide leistet Erstaunliches - er bereitet sämtliche Mahlzeiten zu und organisiert die Mannschaft. Gegessen wird entweder im Freien oder im „Messezelt", das ebenfalls kleiner als bei unseren klassischen Treks ausfällt - aber es ist alles da um einen großartigen Wandertag zu erleben. Von den Tugela Fällen verläuft unsere Route parallel zum Escarpment der Drakensberge, was uns immer wieder überraschende Tiefblicke hinunter ins Kwa Zulu Natal, dem Land der Zulu eröffnet. Die Höhenmeter bei den Aufstiegen halten sich zwar in Grenzen, aber 200 Meter Aufstieg erscheinen hier deutlich mühsamer als in unseren Alpen. Das Hochplateau hat riesige Ausmaße und die Auf- und Abstiege ziehen sich entsprechend hin. Wir steigen eine Stunde bergan zu einer Passhöhe. Von hier sehen wir in der Ferne die größte Diamantenmine Lesothos in Letseng. Viel schöner ist aber der Blick in die andere Richtung, den wir auf der nächsten Passhöhe auf 3.140 erleben: bei klarem Wetter erkennen wir die weit entfernte Gipfelformation des Champaign Castle, wir sehen zum ersten Mal den Cathedral Peak, sowie die Mweni Needles und die Three puddings, die wie umgestülpte Puddingbecher daliegen. Der Abstieg führt uns zu unserem Lagerplatz der den verheißungsvollen Namen " Madonna und ihre Anbeter" (2.950m) trägt. Beim Anblick der gewaltigen Felsskulpturen kann man verstehen, warum Menschen diesem Naturphänomen einen religiösen Namen gegeben haben. Unser heutiger Lagerplatz zählt sicher mit zu den schönsten Plätzen, die man sich in und auf den Drakensbergen vorstellen kann - besonders eindrucksvoll sind die wechselnden Lichtstimmungen die vor allem Fotografen begeistern dürften. Wir schlafen heute wieder auf der gleichen Höhe wie am Vortag so dass auch Höhenempfindliche sich gut hier zurecht finden sollten.

Tag 10: Zur Quelle des Oranje Flusses

Ein Gast meinte zu diesem Lagerplatz, dass es der beeindruckenste Sonnenaufgang seines Lebens war – es lohnt sich also früh aufzustehen und die Madonna im Morgenlicht zu bewundern. Von unserem besonderen Platz steigen wir kurz auf knapp über 3.000 m auf und genießen einen weiteren Weitblick auf die Formationen und Gipfel, die uns die nächsten Tage begleiten werden – Draußen am Horizont leuchtet der Woodstock Damm, der das Wasser des hier oben entspringenden Orange River aufstaut. Doch zuvor an einem der unzähligen Passüberquerungen, stoßen wir auf die zwölf Apostel, die ihre Ähnlichkeit zur gleichnamigen Felsformation am Tafelberg in Kapstadt nicht leugnen können. Nach einer weiteren Wanderstunde, stehen wir am Quellfluss des Orange Rivers (Oranje), dem größten Fluss Südafrikas, der hier noch Senkhu heißt, später Gharib und erst bei Oranjemund nach 2.160 km in den Atlantischen Ozean mündet. Von der Quelle auf 2.840 m steigen wir wieder über die 3.000er Marke zum Mweni Pass. Unterwegs treffen wir mit etwas Glück auf eine Pavian-Gruppe, die sich den Umständen des Gebirges angepasst hat – ihr Wuchs ist deutlich kleiner als der ihrer Artgenossen im Flachland. Einen Pass weiter stehen wir am Rockerie Pass. Gegenüber, in einer gigantischen Felswand nistet eine Kapgeierkolonie. An diesem Platz verweilen wir ein wenig, denn er ist wirklich einzigartig. Unter uns liegt das Tal von Mweni aus dem unsere Zuluträger kommen. Ian, unser Partner, hat hier etwas ganz besonderes geschaffen, in dem er die Tradition des Tragens wieder eingeführt hat und damit vielen Dorfbewohnern, die sonst abgewandert wären eine Perspektive im Tourismus eröffnet hat. Er bildet auch Guides aus und am Ende unseres Trekkings, werden wir in Mweni zu Gast bei den Familien unserer Träger sein. Da wir heute in der Nähe des Geierfelsens übernachten haben wir genügend Zeit in Ruhe zu fotografieren oder zu filmen.

Tag 11: Von der Geierkolonie zum Mlambonja Pass

Wir verlassen nach unserem Morgen- und Frühstückritual unseren Lagerplatz bei den Lämmergeiern und folgen den ganzen Vormittag ziemlich genau parallel dem Rand des Escarpments. Am späten Vormittag erreichen wir einen Rastplatz mit einem netten (aber kalten) Pool - jetzt ist die Gelegenheit eine Vollwäsche zu nehmen. Erfrischt gehen wir bis zum Lunchplatz direkt am Rande des Escarpments und nun sind uns die Berge, die wir morgen queren wollen, schon zum Greifen nah - Bell (2.928m), Cathedral Peak (3.005m), Outer Horn (3.011m). Am Mlambonja Pass auf 2.980m schlagen wir unser letztes Lager oben auf dem Plateau auf. Je nach Wetterlage könnte es sein, dass wir heute schon ein Stück weiter hinunter steigen zu den Twins Caves. Damit würde sich unser Tag um ca. eine Wanderstunde verlängern - der morgige Tag verkürzt sich dann dementsprechend.

Tag 12: Die Bell Traverse

Der spektakulärste und abwechslungsreichste Tag erwartet uns – aber auch der anspruchsvollste. Auf schmalen, teilweise eng an der Felswand entlang laufenden Bergpfaden queren wir den Gebirgsstock des Bell (der Gipfel sieht wie eine überdimensionale Kirchenglocke aus). Es gibt hier ein bis zwei Stellen, wo der Guide evtl. für uns ein kleines Seilgeländer anbringt um den dort sehr schmalen Weg abzusichern – das sind nur wenige Meter, die man aber nicht unterschätzen darf und die auch eine Herausforderung an unsere Schwindelfreiheit darstellen. Zweimal steigen wir über steile Gras- und Felsrinnen ab, die unsere ganze Konzentration aufs sichere Gehen erfordern. Schließlich überschreiten wir über eine Felsscharte (Gully) den Pass hinüber zur schön gelegenen Wiese am Fuße des Cathedral Peaks. Wir sind jetzt schon 4,5 Stunden gegangen und haben uns eine ausführliche Mittagspause verdient. Die Teilnehmer, die den Cathedral Peak nicht besteigen wollen, können ihre Rast noch weiter ausdehnen. Die Besteigung des Cathedral Peak ist Schwierigkeitsgrad III und stellt höhere Anforderungen an uns, als der Rest des Trekkings. Die Gipfelaspiranten steigen über die steile Wiese bis zum Beginn des Gipfelaufbaus. Eine erste Felsplatte von 7- 8 Metern Höhe gilt es nun mit Hilfe eines Seiles, das unser Guide herunterlässt, zu überwinden. Nun heißt es den richtigen Weg zu finden, da der Weg im Felsgelände nicht immer eindeutig zu erkennen ist. Nach einer weiteren Platte gelangen wir zu einer Eisenleiter die wir hochsteigen. Eine letzte leichte aber auch etwas ausgesetzte Kletterei führt uns auf das kleine Gipfelplateau – die Belohnung ist uns sicher – eine tolle Rundumsicht zum Bell und den Inner Horns aber auch entlang der gesamten Drakensberg Range vom Teufelszahn (dem Beginn unseres Trekkings) bis hinüber zum Giants Castle. Wir überwinden bei der Besteigung ca. 500 Höhenmeter und sie dauert insgesamt 1,5 Stunden im Auf- und Abstieg. Die Gruppe ist inzwischen schon zum Lager vorausgegangen (ca. 1 Std.) und erwartet die stolzen Gipfelstürmer. (Lagerhöhe bei ca. 2.480m). Wichtiger Vorbehalt: Sollte das Wetter sehr regnerisch sein oder die Platten sehr nass (manchmal hat es auch Neuschnee) dann werden wir ggf. die Bell Traverse nicht begehen können und/oder den Cathedral Peak auch nicht besteigen können. Unser Guide entscheidet über die Machbarkeit. Alternativ gehen wir über den Organ Pipe Pass – ebenfalls spektakulär aber nicht so ausgesetzt wie die Wege der Bell Traverse. Bitte beachten Sie auch unseren Durchführungshinweis unter "Wichtige Hinweise".

Tag 13: Mweni - Abschlussabend

Unser letztes Frühstück, ein letztes Mal Packen und noch ca. 3,5 Stunden Genusswandern. Über satte, grüne, steile Hügel hinab - die Farben werden immer intensiver, je weiter wir absteigen. Hier verabschieden wir uns von unserer Trekkingmannschaft und erreichen bald unsere Unterkunft. Nachdem wir wieder frisch geduscht sind, lassen wir bei einem schmackhaften Grillabend die vielen spannenden Erlebnisse Revue passieren.

Tag 14: Heimreise

Der heutige Tag beginnt mit einem letzten Frühstück unter dem südafrikanischen Himmel. Dann steigen wir in unseren Bus um nach Johannesburg zurückzukehren und dort unseren Rückflug zu erreichen. Wer möchte kann gerne noch ein paar Tage Safari im Krügerpark anhängen, wir machen Ihnen gerne ein Angebot.

Tag 15: Ankunft

Ankunft am frühen Morgen in Deutschland.

Charakter

Profil: Die Reise bietet eine ideale Kombination aus ersten Wanderungen über den Tafelberg in Kapstadt und in der Kapregion mit einem ausgiebigen Trekking durch die majestätischen Drakensberge, begleitet von einer Zulu-Mannschaft! Anforderung: Für diese Reise müssen Sie über gute Kondition verfügen, sowie trittsicher und schwindelfrei sein. Bei der 6-tägigen Trekkingtour geht es weniger um die absoluten Höhenmeter als um die Strecken und die immer wiederkehrenden langgezogenen Auf- und Abstiege. Diese sind oft nur 150 bis 200 Höhenmeter aber können auch mal 1 bis 1,5 h Stunden dauern. Das Drakensbergplateau ist ein grandioses weitläufiges Wildnisgebiet, wir wandern oft weglos oder auf kleinen Trails der Basotho Hirten, es gibt keine markierten oder angelegten Wege - das ist aber genau der Reiz. Für die Bell Traverse müssen wir uns vorbehalten, dass hier bei schlechtem Wetter evtl. nicht gewandert werden kann - bei Wetterstürzen kann es hier auch einmal hineinschneien und dann sind die schmalen Pfade zu rutschig und ausgesetzt. Auch bei guten Bedingungen brauchen Sie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Auch an den anderen Tagen kann sich der Camp-Platz ändern. Entweder weil das Wetter besonders gut und man weiter als gedacht, wandern konnte oder auch umgekehrt. Wir versichern Ihnen diese Anpassungen werden nur im Sinne der Gruppe gemacht! Die sog. Chain Ladders mit denen wir den Aufstieg vom Sentinel aufs Plateau überwinden, klingen dagegen weit gefährlicher als sie tatsächlich sind. Die Eisenleitern sind sehr gut verankert und mit einer Geländerführung kann man die Leitern gut begehen. Für den Cathedral Peak (Schwierigkeitsgrad III und die Besteigung ist optional) sollten sie etwas leichte Klettererfahrung haben bzw. sich trauen im teilweise ausgesetzten Aufstiegsgelände zu gehen. Wir haben einen sehr erfahrenen Guide dabei, der Sie vor Ort durch die "Schlüsselstellen" führen wird. Beim Trekking brauchen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem Notwendigen für unterwegs (Pullover/Fleece, Wind- und Regenschutz, Fotoausrüstung, Trinkflasche etc.) selbst tragen. Träger übernehmen Ihr Hauptgepäck (max. 8 kg pro Person, extra Packsäcke werden gestellt) sowie die Campingausrüstung. Das restliche nicht benötigte Gepäck wird im Fahrzeug gelagert. Unsere Träger unterliegen auch der strengen Hauser "porter policy" die Mindestalter, Tragegewicht, soziale Standards, regelt. Unterbringung: In Kapstadt übernachten Sie in einem schönen 3- Sterne Gästehaus am Fuße des Tafelbergs. Das Haus verfügt über individuell gestaltete Zimmer mit eigenem Bad. Im Golden Gate Nationalpark sowie die Nächte vor und nach dem Trekking übernachten Sie in landestypischen Chalets. Während des Trekkings in den Drakensbergen campen Sie in der freien Natur, es gibt keinerlei sanitäre Anlagen oder Toilettenzelte. 2-Personen-Zelte und eine gut isolierte Schlafunterlage werden gestellt. Verpflegung: Während der Reise kommt das inkludierte Essen immer aus der Reiseleiterküche. Morgens wird Tee/Kaffee, Toast oder Müsli gereicht. Zur Mittagszeit wird meist gepicknickt: Salate, Käse, Sandwiches und Obst. Zum Abendessen wird gerillt (braai), ein klassisches Eintopfgericht (potjes) gekocht oder es gibt auch mal ein Nudelgericht. An Tagen, ohne inkludierte Mahlzeit, hat Ihr Reiseleiter ganz bestimmt einen guten Tipp für ein lokales Restaurant. Das gesamte Essen für das 6-tägige Trekking muss von Anfang an durch die Träger transportiert werden. Es gibt unterwegs keine Möglichkeit Lebensmittel oder frisches Gemüse, Eier etc. dazuzukaufen. Aus Gewichtsgründen müssen wir auf leichte Nahrung, oft auch Instant zurückgreifen. Aufgebessert wird der Speiseplan durch frischen Käse und Wurst und die Kochkünste unseres Guides aber bitte, erwarten Sie hier keinen Standard wie im Himalaya oder Südamerika. Das Trinkwasser kommt während des Trekkings aus den Gebirgsflüssen. Das Wasser hat eine gute Trinkqualität, bei Bedarf stehen auch Wasserentkeimungsmittel zur Verfügung. Transport: Für die Überlandfahrten wird ein 14-Sitzer Mercedes Sprinter mit Gepäckanhänger verwendet.

Ausrüstung

  • Reisepass mit Kopie
  • Impfpass
  • Flugübersicht mit Buchungsnummer
  • Bahnticket
  • Bargeld, Kreditkarte, EC Karte (Bankautomat)
  • Reservierungsnummer Ihres Fluges
  • Hauser/Bergspechte-Reiseunterlagen, z.B. auch „Meine Reise“
  • Sandalen oder Crocs (Überlandfahrten, Unterkunft, Duschen etc.)
  • Sportschuhe
  • Trekkingschuhe Kategorie B/C
  • Trekkingsocken + Ersatz
  • Gamaschen
  • kurze Hose knielang oder Bermudas
  • lange Hose
  • Trekkinghose
  • T-Shirts
  • Kurzarmhemden oder -blusen
  • Langarmhemden oder -blusen
  • Pullover oder Jacke (Wolle, Fleece, Softshell)
  • wind- und wasserdichte Jacke (ideal: atmungsaktiv)
  • Unterwäsche + Ersatz
  • lange Funktionsunterwäsche
  • Schlafbekleidung
  • Badebekleidung
  • Handtuch
  • Halstuch / Schal / Buff als Staub- oder Kälteschutz
  • dünne Mütze
  • Sonnenschutz für den Kopf
  • dünne Fingerhandschuhe
  • Sonnenbrille
  • Trekking- oder Bergrucksack 30 l
  • Regenhülle für Rucksack
  • Teleskop-Wanderstöcke
  • Stirnlampe mit Ersatzbatterien
  • flexibles Gepäckstück inkl. kleinem Schloss
  • Schlafsack bis – 5° im Komfortbereich
  • Sonnencreme
  • Lippenbalsam
  • Waschsachen / Hygiene-Artikel
  • Taschentücher, Feuchttücher
  • Taschenmesser
  • Nähzeug
  • Schreibzeug
  • wasserdichter Packsack für Dokumente
  • Plastik- oder Nylonbeutel für Schmutzwäsche
  • Trinkflasche oder Trinksystem mindestens 1 Liter
  • Fernglas
  • Insektenschutzmittel für Haut und evtl. für Bekleidung
  • Multifunktionsstecker für landestypische Steckdosen
  • Trekkingschirm als Regen- bzw. Sonnenschutz
  • Waschmittel (biologisch abbaubar)
  • wichtige persönliche Medikamente (im Handgepäck: Husten, Kopfschmerz, Durchfall etc.)

Inklusivleistungen

  • Lokale Hauser-Reiseleitung ab Kapstadt bis Johannesburg
  • Flug mit South African Airways ab/bis Frankfurt nach Kapstadt, zurück ab Johannesburg
  • Inlandsflug ab Kapstadt nach Johannesburg
  • Derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
  • Rail&Fly-Fahrkarte ab/bis deutsche Grenze
  • Übernachtung 4 x im Gästehaus, 3 x in Lodges oder Chalets und 5 x im Zelt
  • Zusätzlicher Englisch sprechender Bergführer
  • 12 x Frühstück, 10 x Mittagessen, 7 x Abendessen
  • Gepäcktransport
  • Koch- und Begleitmannschaft
  • Eintrittsgebühren lt. Programm
  • Hauser Reisekrankenschutz inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten und Krankenrücktransport sowie 24 Std. Notrufservice

Wunschleistungen

  • Anschlussflüge vorbehaltlich Verfügbarkeit; innerdeutsch: 180,00 €; Wien, Zürich: Aufpreis auf Anfrage
  • Einzelzimmerzuschlag (inkl. Einzelzeltzuschlag) 360,00 €

Nicht enthaltene Leistungen

    Reisetermine und Preise
    Von/Bis
    Preis in €
    Reiseleitung
    Reisestatus
    Von/Bis: 02.05.2020 – 16.05.2020
    Preis in €: 3.158 €
    Reiseleitung: Lokale Hauser-Reiseleitung
    Verfügbarkeit: Buchbar
    Von/Bis: 06.06.2020 – 20.06.2020
    Preis in €: 3.158 €
    Reiseleitung: Lokale Hauser-Reiseleitung
    Verfügbarkeit: Buchbar
    Von/Bis: 05.09.2020 – 19.09.2020
    Preis in €: 3.498 €
    Reiseleitung: Lokale Hauser-Reiseleitung
    Verfügbarkeit: Buchbar
    Von/Bis: 19.09.2020 – 03.10.2020
    Preis in €: 3.498 €
    Reiseleitung: Lokale Hauser-Reiseleitung
    Verfügbarkeit: Buchbar
    Von/Bis: 10.10.2020 – 24.10.2020
    Preis in €: 3.658 €
    Reiseleitung: Lokale Hauser-Reiseleitung
    Verfügbarkeit: Buchbar